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Ungarn-Anleihe: Mögliche Kursgewinne sorgen für hohe Renditechancen
25.05.12 16:15
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0240732114 / WKN A0GL1V) von Ungarn für etwas risikofreudigere Anleger für eine interessante Alternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert vom süd-osteuropäischen Staat Ungarn, sei mit einem Kupon von 3,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 18.07.2016 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 85,97% biete das Papier eine jährliche Rendite von 7,56%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent würden von der Ratingagentur Moody's mit "Ba1" bewertet, was eine Stufe unter Investmentgrade-Status liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein erhebliches Kreditrisiko.
Ungarn sei nach wie vor im Streit mit der EU und dem IWF. Allerdings scheine sich inzwischen das Sentiment zu verbessern. Habe man vor zwei Monaten noch von Staatsbankrott gesprochen, kehre allmählich etwas Entspannung ein. Und die EU-Kommission habe nun nach einem Besuch von José Manuel Barroso in Ungarn grünes Licht für die Kreditverhandlungen gegeben und das Strafverfahren eingestellt. Wann diese beginnen würden sei jedoch noch unklar. RBI-Chef, Herbert Stepic, zweifle nicht daran, dass es zu einer Einigung mit der EU und dem Währungsfonds komme. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine IWF-Einigung unterbleibe, sehe Stepic keinen kurzfristigen Zahlungsausfall Ungarns. Vergleiche mit Griechenland seien seiner Meinung nach völlig unzutreffend.
Ungarn solle vom IWF eine Summe von 10 Mrd. Euro erhalten. Für Ungarn sei der IWF sozusagen ein Sicherheitsnetz, denn sollte sich die Eurozone abschwächen, werde das Land am meisten damit zu kämpfen haben.
Das Land habe anscheinend auch keine Probleme alternative Kreditgeber zu finden. So habe Ungarn Anfang Mai von China einen Kredit in Höhe von 1 Mrd. Euro zu sehr günstigen Konditionen erhalten.
Bei seinen jüngsten Anleihenauktion habe Ungarn wesentlich mehr Anleihen platzieren können als ursprünglich geplant. Anscheinend rechne der Markt ebenfalls mit einer Einstellung des Strafverfahrens.
Die Lage an den Kapitalmärkten sei derzeit wegen der anhaltenden Sorgen um einen möglichen Austritt Griechenlands aus der EU sehr angespannt. Daher seien neben den Kursen von Aktien auch die Anleihekurse von spekulativeren Emittenten wie Ungarn gefallen.
Anleger, die aber in Bezug auf Ungarn von einem positiven Ausgang der finanzpolitischen Lage ausgehen würden, könnten sich die oben genannte Staatsanleihe einmal näher ansehen. Zudem gebe es keine Währungsrisiken zu beachten, da die Anleihe in Euro begeben worden sei. Dennoch ist das Papier nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research eher für risikofreudigere Anleger geeignet. (Analyse vom 25.05.2012) (25.05.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert vom süd-osteuropäischen Staat Ungarn, sei mit einem Kupon von 3,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 18.07.2016 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 85,97% biete das Papier eine jährliche Rendite von 7,56%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent würden von der Ratingagentur Moody's mit "Ba1" bewertet, was eine Stufe unter Investmentgrade-Status liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein erhebliches Kreditrisiko.
Ungarn sei nach wie vor im Streit mit der EU und dem IWF. Allerdings scheine sich inzwischen das Sentiment zu verbessern. Habe man vor zwei Monaten noch von Staatsbankrott gesprochen, kehre allmählich etwas Entspannung ein. Und die EU-Kommission habe nun nach einem Besuch von José Manuel Barroso in Ungarn grünes Licht für die Kreditverhandlungen gegeben und das Strafverfahren eingestellt. Wann diese beginnen würden sei jedoch noch unklar. RBI-Chef, Herbert Stepic, zweifle nicht daran, dass es zu einer Einigung mit der EU und dem Währungsfonds komme. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine IWF-Einigung unterbleibe, sehe Stepic keinen kurzfristigen Zahlungsausfall Ungarns. Vergleiche mit Griechenland seien seiner Meinung nach völlig unzutreffend.
Ungarn solle vom IWF eine Summe von 10 Mrd. Euro erhalten. Für Ungarn sei der IWF sozusagen ein Sicherheitsnetz, denn sollte sich die Eurozone abschwächen, werde das Land am meisten damit zu kämpfen haben.
Bei seinen jüngsten Anleihenauktion habe Ungarn wesentlich mehr Anleihen platzieren können als ursprünglich geplant. Anscheinend rechne der Markt ebenfalls mit einer Einstellung des Strafverfahrens.
Die Lage an den Kapitalmärkten sei derzeit wegen der anhaltenden Sorgen um einen möglichen Austritt Griechenlands aus der EU sehr angespannt. Daher seien neben den Kursen von Aktien auch die Anleihekurse von spekulativeren Emittenten wie Ungarn gefallen.
Anleger, die aber in Bezug auf Ungarn von einem positiven Ausgang der finanzpolitischen Lage ausgehen würden, könnten sich die oben genannte Staatsanleihe einmal näher ansehen. Zudem gebe es keine Währungsrisiken zu beachten, da die Anleihe in Euro begeben worden sei. Dennoch ist das Papier nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research eher für risikofreudigere Anleger geeignet. (Analyse vom 25.05.2012) (25.05.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


