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Russland-Anleihe in RUB: Für Emerging-Markets-Fans fast ein Muss
04.10.12 16:18
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0564087541 / WKN A1GM58) von Russland weiterhin für eine interessante Alternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert von der russischen Föderation, sei mit einem hohen Kupon von 7,85% ausgestattet, laufe noch bis zum 10.03.2018 und weise eine Stückelung von 5 Mio. Rubel (entspreche rund 125.000 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 106,59% biete das Papier eine jährliche Rendite von 6,37%. Der Emittent und die Anleihe seien von der Ratingagentur Moody's mit "Baa1" bewertet, was im unteren Investmentgrade-Status-Bereich liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Die Perspektiven für Russlands Wirtschaft seien grundsätzlich gut. Die Analysten der DekaBank würden für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 3,5% prognostizieren, was im Rahmen dessen liege, was auch das russische Wirtschaftsministerium erwarte. Zudem habe die Regierung die Inflation im Griff. So sei diese in 2011 mit 6,1% auf den tiefsten Wert seit dem Fall der Sowjetunion gesenkt worden. Für die Jahre 2012 und 2013 erwarte die russische Regierung einen Wert zwischen 5% und 6%.
Von der Euro-Schuldenkrise scheine das Land kaum tangiert zu werden. Russlands Wirtschaft habe im ersten Quartal 2012 um 4,9% gg. VJ wachsen können, stärker als die Wachstumsrate von 4,6% gg. VJ im Vorquartal. Jedoch habe sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2012 auf 4,0% gg. VJ abgeschwächt. Für Europa, wo derzeit noch Rezessionsstimmung herrsche, sei dies dennoch ein beachtlicher Wert.
Nach einem 19 Jahre dauernden Beitrittsprozess sei Russland endlich offiziell als 156. Mitgliedsland in die Welthandelsorganisation (WTO) aufgenommen worden. Dies sei von den Märkten erwartet worden, weshalb sich die positiven Auswirkungen in Grenzen gehalten hätten.
Die Staatsverschuldung Russlands liege mit circa 12% des BIP auf einem sehr niedrigen Niveau. Jedoch sei das Land stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängig. Nach Berechnungen der Analysten der DekaBank liege der durchschnittliche Ölpreis, bei dem der Staatshaushalt gerade ausgeglichen sei, aktuell bei circa 115 US-Dollar per Barrel. Auch wenn sich zuletzt die Wirtschaftsperspektiven, vor allem für Euroland eingetrübt haben, halten die Analysten von Anleihencheck Research für die zweite Jahreshälfte eine globale Wirtschaftsbelebung für möglich. Dies sollte zu weiter steigenden Rohstoffpreisen führen.
Anfang August habe die russische Notenbank die Leitzinsen unverändert bei 8,00% belassen. Angesichts der Wachstumsaussichten und der Inflationsrisiken würden die Währungshüter das Zinsniveau weiter für angemessen halten. Der Inflationsdruck habe zugenommen und der Verbraucherpreisindex sei im Jahresvergleich von seinem Rekordtief von 3,6% im Mai auf 4,3% im Juni gestiegen.
Möglicherweise sorge der Wahlsieg Putins mittelfristig dafür, dass der Risikoabschlag für Russland sinke, womit auch die Renditen für russische Anleihen zurückgehen könnten. Zudem dürfte das von der Regierung angekündigte Privatisierungsprogramm mittelfristig ausländisches Kapital anlocken, was den Rubel und die Anleihekurse stützen dürfte.
Die o.a. Währungsanleihe von Russland bietet eine Rendite von über 6%, was nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research für den Staatsanleihen-Sektor für einen bonitätsstarken Emittenten aktuell sehr attraktiv ist. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Anleihe steigern, sollte der Rubel gegenüber dem Euro aufwerten. Da es sich bei EUR/RUB um ein volatiles Währungspaar handle, sei die Währungsanleihe eher für spekulativ veranlagte Anleger geeignet. (Analyse vom 04.10.2012) (04.10.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert von der russischen Föderation, sei mit einem hohen Kupon von 7,85% ausgestattet, laufe noch bis zum 10.03.2018 und weise eine Stückelung von 5 Mio. Rubel (entspreche rund 125.000 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 106,59% biete das Papier eine jährliche Rendite von 6,37%. Der Emittent und die Anleihe seien von der Ratingagentur Moody's mit "Baa1" bewertet, was im unteren Investmentgrade-Status-Bereich liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Die Perspektiven für Russlands Wirtschaft seien grundsätzlich gut. Die Analysten der DekaBank würden für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 3,5% prognostizieren, was im Rahmen dessen liege, was auch das russische Wirtschaftsministerium erwarte. Zudem habe die Regierung die Inflation im Griff. So sei diese in 2011 mit 6,1% auf den tiefsten Wert seit dem Fall der Sowjetunion gesenkt worden. Für die Jahre 2012 und 2013 erwarte die russische Regierung einen Wert zwischen 5% und 6%.
Von der Euro-Schuldenkrise scheine das Land kaum tangiert zu werden. Russlands Wirtschaft habe im ersten Quartal 2012 um 4,9% gg. VJ wachsen können, stärker als die Wachstumsrate von 4,6% gg. VJ im Vorquartal. Jedoch habe sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2012 auf 4,0% gg. VJ abgeschwächt. Für Europa, wo derzeit noch Rezessionsstimmung herrsche, sei dies dennoch ein beachtlicher Wert.
Nach einem 19 Jahre dauernden Beitrittsprozess sei Russland endlich offiziell als 156. Mitgliedsland in die Welthandelsorganisation (WTO) aufgenommen worden. Dies sei von den Märkten erwartet worden, weshalb sich die positiven Auswirkungen in Grenzen gehalten hätten.
Anfang August habe die russische Notenbank die Leitzinsen unverändert bei 8,00% belassen. Angesichts der Wachstumsaussichten und der Inflationsrisiken würden die Währungshüter das Zinsniveau weiter für angemessen halten. Der Inflationsdruck habe zugenommen und der Verbraucherpreisindex sei im Jahresvergleich von seinem Rekordtief von 3,6% im Mai auf 4,3% im Juni gestiegen.
Möglicherweise sorge der Wahlsieg Putins mittelfristig dafür, dass der Risikoabschlag für Russland sinke, womit auch die Renditen für russische Anleihen zurückgehen könnten. Zudem dürfte das von der Regierung angekündigte Privatisierungsprogramm mittelfristig ausländisches Kapital anlocken, was den Rubel und die Anleihekurse stützen dürfte.
Die o.a. Währungsanleihe von Russland bietet eine Rendite von über 6%, was nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research für den Staatsanleihen-Sektor für einen bonitätsstarken Emittenten aktuell sehr attraktiv ist. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Anleihe steigern, sollte der Rubel gegenüber dem Euro aufwerten. Da es sich bei EUR/RUB um ein volatiles Währungspaar handle, sei die Währungsanleihe eher für spekulativ veranlagte Anleger geeignet. (Analyse vom 04.10.2012) (04.10.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
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