Fresenius-Unternehmensanleihe: Gesundheit fürs Depot


13.12.11 08:40
Anleihencheck Research

Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN XS0240919372 / WKN A0GMAY) des Gesundheitsdienstleisters Fresenius SE (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) für ein solides Investment.

Die Unternehmensanleihe von Fresenius SE sei mit einem Kupon von 5,50% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 105,20% einer jährlichen Anleiherendite von 4,10% entspreche. Das Emittenten-Rating durch Moody's sei "Ba1", was Investment-Grade entspreche.

Fresenius sei als Gesundheitskonzern weltweit tätig. Dabei biete das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten an. Der Konzern sei in die vier weltweit eigenverantwortlich wirtschaftenden Unternehmensbereiche Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN DE0005785802 / WKN 578580), Fresenius Helios, Fresenius Kabi und Fresenius Vamed unterteilt.

Mitte November habe die Unternehmensführung von Fresenius SE mitgeteilt, dass man den Anteil an der Tochter Fresenius Medical Care erhöhen möchte. Dazu wolle man in einem nicht genannten Zeitraum circa 3,5 FMC-Aktien marktschonend erwerben. Durch diese Maßnahme solle gewährleistet werden, dass der Anteil an FMC auf Dauer über 30% gehalten werde. Seit Fälligkeit der Pflichtumtauschanleihe am 14. August 2011 betrage der Stimmrechtsanteil von Fresenius an FMC aktuell 30,3%. Durch Ausübung von Aktienoptionen von FMC könnte dieser Anteil jedoch mittelfristig auf bis zu 29,3% verwässert werden.

Die Analysten von Anleihencheck Research halten die geplante Anteilssicherung an FMC für sinnvoll. Fresenius Medical Care sei der weltweit führende Dialysedienstleister und glänze durch zweistellige Ergebnis-Wachstumsraten. Aufgrund der demographischen Entwicklung sei auch auf lange Sicht mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zu rechnen. Zudem dürfte der Fresenius-Konzern mit seinen übrigen Geschäftsbereichen, aufgrund seiner sehr guten Positionierung von der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft profitieren.

Fresenius SE generiere hohe Cashflows. Somit könnten Investitionen und mögliche Akquisitionen zum Großteil aus diesem finanziert werden. Des weiteren sei das Unternehmen regelmäßig am Kapitalmarkt aktiv, um das langfristige Wachstum zu sichern. Nach Unternehmensangaben solle der Verschuldungsgrad des Konzerns im Jahr 2012, gemessen als Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA, aus heutiger Sicht auch unter Berücksichtigung des Aktienerwerbs unter der Marke von 3,0 bleiben. Dies liege noch im Rahmen und eine Abstufungsgefahr sehe man aktuell nicht.

Fresenius sei ein sehr attraktives Langfristinvestment. Für Anleger, denen das Aktienrisiko gegenwärtig zu hoch ist, bietet sich nach Meinung Analysten von Anleihencheck Research die oben genannten Anleihe von Fresenius SE an. Sie sei mit einer jährlichen Rendite von gut 4% eine interessante Alternative zu Staatsanleihen, Festgeld und derzeit Aktien. (13.12.2011/alc/a/a)