Fresenius-Anleihe: Bietet sichere und "gesunde" Rendite von 3,67%


15.05.12 15:33
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN XS0240919372 / WKN A0GMAY) des Gesundheitsdienstleisters Fresenius SE (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) für ein sehr interessantes Investment für den europäischen Corporate Bonds-Sektor.

Die Unternehmensanleihe von Fresenius SE sei mit einem Kupon von 5,50% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 106,89% einer jährlichen Anleiherendite von 3,67% entspreche. Die Anleihe laufe noch bis zum 31.01.2016 und die Stückelung betrage 1.000 Euro. Das Emittenten-Rating durch Moody's sei "Ba1", was Investment-Grade-Status entspreche.

Fresenius sei als Gesundheitskonzern weltweit tätig. Dabei biete das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten an. Der Konzern sei in die vier weltweit eigenverantwortlich wirtschaftenden Unternehmensbereiche Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN DE0005785802 / WKN 578580), Fresenius Helios, Fresenius Kabi und Fresenius Vamed unterteilt.

Fresenius habe Anfang Mai Zahlen für das erste Quartal 2012 vorgelegt. Während der Umsatz um 13% auf 4,42 Mrd. Euro ausgeweitet worden sei, sei das Konzern-EBITDA um 14% auf 838 Mio. Euro gestiegen und das Konzern-EBIT um 15% auf 661 Mio. Euro. Das Konzernergebnis sei mit 200 Mio. Euro (+18%) ausgewiesen worden.

Nach dem guten Jahresauftakt habe die Geschäftsführung von Fresenius den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr nach oben adjustiert. Das Konzernergebnis solle währungsbereinigt um 12% bis 15% steigen. Die bisherige Prognose habe ein währungsbereinigtes Wachstum von 8% bis 11% vorgesehen. Der währungsbereinigte Anstieg des Konzernumsatzes solle zwischen 10% und 13% liegen. Fresenius erwarte nun, das obere Ende der Bandbreite zu erreichen.

Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research hat der Gesundheitskonzern überzeugende Geschäftszahlen präsentiert und auch der Ausblick sei solide. Auch künftig sei aufgrund der sehr guten Diversifizierung und der Mischung aus organischem und akquisitorischem Wachstum mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten zu rechnen.

Da Fresenius SE hohe Cashflows generiere, könnten Investitionen und mögliche Akquisitionen zum Großteil aus diesem finanziert werden. Zuletzt sei eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1 Mrd. Euro angekündigt worden. Diese stehe im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von RHÖN-KLINIKUM. Insgesamt solle die Akquisition des Klinikbetreibers rund 3,1 Mrd. Euro kosten. Die Analysten von Anleihencheck Research halten den geplanten Kauf von RHÖN-KLINIKUM für richtig, denn die Privatisierung des deutschen Klinikmarktes stehe erst noch am Anfang und berge langfristig enormes Potenzial.

Das Unternehmen sei regelmäßig am Kapitalmarkt aktiv, um das langfristige Wachstum zu sichern. Nach Unternehmensangaben solle der Verschuldungsgrad des Konzerns im Jahr 2012, gemessen als Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA, aus heutiger Sicht auch unter Berücksichtigung des Aktienerwerbs unter der Marke von 3,0 bleiben. Dies läge noch im Rahmen und eine Abstufungsgefahr sehe man aktuell nicht.

Fresenius bleibe ein sehr attraktives Langfristinvestment. Für Anleger, denen das Aktienrisiko gegenwärtig zu hoch ist, bietet sich nach Meinung Analysten von Anleihencheck Research die oben genannten Anleihe von Fresenius SE an. Sie sei mit einer jährlichen Rendite von gut 3,6% eine interessante Alternative zu Staatsanleihen, Festgeld und Aktien. (Analyse vom 15.05.2012) (15.05.2012/alc/a/a)


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