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Anleihen: Stahlbranche wartet auf Comeback
12.04.13 12:29
Fuchsbriefe
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" raten die Anleihen aus dem Stahlbereich nach wie vor zu halten.
Für die Unternehmen aus der Stahlbranche seien die letzten Monate im wahrsten Sinne des Wortes eisenhart. ThyssenKrupp habe es besonders erwischt. Hier würden nicht nur konjunkturelle Schwierigkeiten belasten. Das fehlgeschlagene Investment in amerikanische und brasilianische Stahlwerke hänge wie ein Klotz am Bein. Einziger Lichtblick sei, dass in den Abschreibungen das Finanzdesaster schon größtenteils enthalten sei.
ArcelorMittal habe allein im Schlussquartal 2012 einen Verlust von 4 Mrd. Euro mitgeteilt. Das Unternehmen betreibe aber eigene Erz- und Kohleminen, damit sei man unabhängig von Lieferanten und verdiene zugleich durch den Verkauf von Erz und Kohle an Konkurrenten. Ferner erziele ArcelorMittal rund ein Drittel des Gewinns in den USA, so könne die aktuelle Schwäche in Europa zumindest zum Teil kompensiert werden.
Bei voestalpine würden die USA ebenfalls eine große Rolle spielen. Man möchte dort für rund 550 Mio. Euro ein neues Werk aufbauen, wo ein so genannter "Eisenschwamm" produziert werden solle. Die Produktionskosten in den heimischen Stahlwerken könnten so um bis zu 15% fallen.
Die Branche hoffe darauf, dass die Nachfrage in Europa in der zweiten Jahreshälfte erneut anziehe. Es werde jedoch bis 2014 dauern, ehe sich das in den Zahlen niederschlage. Die Anleihen würden so unter dem Druck möglicher Rating-Abstufungen bleiben. Die Kurse würden jedoch zeigen, dass die schlechten Nachrichten weitestgehend eingepreist seien. Hinzu komme, dass für Investoren die Frage nach der Zahlungsmoral keine ernsthafte Rolle spielen sollte, da es die Experten für höchst wahrscheinlich halten würden, dass die Unternehmen ihren Verpflichtungen nachkämen.
Bei den Anleihen (ISIN DE000A0T61L9 / WKN A0T61L; ISIN XS0559641146 / WKN A1A3SE; ISIN AT0000A069T7 / WKN A0TLDQ) aus dem Stahlbereich raten die Experten von "Fuchsbriefe" weiterhin zu einem Halten der Positionen. (Ausgabe 15 vom 11.04.2013) (12.04.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Für die Unternehmen aus der Stahlbranche seien die letzten Monate im wahrsten Sinne des Wortes eisenhart. ThyssenKrupp habe es besonders erwischt. Hier würden nicht nur konjunkturelle Schwierigkeiten belasten. Das fehlgeschlagene Investment in amerikanische und brasilianische Stahlwerke hänge wie ein Klotz am Bein. Einziger Lichtblick sei, dass in den Abschreibungen das Finanzdesaster schon größtenteils enthalten sei.
ArcelorMittal habe allein im Schlussquartal 2012 einen Verlust von 4 Mrd. Euro mitgeteilt. Das Unternehmen betreibe aber eigene Erz- und Kohleminen, damit sei man unabhängig von Lieferanten und verdiene zugleich durch den Verkauf von Erz und Kohle an Konkurrenten. Ferner erziele ArcelorMittal rund ein Drittel des Gewinns in den USA, so könne die aktuelle Schwäche in Europa zumindest zum Teil kompensiert werden.
Die Branche hoffe darauf, dass die Nachfrage in Europa in der zweiten Jahreshälfte erneut anziehe. Es werde jedoch bis 2014 dauern, ehe sich das in den Zahlen niederschlage. Die Anleihen würden so unter dem Druck möglicher Rating-Abstufungen bleiben. Die Kurse würden jedoch zeigen, dass die schlechten Nachrichten weitestgehend eingepreist seien. Hinzu komme, dass für Investoren die Frage nach der Zahlungsmoral keine ernsthafte Rolle spielen sollte, da es die Experten für höchst wahrscheinlich halten würden, dass die Unternehmen ihren Verpflichtungen nachkämen.
Bei den Anleihen (ISIN DE000A0T61L9 / WKN A0T61L; ISIN XS0559641146 / WKN A1A3SE; ISIN AT0000A069T7 / WKN A0TLDQ) aus dem Stahlbereich raten die Experten von "Fuchsbriefe" weiterhin zu einem Halten der Positionen. (Ausgabe 15 vom 11.04.2013) (12.04.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



