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Alternativen am Anleihenmarkt
17.10.11 11:24
Fuchsbriefe
Berlin (anleihencheck.de) - Die Experten von "Fuchsbriefe" haben in ihrer letzten Ausgabe die jüngste Anleihe-Neuemission (ISIN XS0686703736 / WKN A1GV10) von HeidelbergCement und andere Alternativen näher betrachtet.
Der Baustoffanbieter wolle im Geschäftsjahr 2011 an sein Rekordergebnis von 2009 mit einem operativen EBITDA von über 2 Mrd. EUR anknüpfen. Das Unternehmen habe volle Auftragsbücher und die Kostensenkungsprogramme aus 2009 würden sich nun positiv auswirken.
Die Anleihemärkte würden derzeit sehr exakt erkennbar machen, wie massiv die Preise für staatliche Schuldenpapiere manipuliert würden. Die Emission von HeidelbergCement biete einen Kupon von 9,5% mit halbjährlicher Zinszahlung. Das Mindestanlagevolumen bei dem bis zum 15.12.2018 laufenden Papier betrage 50.000 EUR. Bei einem aktuellen Kurs von 103,5% Titel liege der Renditevorsprung gegenüber Staatsanleihen des Bundes bei über 7%.
Die Experten würden einen Totalausfall oder auch nur einen Teilausfall für doch unwahrscheinlich halten. Vor der Emission habe das Unternehmen vor der Frage gestanden, eine Kapitalerhöhung vorzunehmen oder eben diese Anleihe zu begeben. Mit Blick auf die Börsensituation habe schließlich die Anleihe den günstigeren Eindruck gemacht.
Eine in der Laufzeit kürzere Alternative sei der 7,5%ige Titel (ISIN XS0458230082 / WKN A1A6T6) des gleichen Unternehmens. Das noch drei Jahre laufende Papier notiere bei 105,6% und rentiere damit knapp unter 6%. Bei dieser Anleihe sei eine Kündigung durch den Emittenten zwar möglich, was die Experten ihrer Meinung nach aber für unwahrscheinlich halten würden. Schließlich müsste sich HeidelbergCement dann zu einem deutlich höheren Zinssatz refinanzieren. Bei dieser Altemission könne der Anleger bereits ab 1.000 EUR Anlagebetrag einsteigen.
Als eine Alternative im Staatssektor würden die Experten die NRW-Bank ansehen. Die NRW-Bank sei die staatliche Förderbank Nordrhein-Westfalens und bei ihr gelte die Gewährträgerhaftung durch das Land. Das von den Experten ausgewählte Papier der NRW-Bank laufe noch bis Mai 2013 und sei auf die aufwertungsverdächtige Norwegische Krone nominiert. Bei einem nicht unattraktiven Kupon zu 3,5% und einem aktuell leicht über pari liegenden Kurs von 101,06 rentiere diese Anleihe bei knapp 3%. Damit liege sie gut zwei Punkte höher als AAA-Bundesanleihen.
Nach Auffassung der Experten von "Fuchsbriefe" gehört die o.a. jüngste Emission von HeidelbergCement mit Fälligkeit 15.12.2018 zu den attraktivsten Neuemissionen am Anleihemarkt. Das Rating liege bei mittlerem Risiko bei BB+. (Ausgabe 42 vom 13.10.2011) (17.10.2011/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der Baustoffanbieter wolle im Geschäftsjahr 2011 an sein Rekordergebnis von 2009 mit einem operativen EBITDA von über 2 Mrd. EUR anknüpfen. Das Unternehmen habe volle Auftragsbücher und die Kostensenkungsprogramme aus 2009 würden sich nun positiv auswirken.
Die Anleihemärkte würden derzeit sehr exakt erkennbar machen, wie massiv die Preise für staatliche Schuldenpapiere manipuliert würden. Die Emission von HeidelbergCement biete einen Kupon von 9,5% mit halbjährlicher Zinszahlung. Das Mindestanlagevolumen bei dem bis zum 15.12.2018 laufenden Papier betrage 50.000 EUR. Bei einem aktuellen Kurs von 103,5% Titel liege der Renditevorsprung gegenüber Staatsanleihen des Bundes bei über 7%.
Eine in der Laufzeit kürzere Alternative sei der 7,5%ige Titel (ISIN XS0458230082 / WKN A1A6T6) des gleichen Unternehmens. Das noch drei Jahre laufende Papier notiere bei 105,6% und rentiere damit knapp unter 6%. Bei dieser Anleihe sei eine Kündigung durch den Emittenten zwar möglich, was die Experten ihrer Meinung nach aber für unwahrscheinlich halten würden. Schließlich müsste sich HeidelbergCement dann zu einem deutlich höheren Zinssatz refinanzieren. Bei dieser Altemission könne der Anleger bereits ab 1.000 EUR Anlagebetrag einsteigen.
Als eine Alternative im Staatssektor würden die Experten die NRW-Bank ansehen. Die NRW-Bank sei die staatliche Förderbank Nordrhein-Westfalens und bei ihr gelte die Gewährträgerhaftung durch das Land. Das von den Experten ausgewählte Papier der NRW-Bank laufe noch bis Mai 2013 und sei auf die aufwertungsverdächtige Norwegische Krone nominiert. Bei einem nicht unattraktiven Kupon zu 3,5% und einem aktuell leicht über pari liegenden Kurs von 101,06 rentiere diese Anleihe bei knapp 3%. Damit liege sie gut zwei Punkte höher als AAA-Bundesanleihen.
Nach Auffassung der Experten von "Fuchsbriefe" gehört die o.a. jüngste Emission von HeidelbergCement mit Fälligkeit 15.12.2018 zu den attraktivsten Neuemissionen am Anleihemarkt. Das Rating liege bei mittlerem Risiko bei BB+. (Ausgabe 42 vom 13.10.2011) (17.10.2011/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



