Trump will den Friedensnobelpreis. Putin will Kramatorsk und Slowjansk (er will ganz Donezk). Die Lösung : Beide bekommen, was sie wollen - nennt sich Win-Win. Das hätte man auf dem Treffen in Budapest regeln können. Doch die Ukraine spielt nicht mit, natürlich nicht. Mt dem Treffen wird es nichts:
https://www.welt.de/politik/ausland/...lbarer-zukunft-liveticker.html
Aber immerhin hat Putin mit seinem Telefonat letzten Donnerstag (9.10.) erreicht, dass Trump Putins Narrative am Freitag auch Selenskyi am Freitag vorgetragen hat, und es war bei der live-Pressekonferenz zu merken, dass Selenskyi in einer ganz ungünstigen Position war. Sein Anliegen war, von den USA Marschflugkörper zu erhalten. Er erwähnte auch "Sicherheitsgarantien" - die sind für Trump ein rotes Tuch, das sollte Selenskyi inzwischen eigentlich wissen. Mit den Tomahawks wurde es auch nichts - bereits am Do. hatte Trump nach Putins Telefonat Trump erzählt, die USA bräuchten die selber.
Es ist Putin (wieder einmal) gelungen, Trump einen "Gebietstausch" anzudrehen : Die Ukraine soll den Donbass räumen, "dafür" verzichtet Russland auf die vollständige Eroberung von u.a. Cherson. Das ist kein Waffenstillstand, das ist eine Teilkapitulation der Ukraine. Ein Waffenstillstand bezieht sich immer auf die aktuelle Frontlinie - und als Erweiterung - die Räumung von besetzten Gebieten. Aber die Ukraine besetzt keine russ. Gebiete. Es ist Russland, welches ukrain. Gebiete besetzt.
Auch wenn Trump es nicht zur Kenntnis nehmen will, es muss gesagt werden: es gibt einen Angreifer und einen Verteidiger und der Verteidiger ist seit fast 4 Jahren im Abwehrkampf. Das ist ein Erfolg des Verteidigers. Der Angreifer ist dabei in der komfortablen Lage, den Krieg sofort zu beenden - mit oder ohne seinen eigenen Rückzug. Das wird, so ist der Stand der Dinge, ihm überlassen. (Russland wird sich nicht zurückziehen, das ist nur theoretisch...).
Für Trump zählen nicht die "guten" oder "besseren" Argumente. Auch Schmeicheleien bringen nichts. Für Trump gibt es gleichwohl eine gute Nachricht: "Wenn du Frieden (Waffenstillstand faktisch) haben willst, musst du Putin dazu zwingen, dann klappt es auch mit dem Friedensnobelpreis". Das sollte zumindest für Trump zählen.
Dieses Selbstbewusstsein hat Selenskyi doch sehr missen lassen. Der Krieg zehrt an ihm, das war zu erkennen.
Nun ist die Budapester Veranstaltung abgesagt. Es wäre eine Farce geworden genau wie "Alaska".
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