Schon zuvor war spekuliert worden, Epstein könne Kontakte zu Geheimdiensten unterhalten haben. So sollen US-Behörden Hinweise geprüft haben, wonach Epstein sowohl für russische als auch für israelische Dienste gearbeitet haben könnte. Konkrete Belege für eine formale Anwerbung oder Steuerung finden sich in den veröffentlichten Akten jedoch nicht.
Zentral für die Verdachtsmomente ist die Verbindung zum Medienunternehmer Robert Maxwell, dem Vater von Epsteins langjähriger Vertrauten und Komplizin Ghislaine Maxwell. Nach Einschätzung von Geheimdienstquellen soll Maxwell seit den 1970er-Jahren Kontakte zum sowjetischen Geheimdienst KGB sowie zum israelischen Mossad unterhalten haben. Epstein soll über geschäftliche Beziehungen in dieses Umfeld geraten sein. Ermittler halten es für möglich, dass er in diesem Kontext als Finanzier und Netzwerker agierte, unter anderem bei Geldbewegungen zwischen Ost und West.
Die "Daily Mail" zitiert FBI-Unterlagen, wonach Epstein als möglicher Mossad-Informant eingestuft worden sei. Eine Quelle erklärte wohl gegenüber der Behörde, Epstein habe engen Kontakt zu hochrangigen israelischen Politikern gepflegt und sei in nachrichtendienstliche Zusammenhänge eingebunden gewesen.
Eine andere Quelle der Zeitung vermutet, dass Epstein auch Kontakte zur russischen Unterwelt unterhalten habe. Dies würde nach Ansicht der Quelle erklären, warum er einen scheinbar so einfachen Zugriff auf Frauen und Mädchen aus Russland gehabt habe.
Unstrittig ist jedoch, dass Epstein in seinen E-Mails wiederholt Verbindungen zu russischen Akteuren suchte und sich selbst als Mittelsmann anbot. In einer Mail vom 11. September 2011 wird sogar von einem Treffen mit Putin gesprochen, welches am 16. September desselben Jahres stattfinden sollte. ... https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/...land-und-putin-an.html |