Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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21.12.25 21:11 #200026 'abgetrennt von der heutigen und hiesigen .
'Wenn man sich vorstellt, jemand verweigerte die letzten Jahrzehnte die eigne Integration, in die sich verändernde Welt, dann lebt man völlig isoliert und abgetrennt von der heutigen und hiesigen Welt und mit Ansichten und Weltanschauungen, die gar niemand versteht oder gar teilen kann...'

Weiter oben bei DK ging es um die Konstruktion einer völkischen Identität, die sich über eine angebliche Blutlinie definieren lässt und deren Sinn ausschliesslich in Exklusion besteht, ganz gleich wie sich ein zur Exklusion markierter auch integrativ abstrampeln mag.

In unser beider Diskussion hatte ich gefragt 'Integration worin', denn die Unterschiede im Sozialverhalten sind in der Gesellschaft gigantisch  und da kam dann aber nichts mehr von dir. Dasselbe gilt für den Hinweis, dass unzählige Teilgruppen der Gesellschaft sich relativ zu einem immer nur vage ertastbaren Konsensus mal gewollt mal gezwungenermassen desintegrieren, aber nur bei einem kleinen Ausschnitt reicht das zum Skandal.

Dass ein komplettes aus der Welt fallen nicht unbedingt bekömmlich ist, ist so evidenzbasiert dass sich eine Diskussion erübrigt. Wer noch bei Trost ist versucht immer wenigstens einige Schnittstellen zur Welt offenzuhalten, das gilt auch für die skandalisierten Teilgruppen. Das gebietet bereits die Selbsterhaltung. Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen sind so randvoll mit 'Ausländern', dass ein Geschrei anhebt man finde kaum noch echte Deutsche darin. Das, Ausländer die sich integrieren,  will man offenbar auch nicht.  
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it's the culture, stupid
21.12.25 22:10 #200027 Integration worin
Zitat fill: Weiter oben bei DK ging es um die Konstruktion einer völkischen Identität, die sich über eine angebliche Blutlinie definieren lässt und deren Sinn ausschliesslich in Exklusion besteht, ganz gleich wie sich ein zur Exklusion markierter auch integrativ abstrampeln mag.
In unser beider Diskussion hatte ich gefragt 'Integration worin', denn die Unterschiede im Sozialverhalten sind in der Gesellschaft gigantisch  und da kam dann aber nichts mehr von dir.

Ich kann es halt auch oft nicht verstehen.

Zitat aus Artikel weiter Oben: Ein gut integrierter Migrant kann Teil der deutschen Nation, aber nicht des deutschen Volkes werden.

Gilt ja dann auch für die Nachkommen? Was bilden die sich ein, was das Deutsche Volk sei?

Natürlich kam etwas dazu von mir, aber auch das stösst hier kaum auf Verständnis.
Ich schrieb z.B:, es geht hier um eine Willensnation, nicht um ein Volk. Und dieser Wille bedingt Freiwilligkeit, dass man dieses Land und sein politisches System und seine Kulturen, Lebensweisen usw. welche vorhanden sind, auch gut findet. Nur kann das nur sein, wenn auch die Eingesessenen das auch mehrheitlich gut finden.

Schreibe doch du einmal hier gross rein, ICH FINDE DEUTSCHLAND GUT, ohne aber. Kannst du das?
Wenn nicht, in was soll man sich dann integrieren? Diese Antwort kann ich dir nicht abnehmen, wenn du es nicht weisst. Ich weiss schon, in was man sich hier integrieren sollte, denn ich finde die Schweiz gut, ICH LIEBE SIE SOGAR, ohne hunderte von aber, aber, immer zuerst zu erwähnen und muss jetzt auch nicht jodeln dafür oder Trachten tragen, was dann dein Aber ist, das Bierzelt usw....
Ich weiss, das ist hier ausserordentlich verdächtig, man sollte sein eigenes Land erst einmal abwerten und kritisieren und auseinander nehmen und alles Negative aufzählen die ganze Zeit. Stimmts? Nur nicht mit Liebe darauf schauen. Aber ohne Liebe wird es auch schwierig mir der Integration.

Aber ich bin hier kaum alleine damit, sondern gehöre ganz banal zu einer Mehrheit, die auch nicht aus einem Volk besteht.
 
22.12.25 09:56 #200028 'ohne aber'
'Schreibe doch du einmal hier gross rein, ICH FINDE DEUTSCHLAND GUT, ohne aber. Kannst du das'

Sorry, aber ich lebe in einer anderen Welt. Der postmoderne Faschismus kommt, weil Mehrheiten diesen als Notwehr rationalisieren und seine adressierten Opfer für ihr zugedachtes Schicksal selbst verantwortlich machen.  Als postmoderner Kraft- und Tatmensch lebt man so als sei heute der letzte Tag. Es ist die absolute Rücksichtslosigkeit gegenüber der Konsequenz, der jedes Reflektieren und genaueres Nachfragen als Erfinden von Verhinderungsgründen gilt, die seine Propaganda der Tat auszeichnet und seine überwältigende Effektivität fundiert. Dem hat ein Bürgerlicher, der sich womöglich mit der zukünftigen Finanzierbarkeit von Renten quält während es bereits brennt, nichts entgegenzusetzen. Das ist auch in Deutschland nicht anders. Eine besondere Resilienz aus historischen Gründen gibt es, anders als einst erhofft, nicht.  
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it's the culture, stupid
22.12.25 11:25 #200029 Volk
Zitat fill: Sorry, aber ich lebe in einer anderen Welt.

Ja, das ist wohl so.

Hier nochmals das Zitat aus Cicero: Ein gut integrierter Migrant kann Teil der deutschen Nation, aber nicht des deutschen Volkes werden.

Mir ist dieser Gedanken völlig fremd.
Aber ich stamme aus einem Land von völkischen "Bastarden". aber mAn ist eine Durchmischung von Menschen verschiedener Herkünfte und genetischen Voraussetzungen und verschiedener Geschichten etwas gutes, wenn es dafür auch ein Gefäss gibt und das wäre eben die Nation. Nicht ein Volk, das ist doch ein schlechter Witz und macht jede Integration auch zum Witz. Ja, wir leben wohl in verschiedenen Welten.

Durchmischung ist ja auch eine Auffrischung der Gene usw. auch bei diversen Spezies, die wandern extra weit rum dafür, sonst degenerieren sie mit der Zeit.
 
22.12.25 11:41 #200030 'eine Durchmischung von Menschen'
'Aber ich stamme aus einem Land von völkischen "Bastarden". aber mAn ist eine Durchmischung von Menschen verschiedener Herkünfte und genetischen Voraussetzungen und verschiedener Geschichten etwas gutes, wenn...'

Diese Durchmischung ist vor allem die Realität. Das ethnisch homogene Volk ist hingegen eine soziale Konstruktion, die sich ausschliesslich aus dem kollektiven Willen Teilgruppen zu exkludieren ernährt. Genau dafür werden diese Gruppen als 'fremd' oder 'eigentlich fremd' gelabelt, ganz gleich wie lange diese schon 'länger hier leben'. Paradebeispiel ist die Exklusion der deutschen Juden aus dem Volk, die ihrer Auslöschung vorausging.  
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it's the culture, stupid
22.12.25 19:52 #200031 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 23.12.25 13:35
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22.12.25 19:53 #200032 Aber macht ihr doch im Norden
und in der NATO was ihr wollt. Ihr werdet schon sehen, wo das hinführt...  
23.12.25 00:31 #200033 'wer Jeffrey Sachs ist'
Hatte es überflogen. Behauptet wird, europäische Aussenpolitik hätte seit einigen hundert Jahren eine Konstante namens Russophobie, die zu einem notorisch Konfrontationskurs geführt habe anstatt sich eurasisch einzugliedern. Nun habe man den Salat. Daran ist alles falsch. Jeffrey Sachs scheint einer zu sein der den Verstand verloren hat. Er passt auf jedenfall gut zur Maga-Truppe.  
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it's the culture, stupid
23.12.25 15:21 #200034 Religionen sind keine Rassen
Zitat fill: Das ethnisch homogene Volk ist hingegen eine soziale Konstruktion, die sich ausschliesslich aus dem kollektiven Willen Teilgruppen zu exkludieren ernährt. Genau dafür werden diese Gruppen als 'fremd' oder 'eigentlich fremd' gelabelt, ganz gleich wie lange diese schon 'länger hier leben'. Paradebeispiel ist die Exklusion der deutschen Juden aus dem Volk, die ihrer Auslöschung vorausging.

Womit du dich ja für die Integration aussprichst. Es gibt eben keine Label für eine Nation oder den Staat, es gibt Bürger*innen und für alle gelten die gleichen Rechte und Pflichten.

Die orthodoxen Juden haben da gewisse Sonderrechte aus historischen Gründen, sie sind aber eine sehr kleine Minderheit unter den Juden hier, die meisten leben unscheinbar und assimiliert, integriert, sind nicht als solche zu erkennen.
Aber orthodoxe Juden sind hier auch nicht grundsätzlich vom Militärdienst befreit, wie in Israel, und z.B. das rituelle Schächten ist nicht erlaubt.

Viele sind auch aufgegangen in der restlichen Bevölkerung im Laufe der Zeit und ihre Nachkommen keine Juden mehr, was aber auch mit den jüdischen Regeln zu tun hat, denn die schliessen auch Leute aus, wenn die Mutter nicht jüdisch ist. Die Rassenideologie der Nazis hat aus einer Religion eine Rasse gemacht.
Die ersten Christen kamen alle aus der jüdischen Religion, es war eine Religion der Juden, Jesus predigte für diese und das neue Testament wurde für sie geschrieben. Also auch Christen sind keine Rasse.

In der alten Eidgenossenschaft gab es kaum praktizierende Juden, da sie durch Pogrome, bei der Pest usw., mehrheitlich umgebracht und vertrieben wurden. Die verbliebenen wechselten zum Christentum.
Erst nach der Gründung der Nation Schweiz wurden sie rechtlich gleichgestellt und so kamen welche und gründeten jüdische Gemeinschaften.
Es gab auch schon eine Bundespräsidentin jüdischen Glaubens.
Man sollte aus Religionen kein grosses Tamtam machen mAn. Das ist Privatsache, kann jeder glauben was man will.
Wer das unbedingt an die grosse Glocke hängen will, die alleinige Wahrheit zu glauben, wird immer auch auf Ablehnungen stossen, ist auch bei Christen so.
Religionen bringen eben oft nicht den versprochenen Frieden, sondern spalten.
 
24.12.25 09:38 #200035 Wenn Integration nicht zu Inklusion führt
dann wird die Integration schon auf einem frühen Stadium stehenbleiben. Anders ausgedrückt :

Ohne Tendenz zur Assimilation wird auch die Integration nicht gelingen.

Das war früher unbekannt. Als Beispiel kann man die Hugenotten anführen im 17. Jhdt. oder die polnischen Arbeiter, die im späten 19. Jhdt. in das Ruhrgebiet kamen. Diese lernten dann Deutsch, sprachen aber untereinander weiter Polnisch. Katholisch blieben sie sowieso. Noch in den 1930er Jahren war Polnisch im Ruhrgebiet zu finden. Doch die Assimiliation war nicht aufzuhalten.

Das ist aber anders geworden mit der Migration aus islamischen Ländern. Die Türken (seit den  1960er Jahre)  blieben  bei der Assimiliation lange außen vor. Es ist schwer, darüber Zahlen zu bekommen (ist auch eine Frage der Definition) aber die Quote dürfte unter 50% liegen, was nach 60 Jahren wenig ist.

Und die Migration aus arabischen Ländern brachte regelrechte Clanstrukturen mit, die Integration verhindern. Hinzu kommen Feindbilder: "die Ungläubigen" oder "Israel".

Während hingegen junge Ukrainer das dt. Bildungsangebot nutzen, Abschlüsse erwerben und wahrscheinlich hier bleiben werden - das ist schlecht für die Ukraine, denn so gehen ihr junge Staatsbürger verloren.

Es geht also gar nicht darum, dass die Mehrheitsgesellschaft Gruppen von Migranten aussschließt. Sondern darum, dass diese Gruppen sich selbst exkludieren.

Nun kann man diese Segregation befürworten : "alles schön bunt hier" - aber gerade die Ereignisse der letzten beiden Jahre, u.a. auf den Straßen Berlins, sprechen da eine andere Sprache.  
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Alea iacta est
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