Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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18.12.25 23:11 #200001 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 22.12.25 15:41
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Verbreitung von Desinformationen

 

 
19.12.25 10:04 #200002 'gleiche Rechte für die Palästinenser forder.
'Ich gehöre zu denen, die lediglich gleiche Rechte für die Palästinenser fordern und keine israelische Besiedlungs- und Apartheitspolitik, die einen künftigen eigenen Palästinenserstaat quasi zunichte macht und jede...'

Gehörst du nicht auch zu jenen, die mit dem Finger ausschliesslich auf Israel zeigen ?  Von der Verantwortung der 'rechtsradikalen' Palästinerserorganisationen für die desaströse Lage der von ihnen repräsentierten Bevölkerung ist nie die Rede, obwohl diese - durch permanenten Terror glaubhaft gemacht - Israels Existenz kategorisch ablehnen und eben damit seine Landnahme und völkisches Besiedeln dauerhaft legitimieren. Ein eigener Palästinenserstaat führte, so wie Palästinenser heute mehrheitlich ticken, zu nichts anderem als einem Kalifat im Stile des IS, der alle seine Ressourcen für die suizidale Kriegsführung gegen Israel einspannen würde. Eine relevante politische Alternative zu diesem Selbstmordprogramm ist in der palästinensischen Gesellschaft nicht ansatzweise zu erkennen, sie existiert nur als Hirngespinst der 'Palästina-Solidarität'.
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it's the culture, stupid
19.12.25 12:47 #200003 7.Okt 2023
Zitat fws: Ich gehöre zu denen, die lediglich gleiche Rechte für die Palästinenser fordern und keine israelische Besiedlungs- und Apartheitspolitik, die einen künftigen eigenen Palästinenserstaat quasi zunichte macht und jede Generation von Palästinenser zudem massiv radikalisiert.

Dann gehe einmal zurück zum Ursprung.

Das war alles geplant und gewollt von der Hamas, der ganze Krieg und die Zerstörung des Gaza mit vielen, auch zivilen, Toten und grossem Elend für die Palästinenser. Sie griffen Israel sehr koordiniert und provokant an, ua. mit tausenden von Raketen, die auch zur Ablenkung dienten und drangen mit vielen Kämpfern ein und töteten möglichst brutal, fast theatralisch, und nahmen viele Geiseln mit. Weshalb macht man das so? Weil man sich Jahre lang darauf vorbereitet hatte innerhalb des Gaza, damit das ein möglichst brutaler und langer Krieg werden wird, damit Leute wie du meinen, da ginge es um einen Befreiungskrieg. Bis heute hat die Hamas nicht kapituliert. Wer sind die Opfer?

Nun jammert man über das Elend und die Ungerechtigkeiten, aber die sind gewollt und die Hamas träumt von einem Genozid an den Juden, sah man auch am 7. Okt. deutlich, nur haben sie die Mittel dazu nicht. So zerstören sie die eigne Bevölkerung, um der Welt zu zeigen, wie böse Israel doch sei und es ausgelöscht gehört.

Glaubst du in Israel finden nach dem 7.Okt. viele Leute die Palästinenser sympathischer und haben besonders Mitgefühl für diese und wollen einen eignen Staat für sie?
Die Hamas will keine Zweistaatenlösung und deshalb zerstören sie auch alle Hoffnungen darauf.





 
20.12.25 13:24 #200004 Mal etwas zum gemeinsamen Ausrasten
Die Gebrüder Petri haben auf Cicero einen Artikel eingestellt, der auf die hier besprochenen Themen Bezug nimmt - und das in einem  Rundumschlag. Israel steht jedoch nicht im Vordergrund, sondern Deutschland und Europa. Es geht um Staat, Volk, Nation und Identität und was geschieht, wenn Invarianten aufgegeben werden, denn es folgt , so die Autoren, der (technische) Zusammenbruch.

https://www.cicero.de/innenpolitik/...smus-neues-paradigma-fur-europa

Zitat(e) :

Staatsangehörigkeit ist nicht identisch mit Volkszugehörigkeit. Es gibt ein deutsches Volk und ein deutsches Staatsvolk.


Das mag provozierend klingen, ist aber sachlich richtig.  Zur Nation :

Eine Nation ist eine politische Gemeinschaft, die nicht notwendig ethnisch homogen ist. Die Schweiz zeigt dies exemplarisch: vier Sprachgruppen, aber eine Nation. Allgemein könnte man sagen: Aus dem Staatsvolk entsteht eine Nation, wenn die Bürger sich politisch verbunden fühlen und gemeinsam Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen. Ein IS-Anhänger oder Scharia-Befürworter mit deutschem Pass gehört daher nur schwerlich zur deutschen Nation.

xivi : Die Schweiz als Willensnation.
Weiter - wer ist dann deutsch?

Deutsch ist, wer zur Abstammungs- und Kulturgemeinschaft gehört.
Das umfasst:

1.    Menschen deutscher Abstammung
2.    Menschen anderer Herkunft, die sich vollständig assimiliert haben


Hier wird auf das ius sanguinis Bezug genommen.  Zur Eingrenzung der Volkszugehörigkeit:

Ein gut integrierter Migrant kann Teil der deutschen Nation, aber nicht des deutschen Volkes werden.

Hier wird eine problematische Unterscheidung vorgenommen, also eine, die ich nicht vorgenommen hätte. Warum die  dennoch da   steht? Das dürfte in der Familiengeschichte der Autoren begründet sein (eine  letzte Auffanglinie, denn eine Nation kann man teilen, ein Volk nicht).

Die Autoren definieren dann den "Tech-Traditionalismus" , einen Begriff, den sie selbst gewählt haben:

Nun stellt sich die Frage, was der Tech-Traditionalismus will. Zunächst fordert er, dass über diese grundlegenden Definitionen – Volk, Staatsvolk, Nation – offen und ehrlich in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Im privaten Bereich geschieht dies längst, doch im öffentlichen Diskurs gelten solche Fragen als Tabu und werden häufig reflexhaft als rechtsextrem diffamiert.

Ist man sich über diese Fragen nicht klar, so kann man, so die Autoren, auch keine "Leitkultur" an deren Stelle setzen - ein Surrogat, hohl und kraftlos - ein Vakuum kann man nicht mit abstrakten Konzepten füllen.

Das prominenteste Beispiel hierfür ist der Verfassungspatriotismus. Doch dieser löst kaum positive Gefühle aus, oft eher Ablehnung. Denn der Verfassungspatriotismus definiert kein echtes „Wir“. Er ist im Kern austauschbar: Jede Nation könnte dieselben Werte verkünden.

Die Autoren befassen sich dann damit, wie wichtig Deutschland als Bildungsnation ist  und spannen den Bogen weiter auf Europa :  Dass die Aufgabe der kulturellen Identität den Abstieg Europas als technisch-wissenschaftlicher Kontinent zur Folge hat mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen. Für die Autoren führt  ein liberaler Universalismus, dazu, dass Europa seine eigenen Interessen weder erkennen noch durchsetzen kann:

Man erklärt seine Ordnung, die nur innerhalb einer bestimmten Zivilisation entstanden ist,  für universell und delegitimiert zugleich genau diese Zivilisation.

Der Text ist sehr lang   und ich schließe hier schon ab. Ich ordne die Autoren unter klassisch-libertär  ein.   Klassisch deshalb, weil der Nationalstaat eine tragende Rolle einnimmt wie er an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert entstand.  Ein Zitat noch :

Wer sich über jene politisch-mediale Blase empört, die den Holzweg, auf dem wir uns befinden, ideologisch gebaut hat und die Katastrophen, zu denen er führt, ignoriert, leugnet oder schönredet, sollte verstehen, warum Israel von genau dieser Blase zunehmend angegriffen wird: Ein stolzer Nationalstaat, der seine Identität schützt, sich gegen islamistische Feinde verteidigt und die moralischen Appelle sowie utopischen Erwartungen dieses Milieus ignoriert, passt selbstverständlich nicht in dessen Weltbild.

Warum sich die europäisch-israelischen Beziehungen verschlechtern, haben wir in unserem ersten Essay ausführlich dargelegt. Kurz gefasst: Es sind gegensätzliche Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg. Die einen wollen als Nationen mit Selbstbewusstsein weiterleben. Die anderen suchen ihr Heil in einer Utopie, die sich zunehmend als Selbsthass entlarvt.
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Alea iacta est
21.12.25 11:00 #200005 kein echtes „Wir“
Jeder weiss dass wir ein und derselben Ursuppe aus Aminosäuren entstammen, unsere Urmutter schwarz war und jedes Volk sowohl als Mischkalkulation entstanden ist als auch in seiner Zusammensetzung permanenter Veränderung unterliegt. Einen bestimmten Punkt dieser Entwicklung einfrieren und sakrosant machen zu wollen repräsentiert deshalb nicht historische Wahrheit, sondern einen kollektiven Willen zur gewaltschwangeren Exklusion von Teilgruppen die mehrheitlich als störend empfunden werden. Dieser Wille zur Exklusion, der sich sowohl als Naturrecht wie als Naturschicksal aufführt, markiert den Kern der völkischen Identität. Sie besteht bei Lichte betrachtet aus gar nichts anderem.  
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it's the culture, stupid
21.12.25 11:54 #200006 'Ein stolzer Nationalstaat'
'Ein stolzer Nationalstaat, der seine Identität schützt, sich gegen islamistische Feinde verteidigt und die moralischen Appelle sowie utopischen Erwartungen dieses Milieus ignoriert...'

Israel als Nation und Staat erhält eine übergeordnete Legitimität in der Notwendigkeit, die Juden  gegen fortdauernde Exklusion, Drangsalierung und Auslöschung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Nationen zieht, möglichst effektiv und proaktiv verteidigen zu müssen. Diese Legitimität im Sinne eines Notwehrrechts ist global ein Alleinstellungsmerkmal, das Nationalisten anderswo auch gerne für sich beanspruchen würden wenn sie sich an die Drangsalierung ihrer Minderheiten machen wollen. Ihr demonstrativer Philosemitismus ist rein taktischer Natur, er steht ja auch gleichberechtigt neben den klassischen antisemitischen Stereotypen, auf die sie keinesfalls verzichten.  
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it's the culture, stupid
21.12.25 13:32 #200007 Exklusion
MAn vertrittst eben gerade auch du einen völligen Widerspruch, der im Artikel in Dreiklangs Beitrag zwar thematisiert wird, aber die Auflösung darin überzeugt mich dann auch nicht, scheint mir etwas gar opportunistisch gegenüber dem gegenwärtigen Zeitgeist (oder Mode).

Wir hatten ja soeben über Integration diskutiert, da bestehst du eben genau auf dem Recht, auch nur für bestimmte, zugewanderte, Gruppen, einen bestimmten Punkt in der Entwicklung einzufrieren und dadurch betreibst du ja dann anschaulich selber  Exklusion.

Integration gilt aber für alle, sonst würden alle an einem bestimmten Punkt stehen bleiben, gilt ja auch bei Jobs und auch bei allen sozialen Verbindungen zur Aussen-Welt.

Wenn man sich vorstellt, jemand verweigerte die letzten Jahrzehnte die eigne Integration, in die sich verändernde Welt, dann lebt man völlig isoliert und abgetrennt von der heutigen und hiesigen Welt und mit Ansichten und Weltanschauungen, die gar niemand versteht oder gar teilen kann. Nicht einmal in den abgelegenen Bergtälern findet man viele, die sich der Integration derart verweigerten, die sind ja auch ans Internet angeschlossen usw. und da gibt es auch Schulen und Medien und Austausch, und alle müssen auch widerwillig ständig Entwicklungen mitmachen, das ist der Lauf der Zeit.    

Wenn man nun eine Multikulti-Ideologie betreibt für Menschen aus anderen Kulturkreisen und sie ausschliessen will von den ständigen Integrationsforderungen der hiesigen Welt, an alle anderen, dann ergibt sich daraus eine Blase oder eben Parallelgesellschaften.

Was in diesem Artikel ua. thematisiert wird ist auch die nationale Identität, welche ein verbindendes Glied in der Gesellschaft sein kann und das steht nicht auf einem völkischen Grund, das ist eben mit allen teilbar, die es teilen wollen.
Die Schweiz nennt sich ja auch Willensnation, wer will, gehört dazu, wer nicht will, nicht, und das gilt dann für alle gleich. So kann es auch "reinsten Schweizern" schnell passieren, dass sie zu Ausländern werden für die Umwelt, weil da gibt es gar keine reinen Schweizer. Die Integration ist das Fundament mAn, wie man miteinander einigermassen friedlich umgehen kann und gilt auch im kleinsten Kreis ganz natürlich, so passen sich in Umfeldern mit vielen Migranten selbst die Dialekte an, gerade in Schulen und es gibt nun neue Dialekte, die sprechen dann auch Kinder aus eingesessenen Familien, die aber immer noch klar dominiert sind von den herkömmlichen Dialekten. So ist die Integration ein fliessender und gegenseitiger Prozess.
Was nicht funktioniert, sollte man ja erkennen und nicht fördern.
33510955  
21.12.25 14:03 #200008 übergeordnete Legitimität
Nun ist aber ein Problem, die dortige Bevölkerung der Region hat dem nie zugestimmt, das tun wir  Europäer, für sie und für uns gibt es diese übergeordnete Legitimität, weil hier die Juden ständig verfolgt und ausgegrenzt wurden, eine Geschichte einer Nicht-Integration endete im grössten Völkermord.

Aber wir können das nicht für sie dort tun, es funktioniert ja auch nicht.
Und Israel selbst betreibt ja auch anschaulich eine Exlusion und Inklusion, welche man schon auch kritisch sehen sollte, denn das führt auch zu Ungerechtigkeiten und nie zu Frieden.
33510975  
21.12.25 14:05 #200009 Sonderrechte und Aussonderung
Die Autoren sehen den Liberalismus in einer Krise: Er kann sich nicht behaupten, sofern er nicht auf Identität gründet. Die wiederum setzt ein "wir" voraus. Das kann im Nationalstaat und im Volk gefunden werden. Aber der Liberalismus selbst kann dieses "wir" nicht bereitstellen.

...  Juden  gegen fortdauernde Exklusion, Drangsalierung... , möglichst effektiv und proaktiv verteidigen zu müssen(Fillorkill)
Genau das erwarten die Autoren vom Nationalstaat: Er verteidigt jüdische Deutsche gegen Exkluson. Von daher ist das, was sich auf deutschen Straßen abspielt, nicht hinnehmbar  -es hätte nie hingenommen werden dürfen.  Aber dass es geschieht, dass hat für die Autoren auch wieder mit Identität zu tun.
Was zur Frage führt:

Kann man Israelhass von Judenhass unterscheiden?

Überhaupt nicht. Und da kommt wieder dieses "aber" ins Spiel: "Ich habe nichts gegen Juden, aber gegen Israel"  Das klingt ganz harmlos, nicht wahr.  Ist es vielleicht auch, wer weiß das schon...

Dann haben wir das "Existenzrecht".  Etwa so : "Israel kann doch überall sein, nur bitte nicht in Palästina -  aber es hat das Existenzrecht als Folge der Shoah"

Dann haben wir die Frage nach dem politisch-militärischen Gebaren des jüd. Staates. Und mit Bezug auf das "Notwehrrecht" Israels eine passende Antwort: "Eigentlich ganz furchtbar, aber wissen Sie, dieser Staat hat das Notwehrrecht, also muss man die Juden gewähren lassen

Ja, das ist immer viel "aber" zu finden. Wobei das Notwehrrecht natürlich jeder Staat hat. Auch proaktiv, wenn die Bedrohungslage eindeutig ist und sich die Chance des "letzten Augenblicks" ergibt - bei deren Verstreichen man keine Chance mehr hat.

Das "Existenzrecht" ist auch ein Sonderrecht, ein völlig nutzloses zumal: Die Ukraine z.B. kann sich von einem Existenzrecht gar nichts kaufen. Denn Putin würde die Ukraine als Marionettenstaat jederzeit akzeptieren und ihr sogar "Garantien" geben. Die will die Ukraine aber gar nicht haben: - nicht von Putin.

Wer Sonderrechte vergibt, der will aussondern - exkludieren.

Entscheidend ist das Bekenntnis zum israelischen Nationalstaat a priori. Das fällt sehr vielen Leuten sehr schwer.





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Alea iacta est
21.12.25 15:25 #200010 Identität
Zitat Dreiklang: Von daher ist das, was sich auf deutschen Straßen abspielt, nicht hinnehmbar  -es hätte nie hingenommen werden dürfen.  Aber dass es geschieht, dass hat für die Autoren auch wieder mit Identität zu tun.

Ich frage etwas naiv, was passiert denn da auf deutschen Strassen, was nicht hätte passieren sollen?
Sollte es da keine Pizzerien geben?... auch keine Kebabs? Auch keinen "richtigen" Kaffee, nur dunkle Brühe und Currywurst und Frikadellen, wie ganz früher?

Das wird nie so recht benannt und auch Merz konnte es nicht wirklich erklären.
Aber man sollte es doch eingrenzen oder benennen können, was da gemeint ist, sonst ist es auch wie bei Juden und Israel, es lässt sich auch nicht unterscheiden zwischen Rassismus oder kulturellem oder gar völkischem Isolationismus,,, und Integrationskritik.

Identität ist keine statische Sache, sie integriert und verändert sich selber fliessend mAn, baut  aber auf einem Fundament auf.  
21.12.25 16:20 #200011 'Ich frage etwas naiv'
DK meint vermutlich nicht Pizzarien und Kebab-Buden, sondern palästina-solidarische Demos, die regelmässig implizit und tw auch explizit einen israelbezogenen eliminatorischen Antisemitismus bewerben. Sollte man dies verbieten ? Ich denke nein und es würde auch keinen Sinn machen, denn in linken, akademischen, kulturellen und subkulturellen Milieus ist der israelbezogene Antisemitismus leider längst hegemonial.  
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it's the culture, stupid
21.12.25 17:39 #200012 und es würde auch keinen Sinn machen
§ 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a StAG regelt seither, dass nur Deutscher werden kann, wer „sich zur besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihre Folgen, insbesondere für den Schutz jüdischen Lebens, sowie zum friedlichen Zusammenleben der Völker und dem Verbot der Führung eines Angriffskrieges bekennt“. Ergänzt wurde die Regelung durch eine Verdachtsklausel, wonach die Einbürgerung ausgeschlossen ist, wenn „tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass das Bekenntnis, das der Ausländer […] abgegeben hat, inhaltlich unrichtig ist“ (§ 11 Nr. 1a StAG). Hinter jeder confessio muss seither von Rechts wegen eine untadelige fides stehen. Die Union hatte vergeblich versucht, diesen Bekenntniszwang noch zu verschärfen durch ein ausdrückliches „Bekenntnis zum Existenzrecht Israels“ und die Möglichkeit der Wiederausbürgerung von Deutschen, „die das Existenzrecht des Staates Israel leugnen“.

https://verfassungsblog.de/...taatsrason-im-neuesten-deutschen-recht/  
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