Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
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neuester Beitrag: 20.04.26 11:59
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| eröffnet am: | 05.11.12 08:09 von: | permanent | Anzahl Beiträge: | 200708 |
| neuester Beitrag: | 20.04.26 11:59 von: | Canis Aureus | Leser gesamt: | 45054051 |
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26.12.25 10:29
#200051 'Nun kann man diese Segregation befürwor.
Gibt es irgendjemand der die befürwortet ? Nein. Der öffentliche Diskurs drehte sich immer darum, ob Integration mehr Zwang oder bessere Angebote brauche. Heute bemäntelt der Diskurs über wirkliche oder nur behauptete Integrationsprobleme das kollektive Anliegen, jede Migration abzulehnen und dort wo sie stattgefunden hat wieder rückabzuwickeln. Dafür wird gerne die frohe Botschaft vom Glück schrumpfender oder aussterbender Bevölkerungen verbreitet, in der alles so bleiben soll wie es ist, ausser dass jeder Bio der noch da ist mehr vom Kuchen bekommen soll. Das Gegenbild ist dann der mafiose Grossclan, dessen Mitglieder in Luxusautos vorfahren um sich ihre Stütze abzuholen. Das bebildert tendenzielles Staatsversagen und die Frage ist weshalb dieses zugelassen wird. Dass damit eine Multi-Kulti Ideologie umgesetzt werde ist aber nur ein Witz.
Dass sich migrantische und nichtmigrantische Gruppen kulturell und sozial trotz Schulpflicht und anderer staatsbürgerlichen Pflichten selbst willentlich aus der Mehrheitsgesellschaft exkludieren gibt es und gab es immer. Daran ist prinzipiell nichts auszusetzen, denn sie nehmen damit ein Grundrecht wahr. In den etwas abseitigeren Sphären der Gesellschaft ist der Durchgriff sozialer und staatlicher Kontrolle naturgemäss herabgesetzt, was den Raum dafür öffnet dass sich initial unbemerkt schlimme Dinge entwickeln können. Deshalb ist es sinnvoll, in diese Sphären hineinzuleuchten, um bspw bedrohte Individuen, speziell Frauen und Kinder, schützen zu können.
Selbst exkludiert: Die Aktionsanalytische Organisation (AAO)
'Die Aktionsanalytische Organisation (AAO), auch als AA-Kommune, Muehl-Kommune oder Friedrichshof-Gruppen bezeichnet, war eine etwa 1970 aus einer Wohngemeinschaft entstandene Kommune, die von dem Aktionskünstler Otto Muehl gegründet wurde. Sie umfasste in ihrer Blütezeit bis zu 600 Mitglieder.
Wesentliche Grundlage der AAO war neben der freien, gemeinsamen Sexualität auch die Abschaffung des Privateigentums. Es sollte nur noch gemeinsamen Besitz geben. Deshalb hatten die Mitglieder ihr gesamtes Vermögen der Gemeinschaft zuzuführen. Ab 1974 wurde die Zentrale in Friedrichshof in der Marktgemeinde Zurndorf im Burgenland eingerichtet. Hier wurden in den folgenden Jahren mehrere Kinder geboren, die als gemeinsame Kinder galten. In vielen anderen Städten kam es zu Niederlassungen, deren wirtschaftliche Grundlage Handwerksbetriebe waren; der Erlös wurde gemeinsam verwaltet. Für jedes Mitglied bestand Arbeitspflicht in den eigenen Wirtschaftsbetrieben. Die AAO betrieb Landwirtschaft, führte Entrümpelungen durch und unterhielt Läden und Cafés. Es gab auch ein eigenes Unternehmen für die Literaturproduktion.
Bereits in den 1970er Jahren kam es innerhalb der AAO zu systematischem sexuellen Missbrauch an Minderjährigen. Otto Muehl selbst begann laut Aussagen des Aussteigers Andreas Schlothauer schon früh, Kleinkinder sexuell zu missbrauchen. Die Organisation verfolgte eine ideologische Trennung von Eltern und Kindern, da die emotionale Bindung als „krankhafte Fixierung“ galt. Kinder wurden gezielt isoliert und in eigene Gruppen überführt, wo sie unter völliger Kontrolle der Erwachsenen standen. Der autoritäre Aufbau der Kommune, die vollständige ökonomische Abhängigkeit und das ausgeprägte Machtgefälle zwischen Muehl und den Mitgliedern begünstigten diese Gewaltstrukturen.'
https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionsanalytische_Organisation
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it's the culture, stupid
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26.12.25 13:44
#200052 Segregation
Es stellt sich die Frage, wie es dazu kam und das derart populär wurde.
Und das hat primär mit Religionen zu tun und dem Stellenwert, welche man ihnen gibt. Man kann weltweit beobachten, verschiedene Religionen führen sehr oft zu massiven Konflikten.
Innerhalb des Christentums führte ja auch die Reformation zu einer Reihe von Kriegen bis hin zum dreissigjährigen Krieg. Die Religion war auch eine Gewaltherrschaft, da ging es nicht um Friede, Freude, Eierkuchen, sondern um Macht über die Menschen. Im Christentum verloren aber die Kirchen grossteils ihre Macht und viele Mitglieder. Nun stehen die teilweise gewaltigen Kirchenbauten da, als Erbe, wurden aber gebaut in einer Zeit, in die kaum jemand zurück will. Die Entwicklung ist aber in anderen Gegenden und Religionen nicht so.
Kirchen hier stehen nun teilweise leer und werden umgenutzt für andere Zwecke.
Doch der Stellenwert anderer Religionen wird geradezu verklärt, eben von Nichtangehörigen, gerade beim Islam. Was im Kern selber rassistische Motive in sich trägt, als wären diese zugewanderten Menschen eben gebunden an ihre Kirchen, Teil davon, und auch von deren Vertretern. Viele Imane wurden in anderen Ländern ausgebildet und werden auch teilweise von dort finanziert, ebenso die Bauten von Moscheen. Da geht es um Macht.
Man nennt es dann Religionsfreiheit, nur geht es eben genau um das Gegenteil davon, dass sich Leute gar nicht selber entscheiden dürfen was sie glauben sollen und weshalb und welchen Stellenwert man dem zu geben hat, welche Regeln man selber befolgen will. Auch bei der Wahl mit wem man sich allenfalls verheiraten will und Kinder haben will z.B. Und da findet die eigentliche antirassistische Durchmischung ja dann echt statt.
Natürlich wurde die Isolation und Trennung der Bevölkerung auch offiziell gefördert. Ich erinnere mich an die Empörung diverser nichtmuslimischer Politiker und Kirchenvertreter, in D. z.B. auch aus der CDU, als in der Schweiz 2009 durch die Annahme einer Initiative neue Minarettbauten verboten wurden, die gar nicht erwähnt sind im Koran, die wurden später erfunden um Macht auszudrücken, für nichts anderes. Nun war das ein demokratischer Mehrheitsentscheid an der Urne. Da hätten sich halt diese Politiker auch fragen können, ob das bei einer Mehrheit in ihren Ländern auch eher auf Ablehnung stösst. Denn die sollten sich in Demokratien an der Mehrheit orientieren, sonst bekommt man Opposition. Im D. wurden in der Zwischenzeit viele neue Moscheen und Minarette gebaut, sie sind Symbole des Rassismus mMn, denn wer hier leben will in Mitteleuropa sollte sich entkrampfen gegenüber der mitgebrachten Religion und sie locker nehmen, dann stösst man auch weniger auf Ablehnungen und ist weniger fremd, grenzt sich weniger ab.
Eine humanitäre Katastrophe folgte nicht auf das Verbot neuer Minarette, die Empörung hat sich schon lange aufgelöst, auch unter den Muslimen, es gibt auch ein Burkaverbot. Es sind nicht massenweise Muslime geflohen aus der Schweiz und viele sind wohl auch sehr froh darüber, es gibt vielen die Chance zur Emanzipation.
Ansonsten müssen sich alle ständig abfinden mit vielen Dingen und man lebt dann halt damit und wer auswandert nach Irgendwo, wird dort auch nicht seine alte Heimat erwarten können.
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26.12.25 16:00
#200053 'die Chance zur Emanzipation'
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it's the culture, stupid
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28.12.25 16:54
#200054 Lebenswirklichkeit
fill, mAn gehörst du zu den (hoffnungslosen) Romantikern, welche die Realitäten ignorieren.
Schauen wir zB. auf Bosnien und die realen Konflikte dort, welche nicht gelöst wurden, da gehen selbst die Kinder bis heute auf einander los oder weichen sich aus, haben deshalb getrennte Schulzeiten. Das ist die Realität, da sind Regionen lokal unversöhnlich gespalten bis heut aufgrund von verschiedenen Religionen. Nirgendwo auf der Welt brachte die Verklärung von Religionen Frieden, sondern nur Spaltung und Streit, Kriege und Genozide.
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29.12.25 10:59
#200055 'die Verklärung von Religionen'
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29.12.25 11:49
#200056 kulturelle Konstante
Da hast du recht, ich selbst bin ziemlich gläubig und abergläubig, praktiziere meine täglichen Rituale ganz privat und betrete jede Kirche mit grossem Respekt, allerdings reicht selten und versuche die Lehren des Jesus im Umgang mit anderen zu leben, so gut es eben geht. Aber ich bin nicht religiös und es interessiert mich auch nicht gross, welchen Religionen andere angehören.
Glauben heisst eben nicht zu wissen. Und das stört mich an Religionen, wenn die meinen, zu wissen und man das vor sich her trägt, wie eine Leistung, die man vollbracht hat, das stösst mich dann eher ab.
Ich zweifle nicht an der Existenz von Gott, aber was der will, da habe ich keine Ahnung, auch nicht ob der sich für mich interessiert, was ich bezweifle. Da kann man beten so viel man will, das tut man für sich, Gott wird das kaum alles hören, was die Menschen so alles beten.
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29.12.25 21:51
#200057 handout: Der Seufzer der bedrängten Kreat.
» (…) Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d'honneur, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.
Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.
Es ist also die Aufgabe der Geschichte, nachdem das Jenseits der Wahrheit verschwundenist, die Wahrheit des Diesseits zu etablieren. Es ist zunächst die Aufgabe der Philosophie, die im Dienste der Geschichte steht, nachdem die Heiligengestalt der menschlichen Selbstentfremdung entlarvt ist, die Selbstentfremdung in ihren unheiligen Gestalten zu entlarven. Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik.
(…) Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst. Der evidente Beweis für den Radikalismus der deutschen Theorie, also für ihre praktische Energie, ist ihr Ausgang von der entschiedenen positiven Aufhebung der Religion. Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist (…) «
Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung (1844, MEW, S.378ff.)
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it's the culture, stupid
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29.12.25 22:32
#200058 zu: Marx hatte Feuerbach verstanden:
Ich habe nichts verstanden - mir fehlt hier die entsprechende Bildung
Aber ich bin überzeugt, die Gottlosigkeit führt ins Verderben.
Mein Beispiel:
In unserer Welt ( in unserem Leben) gibt es Ungerechtigkeiten. Der Staat ist überfordert und kann nicht
jede Ungerechtigkeit sühnen.
Menschen die an ein höheres Wesen glauben ( Gott, Allah, usw .. ) trösten sich damit, dass dieses höhere Wesen am Ende für Gerechtigkeit sorgen wird.
Und die Ungläubigen??
Für die wird das viele Unrecht nie gesühnt; es sein denn.... sie machen es selber. Das ist der Grund der Zunahme der Amokläufer.
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30.12.25 09:33
#200059 'Ich habe nichts verstanden'
Guten Rutsch
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it's the culture, stupid
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01.01.26 11:46
#200060 Glauben verbessert nicht die Welt
Meine Sicht darauf ist nicht an eine Religion gebunden.
Wir bekamen ein Leben auf einem fantastischen Planeten und sind wer und wie wir sind, am Ende werden wir sterben, mehr kommt da nicht von Gott, aber das ist eben sehr, sehr viel, der Planet Erde könnte ja wie der Planet Mars aussehen oder es gäbe gar kein Sonnensystem usw.
Aber viele Menschen erwarten mehr von Gott, gar Gerechtigkeit, die gäbe es vielleicht auf dem Mars oder im toten Weltall, da sind die Verhältnisse überall supergerecht.
Dabei handelt es sich immer um Selbstgerechtigkeiten von Menschen ausgedacht, nicht um die Gerechtigkeit von Gott. (.... Dem gehen wir wahrscheinlich auf den Wecker mit unserem Grössenwahn und unserer Undankbarkeit und Unersättlichkeit)
Glauben heisst mAn auch Dinge zu akzeptieren, die nicht immer sooo toll sind, und gewisses Leid auch auszuhalten usw. und nicht immer nach einem Gott zu rufen, der da helfen und richten solle, er wird nicht helfen und nicht richten, er hat schon mehr als genug getan, damit wir überhaupt leben können und das ist ein Wunder. Aber uns Menschen reicht das oft nicht, wir wollen mehr und mehr von Gott, er wird es aber nicht geben, weshalb sollte er? Er könnte uns vielleicht alle ausrotten und dann wäre ewiger Frieden und ewige Gerechtigkeit zwischen den Felsbrocken und Steinen oder in der Natur, die da bliebe, die nicht jammert über ihr Elend, ihr Leben und daher über Tod und Leid und Ungerechtigkeiten, die mit dem Leben unweigerlich verbunden sind.
Ein gutes neues Jahr wünsche ich allen, auch den Tieren und Pflanzen.
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02.01.26 10:33
#200061 'Aber man hält sie besser aus damit'
Da schliesst du von dir auf andere. Der Glauben an einen Schöpfungsmythos und ein allmächtiges Schöpfungssubjekt, als deren Vollzugsorgan man sich wähnt, kann genausogut zu einer sich selbst und andere verletzenden Weltverweigerung führen. Aus der Not - die Kausalketten der realen Existenz bleiben objektiv weitestgehend unentschlüsselbar und subjektiv weitestgehend unbeherrschbar - eine Tugend zu machen, macht die Dinge nicht wirklich besser. Glauben, als Unterform des von jedermann eingesetzten magischen Denkens, fällt deshalb eigentlich immer mit dem Zweifel an seinen Postulaten zusammen. Man kann natürlich Glück haben, aber das gilt für alle Lebenslagen.
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it's the culture, stupid
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02.01.26 19:09
#200062 Glück
Aber wir sind beide geprägt vom Christentum, du jedoch wohl eher vom katholischen ? und ich vom protestantischen. Alleine im Christentum führte die gleiche Religion zu unversöhnlichen und blutigen Spaltungen quer durch Mitteleuropa. Innerhalb der Reformation gab es dann wiederum Spaltungen, so zerstritten sich z.B. Luther und Zwingli und dieser sendete wiederum andere Protestanten in die Verbannung in abgelegne Provinzen. Dann kam Calvin und spaltete weiter und das hat bis heute seine Folgen. Auch bei den Katholiken ging es ruppig zu und her.
Auch daher bezeichne ich mich nicht als religiös. Ich sehe den Sinn nicht darin, irgendwelchen Dogmen zu folgen.
Aber im Glauben sehe ich einen Sinn, er kam ganz natürlich zu mir, schon in der Kindheit, in der Natur, wie wohl schon zu vielen Menschen seit Urzeiten, die hatten alle Götter unabhängig voneinander, wie kann das sein? Weil sie vielleicht wirklich da sind? Man muss sie nur sehen wollen, freiwillig.
Und das machte vieles viel besser, für mich, gerade in der Not. Da ist die Psyche in Gefahr und kann für immer ins Dunkle kippen. Doch Liebe ist besser als Hass und Freude besser als Wut, das sind banale Erkenntnisse zu denen auch die alten Religionen kamen. Im Kern sind ja auch die grossen Religionen oft sehr ähnlich im Streben nach Versöhnung und Respekt und Nächstenliebe usw.
Doch streben sie auch ständig nach Macht und Glauben befreit gewissermassen etwas davon.
Fast alle glauben etwas, doch sind das noch keine spirituellen Verbindungen mit der Welt und der "Überwelt" und der "Unterwelt".
Wir sind hier in einem Börsenforum, der Kapitalismus ist auch eine Art Religion und Glauben mAn, aber eben ohne spirituelle Verbindung, sondern einer materiellen.
Ob man an Bitcoins, oder an bestimmte Aktien oder an Gold und Silber glaubt, die Diskussionen darum, da geht es auch öfter um eine Suche nach vermeintlichem Glück oder Unglück, zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Wissen tut es niemand oder erst im Nachhinein. Fäden z.B. zu Wirecard und zu Steinhoff sind bis heute bei den meist gelesenen, beide Firmen gibt es schon länger nicht mehr und brachten für manche Gläubige Totalverluste und Unglück. Wenn man sich mal die Mühe macht und weiter zurück liest dort, ist ganz interessant, da fanden jeweils kleine Religionskriege statt mit fatalen Folgen für die "religiösen". Das kann bei einer spirituellen Bindung mMn kaum passieren, da braucht es auch nicht die Unglücklichen oder Ungläubigen für das eigene Glück, denn das ist da dann auch nur sehr relativ und bescheiden und bezieht das Unglück selber mit ein, schliesst es nicht aus.
Das sind nur meine Sichtweisen darauf, ich will niemanden bekehren zu irgend etwas, aber wir sind nun einmal gerade bei diesen Themen gelandet.
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