Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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09.12.25 09:15 #199876 Lebensqualität
Ich glaube so einfach ist das nicht mit einer alternden Gesellschaft, die sollte auch finanziert werden.
Japan hat nun die höchsten Staatsschulden der Welt und das ist ja nicht eine statische Angelegenheit.
Kann gar in einen Staatsbankrott führen.

Aber auch Zuwanderung ist nicht unendlich möglich, die ganzen Strukturen müssen sich ja auch anpassen können, um Zuwanderung zu bewältigen.

Wenn Robotern und KI viele Arbeiten verrichten, wer bezahlt dann die Steuern und Sozialkosten?
Das sind ungelöste Fragen.

Bei der Zuwanderung geht es um die Integration, Zugewanderte sollten das annehmen, was sie antreffen und nicht das was da ist, sollte sich ihnen anpassen, denn da wären die Bedürfnisse ja sehr verschieden.

Wer geflohen ist kann erst recht nicht erwarten, dass sich die Welt in welcher man aufgenommen wurde, sich der Welt angleicht, aus der man geflohen ist. 33482626  
09.12.25 10:03 #199877 'Bei der Zuwanderung geht es um die Inte.
'Bei der Zuwanderung geht es um die Integration, Zugewanderte sollten das annehmen, was sie antreffen und nicht das was da ist, sollte sich ihnen anpassen'

Bleibt der Kapitalismus im Prinzip so wie er ist, benötigt er zur seiner Reproduktion einen zumindest stabilen Bevölkerungspool. Kommt dieser nicht mehr bio zustande, muss er von aussen aufgestockt werden. Und das wird er in fast allen Industriegesellschaften ja auch, allem Remigrationsgeschrei zum Trotz. Nachdem die Fertilität auf dem gesamten Globus konstant im Sinkflug begriffen ist, ist die Strichverlängerung erlaubt, dass sich Migranten zu einem knappen und insofern kostbaren Gut  entwickeln werden. Um sie anlocken zu können, wird man ihnen mehr bieten müssen als die Konkurrenz. Die Pflicht zur Anpassung wird das dann wohl kaum sein.  
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09.12.25 10:30 #199878 mehr bieten müssen
Die Illusion und Projektion ist mAn. öfter, gerade in Deutschen Medien, die wollen sich gar nicht anpassen.
Aber das ist eine Anmassung mAn.

Die Meisten wollen sich anpassen, aus eigenen Beobachtungen, denn damit lebt es sich einfacher, erst recht dann die Kinder.

Jetzt kommst du daher, und behauptest irgend etwas daher, weil du dich vielleicht nicht anpassen willst, aber du musst das auch nicht, denn du bist schon durch und durch angepasst.
Aber die sollen das nicht, die sollen eben exotische Aussenseiter bleiben und keine echten Chancen haben auch dazu zu gehören. Sie sollen eben nicht dazu gehören? Das ist eben eine Ideologisierung von anderen Menschen zur eigenen Befriedigung. Man kann sich dann als besonders tolerant darstellen. Aber dabei geht es nur um die Selbstdarstellung, nicht um diese Menschen, die sind dabei eine Ware.

Das mit dem knappen und kostbaren Gut, welches man anlocken muss, indem man sich ihnen anpasst, das ist völliger Quatsch mAn und führt ins Verderben und fördert Fremdenfeindlichkeit geradezu.





33484884  
09.12.25 11:13 #199879 'Das mit dem knappen und kostbaren Gut'
'Das mit dem knappen und kostbaren Gut, welches man anlocken muss, indem man sich ihnen anpasst, das ist völliger Quatsch mAn und führt ins Verderben...'

In der historischen Wirklichkeit kam es durchaus öfter vor, dass Staaten und ihre Herrscher ihre liebe Not mit einer schrumpfenden oder zumindest als zu klein erachteten Population hatten. Phasenweise gab es regelrechte Konkurrenz um das knappe Gut 'Migrant'. Also stockte man seine Angebote in der Hoffnung auf, die Konkurrenz so übertrumpfen zu können. Das Remigrationsgeschrei der Bios blieb folgenlos. Hier ein Beispiel aus Russland:

'Bekanntlich leitete das berühmte Manifest der Zarin Katharina II. (Regierungszeit 1762 – 1796) vom 22. Juli 1763 die massenhafte Einwanderung von ausländischen Siedlern ins Russische Reich ein. Es sicherte ausländischen Siedlern zahlreiche Rechte zu und versprach vielerlei Vergünstigungen: Fahrt zum gewählten Wohnort auf Staatskosten, kostenlose Zuteilung von Land, freie Steuerjahre, innere Selbstverwaltung, Befreiung vom Militärdienst, Gottesdienst, Schulunterricht und Amtshandlungen in der Muttersprache und dergleichen'

https://www.russlanddeutschegeschichte.de/...abwerbung/manifest22.htm

Ausländerverliebt: Katharina II.



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09.12.25 11:39 #199880 Echt jetzt?
Sorry, aber jetzt driftest du völlig ab ins Märchenreich. Regierungszeit 1762 – 1796, Russland, Zarin Katharina II. Eine einst deutsche Prinzessin. Soll das ein Vorbild sein für die Gegenwart? Ich glaube du ignorierst die Probleme und auch die Schwierigkeiten der ganzen Thematik. 33484972  
09.12.25 18:42 #199881 'jetzt driftest du völlig ab ins Märchenreich.
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: In der Perspektive von Einrichtungen und Betrieben, deren Belegschaft sich zu 50% und mehr aus Mitarbeitern mit Migrationsgeschichte zusammensetzt, ist eure Migrationskritik der reinste Gespensterdiskurs. Die Zusammenarbeit mit Migranten ist dort längst derart normal und selbstverständlich, dass das ganze trendige Remigrationsgeschrei überhaupt nicht mehr zur Kenntnis genommen wird. Es findet in einem anderen Universum statt*. Von diesen Einrichtungen und Betrieben gibt es viele, von DIESER Migrationsrealität willst du aber nichts wissen.

* Malko sollte mal ins nächste Pflegeheim gehen und dort seine Botschaft von Glück der schrumpfenden Bevölkerung verkünden, die ja logisch zwingend bedeutet, dass es keine jungen Pflegekräfte mehr geben würde während die Alten bleiben. Vermutlich würden sie ihn gleich dabehalten und den Gerontopsychiater bestellen.  
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09.12.25 21:27 #199882 Integration
Du kannst Texte scheinbar nicht interpretieren, ich schrieb noch nie etwas von Remigration, ich schrieb von Integration. Das ist etwa das Gegenteil davon.
Da du das nun gleichsetzt, zeigt schon etwas auf, dass du wohl zu denen gehörst, die gar keine Integration wollten und wollen. Und das empfinde ich als Rassismus, denn es teilt eben die Bevölkerung auf in solche und solche und zementiert das. Diese ständigen Betonen der Migrationshintergründen und Bio, auch in den Medien, das ist geradezu übergriffig mAn.
Was soll das und was will das? Das ist völlig uninteressant mMn.
Aber wer sich nicht integriert wird auf Ablehnung stossen, das ist logisch. Wenn man da sideologisch unterstützt tut man niemandem einen Gefallen, das macht man eben nur für sich und seine Selbstdarstellung und das war jahrelang ein Trend und eine Mode.  
33485586  
10.12.25 08:02 #199883 'das ist logisch'
'Aber wer sich nicht integriert wird auf Ablehnung stossen, das ist logisch'

Integrieren in was denn ? Gibt es da eine einheitlich vorgeschriebene kollektive Verhaltensrichtlinie ? Wohl kaum. In der gesellschaftlichen Realität koexistieren divergente Lebensentwürfe, Verhaltenweisen und Identitäten, die mal in und mal neben fragmentierter Subkulturen auf Glückssuche gehen. Was verbindet mich denn persönlich mit der Kultur des CSU-Wählers ein Stockwerk tiefer, mit der eines braunen Sachsen in seinem ausländerfreien Dorf oder einem Ultrareichen der mit seiner Yacht der Zivilisation zu entkommen sucht ? Nichts. Muss es auch nicht. Das nennt sich Freiheit. Migranten haben die Pflicht geltende Gesetze zu beachten, aber nicht sich zu integrieren. Sie müssen nicht ins Bierzelt oder den Schützenverein. Deine Integrationsphraseologie ist hohl und nicht 'logisch'.  
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10.12.25 09:14 #199884 aber nicht sich zu integrieren
Natürlich muss niemand ständig ins Bierzelt, machst du ja wohl auch nicht, das ist eine völlig lächerliche Ablenkung dieses unterschwelligen Rassismus, der da immer mitschwingt mAn, da man Migranten gar nichts zumuten will, das will man nur den Bios, denen mutet man allerlei zu, die haben Pflichten sich zu integrieren ins eigne Weltbild, sonst sind sie schnell Faschisten, Rassisten usw., aber doch nicht die Migranten. Da schwingen Vorurteile mit.

Aber unsere Diskussion hier stösst wohl nicht gerade auf grosses Interesse und wir kommen auch nicht weiter.  Hier ist das auch etwas anders, denn hier gibt es keine wirklichen Bios, was soll das sein. Es gibt natürlich solche, die bilden sich das ein. Aber die stammen auch von irgend einem Völkergemisch, gerade in den Bergen, wer wollte denn damals dort hin, das war so ziemlich das unattraktivste Lebensumfeld weit und breit und das zog schon in Urzeiten Leute an, die vertrieben und verdrängt wurden aus den besseren Gebieten.



33487203  
10.12.25 10:02 #199885 'Pflichten sich zu integrieren ins eigne We.
Vergiss diese Pflichten mal. Wenn der Freiheitsbegriff einen Sinn machen kann dann als Recht auf Desintegration. Nicht so sein und zu leben wie der Nachbar oder wie es ein Kollektiv von mir erwartet. Migranten dieses Recht verweigern zu wollen obwohl man es für sich selbst in aller Selbstverständlichkeit beansprucht, ist heuchlerische Migrationskritik.  
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10.12.25 13:08 #199886 heuchlerische Migrationskritik.
Ok,
... diskutieren wir hier halt nun etwas zu zweit weiter, auch wenns niemanden interessiert, das ist ja auch eine Freiheit hier.

Es gibt halt eingespielte Umgangsformen und auch einst errungene Freiheiten und Rechte, auf die ja du auch hinweist und die sollten eben für alle gleich gelten, gerade z.B. in den Schulen, wo man das erleben und erlernen sollte, was man ev. Zuhause nicht erlernt oder gar das Gegenteil davon, aber auch im tägliche Zusammenleben. Und da gibt es halt öfter Mal eine Reibung mit Leuten aus anderen Religionen und Kulturen. Diesen Konflikt muss, sollte man mAn offen und ehrlich austragen, auch im täglichen Umgang, denn das ist völlig normal.
Wenn sich z.B. jemand, ob Bio oder nicht, nicht an die Hausregeln hält und einem das betrifft oder stört, dann sollte man das auch sagen und oft ist es dann ev. auch besser.

So ist es auch ein Geheuchle, wenn man sich gegenüber Leuten verstellt und Dinge akzeptiert oder gar gutheisst, die man sonst ablehnt. Aus Angst etwas falsch zu machen oder rassistisch zu sein.
Aber Religionen, Kulturen, Umgangsformen, Verhaltensmuster und Ansichten sind keine Rassen, was es auch gar nicht gibt mAn. bei Menschen.
Nächtenliebe bedeutet mAn halt immer auch eine gewisse Klarheit, Ehrlichkeit aber auch Strenge und auch Konflikte. Dieses Geheuchle von einseitiger Ultratoleranz hilft niemandem weiter, auch einem selbst nicht. 33487351  
11.12.25 09:37 #199887 Intergation
Hier einmal etwas zum Begriff Volk und ev. einigen Missverständnissen, welche sich ergeben bei meinen Beiträgen zur Integration, in einem hauptsächlich deutschen Forum. In der Schweiz gibt es eine Bevölkerung, aber kein Volk. Gab es nie. Ist eine Willensnation. Vor dem Bundesstaat waren viele kleine Länder, welche eine Genossenschaft bildeten über hunderte von Jahren, die Eidgenossenschaft, das waren diverse Bevölkerungen mit verschiedenen Sprachen und Herkünften. Es gab auch nie eine Monarchie und deren Untertanen, welche ein Volk bilden.

Zitat von KI zur Herkunft: Die Schweizer Bevölkerung stammt von einer Mischung verschiedener Völker ab, hauptsächlich von den keltischen Helvetiern, den germanischen Alamannen und Burgunden, den römischen Siedlern sowie den Räter im Alpenraum.

Da kämen noch andere dazu, z.B. in den Weltkriegen kamen ja auch viele und einige blieben und nun hatte die Schweiz auch eine der höchsten Zuwanderungen schon seit Jahrzehnten, viele sind nun auch Schweizer Bürger und der Anteil in der Bevölkerung an im Ausland geborenen Menschen ist auch höher als z.B. in D. Natürlich gibt das Reibungen und Probleme.

Die Integration habe ich schon diverse Male hier thematisiert. Ich glaube es ist der wichtigste Faktor bei der Bewältigung von Zuwanderung. Sonst artet es aus in Fremdenfeindlichkeiten und Parallelgesellschaften.

Integration in Frage zu stellen, finde ich sehr zweifelhaft und die Motive dahinter auch. Denn es zementiert ja auch das soziale Gefälle, wenn sich Leute nicht integrieren. Es ist eben Rassismus, wenn man das vernachlässigt, man hat dann eine Unterschicht aus Menschen aus anderen Kulturen und Religionen und deren Kinder bleiben dann auch dort. Dem sagt man dann Multikulti. Tönt so nett, ist es aber nicht. mAn.
 
11.12.25 17:05 #199888 Eine Reise in die USA - Nein Danke!
11.12.25 17:09 #199889 #895: Diese verschärften Einreisebedingung.
könnten aber auch dazu führen, dass jetzt Putin-Lobhudeleien zu Bonuspunkten für eine USA-Einreise berechtigen!!  
12.12.25 10:57 #199890 'Integration in Frage zu stellen'
'Integration in Frage zu stellen, finde ich sehr zweifelhaft und die Motive dahinter auch. Denn es zementiert ja auch das soziale Gefälle, wenn sich Leute nicht integrieren. Es ist eben Rassismus, wenn man das vernachlässigt, man hat dann...'

Die Frage 'Integrieren in was' hast du bislang nicht beantwortet. Gemeint ist meist in Sitten und Gebräuche der Mehrheitsgesellschaft. Alle möglichen Individuen und Teilgruppen leben jenseits dieser Sitten und Gebräuche, während sich auch diese selbst krass unterscheiden können, je nachdem wo man regional aufschlägt.  Parallelgesellschaften  und Subkulturen gibt es massenhaft, die Welt der Altenheimbewohner ist eine davon. Diese Unterschiede zehren alle von dem Recht, einer herangetragenen Rollenerwartung nicht zu entsprechen. Dabei handelt es sich um den Kern des bürgerlichen Freiheitsbegriffes, der wesentlich Partei nimmt für das Individuum in Abwehr eines übergriffigen Kollektivs. 'Integration' zu fordern meint diesen Freiheitsbegriff abzulehnen.  

Nicht integriert aber glücklich:  
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