Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
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neuester Beitrag: 23.04.26 16:32
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| eröffnet am: | 05.11.12 08:09 von: | permanent | Anzahl Beiträge: | 200721 |
| neuester Beitrag: | 23.04.26 16:32 von: | Fillorkill | Leser gesamt: | 45100544 |
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11.11.25 09:10
#199626 Propaganda
Vieles ist heute Propaganda in die eine oder andere Richtung. Gerade auch im Internet. Ständige Empörung über andere.
Propaganda suggeriert, dass es ideale Lösungen gibt für Probleme, die gibt es aber nie für alle. Oder verneint die Probleme. Auch suggeriert sie, dass es Schuldige an den internen Problemen gibt, aber auch die gibt es oft nicht. Sie konzertiert sich ja dann auch auf ein paar wenige Probleme oder zeigt sie auf, ohne eine Lösung dafür zu haben und vieles bleibt bei Versprechungen und Schuldzuweisungen, womit man oft weit weg driftet von irgend welchen Kompromissen.
Wenn man tatsächlich darüber nachdenken würde, dann müsste man ja eingestehen, alles ist sehr komplex und lässt sich nicht mit einfachen Antworten gedanklich bewältigen. Der eigne Freiheitsgrad ist eben nicht relevant und total intolerant.
Wenn alle darauf bestehen, auf ihrem individuellen Freiheitsgrad, dann hat man eine gespaltene und unversöhnliche Gesellschaft, wo alle nur an ihren eignen Freiheitsgrad denken und somit den Freiheitsgrad Andersdenkender einschränken wollen, andere Wahrnehmungen und Empfindungen gar nicht akzeptieren können als eine Realität. Da muss dann auch jede Politik scheitern, weil fast niemand mehr sich mit irgend etwas abfinden will, was den eigenen Freiheitsbegriff tangieren könnte.
Und so wird munter die kollektive Freiheit sabotiert, die eben nicht ein Ideal ist, in der man sich ständig auch abfinden muss mit den Gegebenheiten.
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11.11.25 09:36
#199627 'Man hat immer die Wahl'
Sartre sagt ja, die Freiheit der Wahl sei ein Naturschicksal, dem keiner entkommen könne, selbst dann wenn man als bedingter Reflex durch die Welt laufe. Auch letzteres sei letztlich eine Wahl. Man könne der Freiheit der Wahl nicht entkommen, weil man ihrer Konsequenz nicht entkommen könne. Die müsse man auf jeden Fall selbst tragen, mit dem Finger auf 'Bedingungen' zu zeigen bringe da nur punktuell Entlastung und mache nichts wirklich ungeschehen. Freiheit falle demnach mit Verantwortung zusammen, die 'Erweiterung der Freiheitsgrade' würde demnach nur als Erweiterung des Bewusstseins von der eigenen Freiheit und der eigenen Verantwortlichkeit möglich werden.
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it's the culture, stupid
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11.11.25 10:12
#199628 Löschung
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11.11.25 10:30
#199629 Eigenverantwortung
Wenn man das dann aber ausdehnt auf Forderungen an die Politik, dann delegiert man das einfach.
Dabei geht es immer um Forderungen, an andere, und das ist keine Leistung für sich, das ist gratis.
Wenn alle nur noch von anderen und der Politik fordern, aus ihren Ansprüchen und Ansichten abgeleitete Freiheiten, ohne etwas dafür tun zu müssen, dann will das ja auch anderen Dinge vorschreiben. Dieser Freiheitsbegriff ist eben einseitig. Aber Andersdenkende haben auch ihre Freiheit, immer innerhalb der Bedingungen, Gesetze, Umständen usw. die alle akzeptieren müssen und damit tun sich nun immer mehr schwer. Da ist nun eine Konfrontation im Gange, wo es immer auch um das Einschränken von Freiheiten geht. Ganz krass war das bei Covid sichtbar, wo man sich zu übertrumpfen versuchte in Forderungen ganz verschiedener Richtungen, völlig rücksichtslose Forderungen von beiden Seiten.
Denken kann radikal sein, aber auch in diverse Richtungen, aber ist eben privat oder intellektuell und trägt keine reale Verantwortung für Andersdenkende, was aber der Staat tragen sollte, eben für alle, selbst für diejenigen welche ihn ablehnen, und darin besteht ein grosser Unterschied zu totalitären Systemen.
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11.11.25 12:42
#199630 Löschung
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11.11.25 15:35
#199631 'die hohen Gaskosten'
Gas kostet am Markt so wenig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das liegt daran dass es zuviel davon gibt. Wenn der Endkundenpreis das nicht 1:1 wiederspiegelt, dann weil Versorger weder ihre Extraprofite noch ihre ausgeklügelte Einkaufsstrategie hinterfragen lassen wollen. Das Lobbyistengeschrei der Industrie schliesst daran an und putintreue Foristen nehmen - geübt im kritischen Denken - den Ball dankbar auf.
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11.11.25 16:57
#199632 Die türkische Justiz von Erdogan's Gnaden .
"Erdoğan-Gegner
Staatsanwaltschaft fordert mehr als 2000 Jahre Haft für İmamoğlu
Seit März sitzt Istanbuls Oberbürgermeister İmamoğlu wegen Korruptionsvorwürfen in Haft. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift vorgelegt und drängt auf bis zu 2352 Jahre Gefängnis für den Erdoğan-Gegner.
11.11.2025, ...
... Dem Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan werden darin 142 Anklagepunkte vorgeworfen, darunter die Leitung einer kriminellen Vereinigung, Bestechung, Geldwäsche und verschiedene andere Korruptionsdelikte. Die Staatsanwaltschaft fordert im Fall einer Verurteilung bis zu 2352 Jahre Haft. Die Annahme der Anklageschrift durch das Gericht gilt als Formsache. ..."
https://www.spiegel.de/ausland/...1dead78-8d8b-4a27-b1ee-4501079213e1
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11.11.25 18:02
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11.11.25 22:17
#199635 #199641
https://www.businessinsider.de/politik/...s-rueckblick-auf-ein-drama/
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12.11.25 09:38
#199636 Löschung
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12.11.25 09:54
#199637 Löschung
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#199638 Löschung
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12.11.25 10:44
#199639 #199645
"Sie hatten auch einen Shitstorm abbekommen, als Sie bei Markus Lanz im Frühjahr gesagt haben, dass Russen zwar europäisch aussähen, aber »keine Europäer im kulturellen Sinne« seien und »einen anderen Bezug zu Gewalt und zum Tod haben«.
Die Frage, die mir gestellt wurde, lautete: Wird die russische Bevölkerung sich nicht auflehnen gegen Putin, wenn immer mehr tote junge Soldaten aus der Ukraine zurückkommen? Und da habe ich gesagt: So funktioniert das schon mal grundsätzlich nicht. Der Krieg in Vietnam hat über zehn Jahre gedauert, bis die amerikanische Bevölkerung angefangen hat, sich dagegen zu wehren. Und noch weniger funktioniert es, wenn in einer Gesellschaft Gewalt ein Stück weit normal ist. Und in Russland gibt es einen anderen Bezug zu Gewalt. Seit 2017 ist häusliche Gewalt wieder rechtens, 8.000 Frauen sterben pro Jahr daran. Es gibt Militärdienst. Und Russland ist seit 2014 regelmäßig im Krieg. In den EU-Ländern gibt es dagegen einen extrem distanzierten Bezug zu Gewalt. Wir haben keinen Militärdienst, Eltern dürfen ihre Kinder nicht mehr schlagen, Lehrer dürfen Kinder nicht schlagen. Vergewaltigung in der Ehe ist eine Straftat.
Was wir alles als zivilisatorischen Fortschritt begrüßen.
Genau. Wir haben eine gewaltfreie Zone geschaffen. Aber wir haben übersehen, dass wir da in diesem Ausmaß die einzigen sind auf der Welt, und dass der Bezug zu Gewalt natürlich in Russland anders ist und in Amerika auch. Die Zustimmungsraten zu Putin gehen jedes Mal hoch, wenn er irgendwo militärisch agiert. Bei uns gewinnt ein Bundeskanzler eine Wahl, wenn er sich gegen einen Krieg ausspricht. Ich wollte aber nicht sagen, dass wir die besseren Menschen sind.
Sondern?
Wenn wir nicht verstehen, dass wir die Ausnahme sind und andere einen anderen Bezug haben zu Gewalt, dann machen wir uns verletzlich."
https://taz.de/Florence-Gaub-im-Interview/!vn5863012/
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12.11.25 11:59
#199640 Unabhängig vom Ukrainekrieg
Aber wir sind moralisch stark und zeigen gerne auf Andere. Die sollen für uns die Drecksarbeit machen und wir machen zum Ausgleich unsere Weltrettungsspielchen weiter. Und wer nicht die Drecksabeit für uns machen will ist angeblich schlecht. Wirklich Position beziehen mögen wir nicht. Ist moralisch nicht so schön und sehr teuer. Und so liefern wir der Ukraine nicht die notwendigen Waffen und lassen sie verbluten in der unwirklichen Hoffnung dass es Russland so stark schwächt und sie uns nicht so bald bedrohen können. Eine wahrlich hochstehende moralische Position.
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12.11.25 12:48
#199641 Malko07: Unabhängig vom Ukrainekrieg
Denn es müssen eigentlich die Drecksarbeit diejenigen auslöffeln, die sich auch dafür verantwortlich zeichnen, den Dreck gemacht zu haben und diejenigen das hier nun mal ganz bewusst herbeiführen.
Verträge, die Ukraine zu verteidigen gibt es nicht (oder hasst du welche? Wenn ja, dann bitte einstellen), zudem ist sie auch nicht in der NATO. Durch die ständige Schuldkomplex-Agenda, wie bei dem Holocaust, wird einem ständig diese (neue) Schuld in Endlosschleife appliziert. Es ist doch auch ganz klar, was hier offensichtlich verfolgt wird, dass demnächst deutsche Truppen, sobald dann die Wehrpflicht eingeführt ist, in Richtung Front gehen und seien es nur „Friedenstruppen“. Aus Friedensstauben werden dann Kampfmaschinen.
Aber, was haben wir dort an der Front zu suchen? Es ist nicht unsere Front, sondern die ukrainische. Die Ukraine müssen sich dann letztendlich mit den Russen selbst auseinandersetzen. Was haben wir davon, dass wir die verteidigen? Was hat das für einen hohen Preis letztendlich, hier ein Land zu verteidigen, mit dem wir überhaupt nichts zu tun haben? Sollen hier aber in Mithaftung bzw. demnächst in Vollhaftung genommen werden.
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12.11.25 13:11
#199642 sehe
Aber kann so ein diskursiver Diskurs entstehen, wenn nur die richtigen Meinungen, pro Ukraine- pro Israel etc. hier geduldet werden und die falschen gelöscht?
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