Das "RFK"-CDC wird nächste Woche öffentlich eine Präsentation liefern, dass 25 US-Kinder angeblich infolge von Covid-19-Impfungen gestorben seien. Im Einzelfall wird sich dies nur schwer beweisen lassen. Und selbst wenn es nachweisbar wäre, lautet das Gegenargument, dass die Covid-Impfungen im Gegenzug Millionen anderen Geimpften (darunter Kindern) das Leben gerettet haben.
Dass Impfungen in seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen bis hin zum Tod haben, ist bekannt - und sogar allgemein akzeptiert. Denn es geht bei Impfungen um das Schaden/Nutzen-Verhältnis: Da die Zahl der (vor dem Covid-Tod) Geretteten um viele Größenordnungen höher liegt als die Zahl der Impf-Verstorbenen (bzw. Impf-Geschädigten), ließe sich schwerlich argumentieren, deswegen (Covid-)Impfungen generell zu verbieten oder einzustellen. RFK wird lediglich, wie bereits angekündigt, die Zielgruppen einschränken. In über 200 anderen Ländern auf der Welt wird unterdessen weitergeimpft wie gehabt.
Sollte es zu einem Gerichts-Prozess gegen die betroffenen Impffirmen kommen, werden deren Anwälte obiges Schaden/Nutzen-Argument vortragen - mit hoher Wahrscheinlichkeit, damit die Richter (wenn sie nicht gerade von Trump ernannt wurden) zu überzeugen. Sonst hätte die FDA die Präparate ja gar nicht erst zugelassen. (RFK müsste sonst die FDA verklagen ;-)).
Wenn schlimmstenfalls diese Prozesse verloren geht, würden die Impfungen dennoch nicht eingestellt (allenfalls eingeschränkt), weil wie gesagt das Schaden/Nutzen-Verhältnis vorteilhaft ist.
In dem Fall müssten die Gerichte feststellen, welches tote Kind welcher Impffirma zuzuordnen ist. Auf Biontech fallen da vielleicht 15 US-Kinder. Es würde ggfs. Schadensersatzzahlungen zu leistensein. Selbst wenn diese bei 10 Mio. $ pro Kind läge, ergibt sich ein Betrag von lediglich 150 Mio.$, was letztlich aus der Portokasse bezahlt werden könnte. Etwaiger finanzieller Schaden ist daher klar überschaubar.
Viel wichtiger aber ist, dass Covid-impfungen eh ein auslaufender Posten bei Biontech sind. Der Schwerpunkt war und ist die Krebsforschung. Einige Krebstherapien erfordern ebenfalls eine mRNA-Impfung. Aber bei den Todkranken, die durch eine mRNA-Impfung die Chance erhalten, Krebs zu überleben, gelten ganz andere Kriterien als bei präventiven Impfungen der Allgemeinbevölkerung. |