USA: Benzinpreise heben Inflationsrate aktuell etwas an


25.04.19 12:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise sind im März gegenüber dem Vormonat um 0,4% gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Dadurch sei die Inflationsrate deutlich von 1,5% auf 1,9% geklettert. Ein treibender Effekt sei vom Faktor Energie ausgegangen, der sich binnen Monatsfrist um 3,5% verteuert habe. Die ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel berechneten Kernverbraucherpreise hätten gegenüber dem Vormonat lediglich um 0,1% zugelegt. Die Kerninflationsrate sei von 2,1% auf 2,0% gesunken. Der grundlegende Preisauftrieb in den USA sei damit bislang verhalten geblieben. In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsentwicklung durch zwei gegenläufige Trends geprägt werden.

Unter der Annahme eines auf dem aktuellen Niveau weitgehend konstanten Ölpreises sollte die Inflation aufgrund von Basiseffekten aus der Ölpreisentwicklung des Vorjahres leicht gedrückt werden. Auf der anderen Seite würden die Analysten den jüngsten Rückgang der Kerninflation vor dem Hintergrund einer anhaltenden Beschleunigung des Aufwärtstrends bei den Arbeitskosten für nicht dauerhaft halten. Diese Effekte sollten sich gegenseitig weitgehend kompensieren, sodass die Inflationsrate im weiteren Jahresverlauf um die Marke von 2% pendeln dürfte. Im Jahresdurchschnitt 2019 würden sie die Teuerung bei 1,9% erwarten. Im kommenden Jahr dürfte die Inflationsrate dann wieder leicht auf durchschnittlich 2,1% steigen. (Perspektiven Mai 2019) (25.04.2019/alc/a/a)