Salzgitter-Anleihe: Solides Investment, Rendite durch Kursgewinne


02.12.11 10:11
Anleihencheck Research

Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Anleihe (ISIN DE000A1AM3Y2 / WKN A1AM3Y) des Stahlherstellers Salzgitter für ein solides Investment.

Die Salzgitter AG zähle mit einem Außenumsatz in 2010 von über 8 Mrd. Euro und einer Kapazität von rund 8 Mio. Tonnen Rohstahl zu den führenden Stahl- und Technologiekonzernen Europas. Die Gesellschaft teile sich in die Geschäftsbereiche Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie auf. Das Unternehmen zähle etwa 200 nationale und internationale Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, darunter zum Beispiel die ebenfalls im MDAX gelistete Aurubis.

Am 11. November habe Salzgitter seine Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres publiziert. Demnach sei der Außenumsatz um 18% auf 7,33 Mrd. Euro gesteigert worden, das Vorsteuerergebnis sei deutlich von 5,7 Mio. Euro auf 169,1 Mio. Euro gestiegen und nach Steuern seien 114,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) verdient worden. Der Ausblick falle verhalten optimistisch aus. Zwar sei darauf hingewiesen worden, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Risiken als Folge der Eurokrise seit Sommer erhöht hätten, dennoch herrsche in vielen Produktbereichen eine zwar verhaltenere, aber immer noch auskömmliche Nachfrage. Unter Berücksichtigung der Auftragseingänge der vergangenen Wochen, die Anlass zu gedämpftem Optimismus gäben, habe die Unternehmensführung von Salzgitter die Ergebnis-Guidance für das Geschäftsjahr 2011, die ein Vorsteuerergebnis um 200 Mio. Euro vorsehe, bekräftigt.

Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research haben die publizierten Neunmonatszahlen überzeugt. Der Konzern habe von den günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen für Walzstahl- und Röhrenprodukte profitiert. Aber auch der Ausblick falle vor dem Hintergrund des angespannten Umfelds sehr stark aus.

Am Mittwoch sei bekannt geworden, dass das Management die gesellschaftsrechtliche Struktur des Konzerns neu ordnen wolle. Das Unternehmen habe dazu erklärt, dass bei der bisherigen Struktur die von den inländischen Konzerngesellschaften erzielten Gewinne und Verluste nur eingeschränkt untereinander verrechnet werden könnten. Dies dürfte bereits in diesem Jahr zu einer Erhöhung des Nachsteuergewinns um circa 100 Mio. Euro führen. Die Strukturänderung stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates. Dieser werde am 15. Dezember 2011 hierüber entscheiden. Die Analysten von Anleihencheck Research rechnen mit einem positiven Entscheid.

Die Analysten von Anleihencheck Research halten Salzgitter für eins der besten geführten Stahlunternehmen und die Aktie ist deutlich unterbewertet. Bilanziell stehe der Konzern hervorragend da und auch eine starke Konjunkturabkühlung dürfte die Gesellschaft gut überstehen.

Daher halten die Analysten von Anleihencheck Research die oben genannte Anleihe der Salzgitter AG für ein solides Investment und eine Alternative zu Festgeld. Das Papier habe noch eine Laufzeit bis zum 06.10.2016 und sei mit einem Kupon von 1,125 Prozent ausgestattet. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses von 90,00% entspreche dies einer jährlichen Rendite von 3,40%. Die Anleihe sei für Anleger geeignet, die nicht unbedingt an einem jährlich hohen Kupon sondern eher an Rendite durch Kursgewinne interessiert seien. Dafür müsste die Anleihe aber ggf. bis zum Ende gehalten werden. (02.12.2011/alc/a/a)