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Renten: Europa am Scheideweg, Zweifel an baldiger Zins-Wende in den USA keimen auf
04.09.15 08:30
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Es wird immer deutlicher, dass das in den Köpfen von Politikern entstandene Konstrukt eines gemeinsamen Europas einer Runderneuerung bedarf, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Nicht zuletzt die Flüchtlingsfrage führe vor Augen, wie unterschiedlich die einzelnen Regierungen bereit seien, sich an internationalen Aufgaben zu beteiligen. Spätestens jetzt werde vielen Menschen klar, dass Worten nicht immer Taten folgen würden und in den einzelnen Mitgliedsländern eine unterschiedliche Abwägung zwischen den Vor- und Nachteilen erfolge.
Gehe es um die finanzielle Unterstützung für die eigene Bevölkerung, so erinnere man sich und die Partnerländer schnell und gerne daran, ein Mitgliedsland zu sein - und somit unterstützungswürdig. Gehe es um Unterstützung anderer, würden sich manche aber schnell taub stellen. Dass hierbei EU-Recht gebeugt werde, sollte zusätzlich zu denken geben.
Daher seien die Forderungen von Politikern aus den unterschiedlichsten Parteien nachvollziehbar, die eine Weiterentwicklung Europas und somit auch der Eurozone anmahnen würden. Denn das bisherige System sei ein Auslaufmodell, das zur Verwaltung des Status Quo noch dienlich sein möge, aber keine Perspektiven für die EU-Bevölkerung biete. Aber was müsse sich ändern?
1. Abschaffung des politischen "Wasserkopfes", der die Identifizierung der Menschen mit Europa zumeist verhindere.
2. Leistung müsse sich auch künftig noch lohnen. Eine Staatengemeinschaft, die lediglich auf einer Transferunion aufbaue, sei zum Scheitern verurteilt.
3. Schaffung verbindlicher Regeln, die für alle Mitglieder gelten würden. Diese dürften nicht willkürlich außer Kraft gesetzt werden, und Verstöße müssten konsequent geahndet werden.
Insbesondere an der Glaubwürdigkeit eines neuen Europas bzw. der Eurozone müsse gearbeitet werden. Das wäre der Schlüssel zum Erfolg, wie es inzwischen auch eine Reihe von Politikern erkenne. Daher seien Forderungen von Frank-Walter Steinmeier nach einer Weiterentwicklung der Währungsunion mit gemeinsamen europäischen Leitplanken - wie beispielsweise einer Insolvenzordnung für Euro-Staaten - nachvollziehbar.
Ähnlich argumentiere auch der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, der innerhalb der 19 Euro-Länder die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik koordinieren möchte. Dazu müssten die einzelnen Staats- und Regierungschefs allerdings den Wegfall nationaler Befugnisse beschließen. Die Frage werde also sein, ob man die Neugründung Europas angehen wolle oder den Part des Totengräbers übernehmen möchte.
Was vielen als eine ausgemachte Sache erschienen sei, werde nun immer unwahrscheinlicher. So würden sich vermehrt Stimmen melden, die ihre Zweifel an einer Zinsanhebung der US-Notenbank FED im September hegen und für die Beibehaltung der Niedrigzinsen plädieren würden. Es sei noch zu früh, um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen, habe etwa Stanley Fischer, der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, gesagt.
Die FED habe noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten. Es gebe laut Fischer zudem gute Gründe dafür, dass die Anpassung an ein normales Zinsniveau diesmal in deutlich kleineren Schritten komme als bei den beiden vorangegangenen Zinswenden. Oder Eric Rosengren: Es mache aus ökonomischer Sicht kaum einen Unterschied, ob die Zinswende nun einige Monate früher oder später komme, habe der Chef der Boston FED gesagt. Der Chef der regionalen Notenbank von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, gehe sogar noch weiter, wenn er sage, er halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen.
Solche Aussagen dürften Hinweise dafür sein, dass die Tür für eine Zinserhöhung im September nicht mehr so weit offen stehe, wie das noch Anfang des Sommers der Fall gewesen sei. Auch die jüngsten Hinweise auf eine schwächere Weltkonjunktur, was eine weitere Erholung am US-Arbeitsmarkt in Frage stelle, könnte die FED dazu bringen, die Zinserhöhung im September nicht anzupacken. Vertreter der US-Notenbank (FED) würden das nächste Mal am 16. und 17. September zusammenkommen, um über die weitere Zinspolitik zu entscheiden.
Doch bereits vorher würden sich die Marktteilnehmer einem anderen Großereignis zuwenden, nämlich der heutigen Pressekonferenz der EZB. Bei diesem Termin werde sich EZB-Präsident Mario Draghi auch zu Wachstum und Inflation äußern. Das beschleunigte Kreditwachstum im Euroraum werde er als Bestätigung seiner Geldpolitik ansehen und gleichzeitig eine mögliche Aufstockung oder Verlängerung des Anleihenankaufprogramms andeuten. Manchmal fühle man sich bei ihm an Wilhelm Buschs strengen Lehrer Lämpel erinnert.
Lange Warteschlangen von Bankkunden, die an ihr Erspartes ran wollten, könnten auch in Europa nicht ausgeschlossen werden. So halte eine Studie des Volkswirts der Deutschen Bundesbank "Bank-Runs" in Europa für möglich. Um diese Gefahr zu bannen, sollte man bei der Veröffentlichung der Ergebnisse von Banken-Stresstests den Ball flachen halten. Sprich: "Übertriebene Offenheit" bei Banken-Stresstests sei gefährlich, würden die Wissenschaftler mahnen.
Mit dieser Argumentation würden sich die Autoren aber auf einem schmalen Grat bewegen. Denn sei man den Empfehlungen der Studie gefolgt, die von Bundesbank-Volkswirt Thilo Pauschy und dem Ökonomen Wolfgang Gick von der Freien Universität Bozen verfasst worden sei, bedeute dies auch eine Einschränkung der Transparenz, sodass sich Bankkunden keinen umfassenden Eindruck mehr über die Situation ihrer Kreditinstitute machen könnten. Wohlweislich gehe die Europäische Zentralbank (EZB) ob der Studie in Deckung und lasse verlautbaren, die Aussagen gäben lediglich die Meinung der Autoren wider.
Pauschy und Gick würden den Bankenaufsehern nahelegen, sich bei ihrer Informationspolitik eher bedeckt zu halten. Ansonsten könnte es bei schwächelnden Instituten zu einem Ansturm auf die Einlagen kommen. Außerdem würden sie fürchten, dass gesunde Geldhäuser dazu verleitet werden könnten, zu hohe Risiken einzugehen. Die Autoren würden aber auch die Gefahr sehen, dass Bankkunden eine falsche Sicherheit vorgegaukelt werden könnte. Nach ihrer Überzeugung sollten die Aufseher umso weniger Informationen veröffentlichen, je verwundbarer der Bankensektor erscheine.
2016 müssten sich 50 bis 60 europäische Großbanken erneut einem Stresstest unterziehen. Im vergangenen Jahr seien noch 130 Institute unter die Lupe genommen worden und davon hätten 25 Banken den Test nicht bestanden.
Zur Eurokrise würden sich nun auch immer mehr Krisensymptome in den BRICS-Staaten gesellen. Vor allem die Entwicklungen in China, Russland und Brasilien würden die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen, auch wenn etwa in China die Wachstumsraten nach den offiziell veröffentlichten Zahlen immer noch ordentlich erscheinen würden.
Angeheizt werde die stotternde wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern durch den Verfall der Rohstoffpreise, der zu einem großen Teil auf die Schwäche Chinas zurückzuführen sei. Damit sei eine Abwärtsspirale in Gang geraten. Hinzu würden die Probleme in Russland kommen, das massiv unter den Sanktionen der EU leide und mit einem Rückgang des BIP um 3,3% rechne. Für die deutsche Exportwirtschaft gehe der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft 2015 von einem Rückgang der Ausfuhren um ein Viertel oder 9 Mrd. EUR aus.
Nachdem nun auch die schwächelnde Wirtschaft in China für einen Einbruch der Aktienmärkte gesorgt habe, gehe der Deutsche Industrie- und Handelskammertag für die deutschen Exporte nach China nur noch von einem Wachstum von 2% aus. Dies treffe vor allem die deutsche Automobilindustrie, für die das Reich der Mitte der wichtigste Absatzmarkt sei.
Ganz eigene Probleme habe das BRICS-Land Brasilien, das Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika sei und mit einer Rezession zu kämpfen habe, die von hoher Arbeitslosigkeit und hoher Inflation geprägt sei. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorquartal um 1,9% eingebrochen - nach einem Minus von 0,7% im ersten Vierteljahr.
Unterm Strich habe man den Eindruck, dass auch bei den BRICS-Staaten alles auf einmal komme - so als ob man in Europa nicht schon genügend eigene Probleme hätte.
Einer Studie der Deutschen Bank zufolge würden die internationalen Zentralbanken im Kampf gegen Kapitalabflüsse bis Ende 2016 Fremdwährungsreserven im Umfang von 1,5 Billionen US-Dollar abstoßen. Besonders China, so das Kalkül, könnte sich mit einem Abverkauf Mittel verschaffen, die für eine Ankurbelung der Wirtschaft benutzt werden könnten.
"Die Gefahr ist, dass das tatsächlich noch schneller abläuft", würden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten den Währungsstrategen George Saravelos zitieren, der die Untersuchung mitverfasst habe. Schwellenländer wie vor allem China hätten in jüngster Zeit ihre Reserven reduziert, nachdem sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr davon aufgebaut hätten.
Das Reich der Mitte besitze aktuell mit rund 3,65 Billionen US-Dollar im internationalen Vergleich die höchsten Fremdwährungsreserven. Der Löwenanteil dürfte dabei aus auf US-Dollar lautenden US-Staatsanleihen bestehen.
Just nachdem die neue griechische Übergangsregierung unter der Richterin Vasiliki Thanou vereidigt worden sei, mache sich in Athen erneut Unsicherheit breit. Denn die Umfragen zum Ausgang der Neuwahlen, die am 20. September stattfinden sollten, würden ein Kopf-an-Kopf-Rennen erahnen lassen.
Nach jüngsten Umfragen liege bei den Parteien in der Wählergunst Syriza noch knapp vor Nea Dimokratia. Damit sehe es so aus, als ob die Rechnung von Alexis Tsipras, der sich von Neuwahlen einen klaren Schub erwartet habe, nicht aufgehen könnte. Von einer erhofften absoluten Mehrheit sei der bisherige Regierungschef jedenfalls weiter entfernt denn je. Damit wäre keine der Parteien in der Lage, eine regierungstaugliche Koalition zu bilden.
Während Syriza nach der Einigung mit der EU über das dritte Hilfspaket zerfallen sei, hätten sich die Konservativen nicht als bessere Lösung positionieren können. Laut einer Befragung sei in Griechenland noch jeder vierte Bürger unentschlossen, welche Partei er wählen solle. Die Hängepartie gehe also weiter!
Doch nach Berichten des Nachrichtendienstes der Deutschen Börse, Market News International (MNI), hätten die Gläubigervertreter Athen klargemacht, dass sich jede gewählte Regierung strikt an die Vorgaben der Troika zu halten habe. Erst wenn dies sichergestellt sei, würden die noch offenen 3 Mrd. EUR aus der ersten Tranche ausgezahlt. Dann wollen wir mal hoffen, dass dies im Zweifel auch so gehandhabt wird, so die Analysten der Baader Bank.
Die Sommerflaute am Primärmarkt scheine endlich beendet zu sein und es sei zu erwarten, dass sich in den kommenden Wochen noch das ein oder andere Unternehmen am Kapitalmarkt refinanzieren werde.
Allen voraus habe bereits zum Wochenbeginn Merck Financial Service mit gleich drei neuen Anleihen auf sich aufmerksam gemacht. Das im Biotechnologie-Sektor tätige Unternehmen habe 550 Mio. EUR mittels einer 7-jährigen Anleihe (ISIN XS1284570626 / WKN A161Y7) mit einer Laufzeit bis zum 01.09.2022 refinanziert. Der jährliche Kupon belaufe sich auf 1,375% und bleibe während der gesamten Laufzeit konstant. Das Papier sei mit +73 bps über Mid Swap gepreist worden, was einen Emissionspreis von 99,649% ergeben habe.
In Ergänzung sei als zweites eine 4-jährige Anleihe (ISIN XS1284576581 / WKN A161Y8) im Volumen von 800 Mio. EUR aufgelegt worden. Das Papier sei am 02.09.2019 fällig und biete dem Anleger einen festen jährlichen Zinssatz in Höhe von 0,75%. Das Pricing sei bei +50 bps über Mid Swap erfolgt, wodurch der Ausgabepreis 99,851% betragen habe. Beide Anleihen seien allerdings mit einem jederzeitigen Emittentenkündigungsrecht zu festgelegten Spreads über Referenzanleihen ausgestattet.
Der dritte Bond im Bunde sei ein 2-jähriger Floater (ISIN XS1284577043 / WKN A161Y9) im Volumen von 700 Mio. EUR. Der Kupon errechne sich aus dem 3-Monats-EURIBOR +23 bps, was aktuell einem Zinssatz von 0,197% entspreche. Dieser Zinssatz bleibe bis zum 01.12.2015 konstant. Der Ausgabepreis dieses Papiers habe bei 100% gelegen. Merck Financial Service habe bei allen genannten Anleihen die privatanlegerfreundliche Mindeststückelung von 1.000 EUR gewählt.
Ebenso aktiv bei der Kapitalaufnahme am Primärmarkt habe sich das britische Versorgerunternehmen SSE PLC gezeigt. Die begebene 8-jährige Anleihe (ISIN XS1287779208 / WKN A1Z55L) im Volumen von 700 Mio. EUR sei mit einem bis zum Laufzeitende am 08.09.2023 konstanten jährlichen Kupon i.H.v. 1,75% ausgestattet. Der Bond sei mit +93 bps über Mid Swap gepreist worden, was einem Kurs von 99,616% entsprochen habe. Aufgrund der vom Emittenten gewählten Mindestanlagesumme von 100.000 EUR ziele diese Anleihe vorwiegend auf institutionelle Anleger ab.
Auch in dieser Woche sei deutlich geworden, dass das Sorgenbarometer zwar von der Risikoaversion profitieren könne, dass aber die Zeiten der Schock-Absorption vorüber seien. Denn bei der weltweiten Kursentwicklung an den Aktienmärkten, wären vor Monatsfrist im Rentenbereich noch ganz andere Höhen erklommen worden.
So hätten Bankenhändler in früheren Krisen Anleihebestände aufgebaut, um die logischerweise aufkommende Nachfrage durch Vermögensberater besser bedienen zu können. Dies habe sich inzwischen gewandelt und mit Vorkäufen würden sich die Marktteilnehmer größtenteils zurückhalten. Und nur auf die EZB zu warten, mache auch keinen Sinn. Somit werde nur noch das gehandelt, was wirklich gebraucht werde. So würden sich die Zeiten ändern!
In diesem Umfeld greife man gerne auf die Charttechnik zurück. Aktuell pendele der Euro-Bund-Future um die Marke von ca. 153,00% und somit über der Unterstützungslinie bei 152,65% (Tief vom 1.09.). Nach oben blickend entdecke man einen ersten Widerstand bei 153,50% (mehrere Tiefs Ende August).
Da am kommenden Dienstag der letzte Handelstag für den September-Kontrakt sein werde, sei es an der Zeit, sich die Auf- bzw. Abschläge gegenüber dem Dezember-Kontrakt zu analysieren. Der von den Analysten charttechnisch durchleuchtete Euro-Bund-Future unterscheide sich nur marginal von den bisherigen Werten (ca. +0,08). Ähnlich verhalte es sich auch beim Euro-Schatz-Future (ca. -0,02), aber der Buxl habe einen Abschlag von ca. 1,20 und der Bobl-Future notiere sogar ca. 1,80 niedriger.
In dieser Handelswoche hätten die Investoren in den USA nur die Möglichkeit gehabt, ihre Gelder kurzfristig anzulegen, denn lediglich T-Bills im Volumen von 35 Mrd. USD mit einer Laufzeit von vier Wochen sowie jeweils 24 Mrd. USD mit einer Fälligkeit in drei bzw. sechs Monaten hätten zur Auswahl gestanden. Doch bereits in der kommenden Woche werde das Angebot um T-Bonds mit Laufzeiten von drei, zehn und 30 Jahren erweitert.
Gegenüber den Vorwochen seien in Euroland endlich wieder verschiedene Staaten am Kapitalmarkt aktiv geworden und hätten Titel für insgesamt ca. 18,5 Mrd. EUR emittiert. So habe am Dienstag Österreich zwei Altemissionen (ISIN AT0000386115 / WKN A0DW7E, 2020 und ISIN AT0000A1FAP5 / WKN A1Z3D2, 2025) um insgesamt 1,3 Mrd. EUR aufgestockt. Am gestrigen Mittwoch habe es Deutschland in der fünfjährigen Bundesobligation Serie 172 (ISIN DE0001141729 / WKN 114172) gleich getan, allerdings seien hierbei 4 Mrd. EUR aufgenommen worden. Die Zuteilung der mit einem Kupon von 0,25% ausgestatteten Gattung sei bei einem gewogenen Durchschnittskurs von 100,64% erfolgt, was einer Durchschnittsrendite von 0,12% entsprochen habe.
Am heutigen Donnerstag würden sich Spanien und Frankreich ebenfalls am Kapitalmarkt mittels verschiedener Aufstockungen refinanzieren und dabei ca. 13 Mrd. EUR einnehmen. Es würden Interessenten für folgende Altemissionen gesucht (Spanien: ISIN ES00000127H7 / WKN A1Z23N, 2020; ISIN ES00000127G9 / WKN A1Z2RV, 2025; ISIN ES00000124H4 / WKN A1HR6Q, 2044 und als ILB in der ISIN ES00000126A4 / WKN A1ZJHS, 2024) (Frankreich: ISIN FR0011486067 / WKN A1HKFP, 2023 und ISIN FR0011883966 / WKN A1ZHSU, 2030).
Nach wettertechnisch heißen Wochen habe der neue Monat auch für einen Wetterwechsel gesorgt. Solche Umschwünge seien für Devisenhändler nichts Neues und so erinnere man sich gerne an das alte Sprichwort: Auf Regen folge Sonnenschein.
So habe sich auch in den vergangenen Tagen das Geschehen merklich beruhigt und die Kurssprünge würden der Historie angehören. Zum Monatsauftakt habe der Euro den Handel um die Marke von 1,12 USD eröffnet. Auf die vergangene Berichtswoche betrachtet habe die Einheitswährung in einer Range zwischen 1,1364 und 1,1155 USD gependelt. Kein Vergleich zur Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen. Jedoch sei mit Blick auf bevorstehenden Termine, wie die heutige EZB-Sitzung sowie die mit viel Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten ein gewisses Potenzial für volatile Märkte vorhanden. Aktuell notiere die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback bei 1,1233 USD.
Doch ein besonderes Augenmerk würden die Investoren auf die unter den chinesischen Konjunktursorgen leidenden Währungen der Schwellenländer richten. Überdeutlich werde dies an der Kursentwicklung des Brasilianischen Reals. Seit Monaten befinde sich die Währung des Zuckerhuts auf dem absteigenden Ast. Im Vergleich zum Euro habe dies in einem neuen All-Time-High bei 4,2398 BRL gegipfelt.
Um für jeden Fall gewappnet zu sein, hätten Privatanleger zur Risikostreuung in ausgesuchte Fremdwährungsanleihen investiert. Dazu hätten Währungsanleihen auf US-Dollar, Türkische Lira, Südafrikanische Rand sowie Brasilianische Real gehört.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader und Dieter Brichmann. (Ausgabe vom 03.09.2015) (04.09.2015/alc/a/a)
Nicht zuletzt die Flüchtlingsfrage führe vor Augen, wie unterschiedlich die einzelnen Regierungen bereit seien, sich an internationalen Aufgaben zu beteiligen. Spätestens jetzt werde vielen Menschen klar, dass Worten nicht immer Taten folgen würden und in den einzelnen Mitgliedsländern eine unterschiedliche Abwägung zwischen den Vor- und Nachteilen erfolge.
Gehe es um die finanzielle Unterstützung für die eigene Bevölkerung, so erinnere man sich und die Partnerländer schnell und gerne daran, ein Mitgliedsland zu sein - und somit unterstützungswürdig. Gehe es um Unterstützung anderer, würden sich manche aber schnell taub stellen. Dass hierbei EU-Recht gebeugt werde, sollte zusätzlich zu denken geben.
Daher seien die Forderungen von Politikern aus den unterschiedlichsten Parteien nachvollziehbar, die eine Weiterentwicklung Europas und somit auch der Eurozone anmahnen würden. Denn das bisherige System sei ein Auslaufmodell, das zur Verwaltung des Status Quo noch dienlich sein möge, aber keine Perspektiven für die EU-Bevölkerung biete. Aber was müsse sich ändern?
1. Abschaffung des politischen "Wasserkopfes", der die Identifizierung der Menschen mit Europa zumeist verhindere.
2. Leistung müsse sich auch künftig noch lohnen. Eine Staatengemeinschaft, die lediglich auf einer Transferunion aufbaue, sei zum Scheitern verurteilt.
3. Schaffung verbindlicher Regeln, die für alle Mitglieder gelten würden. Diese dürften nicht willkürlich außer Kraft gesetzt werden, und Verstöße müssten konsequent geahndet werden.
Insbesondere an der Glaubwürdigkeit eines neuen Europas bzw. der Eurozone müsse gearbeitet werden. Das wäre der Schlüssel zum Erfolg, wie es inzwischen auch eine Reihe von Politikern erkenne. Daher seien Forderungen von Frank-Walter Steinmeier nach einer Weiterentwicklung der Währungsunion mit gemeinsamen europäischen Leitplanken - wie beispielsweise einer Insolvenzordnung für Euro-Staaten - nachvollziehbar.
Ähnlich argumentiere auch der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, der innerhalb der 19 Euro-Länder die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik koordinieren möchte. Dazu müssten die einzelnen Staats- und Regierungschefs allerdings den Wegfall nationaler Befugnisse beschließen. Die Frage werde also sein, ob man die Neugründung Europas angehen wolle oder den Part des Totengräbers übernehmen möchte.
Was vielen als eine ausgemachte Sache erschienen sei, werde nun immer unwahrscheinlicher. So würden sich vermehrt Stimmen melden, die ihre Zweifel an einer Zinsanhebung der US-Notenbank FED im September hegen und für die Beibehaltung der Niedrigzinsen plädieren würden. Es sei noch zu früh, um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen, habe etwa Stanley Fischer, der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, gesagt.
Die FED habe noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten. Es gebe laut Fischer zudem gute Gründe dafür, dass die Anpassung an ein normales Zinsniveau diesmal in deutlich kleineren Schritten komme als bei den beiden vorangegangenen Zinswenden. Oder Eric Rosengren: Es mache aus ökonomischer Sicht kaum einen Unterschied, ob die Zinswende nun einige Monate früher oder später komme, habe der Chef der Boston FED gesagt. Der Chef der regionalen Notenbank von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, gehe sogar noch weiter, wenn er sage, er halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen.
Solche Aussagen dürften Hinweise dafür sein, dass die Tür für eine Zinserhöhung im September nicht mehr so weit offen stehe, wie das noch Anfang des Sommers der Fall gewesen sei. Auch die jüngsten Hinweise auf eine schwächere Weltkonjunktur, was eine weitere Erholung am US-Arbeitsmarkt in Frage stelle, könnte die FED dazu bringen, die Zinserhöhung im September nicht anzupacken. Vertreter der US-Notenbank (FED) würden das nächste Mal am 16. und 17. September zusammenkommen, um über die weitere Zinspolitik zu entscheiden.
Doch bereits vorher würden sich die Marktteilnehmer einem anderen Großereignis zuwenden, nämlich der heutigen Pressekonferenz der EZB. Bei diesem Termin werde sich EZB-Präsident Mario Draghi auch zu Wachstum und Inflation äußern. Das beschleunigte Kreditwachstum im Euroraum werde er als Bestätigung seiner Geldpolitik ansehen und gleichzeitig eine mögliche Aufstockung oder Verlängerung des Anleihenankaufprogramms andeuten. Manchmal fühle man sich bei ihm an Wilhelm Buschs strengen Lehrer Lämpel erinnert.
Lange Warteschlangen von Bankkunden, die an ihr Erspartes ran wollten, könnten auch in Europa nicht ausgeschlossen werden. So halte eine Studie des Volkswirts der Deutschen Bundesbank "Bank-Runs" in Europa für möglich. Um diese Gefahr zu bannen, sollte man bei der Veröffentlichung der Ergebnisse von Banken-Stresstests den Ball flachen halten. Sprich: "Übertriebene Offenheit" bei Banken-Stresstests sei gefährlich, würden die Wissenschaftler mahnen.
Mit dieser Argumentation würden sich die Autoren aber auf einem schmalen Grat bewegen. Denn sei man den Empfehlungen der Studie gefolgt, die von Bundesbank-Volkswirt Thilo Pauschy und dem Ökonomen Wolfgang Gick von der Freien Universität Bozen verfasst worden sei, bedeute dies auch eine Einschränkung der Transparenz, sodass sich Bankkunden keinen umfassenden Eindruck mehr über die Situation ihrer Kreditinstitute machen könnten. Wohlweislich gehe die Europäische Zentralbank (EZB) ob der Studie in Deckung und lasse verlautbaren, die Aussagen gäben lediglich die Meinung der Autoren wider.
Pauschy und Gick würden den Bankenaufsehern nahelegen, sich bei ihrer Informationspolitik eher bedeckt zu halten. Ansonsten könnte es bei schwächelnden Instituten zu einem Ansturm auf die Einlagen kommen. Außerdem würden sie fürchten, dass gesunde Geldhäuser dazu verleitet werden könnten, zu hohe Risiken einzugehen. Die Autoren würden aber auch die Gefahr sehen, dass Bankkunden eine falsche Sicherheit vorgegaukelt werden könnte. Nach ihrer Überzeugung sollten die Aufseher umso weniger Informationen veröffentlichen, je verwundbarer der Bankensektor erscheine.
2016 müssten sich 50 bis 60 europäische Großbanken erneut einem Stresstest unterziehen. Im vergangenen Jahr seien noch 130 Institute unter die Lupe genommen worden und davon hätten 25 Banken den Test nicht bestanden.
Zur Eurokrise würden sich nun auch immer mehr Krisensymptome in den BRICS-Staaten gesellen. Vor allem die Entwicklungen in China, Russland und Brasilien würden die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen, auch wenn etwa in China die Wachstumsraten nach den offiziell veröffentlichten Zahlen immer noch ordentlich erscheinen würden.
Angeheizt werde die stotternde wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern durch den Verfall der Rohstoffpreise, der zu einem großen Teil auf die Schwäche Chinas zurückzuführen sei. Damit sei eine Abwärtsspirale in Gang geraten. Hinzu würden die Probleme in Russland kommen, das massiv unter den Sanktionen der EU leide und mit einem Rückgang des BIP um 3,3% rechne. Für die deutsche Exportwirtschaft gehe der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft 2015 von einem Rückgang der Ausfuhren um ein Viertel oder 9 Mrd. EUR aus.
Nachdem nun auch die schwächelnde Wirtschaft in China für einen Einbruch der Aktienmärkte gesorgt habe, gehe der Deutsche Industrie- und Handelskammertag für die deutschen Exporte nach China nur noch von einem Wachstum von 2% aus. Dies treffe vor allem die deutsche Automobilindustrie, für die das Reich der Mitte der wichtigste Absatzmarkt sei.
Ganz eigene Probleme habe das BRICS-Land Brasilien, das Deutschlands wichtigster Handelspartner in Südamerika sei und mit einer Rezession zu kämpfen habe, die von hoher Arbeitslosigkeit und hoher Inflation geprägt sei. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorquartal um 1,9% eingebrochen - nach einem Minus von 0,7% im ersten Vierteljahr.
Unterm Strich habe man den Eindruck, dass auch bei den BRICS-Staaten alles auf einmal komme - so als ob man in Europa nicht schon genügend eigene Probleme hätte.
Einer Studie der Deutschen Bank zufolge würden die internationalen Zentralbanken im Kampf gegen Kapitalabflüsse bis Ende 2016 Fremdwährungsreserven im Umfang von 1,5 Billionen US-Dollar abstoßen. Besonders China, so das Kalkül, könnte sich mit einem Abverkauf Mittel verschaffen, die für eine Ankurbelung der Wirtschaft benutzt werden könnten.
"Die Gefahr ist, dass das tatsächlich noch schneller abläuft", würden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten den Währungsstrategen George Saravelos zitieren, der die Untersuchung mitverfasst habe. Schwellenländer wie vor allem China hätten in jüngster Zeit ihre Reserven reduziert, nachdem sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr davon aufgebaut hätten.
Das Reich der Mitte besitze aktuell mit rund 3,65 Billionen US-Dollar im internationalen Vergleich die höchsten Fremdwährungsreserven. Der Löwenanteil dürfte dabei aus auf US-Dollar lautenden US-Staatsanleihen bestehen.
Just nachdem die neue griechische Übergangsregierung unter der Richterin Vasiliki Thanou vereidigt worden sei, mache sich in Athen erneut Unsicherheit breit. Denn die Umfragen zum Ausgang der Neuwahlen, die am 20. September stattfinden sollten, würden ein Kopf-an-Kopf-Rennen erahnen lassen.
Nach jüngsten Umfragen liege bei den Parteien in der Wählergunst Syriza noch knapp vor Nea Dimokratia. Damit sehe es so aus, als ob die Rechnung von Alexis Tsipras, der sich von Neuwahlen einen klaren Schub erwartet habe, nicht aufgehen könnte. Von einer erhofften absoluten Mehrheit sei der bisherige Regierungschef jedenfalls weiter entfernt denn je. Damit wäre keine der Parteien in der Lage, eine regierungstaugliche Koalition zu bilden.
Während Syriza nach der Einigung mit der EU über das dritte Hilfspaket zerfallen sei, hätten sich die Konservativen nicht als bessere Lösung positionieren können. Laut einer Befragung sei in Griechenland noch jeder vierte Bürger unentschlossen, welche Partei er wählen solle. Die Hängepartie gehe also weiter!
Die Sommerflaute am Primärmarkt scheine endlich beendet zu sein und es sei zu erwarten, dass sich in den kommenden Wochen noch das ein oder andere Unternehmen am Kapitalmarkt refinanzieren werde.
Allen voraus habe bereits zum Wochenbeginn Merck Financial Service mit gleich drei neuen Anleihen auf sich aufmerksam gemacht. Das im Biotechnologie-Sektor tätige Unternehmen habe 550 Mio. EUR mittels einer 7-jährigen Anleihe (ISIN XS1284570626 / WKN A161Y7) mit einer Laufzeit bis zum 01.09.2022 refinanziert. Der jährliche Kupon belaufe sich auf 1,375% und bleibe während der gesamten Laufzeit konstant. Das Papier sei mit +73 bps über Mid Swap gepreist worden, was einen Emissionspreis von 99,649% ergeben habe.
In Ergänzung sei als zweites eine 4-jährige Anleihe (ISIN XS1284576581 / WKN A161Y8) im Volumen von 800 Mio. EUR aufgelegt worden. Das Papier sei am 02.09.2019 fällig und biete dem Anleger einen festen jährlichen Zinssatz in Höhe von 0,75%. Das Pricing sei bei +50 bps über Mid Swap erfolgt, wodurch der Ausgabepreis 99,851% betragen habe. Beide Anleihen seien allerdings mit einem jederzeitigen Emittentenkündigungsrecht zu festgelegten Spreads über Referenzanleihen ausgestattet.
Der dritte Bond im Bunde sei ein 2-jähriger Floater (ISIN XS1284577043 / WKN A161Y9) im Volumen von 700 Mio. EUR. Der Kupon errechne sich aus dem 3-Monats-EURIBOR +23 bps, was aktuell einem Zinssatz von 0,197% entspreche. Dieser Zinssatz bleibe bis zum 01.12.2015 konstant. Der Ausgabepreis dieses Papiers habe bei 100% gelegen. Merck Financial Service habe bei allen genannten Anleihen die privatanlegerfreundliche Mindeststückelung von 1.000 EUR gewählt.
Ebenso aktiv bei der Kapitalaufnahme am Primärmarkt habe sich das britische Versorgerunternehmen SSE PLC gezeigt. Die begebene 8-jährige Anleihe (ISIN XS1287779208 / WKN A1Z55L) im Volumen von 700 Mio. EUR sei mit einem bis zum Laufzeitende am 08.09.2023 konstanten jährlichen Kupon i.H.v. 1,75% ausgestattet. Der Bond sei mit +93 bps über Mid Swap gepreist worden, was einem Kurs von 99,616% entsprochen habe. Aufgrund der vom Emittenten gewählten Mindestanlagesumme von 100.000 EUR ziele diese Anleihe vorwiegend auf institutionelle Anleger ab.
Auch in dieser Woche sei deutlich geworden, dass das Sorgenbarometer zwar von der Risikoaversion profitieren könne, dass aber die Zeiten der Schock-Absorption vorüber seien. Denn bei der weltweiten Kursentwicklung an den Aktienmärkten, wären vor Monatsfrist im Rentenbereich noch ganz andere Höhen erklommen worden.
So hätten Bankenhändler in früheren Krisen Anleihebestände aufgebaut, um die logischerweise aufkommende Nachfrage durch Vermögensberater besser bedienen zu können. Dies habe sich inzwischen gewandelt und mit Vorkäufen würden sich die Marktteilnehmer größtenteils zurückhalten. Und nur auf die EZB zu warten, mache auch keinen Sinn. Somit werde nur noch das gehandelt, was wirklich gebraucht werde. So würden sich die Zeiten ändern!
In diesem Umfeld greife man gerne auf die Charttechnik zurück. Aktuell pendele der Euro-Bund-Future um die Marke von ca. 153,00% und somit über der Unterstützungslinie bei 152,65% (Tief vom 1.09.). Nach oben blickend entdecke man einen ersten Widerstand bei 153,50% (mehrere Tiefs Ende August).
Da am kommenden Dienstag der letzte Handelstag für den September-Kontrakt sein werde, sei es an der Zeit, sich die Auf- bzw. Abschläge gegenüber dem Dezember-Kontrakt zu analysieren. Der von den Analysten charttechnisch durchleuchtete Euro-Bund-Future unterscheide sich nur marginal von den bisherigen Werten (ca. +0,08). Ähnlich verhalte es sich auch beim Euro-Schatz-Future (ca. -0,02), aber der Buxl habe einen Abschlag von ca. 1,20 und der Bobl-Future notiere sogar ca. 1,80 niedriger.
In dieser Handelswoche hätten die Investoren in den USA nur die Möglichkeit gehabt, ihre Gelder kurzfristig anzulegen, denn lediglich T-Bills im Volumen von 35 Mrd. USD mit einer Laufzeit von vier Wochen sowie jeweils 24 Mrd. USD mit einer Fälligkeit in drei bzw. sechs Monaten hätten zur Auswahl gestanden. Doch bereits in der kommenden Woche werde das Angebot um T-Bonds mit Laufzeiten von drei, zehn und 30 Jahren erweitert.
Gegenüber den Vorwochen seien in Euroland endlich wieder verschiedene Staaten am Kapitalmarkt aktiv geworden und hätten Titel für insgesamt ca. 18,5 Mrd. EUR emittiert. So habe am Dienstag Österreich zwei Altemissionen (ISIN AT0000386115 / WKN A0DW7E, 2020 und ISIN AT0000A1FAP5 / WKN A1Z3D2, 2025) um insgesamt 1,3 Mrd. EUR aufgestockt. Am gestrigen Mittwoch habe es Deutschland in der fünfjährigen Bundesobligation Serie 172 (ISIN DE0001141729 / WKN 114172) gleich getan, allerdings seien hierbei 4 Mrd. EUR aufgenommen worden. Die Zuteilung der mit einem Kupon von 0,25% ausgestatteten Gattung sei bei einem gewogenen Durchschnittskurs von 100,64% erfolgt, was einer Durchschnittsrendite von 0,12% entsprochen habe.
Am heutigen Donnerstag würden sich Spanien und Frankreich ebenfalls am Kapitalmarkt mittels verschiedener Aufstockungen refinanzieren und dabei ca. 13 Mrd. EUR einnehmen. Es würden Interessenten für folgende Altemissionen gesucht (Spanien: ISIN ES00000127H7 / WKN A1Z23N, 2020; ISIN ES00000127G9 / WKN A1Z2RV, 2025; ISIN ES00000124H4 / WKN A1HR6Q, 2044 und als ILB in der ISIN ES00000126A4 / WKN A1ZJHS, 2024) (Frankreich: ISIN FR0011486067 / WKN A1HKFP, 2023 und ISIN FR0011883966 / WKN A1ZHSU, 2030).
Nach wettertechnisch heißen Wochen habe der neue Monat auch für einen Wetterwechsel gesorgt. Solche Umschwünge seien für Devisenhändler nichts Neues und so erinnere man sich gerne an das alte Sprichwort: Auf Regen folge Sonnenschein.
So habe sich auch in den vergangenen Tagen das Geschehen merklich beruhigt und die Kurssprünge würden der Historie angehören. Zum Monatsauftakt habe der Euro den Handel um die Marke von 1,12 USD eröffnet. Auf die vergangene Berichtswoche betrachtet habe die Einheitswährung in einer Range zwischen 1,1364 und 1,1155 USD gependelt. Kein Vergleich zur Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen. Jedoch sei mit Blick auf bevorstehenden Termine, wie die heutige EZB-Sitzung sowie die mit viel Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten ein gewisses Potenzial für volatile Märkte vorhanden. Aktuell notiere die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback bei 1,1233 USD.
Doch ein besonderes Augenmerk würden die Investoren auf die unter den chinesischen Konjunktursorgen leidenden Währungen der Schwellenländer richten. Überdeutlich werde dies an der Kursentwicklung des Brasilianischen Reals. Seit Monaten befinde sich die Währung des Zuckerhuts auf dem absteigenden Ast. Im Vergleich zum Euro habe dies in einem neuen All-Time-High bei 4,2398 BRL gegipfelt.
Um für jeden Fall gewappnet zu sein, hätten Privatanleger zur Risikostreuung in ausgesuchte Fremdwährungsanleihen investiert. Dazu hätten Währungsanleihen auf US-Dollar, Türkische Lira, Südafrikanische Rand sowie Brasilianische Real gehört.
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