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Niederlande-Anleihe: alles andere als "Land unter"
08.11.12 12:17
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN NL0000102275 / WKN A0GND4) der Niederlande für eine interessante Alternative gegenüber Bundesanleihen.
Die Staatsanleihe, emittiert vom Königreich der Niederlande, sei mit einem Kupon von 3,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 15.01.2023 und weise eine Stückelung von 1,00 auf. Bei einem aktuellen Kurs von 118,79% biete das Papier eine jährliche Rendite von 1,76%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Jedoch habe Moody's den Ausblick, wie auch für Deutschland, Ende Juli auf "negativ" gesenkt. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten trotzdem nur ein minimales Kreditrisiko.
Es gebe sie noch: Staaten mit relativ geringer Verschuldung, einer stabilen Wirtschaft sowie Währung und soliden Aussichten. Neben den skandinavischen Ländern sei innerhalb Europas u.a. auch die Niederlande zu nennen, auch wenn das Land durch die Regierungskrise im Sommer stark in der Kritik gestanden habe.
Die Minderheitsregierung sei an dem neuen Sparpaket zerbrochen. Der Ministerpräsident Mark Rutte habe daraufhin seinen Rücktritt erklärt. Auf Bitte von Königin Beatrix habe er aber vorläufig die Regierungsgeschäfte weitergeführt und bei den in September stattgefundenen Neuwahlen habe Rutte diese deutlich für sich entschieden. Damit sei den Euro-Skeptikern in den Niederlande eine Absage erteilt worden. Rutte unterstütze grundsätzlich die Sparmaßnahmen für die Euro-Zone.
Der Wahlsieg Ruttes sei positiv zu werten, da ansonsten Ratingabstufungen durch die großen Ratingagenturen gedroht hätten und dies zu einer internen Vertrauenskrise hätte führen können.
Das Land habe sich von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise schnell erholt und nach einem BIP-Rückgang in 2009 um 4% sei es in 2010 wieder zu einem Wirtschaftswachstum von 1,7% gekommen. Im Verlaufe des Jahres 2011 seien die Niederlande aber im Zuge der europäischen Schuldenkrise wieder in eine Rezession gerutscht. Für 2012 rechne das Centrale Planbüro CPB, dessen Prognosen ausschlaggebend für den Haushalt der Regierung seien, mit einer Schrumpfung des Wirtschaftswachstum um 0,50%. Für 2013 erwarte das CPB dann wieder ein Wachstum von 0,75%.
Die Staatsverschuldung der Niederlande sei mit 63,9% des Bruttoinlandsproduktes relativ moderat. Das Haushaltsdefizit solle bis Ende 2012 bei 3,8% des BIPs liegen und per Ende 2013 weiter auf 2,9% reduziert werden. Ein wesentliches Problem der Niederlande sei jedoch die vergleichsweise hohe Verschuldung der privaten Haushalte.
Ähnlich wie Deutschland seien die Niederlande stark vom Export abhängig. Somit dürfte die Exporttätigkeit im Zuge einer sich stabilisierenden (Welt-)Konjunktur wieder sukzessive zunehmen. Daher erscheint den Analysten von Anleihencheck Research die BIP-Prognose für 2013 durchaus plausibel.
Die o.a. Anleihe notiere weit über Pari, womit die Niederlande vom Markt als sehr sicherer Hafen angesehen würden.
Für die Analysten von Anleihencheck Research ist die o.a. Anleihe eine interessante Alternative gegenüber Bundesanleihen für sehr sicherheitsorientierte Anleger. Die Rendite der Anleihe liege gut 0,3 Prozentpunkte über der von vergleichbaren Bundespapieren. (Analyse vom 08.11.2012) (08.11.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Staatsanleihe, emittiert vom Königreich der Niederlande, sei mit einem Kupon von 3,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 15.01.2023 und weise eine Stückelung von 1,00 auf. Bei einem aktuellen Kurs von 118,79% biete das Papier eine jährliche Rendite von 1,76%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Jedoch habe Moody's den Ausblick, wie auch für Deutschland, Ende Juli auf "negativ" gesenkt. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten trotzdem nur ein minimales Kreditrisiko.
Es gebe sie noch: Staaten mit relativ geringer Verschuldung, einer stabilen Wirtschaft sowie Währung und soliden Aussichten. Neben den skandinavischen Ländern sei innerhalb Europas u.a. auch die Niederlande zu nennen, auch wenn das Land durch die Regierungskrise im Sommer stark in der Kritik gestanden habe.
Die Minderheitsregierung sei an dem neuen Sparpaket zerbrochen. Der Ministerpräsident Mark Rutte habe daraufhin seinen Rücktritt erklärt. Auf Bitte von Königin Beatrix habe er aber vorläufig die Regierungsgeschäfte weitergeführt und bei den in September stattgefundenen Neuwahlen habe Rutte diese deutlich für sich entschieden. Damit sei den Euro-Skeptikern in den Niederlande eine Absage erteilt worden. Rutte unterstütze grundsätzlich die Sparmaßnahmen für die Euro-Zone.
Der Wahlsieg Ruttes sei positiv zu werten, da ansonsten Ratingabstufungen durch die großen Ratingagenturen gedroht hätten und dies zu einer internen Vertrauenskrise hätte führen können.
Die Staatsverschuldung der Niederlande sei mit 63,9% des Bruttoinlandsproduktes relativ moderat. Das Haushaltsdefizit solle bis Ende 2012 bei 3,8% des BIPs liegen und per Ende 2013 weiter auf 2,9% reduziert werden. Ein wesentliches Problem der Niederlande sei jedoch die vergleichsweise hohe Verschuldung der privaten Haushalte.
Ähnlich wie Deutschland seien die Niederlande stark vom Export abhängig. Somit dürfte die Exporttätigkeit im Zuge einer sich stabilisierenden (Welt-)Konjunktur wieder sukzessive zunehmen. Daher erscheint den Analysten von Anleihencheck Research die BIP-Prognose für 2013 durchaus plausibel.
Die o.a. Anleihe notiere weit über Pari, womit die Niederlande vom Markt als sehr sicherer Hafen angesehen würden.
Für die Analysten von Anleihencheck Research ist die o.a. Anleihe eine interessante Alternative gegenüber Bundesanleihen für sehr sicherheitsorientierte Anleger. Die Rendite der Anleihe liege gut 0,3 Prozentpunkte über der von vergleichbaren Bundespapieren. (Analyse vom 08.11.2012) (08.11.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


