E.ON-Anleihe: Bleibt eine Tagesgeld-Alternative


04.09.12 09:17
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0361244667 / WKN A0TURM) des Versorgers E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) weiterhin für ein sehr sicheres Investment und eine Alternative gegenüber Tagesgeld.

Die Anleihe, offizieller Emittent sei die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens, die E.ON International Finance B.V., werde durch die E.ON AG gesamtschuldnerisch garantiert. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 5,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 07.05.2020 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 129,00% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 1,68%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "A3". Damit liege die Einstufung im mittleren Investment-Grade-Bereich.

E.ON sei eines der weltweit größten privaten Strom- und Gasunternehmen. Der Versorger möchte künftig vor allem außerhalb Europas weiter wachsen. Dafür sei die neue Einheit E.ON International Energy gegründet worden. Zudem solle der Bereich der Erneuerbaren Energien im Portfolio von E.ON nachhaltig ausgebaut werden, da der Konzern in diesem Wachstumsmarkt eine führende Rolle einnehmen möchte.

Mitte August habe E.ON seine Zahlen für das erste Halbjahr 2012 publiziert. Demnach habe der Umsatz mit 65,40 Mrd. Euro um 23% über dem Vorjahreswert von 53,05 Mrd. Euro gelegen. Das EBITDA habe sich auf 6,71 Mrd. Euro belaufen, nach 4,33 Mrd. Euro. Dabei habe sich vor allem der Wegfall des negativen Einmaleffekts aus dem deutschen Kernenergieausstieg im zweiten Quartal 2011 mit 1,5 Mrd. Euro positiv auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt. Aus der erfolgreichen Neuverhandlung aller aktuell ölpreisgebundenen Mengen in den langfristigen Gaslieferverträgen habe E.ON gegenüber dem Vorjahr einen positiven Ergebniseffekt von 1,2 Mrd. Euro verzeichnet. Beim Konzernüberschuss sei ein deutlicher Anstieg auf 3,13 Mrd. Euro verzeichnet worden, nach 948 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Ausblick für 2012 sei von der E.ON-Geschäftsführung bekräftigt worden. So stelle diese für dieses Jahr weiterhin ein EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Mrd. Euro und einen nachhaltigen Konzernüberschuss von 4,1 bis 4,5 Mrd. Euro in Aussicht.

E.ON hat nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Konzern komme bei seinen Desinvestitionen planmäßig voran und habe endlich die Gaslieferverträge zu guten Konditionen neu verhandelt. Damit habe der Versorger erfolgreich den Ergebnisturnaround vollzogen.

Neben einem stabilen Strom- und Gasgeschäft in den etablierten europäischen Industrieländern würden mittel- bis langfristig die Geschäfte in Osteuropa und der Bereich der Erneuerbaren Energien für zusätzliche Wachstumsfantasie sorgen. Auch wenn sich derzeit die heimischen Energiepreise eher schwächer entwickeln würden.

Die deutschen Versorger haben nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research die Trendwende vollzogen und könnten bald wieder auf ihren stabilen Wachstumspfad zurückkehren.

Für sehr sicherheitsbewusste Anleger, die ein direktes Aktienengagement scheuen, könnte nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von E.ON durchaus interessant sein, da die Rendite mit 1,68% immerhin noch deutlich über der von Bundesanleihen und anderen Top-gerateten Staatsanleihen (auf EUR) liegt. (Analyse vom 04.09.2012) (04.09.2012/alc/a/a)


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