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Australien-Anleihe: wie ein Fels in der Brandung
12.11.12 16:11
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN AU3TB0000101 / WKN A1GRTK) von Australien weiterhin für ein hochinteressantes Investment für den Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert vom Commonwealth of Australia, sei mit einem attraktiven Kupon von 5,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 21.04.2023 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Australische Dollar (AUD) (entspreche rund 790 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 121,54% biete das Papier eine jährliche Rendite von 3,05%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet.
Die Euro-Schuldenkrise wirke sich mehr und mehr negativ auf die Weltwirtschaft aus. Zuletzt habe die EU-Kommission die Wachstumsprognose für Europa für dieses und nächstes Jahr zum Teil deutlich nach unten revidiert. Während für 2012 ein Rückgang von 0,4% (bisher: -0,3%) prognostiziert werde, falle die Anpassung für 2013 drastisch aus. So gehe die EU-Kommission nur noch von einem mickrigen Wachstum in der Euro-Zone von 0,1% aus, nach zuvor +1,0%.
Dennoch habe sich nach den angekündigten Fiskalmaßnahmen der FED und EZB die Lage an den Kapitalmärkten deutlich entspannt, doch damit sei nur wieder etwas mehr Zeit gewonnen worden. Denn nur, wenn die eingeleiteten Reformen in den hochverschuldeten Ländern greifen würden, könnte die Schuldenproblematik mittelfristig gelöst werden. Dies sei gegenwärtig aber noch nicht abzusehen.
Anleger sollten vor diesem Hintergrund vor allem auf Emittenten mit einer Top-Bonität achten, die bevorzugt nicht direkt von der Euro-Schuldenkrise betroffen seien. Am anderen Ende der Welt habe man einen interessanten Kandidaten gefunden: Australien.
Zwar habe Australiens Wirtschaft in 2010 leicht geschwächelt, doch es dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, dass diese seit 20 Jahren in Folge gewachsen sei. Die Naturkatastrophen an der Ostküste in 2011 hätten einen halben Prozentpunkt Wirtschaftswachstum gekostet. Die Wachstumsprognose für 2012 liege zwischen 2,5% bis 3,5%. Dabei habe Australien hier in besonderer Weise vom asiatischen Wirtschaftsboom profitieren können. Dies liege natürlich auch an der geographischen Nähe zu diesen Märkten begründet.
Auch wenn die Wirtschaft Australiens im laufenden Jahr bisher unter den Trendwerten liege, sehe die Notenbank bisher keine starke Wirtschaftsabkühlung. Immerhin habe das Wirtschaftswachstum in Q2'2012 rund +4% betragen. Etwas überraschend habe die RBA den Leitzins Anfang November bei 3,25% belassen.
Die wirtschaftliche Nähe zu China sei auf der einen Seite ein Segen für Australien, auf der anderen Seite berge dies natürlich auch Risiken, sollte sich die Konjunktur im Land der Mitte stärker abkühlen als bisher angenommen. Auch wenn Chinas Wirtschaft zuletzt "nur" noch um knapp 8% gewachsen sei, würden die Wachstumsaussichten für China grundsätzlich gut bleiben. Die Regierung in Peking habe die jüngst etwas überhitzte Konjunktur in den Griff bekommen und dürfte nun die Fiskalpolitik weiter lockern. Der Binnenmarkt sei stark und dürfte eine wichtige Wachstumssäule darstellen. Volkswirte würden allgemein mit einer weichen Landung der chinesischen Wirtschaft rechnen. Darauf würden auch die jüngsten Wirtschaftsdaten hindeuten. Somit sollten auch die weiteren Perspektiven für Australien gut bleiben, auch wenn die jüngste Entwicklung eher etwas schwächer gewesen sei.
Die Staatsverschuldung liege in Australien bei lediglich etwa 10% des BIPs (zum Vergleich: in Deutschland seien es knapp 80%). Ein Zahlungsausfall Australiens sei somit sehr unwahrscheinlich.
Der Aussie zähle weiterhin zu den weltweit stabilsten Weltwährungen. Zwar bestehe grundsätzlich ein Währungsrisiko, doch eine größere Abwertungsgefahr des Euro gegenüber dem AUD sehe man momentan nicht. Im Gegenteil, der AUD könnte gegenüber dem Euro durchaus noch weiter zulegen, was die Rendite der Währungsanleihe zusätzlich steigern würde. Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Australien nach wie vor für eine sehr gute Alternative zu Staatsanleihen von Top-gerateten Emittenten. (Analyse vom 12.11.2012) (12.11.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert vom Commonwealth of Australia, sei mit einem attraktiven Kupon von 5,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 21.04.2023 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Australische Dollar (AUD) (entspreche rund 790 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 121,54% biete das Papier eine jährliche Rendite von 3,05%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet.
Die Euro-Schuldenkrise wirke sich mehr und mehr negativ auf die Weltwirtschaft aus. Zuletzt habe die EU-Kommission die Wachstumsprognose für Europa für dieses und nächstes Jahr zum Teil deutlich nach unten revidiert. Während für 2012 ein Rückgang von 0,4% (bisher: -0,3%) prognostiziert werde, falle die Anpassung für 2013 drastisch aus. So gehe die EU-Kommission nur noch von einem mickrigen Wachstum in der Euro-Zone von 0,1% aus, nach zuvor +1,0%.
Dennoch habe sich nach den angekündigten Fiskalmaßnahmen der FED und EZB die Lage an den Kapitalmärkten deutlich entspannt, doch damit sei nur wieder etwas mehr Zeit gewonnen worden. Denn nur, wenn die eingeleiteten Reformen in den hochverschuldeten Ländern greifen würden, könnte die Schuldenproblematik mittelfristig gelöst werden. Dies sei gegenwärtig aber noch nicht abzusehen.
Anleger sollten vor diesem Hintergrund vor allem auf Emittenten mit einer Top-Bonität achten, die bevorzugt nicht direkt von der Euro-Schuldenkrise betroffen seien. Am anderen Ende der Welt habe man einen interessanten Kandidaten gefunden: Australien.
Zwar habe Australiens Wirtschaft in 2010 leicht geschwächelt, doch es dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, dass diese seit 20 Jahren in Folge gewachsen sei. Die Naturkatastrophen an der Ostküste in 2011 hätten einen halben Prozentpunkt Wirtschaftswachstum gekostet. Die Wachstumsprognose für 2012 liege zwischen 2,5% bis 3,5%. Dabei habe Australien hier in besonderer Weise vom asiatischen Wirtschaftsboom profitieren können. Dies liege natürlich auch an der geographischen Nähe zu diesen Märkten begründet.
Die wirtschaftliche Nähe zu China sei auf der einen Seite ein Segen für Australien, auf der anderen Seite berge dies natürlich auch Risiken, sollte sich die Konjunktur im Land der Mitte stärker abkühlen als bisher angenommen. Auch wenn Chinas Wirtschaft zuletzt "nur" noch um knapp 8% gewachsen sei, würden die Wachstumsaussichten für China grundsätzlich gut bleiben. Die Regierung in Peking habe die jüngst etwas überhitzte Konjunktur in den Griff bekommen und dürfte nun die Fiskalpolitik weiter lockern. Der Binnenmarkt sei stark und dürfte eine wichtige Wachstumssäule darstellen. Volkswirte würden allgemein mit einer weichen Landung der chinesischen Wirtschaft rechnen. Darauf würden auch die jüngsten Wirtschaftsdaten hindeuten. Somit sollten auch die weiteren Perspektiven für Australien gut bleiben, auch wenn die jüngste Entwicklung eher etwas schwächer gewesen sei.
Die Staatsverschuldung liege in Australien bei lediglich etwa 10% des BIPs (zum Vergleich: in Deutschland seien es knapp 80%). Ein Zahlungsausfall Australiens sei somit sehr unwahrscheinlich.
Der Aussie zähle weiterhin zu den weltweit stabilsten Weltwährungen. Zwar bestehe grundsätzlich ein Währungsrisiko, doch eine größere Abwertungsgefahr des Euro gegenüber dem AUD sehe man momentan nicht. Im Gegenteil, der AUD könnte gegenüber dem Euro durchaus noch weiter zulegen, was die Rendite der Währungsanleihe zusätzlich steigern würde. Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Australien nach wie vor für eine sehr gute Alternative zu Staatsanleihen von Top-gerateten Emittenten. (Analyse vom 12.11.2012) (12.11.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


