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Air Berlin-Anleihe für Risikobewusste
08.11.11 12:03
EURO am Sonntag
München (anleihencheck.de) - Für die Experten der "EURO am Sonntag" ist die von Air Berlin emittierte Unternehmensanleihe (ISIN DE000AB100C2 / WKN Ab100C) ein attraktiver Bond für risikobewusste Anleger.
Psychologie beeinflusse den Markt. Dies habe auch Air Berlin unlängst erfahren müssen. Als Vorstand und Firmengründer Joachim Humbold am 1. September 2011 seinen Rücktritt bekannt gegeben habe, sei der Kurs der ausstehenden Anleihen um 20% eingebrochen. Warum?
In den letzten drei Jahren habe Humbold stets versprochen, schwarze Zahlen zu präsentieren. Dies sei jedoch nie der Fall gewesen. Allerdings hätten ihm dass die Bondholder nicht übel genommen, denn sie hätten an ihn geglaubt. Sein Nachfolger Hartmut Mehdorn genieße diesen Glaubensvorschuss nicht. Der Markt blicke seit dem Wechsel wieder auf die Zahlen und diese würden ein altbekanntes Bild zeigen: Verluste. Im ersten Halbjahr habe sich das Konzernergebnis auf -163,9 Mio. Euro belaufen. Die Eigenkapitalquote liege bei 11,7% und die Nettofinanzschulden bei 346 Mio. Euro. Dieses Zahlenwerk entspreche einem Unternehmen, welches sich in Schwierigkeiten befinde und der Zinskupon der neuen Anleihe spiegle dies wider.
Bei einer Laufzeit bis November 2014 biete die Anleihe einen Kupon von 11,5%, was bei einem aktuellen Kurs von 99,75% einer Rendite von 11,6% entspreche.
Allerdings sei durch die erfolgreiche Neuemission wieder Geld in die Kassen gespült worden, welches nun für die eingeleitete Sanierung des Unternehmens verwendet werden könne. Ob dies gelinge, werde sich in den nächsten Jahren zeigen.
Für Anleger, die sich der Risiken bewusst sind, ist die oben genannte Air-Berlin-Anleihe dennoch interessant, so die Experten der "EURO am Sonntag". (Ausgabe 45) (08.11.2011/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Psychologie beeinflusse den Markt. Dies habe auch Air Berlin unlängst erfahren müssen. Als Vorstand und Firmengründer Joachim Humbold am 1. September 2011 seinen Rücktritt bekannt gegeben habe, sei der Kurs der ausstehenden Anleihen um 20% eingebrochen. Warum?
In den letzten drei Jahren habe Humbold stets versprochen, schwarze Zahlen zu präsentieren. Dies sei jedoch nie der Fall gewesen. Allerdings hätten ihm dass die Bondholder nicht übel genommen, denn sie hätten an ihn geglaubt. Sein Nachfolger Hartmut Mehdorn genieße diesen Glaubensvorschuss nicht. Der Markt blicke seit dem Wechsel wieder auf die Zahlen und diese würden ein altbekanntes Bild zeigen: Verluste. Im ersten Halbjahr habe sich das Konzernergebnis auf -163,9 Mio. Euro belaufen. Die Eigenkapitalquote liege bei 11,7% und die Nettofinanzschulden bei 346 Mio. Euro. Dieses Zahlenwerk entspreche einem Unternehmen, welches sich in Schwierigkeiten befinde und der Zinskupon der neuen Anleihe spiegle dies wider.
Allerdings sei durch die erfolgreiche Neuemission wieder Geld in die Kassen gespült worden, welches nun für die eingeleitete Sanierung des Unternehmens verwendet werden könne. Ob dies gelinge, werde sich in den nächsten Jahren zeigen.
Für Anleger, die sich der Risiken bewusst sind, ist die oben genannte Air-Berlin-Anleihe dennoch interessant, so die Experten der "EURO am Sonntag". (Ausgabe 45) (08.11.2011/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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