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Solar Millennium-Anleihe: Erste Klage von Anleihen-Investoren
08.05.12 11:27
anleihencheck.de
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Im Fall der insolventen Solar Millennium AG wurde jetzt beim Landgericht Nürnberg-Fürth eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht.
Vertreten werden die 18 Kläger, die seinerzeit in eine Inhaberschuldverschreibung (ISIN DE000A1C94H2 / WKN A1C94H) der Solar Millennium AG insgesamt 315.000 Euro investiert hatten, durch die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht in Bremen.
"Viele Anleger haben sich von der vermeintlichen Erfolgsstory des Unternehmens blenden lassen", ist Jan-Henning Ahrens, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner überzeugt. Schon bei Emission der Anleihen hätten erhebliche Zweifel an der Plausibilität der in der Vergangenheit von Solar Millennium behaupteten positiven Geschäftsentwicklung bestanden.
Alles in allem hatte die Solar Millennium AG Inhaber-Schuldverschreibungen im Nennwert von 290 Millionen Euro begeben, wovon noch 270 Millionen Euro offen sind, also getilgt werden müssen. Die Vermittlung dieser Zinspapiere übernahm die Solar Invest AG, die nach gegenwärtigem Stand nicht insolvent ist.
Die Klage der 18 Investoren richtet sich gegen die Gründungsgesellschafter des Unternehmens sowie die Prospektverantwortlichen. In der Klageschrift werden mehr als zehn Fehler im Emissionsprospekt aufgelistet. "Angesichts derer halten wir die Erfolgschancen unserer Mandanten für sehr gut", sagt Fachanwalt Ahrens. Er gehe davon aus, dass die im Prospekt genannten Erfolgsaussichten des Unternehmens in weiten Teilen vom Prinzip Hoffnung geprägt waren und weniger von nachprüfbaren Fakten. "Der Prospekt enthält nicht einmal einen nachvollziehbaren Businessplan", wundert sich Ahrens. (08.05.2012/alc/n/a)
Vertreten werden die 18 Kläger, die seinerzeit in eine Inhaberschuldverschreibung (ISIN DE000A1C94H2 / WKN A1C94H) der Solar Millennium AG insgesamt 315.000 Euro investiert hatten, durch die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht in Bremen.
Alles in allem hatte die Solar Millennium AG Inhaber-Schuldverschreibungen im Nennwert von 290 Millionen Euro begeben, wovon noch 270 Millionen Euro offen sind, also getilgt werden müssen. Die Vermittlung dieser Zinspapiere übernahm die Solar Invest AG, die nach gegenwärtigem Stand nicht insolvent ist.
Die Klage der 18 Investoren richtet sich gegen die Gründungsgesellschafter des Unternehmens sowie die Prospektverantwortlichen. In der Klageschrift werden mehr als zehn Fehler im Emissionsprospekt aufgelistet. "Angesichts derer halten wir die Erfolgschancen unserer Mandanten für sehr gut", sagt Fachanwalt Ahrens. Er gehe davon aus, dass die im Prospekt genannten Erfolgsaussichten des Unternehmens in weiten Teilen vom Prinzip Hoffnung geprägt waren und weniger von nachprüfbaren Fakten. "Der Prospekt enthält nicht einmal einen nachvollziehbaren Businessplan", wundert sich Ahrens. (08.05.2012/alc/n/a)


