RWE wieder gefangen - Anleihenews


21.09.15 11:00
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Versorger galten lange Jahre als defensives Investment, so die Börse Stuttgart.

Spekulationen über fehlende 30 Milliarden Euro an Rückstellungen für den Rückbau von Atomkraftwerken hätten den Aktienkurs von RWE nun aber am Dienstag um 10 Prozent einbrechen lassen. Nachdem die Regierung diese Zahlen dementiert habe, sei es zu einer deutlichen Kurserholung gekommen. Auch die Anleihen von RWE, EnBW und E.ON hätten zunächst deutlich verloren.

An der Börse Stuttgart hätten sich Anleger insbesondere von dem zum 28.09.2015 gekündigten Hybridtitel (ISIN XS0542298012 / WKN A1EWR0) von RWE getrennt. Auch der in US-Dollar notierende nachrangige Bond (ISIN XS1254119750 / WKN A13SHX) mit einem Kupon von 6,625 Prozent sowie die bis 2075 laufende nachrangige Anleihe (ISIN XS1219499032 / WKN A14KAB) des Energiekonzerns, ausgestattet mit einem Kupon von 3,5 Prozent p.a., seien extrem unter Druck geraten.

Analog der Entwicklung der Aktien sei auch bei diesen Titeln eine leichte Erholung eingetreten, nachdem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie darauf hingewiesen habe, dass die Stresstests noch nicht abgeschlossen seien. Zudem sei Mitte der Woche ein deutlicher Anstieg bei den Ölpreisen zu verzeichnen gewesen, nachdem ein überraschender Rückgang der US-Rohöllagerbestände gemeldet worden sei. (Ausgabe 36 vom 18.09.2015) (21.09.2015/alc/n/a)