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Neue Kupon-Korridor-Anleihe auf den DAX: Immer schön in der Spur bleiben
08.08.12 11:54
ZertifikateAnleger
Kiel (www.anleihencheck.de) - Entweder-oder heißt es bei einer Anleihe (ISIN DE000LBB1J23 / WKN LBB1J2) der Landesbank Berlin auf den DAX, so die Experten vom "ZertifikateAnleger".
Sie stelle Anlegern einen Zinskupon von 3,5 Prozent für jedes der fünf Laufzeitjahre in Aussicht. Diesen würden die Besitzer aber nur erhalten, wenn der Index stets innerhalb eines Korridors notiere.
Als Anlagechance mit Null-Risiko seien Kapitalschutzzertifikate einst bezeichnet worden. Das das nicht ganz stimme, habe sich seit dem Lehman-Crash herumgesprochen, denn auch bei diesen Produkten trage allein der Besitzer das Risiko, dass der Emittent am Ende nicht in der Lage sei, die jeweilige Schuldverschreibung zu tilgen. Davon abgesehen gebe es bei Fälligkeit einen fest stehenden Betrag zurück, oft den vollen Nennwert. Aber wie sehe es mit der Renditechance aus?
Bei einer neuen Kupon-Korridor-Anleihe auf den DAX stelle die Landesbank Berlin den Käufern einen Zinskupon in Höhe von 3,5 Prozent per anno in Aussicht. Das sei mehr als der sichere Marktzins. Der Haken: Die Auszahlung des Kupons sei an eine Bedingung geknüpft.
So müsse während des vorausgegangenen Laufzeitjahres der Schlusskurs des DAX an allen Tagen zwischen 70 Prozent und 125 Prozent des Indexwertes bei Emission notieren. Habe der Index nur an einem Tag außerhalb dieses Zielkorridors gelegen, entfalle die Verzinsung für die Periode.
Im Optimalfall würden Käufer der Anleihe für alle fünf Laufzeitjahre den Zinskupon erhalten. Bei ungünstiger Marktentwicklung würden sie für keine Periode Zinsen erhalten.
Letzteres wäre auch deswegen unerfreulich, weil diejenigen, die das Produkt zeichnen würden, einen Ausgabeaufschlag in Höhe von zwei Prozent bezahlen müssten. Diesen eingerechnet würden sie in einem solchen Szenario weniger Geld herausbekommen, als sie eingesetzt hätten.
Zur Rückzahlung des Nennbetrags verpflichte sich die Bank nur bei Fälligkeit. Wer die Anleihe während der Laufzeit verkaufen wolle, müsse möglicherweise einen Preis unter Nennwert akzeptieren.
Die lange Laufzeit sollten Anleger daher aus doppeltem Grund kritisch sehen: Schwanke der DAX über den Korridor hinaus, gebe es keinen Kupon, und das Kapital sei bis zur Fälligkeit unter Umständen noch lange gebunden. (Ausgabe 16 vom 07.08.2012) (08.08.2012/alc/n/a)
Sie stelle Anlegern einen Zinskupon von 3,5 Prozent für jedes der fünf Laufzeitjahre in Aussicht. Diesen würden die Besitzer aber nur erhalten, wenn der Index stets innerhalb eines Korridors notiere.
Als Anlagechance mit Null-Risiko seien Kapitalschutzzertifikate einst bezeichnet worden. Das das nicht ganz stimme, habe sich seit dem Lehman-Crash herumgesprochen, denn auch bei diesen Produkten trage allein der Besitzer das Risiko, dass der Emittent am Ende nicht in der Lage sei, die jeweilige Schuldverschreibung zu tilgen. Davon abgesehen gebe es bei Fälligkeit einen fest stehenden Betrag zurück, oft den vollen Nennwert. Aber wie sehe es mit der Renditechance aus?
Bei einer neuen Kupon-Korridor-Anleihe auf den DAX stelle die Landesbank Berlin den Käufern einen Zinskupon in Höhe von 3,5 Prozent per anno in Aussicht. Das sei mehr als der sichere Marktzins. Der Haken: Die Auszahlung des Kupons sei an eine Bedingung geknüpft.
Im Optimalfall würden Käufer der Anleihe für alle fünf Laufzeitjahre den Zinskupon erhalten. Bei ungünstiger Marktentwicklung würden sie für keine Periode Zinsen erhalten.
Letzteres wäre auch deswegen unerfreulich, weil diejenigen, die das Produkt zeichnen würden, einen Ausgabeaufschlag in Höhe von zwei Prozent bezahlen müssten. Diesen eingerechnet würden sie in einem solchen Szenario weniger Geld herausbekommen, als sie eingesetzt hätten.
Zur Rückzahlung des Nennbetrags verpflichte sich die Bank nur bei Fälligkeit. Wer die Anleihe während der Laufzeit verkaufen wolle, müsse möglicherweise einen Preis unter Nennwert akzeptieren.
Die lange Laufzeit sollten Anleger daher aus doppeltem Grund kritisch sehen: Schwanke der DAX über den Korridor hinaus, gebe es keinen Kupon, und das Kapital sei bis zur Fälligkeit unter Umständen noch lange gebunden. (Ausgabe 16 vom 07.08.2012) (08.08.2012/alc/n/a)
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