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Europäischer Anleihenmarkt Weihnachtsgeschenk der EZB
23.01.12 13:13
Nordea
Stockholm (anleihencheck.de) - Wenngleich sich die Europäische Zentralbank trotz wachsenden Drucks noch nicht zum umfangreichen Aufkauf von Anleihen verpflichtete, kündigte sie Anfang Dezember auf ihrer geldpolitischen Sitzung an, dass sie Banken über einen Zeitraum von drei Jahren für die Haltedauer zum durchschnittlichen EZB-Leitzins (derzeit 1%) Geld leihen wird, so die Analysten der Nordea Bank S.A.
Dadurch könnten die Banken Geld von der EZB leihen und kurzfristige Anleihen mit einem Renditeaufschlag kaufen. Falls sie die Anleihen bis zur Fälligkeit halten würden, könnten die Banken einen Gewinn erwirtschaften, der ihnen helfen werde, sich zu rekapitalisieren (der europäische Bankensektor müsse 2012 etwa 700 Milliarden EUR refinanzieren).
Dieses Geschäft sei nicht ohne Risiko: Wenn Banken Anleihen kaufen würden, die schließlich im Zahlungsausfall enden würden, führe dies zu Verlusten. Diese Maßnahme sei bisher besonders bei kurzfristigen Staatsanleihen aus den Peripherieländern des Euroraums erfolgreich gewesen, z. B. seien die Renditen zweijähriger italienischer Anleihen von über 7% auf unter 5% gefallen und die Rendite spanischer Anleihen sei von mehr als 6% auf unter 3,5% gefallen.
Wenn der Staatsanleihenmarkt im Euroraum nun zur Ruhe komme, sei der nächste Schritt die Suche nach dem Renditeaufschlag. Obwohl diese die Renditekurve in Italien, Spanien und Belgien abflachen könnte, sei es nach Meinung der Analysten noch zu früh, um in längerfristigen Anleihen der Peripherieländer anzulegen.
Auf dem dänischen Markt für Hypothekenanleihen habe es eine Neuemission gegeben. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte emittiere eine dänische Hypothekenanstalt eine 3,5%-Kuponanleihe mit 30 Jahren Laufzeit und Fälligkeit 2044. Diese Anleihe werde nur mit einem Ablöseprofil für die Annuität begeben, d. h. das Risiko einer vorzeitigen Rückzahlung in den nächsten 30 Jahren sei von 5% auf geschätzte 25% gestiegen.
Ein Drittel unserer Hypothekenanleihen sind 30-jährige 5%-Papiere und zwei Drittel 30-jährige 4%-Papiere, da diese Kombination einen ansehnlichen Renditeaufschlag im Vergleich zu kurzfristigeren Anleihen bietet, so die Analysten der Nordea Bank S.A.
Bei der Vermögensallokation seien die Analysten bei Anleihen neutral gewichtet und in Bezug auf die Duration untergewichtet. Sie seien bei den einzelnen Arten von Staatsanleihen, Hypothekenanleihen und Unternehmensanleihen neutral gewichtet und hätten einen Teil ihres Engagements in Italien und Spanien gewinnbringend verkauft. (Ausgabe Januar 2012) (23.01.2012/alc/m/a)
Dadurch könnten die Banken Geld von der EZB leihen und kurzfristige Anleihen mit einem Renditeaufschlag kaufen. Falls sie die Anleihen bis zur Fälligkeit halten würden, könnten die Banken einen Gewinn erwirtschaften, der ihnen helfen werde, sich zu rekapitalisieren (der europäische Bankensektor müsse 2012 etwa 700 Milliarden EUR refinanzieren).
Dieses Geschäft sei nicht ohne Risiko: Wenn Banken Anleihen kaufen würden, die schließlich im Zahlungsausfall enden würden, führe dies zu Verlusten. Diese Maßnahme sei bisher besonders bei kurzfristigen Staatsanleihen aus den Peripherieländern des Euroraums erfolgreich gewesen, z. B. seien die Renditen zweijähriger italienischer Anleihen von über 7% auf unter 5% gefallen und die Rendite spanischer Anleihen sei von mehr als 6% auf unter 3,5% gefallen.
Auf dem dänischen Markt für Hypothekenanleihen habe es eine Neuemission gegeben. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte emittiere eine dänische Hypothekenanstalt eine 3,5%-Kuponanleihe mit 30 Jahren Laufzeit und Fälligkeit 2044. Diese Anleihe werde nur mit einem Ablöseprofil für die Annuität begeben, d. h. das Risiko einer vorzeitigen Rückzahlung in den nächsten 30 Jahren sei von 5% auf geschätzte 25% gestiegen.
Ein Drittel unserer Hypothekenanleihen sind 30-jährige 5%-Papiere und zwei Drittel 30-jährige 4%-Papiere, da diese Kombination einen ansehnlichen Renditeaufschlag im Vergleich zu kurzfristigeren Anleihen bietet, so die Analysten der Nordea Bank S.A.
Bei der Vermögensallokation seien die Analysten bei Anleihen neutral gewichtet und in Bezug auf die Duration untergewichtet. Sie seien bei den einzelnen Arten von Staatsanleihen, Hypothekenanleihen und Unternehmensanleihen neutral gewichtet und hätten einen Teil ihres Engagements in Italien und Spanien gewinnbringend verkauft. (Ausgabe Januar 2012) (23.01.2012/alc/m/a)


