Bund- und Treasury-Renditen in die Höhe geklettert


08.02.12 10:41
BayernLB

München (anleihencheck.de) - Die Verhandlungen über weitere Einschnitte in Griechenland kommen voran, so die Analysten der BayernLB.

Ein schriftlicher Entwurf der ausgehandelten Punkte sei den Parteichefs zur Unterschrift vorgelegt worden. Das geplante Treffen mit den Parteichefs sei allerdings abermals verschoben worden, auf heute. Bei einer Einigung in Athen über die Auflagen für das zweite Rettungspaket wolle die Bundesregierung schnell reagieren. Das Euro-Gruppentreffen zu Griechenland könne bereits am Donnerstag stattfinden. Der Bundestag stände auch in der sitzungsfreien kommenden Woche bereit, über Griechenlandhilfen zu entscheiden. Erforderlich seien zwei Abstimmungen, eine über neue Hilfskredite für Griechenland (etwa 100 Mrd. Euro) und eine andere über die Garantie, die private Gläubiger nach einem Schuldenschnitt für die umgewandelten neuen Anleihen über die EFSF erhalten sollten (ca. 30 Mrd. Euro).

Bund- und Treasury-Renditen seien vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Einigung in Griechenland über alle Laufzeiten in die Höhe geklettert - 10J Bunds bis knapp vor 2,0% - und die Kurve habe sich vom langen Ende her versteilt. 10J Spreads zu Frankreich, Österreich, Belgien, aber auch zur südlichen Peripherie hätten sich eingeengt, 10J GGBs mit aktuell knapp 50 Bp am stärksten. Bei anhaltend positivem Nachrichtenfluss aus Griechenland dürften 10J Bunds heute einen Durchbruchsversuch der 2% Marke starten - mit guter Aussicht auf Erfolg.

Die Warenexporte im Euroraum seien im Dezember spürbar gesunken. Die hohe Unsicherheit durch die Schuldenkrise dürfte insbesondere die Nachfrage aus den europäischen Ländern gebremst haben.

Nach Angaben von Bernanke gestern vor dem Haushaltsausschuss des Senats bleibe die Erholung des Arbeitsmarkts trotz des guten Arbeitsmarktberichts vom Freitag quälend langsam. Die Arbeitslosenrate von 8,3% unterzeichne die Schwäche. Andere Indikatoren wie die Unterbeschäftigung müssten ebenfalls beachtet werden. Bernanke habe die Aussage wiederholt, dass der Leitzins wohl mindestens bis Ende 2014 nahe Null bleiben werde. (08.02.2012/alc/m/a)






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