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Bondmärkte Bankentitel im Epizentrum, gute Unternehmensanleihen gesucht
10.02.12 12:11
Baader Bank
Unterschleissheim (anleihencheck.de) - Die erhoffte Lösung und mögliche Zugeständnisse der Europäischen Zentralbank bei den Verhandlungen um einen Schuldenschnitt haben bei den Kursen europäischer Banken für Rückenwind gesorgt, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Vor diesem Hintergrund hätten insbesondere Bonds von stark in Hellas engagierten Banken wieder Boden gutmachen können. Habe die Anleihe (ISIN DE000CZ226Y9 / WKN CZ226Y) (22.03.2017) der Commerzbank im November letzten Jahres noch bei ca. 93% notiert, so habe sich der Kurs im Februar dieses Jahres auf über 102% erholen können. Auch andere Titel der Commerzbank (ISIN DE000CB83CE3 / WKN CB83CE) (22.3.2019) und (ISIN DE000CB83CF0 / WKN CB83CF) (16.3.2021) hätten sich ebenfalls von ihren Tiefstständen im November von ca. 65% auf ca. 85% bzw. ca. 89,00% erholen können.
Aber auch aus anderen Gründen hätten Anleihen von Banken im Fokus der Anleger gestanden. Eine besondere Art der Entschuldung sei von der UniCredit Bank (ISIN IT0004781412 / WKN A1JRZM) initiiert worden. Nicht zum Wohle des Altinvestors, aber als Möglichkeit günstig die Eigenkapitaldecke zu stärken, habe man sich entschieden, diverse Wertpapiere ohne festes Rückzahlungsdatum (Perpetual Bonds) zu den aktuell günstigen Kursen zurückzukaufen.
Ein entsprechendes Rückkaufsangebot sei u.a. für Bonds im Wert von nominal ca. 3,4 Mrd. EUR und ca. 1,1 Mrd. GBP zu Kursen zwischen 50% und 87% gestartet worden. Die Akzeptanz der Investoren sei sehr unterschiedlich gewesen. Die Vorgehensweise der Banken, die die Marktsituation für sich nutzen würden, habe vielen Anlegern deutlich vor Augen geführt, dass sie mit ihren Investments in unbesicherten Anleihen und unendlicher Laufzeit mit dem Feuer gespielt hätten.
Die Krise in Griechenland wolle einfach nicht enden. Ultimatum um Ultimatum verstreiche und man komme der Lösung nicht näher. Oft dränge sich der Eindruck auf, dass die Verschärfung der Rahmenbedingungen die einzige und letzte Möglichkeit der Politik sei, die Sache zu beenden. Manches erinnere an die Finanzkrise 2008, als man Lehman geopfert habe, um Stärke zu demonstrieren. Dies könne auch im Falle Griechenlands passieren. Die bisher bereit gestellten Gelder könnten dann zur Sicherung der Altschulden verwendet werden.
Klaus Stopp bei der Baader Bank möchte diese Lösung nicht herbei reden, aber es wäre eine Warnung an die anderen Wackelkandidaten und das Vertrauen in die Politik würde gestärkt. Allerdings müsste man erreichen, dass Griechenland selbst und eigenverantwortlich das Handtuch werfe. Denn die Uneinigkeit der hellenischen Parteien sei auch unter dem Aspekt des Wahlkampfes nicht förderlich für eine tragfähige Lösung.
Momentan sei der Unterschied zwischen Banken und Hedgefonds fast fließend, denn Banken würden sich in großem Stil Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen, davon Wertpapiere kaufen und diese wieder als Sicherheit hinterlegen, Geld aufnehmen, Wertpapiere kaufen usw. Eigentlich könnte man sagen: "Das war doch von der EZB so gewünscht." Das sei aber nur zum Teil richtig. Die EZB lagere über die Bereitstellung des billigen Geldes über einen längeren Zeitraum die Risiken aus. Dies sei der große Unterschied zur Amerikanischen Notenbank, die inzwischen nominal über 2 Billionen US-Dollar als Anleihen in ihren Büchern habe.
Die EZB sei aktuell mit ca. 500 Mrd. EUR dabei, aber mit den bisherigen und zukünftigen langfristigen Tendern greife sie in ähnlichem Maße in die Märkte ein. Dass die Banken nun den Hebel ansetzen, birge unkalkulierbare Risiken in sich. Die Geschichte werde nur dann gut enden, wenn die Politik den Flächenbrand in Euroland verhindern könne. Aber sich darauf zu verlassen, könne schlimm enden.
Man könne es zwar fast nicht mehr hören, aber dennoch sei es Fakt, dass die Ratingagenturen die Finanzmärkte weltweit beherrschen würden. Deutschland stehe zwar aktuell noch mit einer sauberen Weste da, aber in Anbetracht der vielen Bürgschaften wird meines Erachtens auch Deutschland im Herbst nicht mehr mit AAA/stabil bewertet würden. Europa werde von den drei "Großen" vorgeführt und habe bislang kein wirksames Mittel gefunden sich dagegen zu wehren. Ohne Widerstand unterwerfe man sich demutsvoll den Bewertungen dieser "unabhängig handelnden" Unternehmen. Die einzige Antwort seitens der Politik sei bisher gewesen, sich schmollend in die Ecke zurückzuziehen und Pläne für eine eigene europäische Ratingagentur zu erstellen.
Den Amerikanern müsse klargemacht werden, dass man im gleichen Boot sitze und lediglich eine vernünftige, gemeinsame Vorgehensweise noch verhindern könne, was die kleine Ratingagentur Sean Egan prophezeie. Nach deren Meinung hätten Europa und die USA ihre Bonität eingebüßt und seien somit nicht mehr kreditwürdig. Es sei eine historisch einzigartige Situation, dass die wichtigen Industrienationen Japan und USA nicht mehr kreditwürdig seien. Erste Schlussfolgerungen seien seitens Sean Egan bereits verkündet worden. Deutschland sei herabgestuft worden und das werde auch in anderen Häusern die Denkweise verändern. Somit sei es nur eine Frage der Zeit, bis man warnend den Finger heben und anschließend den Daumen senken werde.
Was habe American Football mit der Börse zu tun? Eigentlich nichts. Doch findige Analysten hätten einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Ausgang des American Football Finales und dem Verlauf der Aktienmärkte hergestellt. Stamme das Siegerteam aus der National Football Conference (NFC) sei die Börse überdurchschnittlich deutlich gestiegen. Schlecht sehe es dagegen aus, wenn die Mannschaft des American Football Conference (AFC) gesiegt habe. Nach 29 von 45 Spielen seit 1967, in denen ein NFC-Gewinner vom Platz gegangen sei, habe der Dow Jones mit einem Plus geschlossen. Das entspreche einer Trefferquote von 64,4 Prozent.
Nachdem am Sonntag die New Yorker Giants (NFC) die New England Patriots (AFC) geschlagen hätten, würden die Aktienanleger nach dem Verlustjahr 2011 auf ein Prädikatsjahr hoffen. Steigende Aktienkurse seien nicht immer gut für die Rentenmärkte. Doch dem abergläubischen Anleger sei es nicht entgangen, dass diese Paarung im Jahr 2008 schon einmal auf dem Platz gestanden habe. Auch damals seien die New York Giants gesiegt. Doch hier habe die alte Regel nicht gegriffen. Ganz im Gegenteil. Die Börsenturbulenzen nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers hätten den Aktienanleger viel Geld gekostet. So habe der DAX in diesem Jahr mehr als 40 Prozent seines Wertes verloren. Der Rex Performanceindex, der die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen messe, gewann dagegen 10,2 Prozent. Die Anleiheninvestoren dürfen also auf ein weiteres positives Rentenjahr hoffen.
In dieser Woche habe sich der Primärmarkt unbeeindruckt gezeigt von der erneuten Unsicherheit über die Einigung eines neuen Sparprogramms in Griechenland. Neue Anleihen hätten reißenden Absatz gefunden und die Risikobereitschaft der Investoren habe deutlich zugenommen. Die erfolgreiche Platzierung zahlreicher High-Yield Emissionen untermauere dieses Anlegerverhalten.
So habe die Unternehmensgruppe Haniel bereits in der vergangenen Woche problemlos 400 Mio. EUR am Kapitalmarkt aufnehmen können. Die Anleihe habe eine Nominalverzinsung von 6,25% und eine Laufzeit von sechs Jahren. Die Nachfrage nach dieser Anleihe sei so groß gewesen, dass bei Zeichnungsschluss Gebote über 5 Mrd. EUR vorlegen häten. Mit der Begebung dieser Anleihe sei gleichzeitig ein öffentliches Rückkaufangebot für eine 2014 auslaufende Anleihe im Volumen von 300 Mio. EUR gestartet worden. Das Unternehmen werde mit Ba1/BB+ benotet.
Ebenso gut aufgenommen worden seien die Neuemission des deutschen Maschinenbaukonzerns und Automobilzulieferers Schaeffler. Die Unternehmensgruppe habe zwei EUR-Tranchen mit einem Volumen von insgesamt 1,2 Mrd. EUR platziert. Die beiden Anleihen würden in 2017 bzw. 2019 zurückbezahlt und sich mit 7,75% respektive 8,75% verzinsen. Ebenso wie Haniel sei Schaeffler im "Junk Bereich" bewertet. Das aktuelle Rating liege bei B1.
Aber auch im Investmentgradebereich habe es zahlreiche Neuemissionen gegeben, vor allem im TMT-Sektor.
Der Telekommunikationskonzern TeliaSonera AB habe 750 Mio. EUR bei einer Laufzeit von zwölf Jahren eingesammelt. Das Unternehmen habe seinen Investoren einen Zinssatz von 3,625% bieten müssen, um die Anleihe platzieren zu können. Das Rating falle mit A2/A- solide aus.
Sehr guten Absatz habe auch die Neuemission der spanischen Telefónica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) gefunden. Obwohl das Unternehmen mit 1,5 Mrd. EUR einen überdurchschnittlich hohen Kapitalbedarf signalisiert habe, habe sich die Anleihe sehr gut behaupten und sogar ein Kursplus verzeichnen können. Die Anleihe habe einen Kupon von 4.797% und wird in 2018 zurückbezahlt. Das Rating betrage Baa1/BBB+.
Und nicht zuletzt habe der Versicherungskonzern Allianz AG (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) eine 1,5 Mrd. EUR schwere Anleihe mit Laufzeit 2022 begeben können. Der Bond werde mit 3,5% verzinst und werde mit A3 geratet. Für die meisten Privatanleger werde die Emission leider keine Alternative sein, da der Mindestanlagebetrag 100.000 EUR betrage. (10.02.2012/alc/m/a)
Vor diesem Hintergrund hätten insbesondere Bonds von stark in Hellas engagierten Banken wieder Boden gutmachen können. Habe die Anleihe (ISIN DE000CZ226Y9 / WKN CZ226Y) (22.03.2017) der Commerzbank im November letzten Jahres noch bei ca. 93% notiert, so habe sich der Kurs im Februar dieses Jahres auf über 102% erholen können. Auch andere Titel der Commerzbank (ISIN DE000CB83CE3 / WKN CB83CE) (22.3.2019) und (ISIN DE000CB83CF0 / WKN CB83CF) (16.3.2021) hätten sich ebenfalls von ihren Tiefstständen im November von ca. 65% auf ca. 85% bzw. ca. 89,00% erholen können.
Aber auch aus anderen Gründen hätten Anleihen von Banken im Fokus der Anleger gestanden. Eine besondere Art der Entschuldung sei von der UniCredit Bank (ISIN IT0004781412 / WKN A1JRZM) initiiert worden. Nicht zum Wohle des Altinvestors, aber als Möglichkeit günstig die Eigenkapitaldecke zu stärken, habe man sich entschieden, diverse Wertpapiere ohne festes Rückzahlungsdatum (Perpetual Bonds) zu den aktuell günstigen Kursen zurückzukaufen.
Ein entsprechendes Rückkaufsangebot sei u.a. für Bonds im Wert von nominal ca. 3,4 Mrd. EUR und ca. 1,1 Mrd. GBP zu Kursen zwischen 50% und 87% gestartet worden. Die Akzeptanz der Investoren sei sehr unterschiedlich gewesen. Die Vorgehensweise der Banken, die die Marktsituation für sich nutzen würden, habe vielen Anlegern deutlich vor Augen geführt, dass sie mit ihren Investments in unbesicherten Anleihen und unendlicher Laufzeit mit dem Feuer gespielt hätten.
Die Krise in Griechenland wolle einfach nicht enden. Ultimatum um Ultimatum verstreiche und man komme der Lösung nicht näher. Oft dränge sich der Eindruck auf, dass die Verschärfung der Rahmenbedingungen die einzige und letzte Möglichkeit der Politik sei, die Sache zu beenden. Manches erinnere an die Finanzkrise 2008, als man Lehman geopfert habe, um Stärke zu demonstrieren. Dies könne auch im Falle Griechenlands passieren. Die bisher bereit gestellten Gelder könnten dann zur Sicherung der Altschulden verwendet werden.
Klaus Stopp bei der Baader Bank möchte diese Lösung nicht herbei reden, aber es wäre eine Warnung an die anderen Wackelkandidaten und das Vertrauen in die Politik würde gestärkt. Allerdings müsste man erreichen, dass Griechenland selbst und eigenverantwortlich das Handtuch werfe. Denn die Uneinigkeit der hellenischen Parteien sei auch unter dem Aspekt des Wahlkampfes nicht förderlich für eine tragfähige Lösung.
Momentan sei der Unterschied zwischen Banken und Hedgefonds fast fließend, denn Banken würden sich in großem Stil Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen, davon Wertpapiere kaufen und diese wieder als Sicherheit hinterlegen, Geld aufnehmen, Wertpapiere kaufen usw. Eigentlich könnte man sagen: "Das war doch von der EZB so gewünscht." Das sei aber nur zum Teil richtig. Die EZB lagere über die Bereitstellung des billigen Geldes über einen längeren Zeitraum die Risiken aus. Dies sei der große Unterschied zur Amerikanischen Notenbank, die inzwischen nominal über 2 Billionen US-Dollar als Anleihen in ihren Büchern habe.
Die EZB sei aktuell mit ca. 500 Mrd. EUR dabei, aber mit den bisherigen und zukünftigen langfristigen Tendern greife sie in ähnlichem Maße in die Märkte ein. Dass die Banken nun den Hebel ansetzen, birge unkalkulierbare Risiken in sich. Die Geschichte werde nur dann gut enden, wenn die Politik den Flächenbrand in Euroland verhindern könne. Aber sich darauf zu verlassen, könne schlimm enden.
Man könne es zwar fast nicht mehr hören, aber dennoch sei es Fakt, dass die Ratingagenturen die Finanzmärkte weltweit beherrschen würden. Deutschland stehe zwar aktuell noch mit einer sauberen Weste da, aber in Anbetracht der vielen Bürgschaften wird meines Erachtens auch Deutschland im Herbst nicht mehr mit AAA/stabil bewertet würden. Europa werde von den drei "Großen" vorgeführt und habe bislang kein wirksames Mittel gefunden sich dagegen zu wehren. Ohne Widerstand unterwerfe man sich demutsvoll den Bewertungen dieser "unabhängig handelnden" Unternehmen. Die einzige Antwort seitens der Politik sei bisher gewesen, sich schmollend in die Ecke zurückzuziehen und Pläne für eine eigene europäische Ratingagentur zu erstellen.
Was habe American Football mit der Börse zu tun? Eigentlich nichts. Doch findige Analysten hätten einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Ausgang des American Football Finales und dem Verlauf der Aktienmärkte hergestellt. Stamme das Siegerteam aus der National Football Conference (NFC) sei die Börse überdurchschnittlich deutlich gestiegen. Schlecht sehe es dagegen aus, wenn die Mannschaft des American Football Conference (AFC) gesiegt habe. Nach 29 von 45 Spielen seit 1967, in denen ein NFC-Gewinner vom Platz gegangen sei, habe der Dow Jones mit einem Plus geschlossen. Das entspreche einer Trefferquote von 64,4 Prozent.
Nachdem am Sonntag die New Yorker Giants (NFC) die New England Patriots (AFC) geschlagen hätten, würden die Aktienanleger nach dem Verlustjahr 2011 auf ein Prädikatsjahr hoffen. Steigende Aktienkurse seien nicht immer gut für die Rentenmärkte. Doch dem abergläubischen Anleger sei es nicht entgangen, dass diese Paarung im Jahr 2008 schon einmal auf dem Platz gestanden habe. Auch damals seien die New York Giants gesiegt. Doch hier habe die alte Regel nicht gegriffen. Ganz im Gegenteil. Die Börsenturbulenzen nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers hätten den Aktienanleger viel Geld gekostet. So habe der DAX in diesem Jahr mehr als 40 Prozent seines Wertes verloren. Der Rex Performanceindex, der die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen messe, gewann dagegen 10,2 Prozent. Die Anleiheninvestoren dürfen also auf ein weiteres positives Rentenjahr hoffen.
In dieser Woche habe sich der Primärmarkt unbeeindruckt gezeigt von der erneuten Unsicherheit über die Einigung eines neuen Sparprogramms in Griechenland. Neue Anleihen hätten reißenden Absatz gefunden und die Risikobereitschaft der Investoren habe deutlich zugenommen. Die erfolgreiche Platzierung zahlreicher High-Yield Emissionen untermauere dieses Anlegerverhalten.
So habe die Unternehmensgruppe Haniel bereits in der vergangenen Woche problemlos 400 Mio. EUR am Kapitalmarkt aufnehmen können. Die Anleihe habe eine Nominalverzinsung von 6,25% und eine Laufzeit von sechs Jahren. Die Nachfrage nach dieser Anleihe sei so groß gewesen, dass bei Zeichnungsschluss Gebote über 5 Mrd. EUR vorlegen häten. Mit der Begebung dieser Anleihe sei gleichzeitig ein öffentliches Rückkaufangebot für eine 2014 auslaufende Anleihe im Volumen von 300 Mio. EUR gestartet worden. Das Unternehmen werde mit Ba1/BB+ benotet.
Ebenso gut aufgenommen worden seien die Neuemission des deutschen Maschinenbaukonzerns und Automobilzulieferers Schaeffler. Die Unternehmensgruppe habe zwei EUR-Tranchen mit einem Volumen von insgesamt 1,2 Mrd. EUR platziert. Die beiden Anleihen würden in 2017 bzw. 2019 zurückbezahlt und sich mit 7,75% respektive 8,75% verzinsen. Ebenso wie Haniel sei Schaeffler im "Junk Bereich" bewertet. Das aktuelle Rating liege bei B1.
Aber auch im Investmentgradebereich habe es zahlreiche Neuemissionen gegeben, vor allem im TMT-Sektor.
Der Telekommunikationskonzern TeliaSonera AB habe 750 Mio. EUR bei einer Laufzeit von zwölf Jahren eingesammelt. Das Unternehmen habe seinen Investoren einen Zinssatz von 3,625% bieten müssen, um die Anleihe platzieren zu können. Das Rating falle mit A2/A- solide aus.
Sehr guten Absatz habe auch die Neuemission der spanischen Telefónica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) gefunden. Obwohl das Unternehmen mit 1,5 Mrd. EUR einen überdurchschnittlich hohen Kapitalbedarf signalisiert habe, habe sich die Anleihe sehr gut behaupten und sogar ein Kursplus verzeichnen können. Die Anleihe habe einen Kupon von 4.797% und wird in 2018 zurückbezahlt. Das Rating betrage Baa1/BBB+.
Und nicht zuletzt habe der Versicherungskonzern Allianz AG (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) eine 1,5 Mrd. EUR schwere Anleihe mit Laufzeit 2022 begeben können. Der Bond werde mit 3,5% verzinst und werde mit A3 geratet. Für die meisten Privatanleger werde die Emission leider keine Alternative sein, da der Mindestanlagebetrag 100.000 EUR betrage. (10.02.2012/alc/m/a)




