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Börse Düsseldorf segmentiert Freiverkehr neu
26.06.12 12:55
Börse Düsseldorf
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Rahmen einer Neusegmentierung des Freiverkehrs hat die Börse Düsseldorf das Qualitätssegment "Primärmarkt" eingeführt, so die Börse Düsseldorf.
Dabei reagiere die Börse Düsseldorf u. a. auf die Schließung des First Quotation Boards der Börse Frankfurt und die Bedürfnisse der Marktteilnehmer. Der Primärmarkt erfülle die von verschiedenen Obergerichten an die Ausgestaltung von Qualitätssegmenten gestellten Anforderungen und eröffne für Aktienemittenten im regulierten Markt die Möglichkeit, auch ohne Abgabe eines Kaufangebots in den Freiverkehr zu wechseln. Der Primärmarkt sei gleichwertig mit dem m:access der Börse München oder dem Entry Standard der Börse Frankfurt. Emittenten, auch solche des zum Jahresende schließenden Frankfurter First Quotation Boards, könnten mit Prospekt oder in bestimmten Fällen auch mit einem Exposé Einbeziehungsanträge stellen.
Bei der Antragsstellung per Exposé müsse der Emittent folgende Voraussetzungen erfüllen: Der Sitz des Emittenten müsse sich in einem Mitgliedstaat der EU oder einem Staat mit vergleichbarer Rechtsordnung befinden. Es müsse ein Grundkapital von mindestens 250.000 Euro oder einem vergleichbaren Betrag in einer anderen Währung vorhanden sein. Der Nennbetrag oder rechnerische Anteil je Aktie am Grundkapital müsse mindestens 1 Euro betragen oder einen vergleichbaren Betrag in einer anderen Währung und es müsse eine operative Geschäftstätigkeit über die letzten drei Jahre vorliegen, mit einem positiven Ergebnis der beiden letzten Geschäftsjahre.
Neben den Listingvoraussetzungen müssten die Unternehmen zusätzliche Transparenzvorschriften und Folgepflichten für den Primärmarkt einhalten: Quasi-Ad-hoc-Pflicht, Unternehmenskalender, Jahresfinanzbericht (spätestens nach sechs Monaten), Halbjahresfinanzbericht (spätestens nach drei Monaten) und Unternehmenskurzportrait (jährlich zu erneuern).
Neben der Neueinführung des Primärmarktes seien auch Anpassungen am Marktsegment "dermittelstandsmarkt" vorgenommen worden. Ab dem 15.06.2012 sei es verpflichtend, vor Handelsaufnahme das insgesamt emittierte Volumen einer Anleihe zu veröffentlichen. Damit sollten die Investoren eine wichtige Zusatzinformation über die tatsächliche Größe einer Anleihe erhalten. Weiterhin sei die Ausgestaltung der Zeichnungsphase deutlich flexibilisiert worden, um die Transaktionssicherheit für die Emittenten zu erhöhen. Neben den bisherigen Zeichnungsphasen vor Valuta biete der mittelstandsmarkt nun auch die Möglichkeit einer börslichen Zeichnungsphase nach Valuta an, deren Länge nur durch die Regelungen des Wertpapierprospekts begrenzt sei.
Eingehende Zeichnungsaufträge würden vom Skontroführer mit Stückzinsberechnung und der börsenmäßigen Valuta von zwei Tagen ausgeführt, bis die Zeichnung endgültig beendet werde. Für Emittenten biete diese Vorgehensweise den Vorteil, dass eine etwaige Nichtvollplatzierung innerhalb von zwei Wochen keine negative Nachricht generiere und der Weitervertrieb der Anleihen parallel zur Notierung an der Börse nicht durch Kurse von knapp unter Pari erschwert werde, wie sie bei nicht ausplatzierten Anleihen häufiger zu beobachten seien.
Überdies sei die Möglichkeit eines Bookbuildingverfahrens als Alternative zu der bislang üblichen Zeichnung zu 100% eingeführt worden, was eine Alternative für sehr markenstarke Unternehmen sein könne, bei denen gute Aussichten auf eine hohe Nachfrage bestünden. Auf diese Weise werde den Unternehmen die Festlegung der Emissionsrendite in den Grenzen der vordefinierten Spanne durch die Investoren abgenommen. (26.06.2012/alc/n/a)
Dabei reagiere die Börse Düsseldorf u. a. auf die Schließung des First Quotation Boards der Börse Frankfurt und die Bedürfnisse der Marktteilnehmer. Der Primärmarkt erfülle die von verschiedenen Obergerichten an die Ausgestaltung von Qualitätssegmenten gestellten Anforderungen und eröffne für Aktienemittenten im regulierten Markt die Möglichkeit, auch ohne Abgabe eines Kaufangebots in den Freiverkehr zu wechseln. Der Primärmarkt sei gleichwertig mit dem m:access der Börse München oder dem Entry Standard der Börse Frankfurt. Emittenten, auch solche des zum Jahresende schließenden Frankfurter First Quotation Boards, könnten mit Prospekt oder in bestimmten Fällen auch mit einem Exposé Einbeziehungsanträge stellen.
Bei der Antragsstellung per Exposé müsse der Emittent folgende Voraussetzungen erfüllen: Der Sitz des Emittenten müsse sich in einem Mitgliedstaat der EU oder einem Staat mit vergleichbarer Rechtsordnung befinden. Es müsse ein Grundkapital von mindestens 250.000 Euro oder einem vergleichbaren Betrag in einer anderen Währung vorhanden sein. Der Nennbetrag oder rechnerische Anteil je Aktie am Grundkapital müsse mindestens 1 Euro betragen oder einen vergleichbaren Betrag in einer anderen Währung und es müsse eine operative Geschäftstätigkeit über die letzten drei Jahre vorliegen, mit einem positiven Ergebnis der beiden letzten Geschäftsjahre.
Neben der Neueinführung des Primärmarktes seien auch Anpassungen am Marktsegment "dermittelstandsmarkt" vorgenommen worden. Ab dem 15.06.2012 sei es verpflichtend, vor Handelsaufnahme das insgesamt emittierte Volumen einer Anleihe zu veröffentlichen. Damit sollten die Investoren eine wichtige Zusatzinformation über die tatsächliche Größe einer Anleihe erhalten. Weiterhin sei die Ausgestaltung der Zeichnungsphase deutlich flexibilisiert worden, um die Transaktionssicherheit für die Emittenten zu erhöhen. Neben den bisherigen Zeichnungsphasen vor Valuta biete der mittelstandsmarkt nun auch die Möglichkeit einer börslichen Zeichnungsphase nach Valuta an, deren Länge nur durch die Regelungen des Wertpapierprospekts begrenzt sei.
Eingehende Zeichnungsaufträge würden vom Skontroführer mit Stückzinsberechnung und der börsenmäßigen Valuta von zwei Tagen ausgeführt, bis die Zeichnung endgültig beendet werde. Für Emittenten biete diese Vorgehensweise den Vorteil, dass eine etwaige Nichtvollplatzierung innerhalb von zwei Wochen keine negative Nachricht generiere und der Weitervertrieb der Anleihen parallel zur Notierung an der Börse nicht durch Kurse von knapp unter Pari erschwert werde, wie sie bei nicht ausplatzierten Anleihen häufiger zu beobachten seien.
Überdies sei die Möglichkeit eines Bookbuildingverfahrens als Alternative zu der bislang üblichen Zeichnung zu 100% eingeführt worden, was eine Alternative für sehr markenstarke Unternehmen sein könne, bei denen gute Aussichten auf eine hohe Nachfrage bestünden. Auf diese Weise werde den Unternehmen die Festlegung der Emissionsrendite in den Grenzen der vordefinierten Spanne durch die Investoren abgenommen. (26.06.2012/alc/n/a)


