Erweiterte Funktionen

Anleihen blind kaufen oder leer ausgehen


21.10.11 10:54
Fuchsbriefe

Berlin (anleihencheck.de) - Wenn in Europa Bonds auf den Markt kommen, sind sie in den meisten Fällen schon verkauft, ehe die letzten Interessenten überhaupt von dem neuen Angebot gehört haben, berichten die Experten von "Fuchsbriefe" in ihrer aktuellen Ausgabe.

Daher würden mehr und mehr Privatanleger schon Kaufaufträge aufgeben, lange bevor die endgültigen Konditionen der neuen Anleihen überhaupt feststünden. Damit steige die Chance für Anleger, bei der bevorstehenden Neuemission eine Zuteilung zu erhalten. Denn die meisten im Private Banking engagierten Institute würden selbst schon auf Verdacht größere Positionen ordern, um die eigenen Kunden bedienen zu können. Das führe aber gleichzeitig dazu, dass oft die Emissionen deutlich überzeichnet seien.

Durch die Staatsschuldenkrise gebe es nur noch wenige Qualitätstitel. Unternehmensanleihen würden mittlerweile vielfach als weniger risikobehaftet als Staatsanleihen gelten, zumindest von Ländern der europäischen Peripherie. Daher bleibt dem Anleger kaum mehr übrig, als sich den neuen Gewohnheiten anzupassen und "blind" zu ordern, wenn er an qualitätvolle Papiere kommen will, so die Experten von "Fuchsbriefe". (Ausgabe 43 vom 20.10.2011) (21.10.2011/alc/m/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.