Wirecard 2014 - 2025

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neuester Beitrag:  24.04.26 21:23
eröffnet am: 21.03.14 18:17 von: Byblos Anzahl Beiträge: 187734
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14.11.25 21:30 #186451 Originaltexte
wir können nicht über Sachen diskutieren, die nicht überprübar sind. Du kannst nicht unbelegt sonstwas behaupten, was angeblich irgendwo steht. Psote hier die Unterlagen, dann können wir uns alle ein Bild machen.
ch ahne, Du wirst dich rauswinden, Mrs. Deutungshoheit.

Ich habe kurz gegoogelt.
Hier:
https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/...2022-N-9961?hl=true

Nehmen wir das, diskutieren wir darüber?
Zerlege das, analysiere und widerlege es, bitte mit Belegen und Quellen.
 
14.11.25 21:40 #186452 Kathryn???

"Sorry, das ist falsch. Die Anklage geht nur davon aus, dass die behaupteten Geschäfte und die 1,9 Milliarden nicht existiert haben. Sie geht nicht davon aus, dass es gar kein Geschäft gab. "



Es tut mir leid, aber ich habe die Anklageschrift direkt vor meiner Nase. Die MEDIEN haben die Formulierung später abgeschwächt, in der Anklageschrift steht es nach wie vor. Sie liegt vor meiner Nase! Ich weiß schon, dass z.B. Arne Meyer-Fünffinger inzwischen Formulierungen verwendet wie "TPA existierte nicht, wie es bilanziert wurde". Das ist aber schon wieder Unsinn, denn das TPA-Geschäft wurde nicht als TPA-Geschäft bilanziert.


Du kannst mit oder ohne KI diskutieren. Du verwechselst da auch etwas: Meine KI-Texte sind MEINE Texte, die die KI formuliert aufgrund von LOKAL analysierten Texten. Das hat nichts mit DEINER Nutzung von KI zu tun.

Was soll ich mit Dir diskutieren, wenn ich Dir gerade noch belege, dass KI es NICHT WISSEN KANN und Du kommst exakt mit derselben KI wieder?

Frage mal KI, ob dieses Fazit von KPMG ein Beweis dafür ist, dass Markus Braun als Bandenchef das TPA komplett erfunden hat...

Seit Jahren hast Du noch kein einziges Mal eine von mir vorgelegte TATSACHE akzeptiertt. Das ist Merkbefreiung...



Hinsichtlich der Höhe und Existenz der Umsatzerlöse aus den TPA-Geschäftsbeziehun gen zwischen der Cardsystems Middle East, der Wirecard UK & Ireland sowie der Wire card Technologies und den jeweils relevanten TPA-Partnern kann KPMG als Ergebnis der durchgeführten forensisch geprägten Untersuchungshandlungen in Bezug auf den Untersuchungszeitraum 2016 bis 2018 weder eine Aussage treffen, dass die Umsatzer löse existieren und der Höhe nach korrekt sind noch die Aussage treffen, dass die Um satzerlöse nicht existent und in der Höhe nicht korrekt sind. Insoweit liegt ein Untersu chungshemmnis vor.

Ursächlich sind neben Mängeln in der internen Organisation insbesondere die fehlende Bereitschaft der Third Party Acquirer umfassend und transparent an dieser Sonderun tersuchung mitzuwirken. So konnten für Zwecke der von KPMG unter forensischen Aspekten durchgeführten Untersuchung Transaktionsdaten und entsprechende Settle ment-Nachweise für den Untersuchungszeitraum 2016-2018, Verträge zwischen den TPA-Partnern und den Händlern sowie Kontoauszüge und Bankbestätigungen für Treu handkonten (sog. Escrow-Accounts) für den Untersuchungszeitraum bislang nicht zur Verfügung gestellt werden. Die diesbezüglich bereitgestellten Nachweise, d. h. insbe sondere die Saldenbestätigungen der TPA-Partner gegenüber dem Abschlussprüfer, die Abrechnungen der TPA-Partner, die Verträge mit den TPA-Partnern sowie entsprechen de Pricing-Schedules, die Screenshots über Transaktionsvolumina u. a. aus den Syste men der TPA-Partner und Protokolle zu vierteljährlichen Gesprächen mit den TPA Partnern, die die Abstimmung relevanter Abrechnungsparameter dokumentieren, stell ten keine für unsere forensische Untersuchung ausreichenden Nachweise dar, da sie nur die Beziehung zum TPA-Partner und nicht die gesamte Transaktionskette betrach ten. Insoweit war es KPMG nicht hinreichend möglich die Existenz der Transaktionsvo lumina im Untersuchungszeitraum 2016 bis 2018 forensisch nachzuvollziehen. Im Geschäftsjahr 2019 fand eine Umstellung der Transaktionsabwicklung auf eine nunmehr auch für das TPA-Geschäft eingerichtete Plattform von Wirecard (sog. Elastic Engine für das TPA-Geschäft) statt. Insoweit liegen nunmehr seit der Umstellung eige ne Datenbestände über die Transaktionen vor. Dies ermöglicht die Bereitstellung von Transaktionsdaten ohne Mitwirkung Dritter. Daher hat KPMG über 200 Mio. Datensätze mit Transaktionsdaten für den Monat Dezember 2019 entgegengenommen, die derzeit analysiert werden. KPMG weist darauf hin, dass die diesbezüglichen auch im Rahmen einer Auftragserweiterung vorgesehenen Untersuchungshandlungen (siehe dazu im Einzelnen Abschnitt 1.2. dieses Berichtes) im Zusammenhang mit dem Third-Party Acquiring-Geschäft noch nicht abgeschlossen sind. Nach dem aktuellen Zwischenstand der Datenanalysen hat KPMG in diesem Teilbereich bisher keine Anhaltspunkte, dass die in den Abrechnungen für den Monat Dezember 2019 ausgewiesenen Transaktionsvolumina in wesentlichen Belangen von den durch KPMG auf Basis des KPMG zur Verfügung gestellten Datenbestandes ermittelten Transaktionsvolumina abweichen. KPMG weist darauf hin, dass eine inhaltliche Unter suchung der Vertragskonformität und Richtigkeit dieser Abrechnungen bisher noch nicht durchgeführt wurde.



"Juristisch korrekt formuliert könnte es zB heissen: "„Tatsächlich gab es weder das TPA-Geschäft noch die angeblich an TPA-Partner vermittelten Umsätze.“ damit würde festgestellt, dass das behauptete, bilanzierte Geschäft nicht existierte. Es sagt nicht, es gab keinerlei Aktivität und keinerlei Transaktionen. Was es nicht gab, war das legale, werthaltige Geschäft, das Basis für Kredite und hohe Aktienkurse war. Dass es kriminelle Transaktionen, auch Geldwäsche im großen Stil etc gab, wird niemand ernsthaft bestreiten, da sind wir uns alle einig?"

Das ist eine absurde KI-Diskussion. Inhaltlicher Blödsinn und es geht an der Realität vorbei, dass es eine Anklageschrift GIBT, in der es so steht.

Sagh mal ehrlich, bist Du so blöd, wie Du hier tust?

Du lässt eine KI, die die Informationen nicht hat, einen juristisch korrekten Satz formulieren als Gegenargument zu einer Aussage einer konkreten Anklageschrift? Sorry, das ist nicht mehr mit einem halbwegs vernünftigen Denken vereinbar. Das ist absurd.



33422439  
14.11.25 21:53 #186453 Unerfüllbar

Dein Angebot klingt fair "auf Basis verfügbarer öffentlicher zugänglicher Daten" - aber es ist nicht erfüllbar. Denn diverse Beweisanträge und Aussagen in Stadelheim SIND theoretisch "öffentlich zugänglich", aber sie stehen eben nicht in den medien und daher kann KI sie nicht nutzen.



Martin Dorsch hat zahlreiche Vernehmungen dokumentiert.

Du kannst Dir den Podcast anhören.

https://www.sun24.press/de/...richtsverfahren-staffel-1-episode-5.htm

z.B. Episode 5

Eine aufbereitete Fassung des Podcasts gibt es hier

Transkript

(Musik) 

Wirecard eingetütet, der Sun24 Press Podcast, Staffel 1, Episode 5. 

Jörg: Ich probiere es nochmal ganz vorsichtig. Die am 22. Juli formulierte Auflösung des Falles Wirecard war ein gemeinsamer Prozess verschiedener Beteiligter.

Martin: Ich habe nochmal einen Artikel geschrieben über die Umstände, die finanziellen Begleitumstände von Investoren zur Zeit dieser Insolvenz und da sind auch Sachen rausgekommen, wo mir dann das fünfte oder sechste Mal der Hocker unter den Boden wegflog. Also es war auch wieder spannend, da will ich jetzt aber diesmal nicht so hineingehen. Ich poste nochmal den Artikel unten dran für Leute, die das interessiert. Da gibt es nochmal ein paar Sachen, die großartig sind. Also wir sind so jetzt im April. Ich habe wirklich jede Woche erwartet, dass das Verfahren ausgesetzt wird und es lief dann aber fleißig weiter. Jetzt kam dann der Softbank-Vertreter. 

Jörg: Oh ja, oh ja, Credit Suisse. Angermeyer. Ich bin leise, ich bin leise. Wahnsinn. Also irre, was es da gab. Christian Angermeyer, der Fliegenpilz der deutschen Investoren-Szene. 

Martin: Erklär das mal vielleicht mit ein, zwei Sätzen, wie der Angermeyer da verbunden ist, sodass Leute, die überhaupt keine Ahnung haben, das alles etwas verstehen. 

Jörg: Also man möge den Namen Christian Angermeyer mal googeln. Man möge einen Wall Street Journal Artikel von vor ein paar Tagen finden. Man möge da auch etwas weitergraben. Ich will es nur ganz kurz machen. Christian Angermeyer war ein Berater bei diesem Softbank-Deal über 900 Millionen, und zwar auf Seiten der Softbank, als auch auf Seiten der Wirecard. Für diese Aktion hat er wie viel? 20, 22 Millionen insgesamt eingeheimst. Und ja, es muss man erstmal hinkriegen, aus dem größten Kollaps der deutschen Wirtschaftsgeschichte 22 Millionen Gewinn zu machen. Auch nicht schlecht. Auch nicht schlecht ist eine Gabe. Mehr sage ich jetzt mal nicht.

Martin: Also ich habe mir schon gedacht, als der Softbank-Vertreter, dieser Mensch, der auf Softbank-Seite in Japan für die Einfädelung und die Details dieses Deals eine Rieseninvestition, fast eine Milliarde, die Mitte 2019 Softbank bei der Wirecard initiiert hat. 900 Millionen glaube ich, also eine Riesensumme. Zu einem Zeitpunkt, wo bereits einige Flaggen über Wirecard gehisst worden sind, muss man sagen.

Jörg: Softbank war sehr entscheidend. Also ich habe ja die Diskussionen verfolgt. Der Einstieg 900 Millionen von Softbank außerhalb Deutschlands, außerhalb einer möglicherweise fragwürdigen Sache, was in Deutschland lief, kam Softbank von außen investiert 900 Millionen in Wirecard. Das war ein Ritterschlag. Das war ganz, ganz entscheidend. Aber wird oft vergessen.

Martin: Das passierte dann tatsächlich auch, weil der Softbank-Vertreter bestätigte, was du gerade dann noch viel tiefer recherchiert hast. Der Name Angermeyer ist natürlich nicht gefallen, sondern er hat es dann letztlich klargemacht, dass diese 900 Millionen wurden finanziert über gewisse Anleihen und Kapitalmarkt-Konstrukte, die die Credit Suisse in Auftrag gegeben hat. Die haben die erfunden, wenn du so willst. Sie haben da also irgendjemand diese 900 Millionen finanziert und das wurde über den Kapitalmarkt irgendwie angeschafft. Und für diese Anschaffung dieser enormen Summe haben dann Credit Suisse-Mitarbeiter ihre 20, 30, 50, 100 Millionen so eingesackt ?

Jörg: Also das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich glaube, ich war auch da. Ich weiß nicht mehr genau, wer da jetzt wie viel verdient hat. Aber zwei Sachen. Also Softbank hat das Ganze untersucht. Softbank hat der Wirecard angeblich super abgeklopft. Aber kannst du dich erinnern, da war doch dieser Moment, wo der Richter, der Födisch, glaube ich, den Softbank-Mensch gefragt hat, waren sie sich jetzt eigentlich sicher, dass alles okay ist? Und der hat so ungefähr gesagt, naja, eigentlich nicht so wirklich. Das war doch dieser Tag, oder? Ja, genau. Hey Leute, 900 Millionen. Dann wird das Ganze, die Softbank hat sich ja super rausgehalten. Die hat ja überhaupt kein Risiko. Gibt dieses Risiko, das sie eigentlich gar nicht genau geprüft haben, an Credit Suisse weiter. Was macht Credit Suisse? Die hat diese Produkte an Investoren verkauft. Das muss man sich mal geben. 

Martin: Es wurde auch wieder dann speziell der Name Jan Marsalek sehr oft genannt. Also speziell für diesen Softbank-Deal soll wohl Jan Marsalek besonders zuständig gewesen sein. Und um sich ein bisschen abzusichern, wollte man jetzt mal eine Liste von deren Kunden haben. Ein paar Wochen später kam dann eine IT-Direktorin, die direkt unter Frau Steidl gearbeitet hat. Also Frau Steidl, muss man sich vorstellen, ist der Name sicherlich einigen bekannt, war sozusagen der CTO, der Chief Technology oder CIO, der Chief Information Officer, also der auf Vorstandsebene angeordnet, verantwortlich für den gesamten IT-Bereich. Aber die dirty work, die echte Arbeit, hat dann eigentlich ihre direkte Vertreterin und Mitarbeiterin gemacht. Eine Dame mit, ich glaube, indischen Namen. Auf jeden Fall eine IT-Direktorin. Und die hat ein paar Tage später ausgesagt, dass tatsächlich Jan Marsalek an sie herangetreten ist oder Frau Steidl an sie herangetreten ist und über Jan Marsalek dann gefordert wurde, dass man eine Händlerliste erstellt von Wirecard speziell für den Softbank-Deal. Die Vernehmung der IT-Direktorin war echt spannend, weil sie darlegte, wie diese Liste dann zustande gekommen ist. Und das war wirklich spannend. Da mussten sie natürlich überall erstmal anklopfen. Also in Asien, weil es Drittpartner gab und diese Drittpartner hatten wieder Partner und welche waren Wirecard-Partner oder nicht. Und unter anderem hat sie auch in Toronto angerufen. Also Toronto hatte wohl laut den Darlegungen dieser IT-Direktorin da eine Cloud, also einen Computerserver, wo Wirecard-Software lief. Und die wurde ausgelagert auch über das Nordamerika-Geschäft in Toronto.

Jörg: Toronto gibt es schon sehr lange. Das hat mit dem Nordamerika-Geschäft, dem späteren, wenig zu tun. Und ich meine, dass die Elastic Engine oder wie das Ding hieß, die ja für Heike Pauls und so, das war ja alles ganz wichtig, als Beleg und so, Elastic Engine, ganz toll. Ich meine, die gibt es schon länger. Und ich meine, dass die komplett in Toronto lief. Und es ist ganz spannend, weil es ja später hieß, die Tatsache, dass bei Wirecard das TPA-Geschäft nirgends verwurzelt war, sei ein Beweis dafür, dass es nicht existiert. Aber ich denke, du wirst da noch drauf kommen. Es gab Clouds, es gab Satelliten. Dass in Ascheim nichts war, das beweist genau null. Aber ich glaube, da kommst du eh noch drauf. 

Martin: Richtig. Also in Ascheim direkt gab es nichts. Aber neben Ascheim gab es halt einen Data Service, ein Datenzentrum, wo man diese Software, die Wirecard-Software, hat laufen lassen. Die Elastic Engine, die eigentlich nur Anfragen, Transaktionsprozesse weiterleitete an verschiedene andere Server, die lief meiner Ansicht nach nicht nur in Toronto, sondern auf verschiedenen Servern. Die war überall, habe ich den Eindruck, also was sich jetzt auch dann in den Monaten danach erst herauskristallisierte, meine ich installiert. Und es ist bis heute eigentlich ein Rätsel und kaum nachvollziehbar, wo genau und wie genau diese Elastic Engine aufgesetzt wurde. Welche Drittpartner oder Viert- oder Fünftpartner diese Software letztlich genutzt haben, von und mit und über Wirecard, ist bis heute praktisch nicht lösbar und erklärbar. 

Jörg: Sag mal, Herr Martin, wo sind denn eigentlich die ganzen Daten hingekommen? 

Martin: Ja, das fragen sich alle, glaube ich, oder? 

(Musik)

Martin: Das fragte sich auch die IT-Managerin, die dann in Toronto auf jeden Fall bei diesem Cloud diesen IT-Dienstleister anrief und dann eine Liste deren Händler erforderte. Und das Erstaunliche war dann, dass die IT-Managerin, die Direktorin dann erklärte im Gerichtssaal, dass man ihr den Telefonhörer auf der anderen Seite einhakte. Sobald sie sagt, ich hätte bitte mal eine Liste und dann, wofür, fragte er noch und sagte, ja, für eine Softbank-Deal und dann sagte der Mitarbeiter, ja, nee, also wir lagern hier nur die Cloud aus und das machen wieder andere Drittleister und von uns kriegen sie definitiv keine Kundenliste. Und damit war das Gespräch beendet aus Toronto.

Jörg: Ich gehe ganz kurz nochmal dazwischen. Es gab nämlich einen Moment, jetzt springen wir weit vor. Es hieß die DPR, das ist die Deutsche Prüfanstalt für Rechnungslegung, diese zweistufige BaFin. Die haben 2020, was sehr interessant ist, dem von Erfa eine Anfrage geschickt. Sie wollen Händlerdaten. Dann hat der von Erfa nachgefragt und dann hat ihm Marsalek und Bellenhaus, glaube ich, gesagt, also, ja, wir können Händlerdaten schicken, aber nicht an von Erfa, weil die sind so geheim, sondern direkt an die DPR. Das ist ja auch wieder sowas, wo man sagt, Aschheim war im Nebel, bewusst im Nebel gehalten worden. Das ist das eine. Das zweite ist jetzt hier eher in Klammern, weil da lenke ich jetzt ein bisschen ab. Das heißt aber auch, dass die DPR Händlerlisten hatte oder hat, die nirgends sind. Wo waren die im Untersuchungsausschuss? Wären doch eigentlich ganz spannend gewesen. 

Martin: Absolut. Es wird immer spannender. Ich kann das bestätigen, was du gerade über den von Erfa gesagt hast, weil es gab noch eine andere Situation. Ich kann mich an das Datum nicht mehr genau erinnern, wann das war. Ob das Mitte 2023 oder bereits dieses Jahr war, wo eine E-Mail irgendwann in einer Zeugenvernehmung auf den Gerichtsprojektor geworfen wurde, worin drin stand, dass der von Erfa anforderte, dass man jetzt eine Liste von Mitarbeitern bei einer Gesellschaft in Dubai ihm übermittle. Und der von Erfa schreibt in diesem E-Mail-Austausch, dass er jetzt diese Verantwortliche in Dubai anschreibt und sie möchte doch bitte jetzt eine Liste von allen Mitarbeitern und ihn endlich mal übermitteln. Und dann kriegt er einfach nur eine saloppe Rückantwort: Mache ich gern, aber habe ich ihnen bereits mitgeteilt, weil es gibt insgesamt drei oder vier Mitarbeiter. Daraufhin antwortet von Erfa. Also höchst schriftlich belegt, schwarz auf weiß. Es ist so skurril, dass die halben Leute, die diesen Podcast hören, wahrscheinlich denken, das kann er nicht sein. 

Jörg: Ja, vielleicht denken die es öfter. 

Martin: Also das steht schwarz, man muss sich das mal vorstellen. Das steht schwarz auf weiß, das von Erfa dann antwortet. Völlig erbost. Auf Englisch natürlich, übersetzt es mal auf Deutsch: Gute Frau, wenn Sie mir jetzt nicht sofort eine Liste von Ihren 100 oder 200 Mitarbeitern schicken, dann gibt es hier disziplinarische Maßnahmen. Und dann sind Sie unter anderem schon in Ihrem Job bald los. Dann werde ich dafür sorgen, dass Ihr Vorgesetzter wahrscheinlich im Umfeld von Bellenhaus zu suchen, dass Sie da jetzt, dass Sie mal so einen tollen Job in Dubai hatten, Ihr längstes Leben. Und das war es dann. Also er ist richtig erbost. Und da muss man jetzt wieder zurückgehen zu dieser IT-Geschichte. Ich glaube, vielen ist das nicht klar, dass seit ungefähr 10 Jahren wir eine Finanztransaktionswelt, eine digitale uns geschaffen haben, wo es tatsächlich möglich ist, mittels und über Technologie, über und mit ganz wenigen Mitarbeitern, Hunderte von Millionen von Zahlungen abzuwickeln. Das geht, ohne dass da irgendein Mensch involviert ist. Das macht nämlich Software. Es ist sogar vorteilhafter, dass man für solche Business-Geschäftsmodelle eben wenig Mitarbeiter hat, weil dann der Overhead gering ist. Du bezahlst weniger und lässt die Software automatisch ablaufen. Das Gericht geht von einer Geschäftswelt aus, die ungefähr vor 30, 40 Jahren noch gepasst hat, aber nicht mehr heute in der modernen Welt. Also für mich jede zweite Woche sichtbar und erkennlich, dass hier irgendwie der Sprung zur digitalen Welt bei gewissen justiziären Verantwortlichen nicht so ganz auf der letzten Schiene leben. So habe ich den Eindruck. Wie siehst du das? 

Jörg: Absolut. Aber soweit ich das verstehe, läuft diese Software und die ist dann eigentlich in ihrer Skalierbarkeit nur durch die Größe der Server eingeschränkt, die nur eine bestimmte Anzahl von Transaktionen... Ist das wichtig, oder? 

Martin: Ja, absolut. 

Jörg: Und es war ja auch das Problem, dass dieses angeblich nie stattgefundene Geschäft für Kapazitätsprobleme gesorgt hat und die zum Teil ihre Server auffrüsten mussten in Dubai. Und da gibt es ja auch einige Dialoge. Was aber ja auch komisch ist, dass die quasi an Kapazitätsgrenzen stoßen konnten, obwohl es ja doch gar keine Transaktionen gab. Das ist ja eigentlich sinnlos. Luftbude. Genau. Wieso soll ich eine Luftbude mit weiteren Servern aufstocken? 

(Musik) 

Jörg: Jackson war auch spannend. Das war auch irgendein Techniker, der gesagt hat, sie haben zwei Milliarden Transaktionen und die haben die da in Dubai abgewickelt. Födisch nimmt das zur Kenntnis, keine Nachfrage, nichts. Er sitzt da und blickt stumm um den ganzen Tisch herum. 

Martin: Und danach purzeln die Massenmedien weiter mit ihrer Luftbude-Narrative raus. Weiter passiert nichts. Das ist ja... 

Jörg: Martin, wie viele hundert Geschichten sollen wir noch erzählen? Das ist ja eigentlich der Punkt. Also ich weiß gar nicht, wie gesagt, ich habe ja überlegt, ein Buch zu schreiben. Ich könnte ganze Lexikon schreiben. 

Martin: Das glaubt uns keiner, das Buch. Das ist eigentlich unglaublich. Also wir sind da jetzt so, ich sag mal schon fast im Herbst oder Ende 2023, glaube ich. Es gab eine Reihe von weiteren Zeugen. Ich poste wieder mal den Link da unten unter dem Postcast. Da könnt ihr mal eine Übersicht über alle diese Vernehmungen haben. Gibt es da noch ein paar, auf die man eingehen müsste, die besonders wichtig sind? 

Jörg: Also ein Kipppunkt war für mich die Befragung der Soko. Das habe ich schon erwähnt. Der zweite Kipppunkt waren natürlich die Beweisanträge im Juli, 13. Juli. Wie viele Seiten? Er wurde angekündigt schon einige Wochen vorher. Es ist ja so, wenn Dierlamm die Stimme senkt und ganz leise wird, dann muss man gut zuhören. Und dann hat er so ganz neben gesagt, Herr Födisch, ich bräuchte da mal einen Tag, um einen Beweisantrag vorzutragen. Und dann dachte ich, oha, weil das wars jetzt endlich. Also Firmennamen sind immer wieder gefallen, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich nichts Handfestes.

(Musik)



 
14.11.25 21:55 #186454 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 16.11.25 14:42
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Beschäftigung mit Usern/fehlender Bezug zum Threadthema

 

 
14.11.25 21:57 #186455 nein, das gebe ich mir nicht
ich ignoriere die rechte Bubble  
14.11.25 22:01 #186456 Ok. Aber ich habe wenig Hoffnung
Du hast NIE ein EINZIGES mal ein Argument von mir akzeptiert, selbst wenn es dokumentiert war über Artikel. Du weißt genau wie ich, dass man bestimmte Dokumente nicht einfach öffentlich posten DARF.

Aber gut, ich lasse mich mal darauf ein.

Dann stelle eine konkrete Frage und Du bekommst die Antwort, soweit es möglich ist. Bisher hasdt Du auf meine Antworten nicht reagiert. Du postest "O 15710/20" und willst damit was genau belegen?

Der korrekte Link ist das hier

https://openjur.de/u/2396603.html

Also dann: um ewas genau geht es?

 
14.11.25 22:03 #186457 Absurd
" nein, das gebe ich mir nicht
ich ignoriere die rechte Bubble"

Du willst anhand nachprüfbarer Aussagen diskutieren, aber dann lehnst Du es ab?

Ich bin keine rechte Bubble und ich habe an diesem Podcast teilgenommen.

Dann nimm diesen Link und stelle ggf. Nachfragen
https://fontaane.wordpress.com/2024/12/22/weihnachten-mit-wirecard/

Dein Urteil soll also was genau sagen oder belegen?
Konkret?  
14.11.25 22:07 #186458 sorry
der ausführliche Text stand in deinem Link auch, nur weiter unten.

---

III. Die Beklagte beantragt dem gegenüber:
Klageabweisung.
17
Zur Begründung beruft sie sich im Wesentlichen darauf, die Klageschrift trage nur verschiedene Indizien aus dem Jahr 2020 zusammen, aus denen die fehlende Existenz der Treuhandguthaben hergeleitet werde, obwohl sich aus ihnen kein Rückschluss auf die Situation zu den relevanten Zeitpunkten ziehen lasse. Aus einer Erklärung des neuen Treuhänders T… bei zwei philippinischen Banken ergebe sich kein hinreichender Hinweis auf die fehlende Existenz der Treuhandguthaben des langjährigen Treuhänders C… bei der O… Zudem bestehe die Möglichkeit einer Veruntreuung der existierenden Treuhandgelder - beispielsweise im Zusammenhang mit dem Wechsel des Treuhänders gegen Ende des Jahres 2019. Daraus ergebe sich aber nicht die Nichtigkeit der Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre 2017 und 2018. Die Einschätzung von K… lasse keinen Rückschluss auf die fehlende Existenz der Treuhandguthaben zu. Auch die Abschlussprüferin E… habe dazu keine gesicherten Erkenntnisse erlangt, sondern vielmehr auf mehrere Indizien verwiesen, die gegen die Nichtexistenz sprechen wie beispielsweise die Übereinstimmung von quartalsweisen Abrechnungen der drei TPA-Partner mit den eingeholten Bestätigungen des Treuhänders C… für die von ihm geführten Bankkonten und der Eingang von Zahlungen von C… in den Jahren 2017 und 2018 über € 36 Mio. bzw. € 50 Mio. auf Konten anderer Gesellschaften der Beklagten, die Einsichtnahme durch die Prüfer von E… am 26.03.2019 bei einem Treffen mit Herrn Sh. in Bankkontoauszüge der das Treuhandkonto führenden O… und die im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss des Jahres 2018 von E. erhaltene Bestätigung der rechtlichen Existenz und ordnungsgemäßen Inkorporierung des Treuhänders. Auch habe bei einem Treffen der Prüfer von E… mit der Abschlussprüferin AVN des TPA-Partners P… E… S… dieser bestätigt, Abschlussprüferbestätigungsnachweise für die Einzahlung von Geldern auf das entsprechende Treuhandkonto erhalten zu haben. Ein Nichtigkeitsgrund wegen unzureichender Prüfung lasse sich nicht bejahen, weil dieser das Unterbleiben der Pflichtprüfung oder schlechthin unzureichende Prüfungshandlungen verlange, wovon hier nicht ausgegangen werden könne. Verstöße gegen grundlegende, die zwingende öffentlich-rechtliche Bedeutung der Pflichtprüfung berührende Bestimmungen habe der Kläger nicht substantiiert vorgetragen.
 
14.11.25 22:07 #186459 lt "ignoreKathrynR" ist CSFA jetzt
"RECHTE BUBBLE"
;)
genauso wie WDI ne luftbude ist ;)
der linkeste aller internationalsozialisten  ;)

von   all den "scharfsinnigen " hier muß ich mich als dummes Hühnchen framen lassen ;)


csfa.
@csFraudAnalysis
·32 Min.
Dass Jaffé nur 650 Mio € zusammenverscherbelt hat, hat einiges mit seiner Insolvenzverwaltung zu tun... Und die Öffentlichkeit hält diesen typen nach wie vor für einen ehrenhaften Retter der Gläubiger?

Auch so ein Witz... #wirecard
Daniela
@Crinsonfucker1
Naja Jaffé hat unabhängig von Wirecard schon Erfolge mit der Petroplus Insolvenz (Entschädigung über !100% hinaus) und der P&R Containerpleite (steigt schon bald auf 30% Entschädigung) feiern können. Bei P&R hat man nichts erwartet.

nenene ;)  
14.11.25 22:10 #186460 Bitte beachten
"Endurteil v. 05.05.2022 – 5 HK O 15710/20"

Der Vortrag der Verteidigung erfolgte auf deren sachlichen Wissen zum Zeitpunkt des Vortrags. Da waren zahlreiche Konten noch gar nicht untersucht, das kam erst gegen Ende 2021.

Braun ging lange davon aus, dass das Treuhandguthaben irgendwo sein müsse... Das wird deutlich in der zitierten Passage.

Was hat das mit der Hauptverhandlung in Stadelheim zu tun? Die hat erst im Dezember 21022 und damit NACH diesem urteil begonnen. Also bitte stelle eine konkrete Frage und erkläre mir, warum und für welches Argument du dieses Urteil verwendest.  
14.11.25 22:16 #186461 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 16.11.25 14:43
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unerwünschte Wortwahl/Inhalt

 

 
14.11.25 22:20 #186462 Kathryn
Ich kenne Leute wie Dich... Sie geben vor, diskutieren zu wollen,. aber stellen Bedingungen. Wenn man diese erfüllt, kommen neue Bedingungen.

"möchtest Du etwas diskutieren, das nachvollziehbar ist? Gleiche Ausgangslage für alle?
Ansonsten merke ich mir jetzt nur, hier will einer eine Show abziehen, ein Ego-Ding oder so?"

ich habe gesagt, wo die Einschränkungen sind. Von Dir kommt jetzt wieder nichts. Das ist der Diskussionsstil, der eigentlich eher bei den Brachialdiskutierern mit grünen Herzchen zu finden ist...

also was genau willst Du diskutieren? Du hast ein x-fach diskutiertes altes Zivilurteil von 2022 verlinkt. Was ist Deine Aussage, die Du diskutieren willst?  
14.11.25 22:35 #186463 Kathryn Railly

And what we say is the truth is what everybody accepts. Right, Owen? I mean, psychiatry: it's the latest religion. We decide what's right and wrong. We decide who's crazy or not. I'm in trouble here. I'm losing my faith. (Kathryn Railly)

Identifizierst Du Dich mitr dieser Aussage?


Das hier ist die aktuelle Diskussiongrundlage - nicht einUrteil 2022


---

I. Fragen zur Bilanz, den Treuhandkonten und Markus Brauns Wissen

Frage: Die Staatsanwaltschaft wirft Ihnen Bilanzfälschung, Marktmanipulation, Untreue und gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Was sagen Sie dazu?
Antwort: Ich bin bis zuletzt davon ausgegangen, dass die Bilanzen von Wirecard richtig sind und dass alle Treuhandkonten vollständig existieren. Deshalb habe ich noch im Mai 2020, wenige Wochen vor der Insolvenz, für 2,5 Millionen Euro zusätzliche Wirecard-Aktien erworben. Ich habe meine Privatimmobilien als Sicherheit für einen Kredit verpfändet, um alle meine Wirecard-Aktien im Wert von mehr als einer Milliarde Euro halten zu können. Das wahre Tatgeschehen habe ich erst jetzt aus den Ermittlungsakten gesehen.

Frage: Sie wollen wirklich sagen, Sie hätten von alldem, was Ihnen jetzt vorgeworfen wird, nichts gewusst? Immerhin waren Sie der Chef des Unternehmens.
Antwort: Ich war bis zuletzt überzeugt, dass die Aktie stark unterbewertet ist. Mir wie auch dem restlichen Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde noch bis zuletzt durch weitergeleitete E-Mails des Treuhänders vorgespiegelt, dass die Gelder auf den Treuhandkonten liegen. Ich hatte keine Kenntnis von Veruntreuungen oder Manipulationen. Heute steht fest, dass die in der Anklage gegen mich erhobenen Vorwürfe auf Falschangaben von Herrn Bellenhaus beruhen.


II. Fragen zum TPA-Geschäft, dessen Existenz und den Beweisen

Frage: Die zentrale Frage im Prozess lautet, ob es das Geschäft mit Drittpartnern, mit dem Sie laut den Bilanzen Milliarden eingespielt haben, tatsächlich gegeben hat. Der Insolvenzverwalter, die Ermittler, Ihr Ex-Kollege Bellenhaus – sie alle sind überzeugt, dass es dieses sogenannte TPA-Geschäft in der offiziell ausgewiesenen Größe nicht gegeben hat. Sie widersprechen dem. Warum soll das Gericht Ihnen glauben?
Antwort: Ich muss Sie an dieser Stelle korrigieren. In der Anklage hat die Staatsanwaltschaft behauptet, das Drittpartnergeschäft habe nie existiert und sei nur erfunden worden, um die Bilanzen zu schönen. Mittlerweile steht auf Basis der Belege fest, dass es das Drittpartnergeschäft gab. Deshalb verwendet das Gericht jetzt die Formulierung, es habe nicht so wie bilanziert existiert. Aber auch das – bezogen auf die erzielten Erträge auf Basis der vorliegenden Belege – ist nachweislich falsch. In diesem Kontext geht es nicht um „glauben“, sondern um harte Sachbeweise.

Frage: Welche Beweise meinen Sie?
Antwort: Es liegen TPA-Konten und weitere Konten vor, die unter der Kontrolle des TPA-Partnermanagers Bellenhaus standen, auf die in Summe mehr als zwei Milliarden Euro eingezahlt worden sind. Es gibt keinen Zweifel, dass es sich bei diesen Einzahlungen ganz überwiegend um Kommissionszahlungen aus dem Drittpartnergeschäft handelt. Sprich: um Erträge, die aus der Abwicklung von Digitalgeschäften über eine Vielzahl von Dritt-Acquirern stammen und Wirecard zustanden. Darüber hinaus gibt es Belege und Indizien für Hunderte weiterer TPA- und Schatten-TPA-Konten, die Bellenhaus und Marsalek insbesondere in Asien initiiert haben. Über diese Konten dürften weitere Milliarden an Erträgen aus dem Drittpartnergeschäft geflossen sein.

Frage: Wenn es die Milliardenerlöse aus dem Drittpartnergeschäft tatsächlich gegeben haben sollte, wo ist das Geld dann heute?
Antwort: Aus den Zahlungsflüssen auf den genannten TPA-Konten ergibt sich, dass die eingegangenen Gelder ganz überwiegend in Scheindienstleistungsfirmen ausgeleitet wurden. Bei den Empfängern handelt es sich um Offshore-Gesellschaften in Hongkong, Antigua, Singapur, Kanada, Malaysia oder Indonesien, die mit Bellenhaus und weiteren Beteiligten im Zusammenhang stehen. Auch weitere Wirecard-Gelder aus Firmen-Transaktionen, Krediten und Softwareverträgen im dreistelligen Millionenbereich wurden laut den Unterlagen teilweise über die gleichen Konten in die gleichen Scheindienstleistungsgesellschaften ausgeleitet. Es ist nachgewiesen, dass nur an eine einzige dieser Gesellschaften in Hongkong rund 340 Millionen Euro geflossen sind.


III. Fragen zur Rolle von Bellenhaus und den Zahlungsflüssen

Frage: Woran machen Sie Ihre Vorwürfe gegen Bellenhaus fest?
Antwort: Am Ende der Vernehmung am 15. Juli 2020 musste Bellenhaus spontan zugeben, in Eigenregie Kunden neben der Wirecard über sogenannte Dritt-Acquirer abgewickelt zu haben. Mit dieser spontanen Aussage bestätigte er das wahre Tatbild, nämlich, dass das Drittpartnergeschäft von Wirecard tatsächlich existierte, aber die Erträge veruntreut wurden. Später musste Bellenhaus einräumen, dass das Stiftungsvermögen seiner Levantine-Stiftung vor allem aus Kommissionszahlungen eines chinesischen Dritt-Acquirers in Millionenhöhe besteht, die er 2016 veruntreut hatte.

Frage: Dies sieht die Staatsanwaltschaft offenbar anders.
Antwort: Die Staatsanwaltschaft hat diesen Sachverhalt bewusst unterschlagen. Stattdessen hätte sie die Zahlungsflüsse auf den vorliegenden Drittpartnerkonten sowie weiteren von Bellenhaus initiierten Konten bei der Wirecard Bank untersuchen müssen. Dann hätte sie gesehen, dass nur von diesem einen chinesischen Drittpartner zwischen 2015 und 2017 rund 120 Millionen Euro an laufenden Kommissionszahlungen aus dem Drittpartnergeschäft auf den TPA-Konten der Wirecard-Partner […] eingezahlt wurden.


 
14.11.25 22:55 #186464 Das Zivilurteil

wir koennen nicht ueber Sachen diskutieren, die nicht ueberpruefbar sind. Du kannst nicht unbelegt sonstwas behaupten, was angeblich irgendwo steht. Poste hier die Unterlagen, dann koennen wir uns alle ein Bild machen. Ich ahne, Du wirst dich rauswinden, Mrs. Deutungshoheit. Ich habe kurz gegoogelt. Hier: www.gesetze-bayern.de/Content/Document/...2022-N-9961?hl=true



3.2 Kernpunkt: Nichtigkeit der Jahresabschluesse - drei denkbare Szenarien

Das Gericht macht etwas sehr Wichtiges:

Es sagt: Egal, welche Version der Ereignisse stimmt - in allen Konstellationen sind die Jahresabschluesse nichtig.

Es unterscheidet drei Szenarien:

Szenario 1 - Version des Klaegers: Treuhandguthaben gab es (fast) nie

Annahme: Die Treuhandguthaben und TPA-Forderungen existierten weitgehend nicht.

Folge: Die Bilanz weist erhebliche Vermoegenswerte aus (Treuhandkonten, Forderungen, Beteiligungswerte), die es nicht gibt -> massive Ueberbewertung der Aktiva.

Rechtlich:

Paragraf 256 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 AktG: Nichtigkeit wegen Verstoss gegen Bewertungsvorschriften (Ueberbewertung).

Das Gericht stuetzt sich auf:

  • die detaillierten Kontoauszuege der Bank O. (OCBC Singapur)

  • die Diskrepanz zu den Saldenbestaetigungen des Treuhaenders

  • die hohe Glaubwuerdigkeit der Bankauskunft (gerichtliche Anordnung, Reputationsrisiko)

Es weist auch darauf hin, dass der Streithelfer in einem anderen Zivilverfahren selbst vorgetragen hatte, dass die Treuhandkonten bei O. gefuehrt wurden - und jetzt eine andere Linie faehrt. Das schwaecht seine jetzige Version. (Die Darstellungen haben sich bei zunehmendem positiven Wissensstand veraendert. Das als "Schwaeche" auszulegen ist vorverurteilend)

Wesentlichkeit:

Aufgrund des beim Klaegergutachten errechneten Abwertungsbedarfs von 743,6 Mio. EUR (2017) und 972,7 Mio. EUR (2018) - also 39 % bzw. 41 % der Bilanzsumme - ist der Fehler ganz klar wesentlich (Das gilt nur unter der Annahme, dass nicht Gelder gesichert werden koennen. Das genau hat der Insolvenzverwalter kategorisch abgelehnt)

-> Damit liegt ein Nichtigkeitsgrund nach Paragraf 256 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 AktG vor.

Szenario 2 - Version "Veruntreuung vor Feststellung"

Annahme (eher Richtung Streithelfer): Die Treuhandgelder existierten zwar irgendwann, wurden aber schon vor der Feststellung der Jahresabschluesse durch Vorstand und Aufsichtsrat veruntreut.

Folge:

Zum Zeitpunkt der Bilanzfeststellung sind die Gelder nicht mehr vorhanden, die Bilanz weist sie aber noch als Treuhandguthaben aus.

Wirtschaftlich ist das genau derselbe Effekt, als haette es die Guthaben nie gegeben: die Aktiva sind ueberbewertet.

Rechtlich:

Wieder Paragraf 256 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 AktG (Ueberbewertung).

Das Gericht sagt ausdruecklich: Dann sind die Aktiva "in gleicher Weise ueberbewertet" wie im ersten Szenario.

Szenario 3 - Version "Gelder existieren, aber auf anderen Konten"

Annahme (zweite Verteidigungslinie Streithelfer):
Es gab die Treuhandguthaben, aber sie lagen nicht auf den angeblichen Treuhandkonten bei O., sondern auf anderen Konten der Gesellschaft bzw. des Konzerns.

Folge:

Gesamtvermoegen mag dann zwar rein rechnerisch stimmen, aber:

  • man kann nicht nachvollziehen, wie und wo die TPA-Geschaefte und die entsprechenden Fluesse tatsaechlich gebucht wurden. (Hier aendert das Gericht die Beweispflicht. Wenn die Gelder woanders waeren [was sich inzwischen als falsch herausgestellt hat], waere die Bilanzierung immer noch inkorrekt gewesen, aber "falsches Konto" haette womöglich nicht zur Nichtigkeit gefuehrt)

  • Weder Insolvenzverwalter noch sachverstaendige Dritte konnten das angebliche Geld auf anderen Konten finden. (Es wurde ja nie versucht. Was gemeint ist: Bei Wirecard war das Geld nicht. Woanders hat Jaffe nicht gesucht)

Rechtlich:

Ein solcher Zustand ist ein schwerer Verstoss gegen die Grundsaetze ordnungsgemaesser Buchfuehrung (GoB), insbesondere:

  • Paragraf 238 Abs. 2 HGB: Buchfuehrung muss einem sachverstaendigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Ueberblick ueber die Geschaeftsvorfaelle und die Lage des Unternehmens vermitteln.

  • Paragraf 264 Abs. 2 Satz 1 HGB: Jahresabschluss muss ein den tatsaechlichen Verhaeltnissen entsprechendes Bild der Vermoegens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln.

Die GoB sind aufgrund ihrer Normierung im HGB Glaeubigerschutznormen; ein Verstoss kann zur Nichtigkeit nach Paragraf 256 Abs. 1 Nr. 1 AktG fuehren.

Das Gericht sagt:

Wenn die Gelder tatsaechlich auf anderen Konten verbucht waeren, haette man sie finden muessen.

Da das nicht der Fall ist, liegt ein Verstoss gegen Paragraf 238 Abs. 2 HGB vor - und damit eine Verletzung glaeubigerschuetzender Vorschriften.

Wesentlichkeit:

Die Verstoesse sind so gravierend (sie haengen mit Abwertungsbedarf von hunderten Millionen zusammen), dass sie wesentlich im Sinne von Paragraf 256 AktG sind.

Das ist alles richtig und meines Wissens wurde der Einspruch gegen das Urteil zurueckgezogen. Nur: Das hat mit den strafrechtlichen Vorwuerfen ueberhaupt nichts zu tun!

Ich brauche also dieses Urteil nicht zerlegen oder widerlegen, es ist schlicht nicht relevant.

 
14.11.25 23:26 #186465 csfa hat keine
Haftungsmasse , aber auch die Onvista Moderatoren und alle Mitlesenden  tragen Verantwortung dafür , dass auf diesem Forum Teilnehmer nicht fortwährend entmenschlicht und beleidigt werden.  Ein Moderator wirft MIR "Diskriminierung" vor und löscht den betreffenden Post , statt ihn mir  zu Dokumentationszwecken zu übermitteln
 
14.11.25 23:42 #186466 jetzt merktse doch selber
die DANNY ;)

csfa.
@csFraudAnalysis
·
1 Std.
Warum sollte man bei P&R nichts erewartet haben? Die Container gab es ja schließlich. Jaffé hat schon im Fall Kirch die Erwartungen mit alle, was er hatte, nach unten geschraubt, um dann gut dazustehen. Er hat sogar am Anfang ein Gutachten gemacht, das der Deutschen Bank in die
Mehr anzeigen
Daniela
@Crinsonfucker1
·
1 Std.
korrekt - das ist die andere Seite.
csfa.
@csFraudAnalysis
·
1 Std.
Jaffé ist ein Popstar und die Medien seine Groupies.  
15.11.25 10:44 #186467 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 16.11.25 15:33
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Beschäftigung mit Usern/fehlender Bezug zum Threadthema

 

 
15.11.25 10:50 #186468 edos bruder
laut @cmdoerfler   jmd dem trump diffamierer scott stettmann folgt  und der mich natürlich umgehend geblockt hat
weil ich ein so diffamiertes "braunes Hühnchen " bin , "das sich zu wichtig nimmt"

https://empirics.asia/darvin-kurniawan-founder-ceo-reidao/

 
15.11.25 11:16 #186469 "dummes Huhn" "Gackerhuhn"
wer nicht selber weiß, dass das eine eindeutige Beleidigung ist kann es googeln

ich habe ein abgeschlossenes Studium ,und selbst wenn ich Schulabbrecher wäre , müsste ich mich nicht öffentlich als "dummes Huhn " diffamieren lassen
ich habe mir das x mal verboten
ausser giuseppe hat keiner der tägl ca 20000 Leser
und va kein onvista Moderator  jemals den kleinsten Versuch unternommen ,diese fortwährende Verleumdung und Rufschädigung zu unterbinden
csfa hat noch stolz verkündet , dass grok jetzt offiziell den Begriff "dummes Hühnchen " mit meiner Person assoziiert
kathryn Reileigh hat die Bezeichnung für mich übernommen
für mich kommt das einer Diffamierungskampagne gleich ,
wie sie  bereits 2020 wegen meiner Meinung zur Insolvenz in der Facebookgruppe gestartet wurde

ich werde das im Leben nicht mehr "entschuldigen"
und behalte mir rechtliche Schritte ausdrücklich vor

 
15.11.25 11:55 #186470 Wirecard Singapore
Edo Kurniawan has fled, wanted by Interpol. Shanmugaratnam and Henry O'Sullivan are defendants in the ongoing criminal trial in Singapore and face a maximum prison sentence of up to 10 years, a fine, or both. Now, Brigitte Hauser-Axtner, arrested by the Singapore Police during Operation Chargeback, has joined the ranks. Was everyone at Wirecard Singapore working to defraud and steal money?  
15.11.25 12:21 #186471 Bitte nicht zu langatmig
über das schwarze Schaf texten.  Kurze Verschwörungsblasen über WC hab am liebsten, da wenig Zeit...  

Bewertung:

15.11.25 12:44 #186472 was ist die Aussage dieses beitrags??
was willst du eigentlich sagen?
offensichtlich kennst du Scott gar nicht, oder??
weißt du eigentlich?, was er über wirecard geschrieben hat?.
forensic News?
schon einmal gehört?
was glaubst du, warum ich in stadelheim einmal mit einem Fan T-Shirt von florencic News aufgelaufen bin?

lass die doch sich gegenseitig bekriegen, wie man bestimmtes Material gegen Trump bewerten kann oder nicht, das hat doch mit unserer Diskussion hier wenig zu tun.

du beweist einmal mehr, wie wenig Ahnung du von den tatsächlichen Fakten hast...

schau es dir gerne mal an.
das ist genau das Netzwerk von " Operation chargeback" und alle haben erwartet, dass die Amerikaner in dieser Angelegenheit ermitteln.
haben sie aber nicht gemacht.
und jetzt wird Mizrachi festgenommen, weil er Leute um 50 € betrogen hat?




US Investigators Probe Massive Global Financial Crime Network - Forensic News https://share.google/76wlbisGnhmWj5XaN33423423  
15.11.25 12:53 #186473 ich weiß...
... dass du nicht blöd bist, aber du bist dumm.
deine Art zu argumentieren mit irgendwelchen Fetzen schadet einer wirklichen Diskussion selbst über deine eigenen Punkte und das ist dumm.
ich rede nicht von blöd.
33423449  
15.11.25 13:09 #186474 Kathryn
wir können gerne das Urteil diskutieren, aber wir müssen uns auf einen Rahmen einigen.
was besagt dieses Urteil aus deiner Sicht??
hast du meine Statements dazu gelesen??
du hast dieses Urteil in die Diskussion gebracht, aber jetzt kommt nichts.
wie darf ich das interpretieren??
als Zustimmung??  
15.11.25 13:14 #186475 Dear Charlotte,
wir können nur überprüfbare "Fakten" diskutieren. Daher habe ich den Link zu dem Urteil aus 2022 gepostet. Wenn Du über etwas faktisch "Alleinherrscher" bist, weil niemand prüfen kann, was Du sagst, ist das indiskutabel. Du könntest behaupten, was Du willst, jede Gegenrede abschmettern, weil nur DU die Wahrheit kennst. Das ist aber doch dann keine Diskussion?

Entweder stellst Du allen die Daten bereit als Diskussionsbasis, oder verwendest nur Grundlagen, auf die alle Zugriff haben können. Ersatzweise könnte ich damit leben, wenn jemand, der seriös bekannt ist, bestätigt, was Du behauptest.

Aber etwas unbelegt in den Raum stellen ist keine Diskussion, das ist Manipulation.

Mich stört Deine Umgangsform, wer bist Du denn bitte, von oben herab zu beurteilen, wer klug oder dumm ist? Benimm Dich besser und diskutiere bitte auf fairer Basis statt mit geheimen Fakten.

Viel Dank.

 
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