Wirecard 2014 - 2025
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neuester Beitrag: 26.04.26 21:41
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| eröffnet am: | 21.03.14 18:17 von: | Byblos | Anzahl Beiträge: | 187758 |
| neuester Beitrag: | 26.04.26 21:41 von: | leoAcqui | Leser gesamt: | 81945716 |
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@csFraudAnalysis
@mv6
#wirecard
Was passiert da eigentlich gerade?
Vorgestern, später Abend, Spiegel kommt raus mit einer Bildunterschrifdt, die wirecard erwähnt, verändert die Bildunterschrift kommentarlos und der Hinweis aufr Wirecard verschwindet hinter Paywall.
Die SZ spricht von VIER Zahlungsempfängern und löscht (ebenfalls kommentarlos) den eindeutigen Hinweis auf Wirecard raus und nennt nur DREI Zhalungsdienstleister - ausdrücklich in Abgrenzung (!) zur Wirecard.
n kommteiner Meldung dazu, die Wirecard überhaupt nicht erwähnt (nach der PK gestern), heute dagegen kommt
@mv6
und
@ReneBenderRB
mit einer klaren und konkreten Zuordnung.
"Unter den Beschuldigten befinden sich frühere Manager des Zahlungsdienstleisters Wirecard, darunter auch Vertraute des geflohenen Ex-Vorstands Jan Marsalek."
woher stammt diese Info? Das klingt so, als habe die Süddeutsche dieselbe Info gehabt, sie aber iner späteren Fassung weggelassen. Warum?
https://sueddeutsche.de/wirtschaft/...zzia-online-haendler-li.3334617
Dvor stand da "Im Zentrum der Ermittlungen sollen unter anderem zwei Geschäftsmänner stehen, die einst auch im Dunstkreis des Skandalunternehmens Wirecard auftauchten. Einer von ihnen soll ein deutscher Geschäftsmann sein, der auch sonst beste Kontakte in die deutsche Payment-Szene hielt und den die Ermittler am Dienstag festgesetzt haben sollen."
In anderen Veröffentlichungen werden Zusammenhänge mit #dirtypayments deutlich erwähnt, etwa im Spiegel.
da stand unter dem Bild "Bundeskriminalamt in Wiesbaden: Nach SPIEGEL-Informationen geht es um die Firmen Payone, Unzer, Nexi Germany sowie Wirecard", später "Bundeskriminalamt in Wiesbaden: Hunderte Millionen Euro Schaden
Foto: Susann Prautsch / picture alliance / dpa"
Der Hinweis auf eine BKA-Information vom Dienstag verschwand.
Kernaussage
Die einzigen direkt namentlich genannten mutmaßlich involvierten oder relevanten Personen sind:
Ray Akhavan (FBME-relevant ab mindestens 2012)
Ruben Weigand (genaue Rolle für mich noch etwas unklar. ich sehe ihn eigeninitiativ und weder direkt Wirecard noch direkt Akhavan)
Die konkret genannten Firmen, die möglicherweise kompromittiert wurden:
Payone
Unzer
Nexi Germany (Concardis)
Wirecard
Die beschriebenen Netzwerke sind:
Akhavan-Netzwerk (Sexseiten-Franchises) (aber eben nur DIESER Teil. Das ist das seit 1999 bekannte Netzwerk um Ron Levi)
Netzwerk des Filmproduzenten aus Los Angeles (Andrew Garroni, dessen 2006er-Geschichte erwähnt wird)
Netzwerk einer Firmengruppe in Dubai (das ominöse Aether-Netzwerk)
Niemand erwähnt die Verbindung zur FBME und die daraus soich doch zwingend ergebenden Fragen.
Niemand stellt eine Frage, was das nach #dirtypayments für das Strafverfahren gegen von ERffa und Braun bedeutet, ebenso wie niemand die Frage stellte (Handelsblatt!), was die Verbidung des Kronzeugen in den Singapurfälschungsfall bereits 2017 für seine Aussage und Glaubwürdigkeit bedeutet, ungeachtet der Frage, was diese Fälschungen ohne jede nachweisbare Beteiligung von Markus Braun für die Anklage bedeuten).
Was zur Hölle geht da eigentlich ab?
Haben alle dieselben Informationen?
Was wird warum weggelassen oder nicht gefragt?
Nach dem Kollaps hat das Handelsblatt einen hetzerischen Artikel gegen Braun nach dem anderen auf höchst fragwürdiger Faktengrundlage rausgehauen...
Das ist die eine Ebene. Die andere ist die politische Dimension. Akhavan ist FBME ist Deutsche Bank ist Deutsche Börse. Der Zusammenhang ist öffentlich gesichert.
Warum lassen das erstens die deutschen Medien komplett weg und warum werden mindestens drei eindeutig in diesen fall verbundene Personen in den USA festgenommen mit ausschließlichem Bezug zu den deutschen Ermittlungen ab 2016 und ohne Verweis auf die FBME-Verbindung?
Um es mit der dusseligen Staatsanwältin zu sagen: "Das grätzt mich an!"
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Entweder Luftbude ,oder Geldwaschbude. beides zugleich geht nicht, da Geldwäsche profitabel ist
Handelsblatt
Unter den Beschuldigten: mehrere Ex-Wirecard-Manager.
René Bender, Michael Verfürden
06.11.2025 - 18:07 Uhr aktualisiert
Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek (rechts, Archivbild): Der Österreicher befindet sich seit 2020 auf der Flucht. Die Ermittler vermuten ihn in Russland. Foto: privat
Düsseldorf. Frühere Führungskräfte des Zahlungsdienstleisters Wirecard um den untergetauchten Ex-Asienvorstand Jan Marsalek sollen eine zentrale Rolle in dem mutmaßlichen weltweiten Betrugs- und Geldwäschenetzwerk gespielt haben, das Ermittler am Dienstag zerschlagen haben.
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"2006-2007: Wirecard decides to expand in Asia and chooses Singapore as its regional hub. It opens a small office (Wirecard Asia Pacific Pte Ltd), but initially operates only as a commercial office, without a MAS payment processing license."
The origin of wirecard had been in Singapore before!
10tacle Studios Pte Ltd
Address: 3 Temasek Avenue, Level 21 Centennial Tower, Singapore 039190
Tel: 6549 7486
Fax: 6512 1479
PR Contact: alvin.lee@10tacle.com (Alvin Lee)
Biz Dev Contact: alvin.lee@10tacle.com (Alvin Lee)
Company Profile:
10tacle Studios (10T), founded in Germany August 2003 and in Singapore May 2004. The company is one of the top three German-language game publishers with over 50 employees worldwide. Competencies include: publishing, co-publishing, production and development of videogames on all current platforms. Where big publishers go for sequels of commercially proven titles, 10tacle's unique "boutique" publisher structure allows for the acquisition, investment and management of a broad spectrum of games, including: MMORPG's, action & adventure, FPS, simulation, RPG, strategy and racing products.
I feel MB is sacrificed in a politically motivated "game".
The "operation chargeback" is - this is my opinion after 36hrs of investigations with only little breaks - a total freak show. It is nonsense.
I know these networks for more than 20 years. What they are doing here seems to be an attack on the defense, shifting the story from "everything was fake" to "it was not fake, but money laundering".
From my point of view (and this is possibly not the final decision but reflects my reserach since yesterday) this whole story is bullshit.
Quod licet iovi non licet bovi!
Spiegel oder Handelsblatt oder SZ dürfen dich in Abos locken, aber irgendwelche Internetkiddies durften das nur, wenn es denselben Leuten diente. Da hast Du etwas wirklich ENTSCHEIDENDES gesagt. Aber verstehst Du überhaupt, was ich meine?
Damals in der Frühzeit des Internets waren die Links zur Abzocke direkt auf den großen Portalen, von Telekom bis Freenet und die haben super daran mitverdient... Verboten wurde das oft erst dann, wenn diese wilden Jungs sich selbständig gemacht haben und für die mitverdienenden "Etablierten" die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht mehr aufging.
Verstehst Du das?
GMX durfte jahrelang Tricksereien machen, um die Leute in die Bezahlversion zu locken. DIE durften das, was man bei anderen "kriminelles Netzwerk" nannte... Und solange diese Netzwerke den deutschen Fintech-Champion groß machten, war es halb so wild. Was die da mit "Operation Chargeback" veranstalten, ist ja wohl ein Witz.
Das kann man doch nun wirklich überhaupt nicht in einen Topf werfen, was ist bei Euch nicht richtig? Habt Ihr sie noch alle?
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wenn es so war, dass die o.g. Bande diese kriminellen Machenschaften zu verantworten hat und hier nix auf die anderen Angeklagten hindeutet, dann muss man sich fragen, was diese Anklage noch soll?
Im Grunde sollten hier Sektkorken knallen, das ist doch das, was ihr am besten brauchen konntet?
Warum das jetzt kleingeredet wird, verstehe ich nicht.
Na wobei, doch. Ich verstehe, dass Wirecard offenbar nicht nur die größte Luftbude sondern auch nioch durch und durch krininell war. Wo ich in Teilen vorher noch dachte, es gab auch legales Geschäft, scheint ja nun nur Betrug gewesen zu sein und kein seriöses Geschäftsmodell
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| Boardmail an "Kathryn_Railly" |
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das hätte ich auch gleich schon von Anfang an mit STRONZO machen sollen
aber der war wenigstens ehrlich
stronzo aber ehrlich
er war Aktionär und nicht irgendein Jaffe Anhang
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Meimsteph: vielleicht ging es garnicht #186290
06.11.25 08:15
darum 4 mio menschen 400 mio euro zu stehlen
vielleicht wäre dafür der Aufwand viel zu groß ,
man kann die ja viel unverfänglicher direkt in Abofallen locken
vll waren es 4 mio anonyme kreditkarten ,
die als waschmaschine installiert waren
einer der 44 verhafteten wird hoffentlich zur Aufklärung beitragen
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ich habe einen Beitrag nicht veröffentlichen können, weil folgende Meldung kam:
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Meimsteph: einfach von der Logik her #186291
06.11.25 08:27
Ein Zahlungsdienstleistungsunternehmen mit Kunden ist wie eine Mautbude an fertigem Tunnel
Man kassiert ohne viel Aufwand immer mit
sowas riskiert man nicht wegen ein paar kleinkriminellen kreditkartenbetrügern, wenn dann wegen polit schwergewichten
genauso wie Brauns Theorie, dass Marsalek und Bellenhaus die 1.9 milliarden gestohlen hätten und sich draufverlassen haben, dass sie nie einer wkl sehen will mmn nicht nachzuvollziehen ist.
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das darf ich schreiben, ja? Ach guck.
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| Boardmail an "Kathryn_Railly" |
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und der 24 milliarden konzern mindestens leichtfertig ,
wenn nicht sogar aus niederen beweggründen zerschossen wurde,
dann hoffe ich, dass die Geschädigten , die verantwortlichen für den schaden zahlen lassen
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| Boardmail an "Meimsteph" |
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Ich habe in über 20 Jahren alles gesehen an Betrug. Man hat zB bei Dilaern eingeführt, dass man 3x ok eingeben muss und bestimmte Infos wie der Preis im Verlauf angegeben werden müssen. Dann haben die Anbieter den "Tunneltrick" verwendet.
Erstes Fenster, kein preishinweis, alles blinkt, geben sie ok ein, zweites fenster, alles blinkt genau gleich, drittes Fenster, rechts unten der Preis, oben blinkt "geben sie ok ein". Den preis hat keiner gesehen.
wir haben uns beschwert bei der Behörde, mit Gutachten eines Professors, der klar sagte, diesen preishinweis überlesen 98%, dann wurde das verboten.
Nächster Trick: du wurdest auf eine Seite entführt und die 3x "ok" wurden von Zauberhand automatisch eingegeben per script, ohne dass du das Fenster überhaupt gesehen hast!
ich war damals zufällig direkt auf der Seite und habs dokumentiert, die Behörde hat sofort die Zahlungen gestoppt.
Die haben echt alles probiert!!!
Es war auch so, dass es egal war, wann du "o" und "k" eingegeben hast.
wenn du also ein Fenster drüber gelegt hast und jemanden dazu gebracht hast, das Wort Oktober zu schreiben, zB mit ner doofen "Testfrage" (welcher Monat ist zwischen September und November? Antwort "Oktober" - schon hattest Du "ok" eingegeben :)
als die frühe wirecard Dialer einsetzte, gab es zB einen Schalter, der bis abends aus war und erst abends scharf gestellt wurde. Wenn also die Polizei eine Strafanzeige hatte und hat es zu Bürozeiten getestet, passierte nichts und es kam ein preishinweis. Aber abends wählte derselbe Dialer sich von alleine ein...
Einer unserer Techniker hat das dokumentiert und mit einem TV-Team die Staatsanwaltschaft besucht, mit einem demonstrationsvideo. Er wurde samt Plusminus wieder nachhause geschickt. "Das können sie sich ja selbst zusammengeschustert haben"...
bis dann Ermittler tatsächlich mal abends getestet haben...
Hast Du Dich jemals mit meiner ausführlichen rechtlichen Würdigung beschäftigt?
Die Insolvenz war nicht deutlich illegal, also Ende der Diskussion. Niemand hat Einspruch eingelegt, nicht einmal Markus Braun. Der Drops ist gelutscht.
Ich komme Dir an diesem Punkt weiter entgegen als die meisten Beobachter, aber könntest Du bitte EIN EINZIGES MAL auf der Basis geltenden Rechts begründen, was Jaffe falsch gemacht hat? Und nicht immer nur gackern?
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Eine Insolvenz ist rechtlich nicht in Ordnung, wenn sie grundlos oder missbräuchlich beantragt wird. Das bedeutet: Wenn keine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt, der Antrag aber trotzdem gestellt wird – etwa um unliebsame Verträge loszuwerden, sich aus politischen oder taktischen Gründen zu entziehen oder Aktionäre gezielt zu entwerten – handelt es sich um einen rechtswidrigen Insolvenzantrag.
Das Insolvenzrecht sieht den Antrag als letztes Mittel vor, nicht als strategisches Instrument. Wird er dennoch als solches genutzt, spricht man von Insolvenzmissbrauch, und ein solcher Vorgang wäre rechtlich wie moralisch schwerwiegend.
Rechtlich unzulässig ist eine Insolvenz außerdem, wenn Vermögenswerte künstlich entzogen, verschoben oder manipuliert wurden, um das Unternehmen in eine künstliche Notlage zu bringen oder bestimmte Gläubiger zu bevorzugen. Dazu gehören Bilanzmanipulationen, das kurzfristige Beiseiteschaffen von Vermögen, überhöhte oder fiktive Forderungen oder die selektive Bedienung befreundeter Gläubiger. Solche Handlungen fallen unter die Insolvenzstraftaten des Strafgesetzbuches – etwa Bankrott oder Gläubigerbegünstigung – und machen das gesamte Verfahren materiell rechtswidrig, selbst wenn formal ein Antrag gestellt wurde.
Auch nach der eigentlichen Antragstellung kann ein Insolvenzverfahren „nicht korrekt“ sein, nämlich dann, wenn der Insolvenzverwalter seine gesetzlichen Pflichten verletzt. Der Verwalter muss im Interesse aller Gläubiger handeln und das Vermögen bestmöglich sichern und verwerten (sic!!!) . Werden Unternehmenswerte jedoch unter Preis verkauft, erhalten bestimmte Marktteilnehmer bevorzugten Zugang oder verfolgt der Verwalter eigene wirtschaftliche Interessen, liegt eine Pflichtverletzung vor. Ein solches Verhalten kann den Gläubigern erheblichen Schaden zufügen und macht das Verfahren selbst dann fragwürdig, wenn der Insolvenzantrag ursprünglich gerechtfertigt war.
Schließlich ist eine Insolvenz auch dann nicht in Ordnung, wenn der Gläubigerausschuss befangen, manipuliert oder in Interessenkonflikten verstrickt ist. Der Ausschuss soll den Verwalter kontrollieren und die Masse schützen. Wenn seine Mitglieder jedoch wirtschaftlich miteinander verbunden sind, selbst von bestimmten Verkäufen profitieren, Transparenz vermeiden oder Beschlüsse durchsetzen, die einzelne Gläubiger – insbesondere Kleinanleger – benachteiligen, wird das Verfahren in seiner Grundstruktur unfair. Ein Gläubigerausschuss, der mehr den eigenen Interessen dient als der Gläubigergesamtheit, unterläuft den Zweck des Insolvenzrechts und kann ein Verfahren inhaltlich illegitim machen, selbst wenn nach außen alles formal korrekt wirkt.
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da müsste das Hühnchen statt zu gackern Gründe vorbringen. Tut es das nicht, gackert es nur. Unter den Anlegeranwälten sind einige, die wie die Rohrspatzen auf Jaffe schimpfen - aber meines Wissens hat KEINER irgendeinen Antrag gestellt oder aktenkundig Vorwürfe formuliert. Solange das nicht passiert, gilt die Insolvenz juristisch als korrekt. Ist so.
1. Das "eigentliche" Acquiring
Das Grundprinzip des Acquiring laesst sich mit einem Tunnel vergleichen. Ein Kunde bezahlt mit Kreditkarte, das Geld fliesst von Visa oder Mastercard zunaechst an den Acquirer, zum Beispiel an die Wirecard Bank. Dort entsteht eine Forderung gegenueber den Kreditkartenorganisationen und gleichzeitig eine Verbindlichkeit gegenueber dem Haendler. Sobald das Geld vom Kreditkartenunternehmen eingeht, wird es nach kurzer Zeit an den Haendler ausgezahlt. Beide Positionen heben sich fast vollstaendig gegeneinander auf. Man spricht normalerweise von durchlaufenden Posten. Das Bild des Tunnels beschreibt dies gut. Autos fahren hinein und kommen am anderen Ende wieder heraus. Ein Acquirer mit eigener Banklizenz ist also selbst der Tunnel durch den der Geldfluss laeuft.
2. Das "uneigentliche" Akquiring
Im Ausland hatte Wirecard jedoch in vielen Laendern keine Acquiring Lizenz. Deshalb konnte Wirecard dort nicht selbst den Zahlungsstrom verwalten. Die eigentliche Abwicklung uebernahm jeweils eine lokale Drittbank mit gueltiger Lizenz. Diese Drittbank war dann der Tunnel. Wirecard musste fuer diese Abwicklung eigenes Geld als Sicherheit hinterlegen. Diese Sicherheitseinlagen werden als rollierende Sicherheiten beschrieben. Sie werden immer wieder erneuert, sobald eine Periode abgelaufen ist. Obwohl diese Einlagen mit den eigentlichen Zahlungsstroemen nur indirekt zu tun haben, werden sie in der Wirecard Bilanz als Forderungen aus dem Acquiringbereich ausgewiesen.
Das fuehrt zu dem zentralen Problem. Diese vermeintlichen Forderungen sind keine echten Acquiring Forderungen gegen Visa oder Mastercard, sondern eigene Einlagen bei Drittbanken. Sie haben nicht den Charakter eines durchlaufenden Postens und sind oft ueber laengere Zeit gebunden. Deshalb entspricht das Verhalten dieser Posten nicht dem, was man bei einem Acquirer erwarten wuerde. In der Bilanz entsteht der Eindruck, als wuerden die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Acquiring wie bei einem Tunnel zusammenhaengen. In Wahrheit ist ein grosser Teil davon eigenes Geld, das Wirecard in fremde Tunnel schiebt und erst spaeter wieder zurueckbekommt. (!!!)
3.
Probleme (vor den Treuhandkonten!)
Die Hoehe dieser Sicherheiten ist auffaellig. Rund 250 Millionen Euro standen als solche Einlagen in der Bilanz. Das ist fuer den Markt ungewoehnlich hoch und wurde von Analysten und Experten lange nicht verstanden. Wirecard erklaerte, die Hoehe dieser Sicherheiten richte sich nach moeglichen Risiken und nach Szenarien eines Grossschadens. Dennoch blieb die Frage offen, warum diese Ruecklagen im Vergleich zu ueblichen Ausfallraten der Branche so gross waren.
Hinzu kam, dass Wirecard die Namen der Drittbanken nicht offenlegte. Diese Institute sind jedoch entscheidend, um das Risiko der Einlagen beurteilen zu koennen. Weder in den Geschaeftsberichten noch in Analystenstudien fanden sich genaue Angaben dazu. Erst spaet tauchten Hinweise auf, die zuvor offenbar weder Analysten noch Investoren kannten. Das wirft Zweifel daran auf, ob die behauptete Marktbekanntheit wirklich bestand.
Auch der Cashflow passte nicht zu einem normalen Acquirer. Eigentlich muesste ein Acquirer im Cash schwimmen, weil das Geld zuerst hereinkommt und erst spaeter herausgeht. Bei Wirecard blieb der operative Cashflow jedoch in vielen Quartalen hinter dem EBITDA zurueck. Das Unternehmen begruendete dies mit saisonalen Effekten und spaeteren Auszahlungen rund um das Weihnachtsgeschaeft. Doch das erklaerte nicht alle Schwankungen. Auffaellig war zudem, dass die grossen Zukaeufe in Asien immer wieder genau dann stattfanden, wenn im vierten Quartal viel Geld in die Bilanz floss.
4. Das problem:
Bilanzexperten stellten deshalb eine Reihe von Fragen. Warum sind drei Viertel der ausgewiesenen Acquiring Forderungen keine echten Forderungen gegen Kreditkartenfirmen. Weshalb sind die Sicherheitseinlagen so hoch. Warum werden die beteiligten Drittbanken nicht genannt. Weshalb werden sehr unterschiedliche Posten in einer einzigen Bilanzposition zusammengefasst. Und warum passt die Entwicklung des Cashflows nicht zur Entwicklung des operativen Gewinns.
Wirecard selbst beschrieb die fraglichen Posten als Forderungen mit durchlaufendem Charakter. Dabei wurde bewusst nicht der Begriff durchlaufender Posten verwendet, weil dieser im Rechnungswesen klar definiert ist und auf die Wirecard Konstruktion nicht zutraf. Die Formulierung war deutlich schwaecher und liess Interpretationsspielraum offen. Damit entstand ein Bilanzbild, das komplex und wenig transparent war und von vielen Analysten ueber Jahre nicht durchdrungen wurde.
In einfachen Worten bedeutet die ganze Problematik, dass Wirecard den Eindruck erweckte, sein Acquiring Geschaeft funktioniere ueberall wie ein Tunnel. In Wirklichkeit war Wirecard oft nicht der Tunnel, sondern nur ein Teilnehmer, der eigenes Geld in fremde Tunnel schieben musste. Diese Einlagen wurden in der Bilanz jedoch so dargestellt, als haetten sie denselben Charakter wie echte Acquiring Forderungen. Dadurch wirkte die Finanzlage stabiler und liquider als sie tatsaechlich war.
Das ist das Tunnelbild.
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Was Du meinst, Meimsteph, sind Erweiterungen dieses Bildes, aber da muss man aufpassen. Wenn man das Borgwerth-Bild vereinfacht, könnte man sagen, Wirecard steht am Ende des Tunnels und holt sich da die Mautgebühr - aber das passierte beim TPA eben nicht so wie beim "eigentlichen" Akquiring, weil ja das geld nicht im Wirecard-Tunnel war.
Um das Borgwerthproblem zu lösen, wurden die Treuhandkonten eingeführt, damit konnte man die "umstrittenen" Forderungen von 250 Mio "verstecken" im THK, die Gelder wurden dort einfach "vermischt".
Deshalb ist das THK ja auch kein Äquivalent zum Gewinn, die Gewinne der wirecard sind nur zufällig ungefähr gleich viel, deshalb wird das oft gleichgesetzt.
Was auf den THK lag, war Verhandlungssache mit den TPA und das gab oft Diskussionen. Es gab Geld auf den THK und die TPA hatten dazu noch Geld bei sich und wenn wegen Änderungen in der Bilanzierung daran etwas geändert wurde oder wenn Wirecard mehr Zugriff auf das Geld forderte, gab es Zoff mit den TPA. Diesen Zoff haben die natürlich nur vorgespielt, damit Wirecard das Gefühl hatte, besser bloß nicht Gelder vom THK zu nehmen, lieber Geld von der Kreditlinie. Das war stressfreier und wegen der niedrigen Zinsen auch billiger.
Das bedeutet übrigens auch: wenn wirecard getrickst haben sollte und (als EY es forderte) testüberweisungen tätigen sollte und die dann nur scheinbar vom THK kamen, hat Wirecard das eben nur VIELLEICHT gemacht, weil man wusste, dass da kein geld ist, eine ebenso plausible Erklärung war aber schlicht, dass man sich den Stress ersparen wollte und trotzdem EY vorgaukeln wollte, das Geld käme vom THK.
Ich habe jahrelang so etwas in meinem Job praktiziert: Ich hatte einen "virtuellen Kontostand" meiner Kasse, das Geld, das da laut Rechnungen drin sein muss, aber ich habe diesen Kontostand immer auf eigene Rechnung in die Kasse gelegt und erst am Monatsende abgerechnet - aus reiner Faulheit. Neulich habe ich das unserer Buchhaltung erzählt und bekam einen riesigen Anschiss... "Das geht so nicht". Ich habe argumentiert, dass es doch keinen Unterschied macht, ob mein eigenes Geld in der Kasse liegt als "Ausgleich", bis ich am MOnatsende die Rechnungen nachtrage oder ob ich es laufend mache.
Jetzt bekam ich strikte Order, die Kasse doch gefälligst ordentlich zu führen und bin total genervt...
Aber wenn natürlich jemand unsere Kasse stehelen würde mit meinem "Verrechnungsgeld", wäre mein geld weg. Dieses Risiko wäre mir egal, denn die Arbeitserleichterung wäre es mir wert - es ist aber nicht korrekt...
aber habe ich jetzt die Kasse seit Jahren "gefälscht"? Formal gesehen: ja
oder ein falsch verstandenes Wort, oder ein als Schimpfwort verstandenes wort. Nervig, aber keine direkte Zensur, nur eine beschissene Forensoftwar... Ob ich beschissen schreiben darf?
Mirko Hüllemann zB, der frühere Chef von heidepay/Hüllemann-Strauss/Unzer war 2002 eine Führungskraft der (soäteren) Wirecard.
Wenn man es nicht eh weiß, sind die Namen für dich wahrscheinlich nicht spannend
Mirko Hüllemann - gesichert
Häuser-Axtner ("Auntie brigitte") - sehr sicher
Markus Fuchs - sehr wahrscheinlich
evtl. sogar der Bayr
Andrew Garrroni
Aideshan Akhavan (Bruder von Ray)
zwei Namen, Manager von CECash
Cybererotica (das CE) taucht erstmals 1997 (!) auf und war bereits Partner von Firmen, aus denen teilweise die wirecard entstand (Seligenstädter Kreisel, siehe Beweisanträge). Das Netzwerk ist ÄLTER als das, was man Wirecard nennt. Ich kenne da eigentlich jeden Grashalm, hatte heute mehrere Gespräche mit Experten und Buchautoren in USA, die sich immer wieder freuen, wenn sich jemand für ihre 20 Jahre alten Bücher interessiert...
Diese Geschichten kennt ja hierzulande keiner, zB die Geschichte der Seite s*x.com - ein Krimi mit spannender Beteiligung (eben auch Ron Levi, Gründer von CE und Erfinder der meisten Marketinggeschichten im Internet, von diesen "countern" über "Affilaites" bis hin zu Videostreaming.
Wirecard (bzw EBS) hatte damals ein Joint venture mit der Firma auf der "Erstlingsrangliste" Platz 4 oder 5 (MS Bill)
CCBill war 4, IBill war 3, beide hatten Partnerschaften in Europa, Visa gab es schon, aber nicht so wie heute und in Deutschland gab es mindestens ein Dutzend angehende Paymentfirmen und Paypalkonkurrenten, nur nutzte fast noch niemand Kreditkarten...
in Deutschland begann das alles in Düsseldorf (da saß ja auch EBS-Gründer Bauer-Schlichtegroll, aber v.a. das "Atlas"-Netzwerk ("One world"/Cellcast), in Hamburg gab es die Cytainment (später Cyberservices), in Leipzig die Inatec und dann gab es noch diese ganzen "Gesellschaften für irgendwas" (zB Onlinbesysteme, Zahlungssysteme, usw)
und Paybox. Oder das andere... click&buy...
usw
ich habe das alles jahrelang studiert und gelte selbst unter den weltweiten Experten noch als der Überexperte...
Lesetipp:
Perdue, Lewis. (2002). EroticaBiz: How sex shaped the Internet. Writers Club Press. URL:
http://www.eroticabiz.com [June 21, 2006].
https://www.researchgate.net/publication/...w_Sex_Shaped_the_Internet
1998 time frame (most notably by Yahoo! Store), the process was well-established in the adult world
by 1995 with the founding of DMR which quickly became one of the adult web’s largest billing
companies. They were followed by Epoch and iBill in 1996 and a flood of others after that including
CCBill, Epic, Digiblaze, Globill, MSBill, Netbilling and many others.
[MSBILL gründete ein Joint Venture mit der EBS/Wirecard namens 2000charge - das waren später die Domaininhaber der "Al Alam", dahinter stand ein Augsburger Autoteilehändler... ein Familienbetrieb, auch Frau und Kinder waren irgendwie für die Firma tätig. 2002 übertrug die EBS die Kreditkartenabrechnungen an diese Firma, den Infobrief schrieb genau der Mirko Hüllemann, der heute festgenommen wurde...]
Third-party processing, however, involved the big risk that the biller might go under. A
merchant with a standard credit card merchant account sends charge transactions through a banking
network in which accounts are settled electronically at the end of each day. If one of those banks
goes out of business, the merchant may experience a delay in obtaining funds, but the funds do not
simply disappear.
By contrast, a Web merchant’s credit card transactions go directly into the bank account of
the a third-party billing company which then sends payment on a weekly or bi-weekly basis to the
webmaster, thus getting the benefit of the float. The billing company also holds back a reserve from
each check in order to cover chargebacks, fraud and refunds should a webmaster suddenly go out of
business leaving customers with unfulfilled subscriptions. The reserve is generally between 10
percent and 20 percent.
The risk of doing business with a third-party biller was brought home in the spring of 1999
when DMR's acquiring bank began to levy substantial fines on it for excessive chargebacks from
customer websites.
DMR imploded in December 1999, going out of business owing webmasters an estimated
$80 million to $100 million.
[Einer Firma haben sie damals den kompletten kreditkartendatenbestand geklaut und die hatten fast ein Monopol, sodass Betrüger quasi fast weltweit alle KK-daten von Pornonutzern hatten...]
https://x.com/csFraudAnalysis/status/1986620230445957335
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ich bin kein Insolvenzexperte
ich müsste einen an der waffel haben ,
wenn ich mich juristisch mit jaffe anlegen würde.
ich konnte nur von Anfang an , meine Bedenken bzgl des luftbudenarrativs und der insolvenz manifestieren, die hartnäckig bekämpft und geframt wurden
es sind genug Anwälte im Spiel, (haben Einblick und schimpfen wie die Rohrspatzen auf Jaffe?)
die wohl im moment auch noch keine sichere basis sehen.
eine anzeige gg jaffe wegen untreue wurde abgeschmettert
hätte ich gegen inso geklagt, wäre ich ziemlich sicher insolvent und ich hätte die chance gg inso zu klagen beerdigt
ich bin sehr stolz auf mich, mich nicht von irgendwelchen selbsterklärten experten in irgendwelche ruinösen gerichtlichen auseinandersetzungen scheuchen haben zu lassen,
das empfand ich sogar beim neunmalklugen buntstiftführer wiebitte alias #ltjaffe als unmoralisch
alle teuren wdi prozesse fußen mmn auf einem falschen tatbild , das bis jetzt weder daten .noch geldflüsse zu kippen vermochten,
weil sich wohl immens starke interessengruppen dahinter vereinen
keiner konnte ahnen, dass braun u von erffa sich diesen nicht viel früher beugen
bzw marsalek nicht in die situation kommt sich beugen zu müssen
Ich musste damit rechnen , dass das LUFTBUDENARRATIV nicht gestürzt werden kann und ich wirklich als dummes Hühnchen dastehe
sehr witzig, dass die ,die seit jahren hier von 100%iger Luftbude schreiben, immer noch denken mich als dummes Hühnchen titulieren zu müssen
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Das BKA sprach(öffnet im neuen Fenster) von kompromittierten Zahlungsdienstleistern, die die Transaktionen an die Bank des Kreditkartendienstleisters weitergegeben hätten. Den bisherigen Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht, dass die Täter zu diesem Zweck vier große deutsche Zahlungsdienstleister kompromittierten. Diese seien gezielt eingesetzt worden, um betrügerische Umsätze in den legalen Zahlungsverkehr einzuschleusen.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um ehemalige Führungskräfte, teils der betroffenen Zahlungsdienstleister, teils aus den Bereichen Risikomanagement, Vertrieb und Compliance. Von innen heraus sollen die Zahlungsdienstleister erhebliche Umsätze erzielt haben, unter anderem über Chargeback-Gebühren.
aus https://www.golem.de/news/...argeback-unter-verdacht-2511-201932.html
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