Tohuwabohu in Berlin

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neuester Beitrag:  22.04.16 20:26
eröffnet am: 22.04.16 09:22 von: mannilue Anzahl Beiträge: 36
neuester Beitrag: 22.04.16 20:26 von: vega2000 Leser gesamt: 9122
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22.04.16 13:10 #26 Ja Tohuwabohu!
Mitten im Riesenchaos ist Fr. Merkel nach Bayern/Ingolstadt (obwohl sie hier niemand sehen will) um das Glyphosat-Bier zu feiern und
Hr. Seehofer ist bei einer Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten zur Flüchtlingskrise in Berlin.


http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/...ingolstadt-100.html

http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/...adt;art155371,3202346  
22.04.16 13:22 #27 übrigens
#24 wäre 1989/1990 ziemlich passend gewesen  
22.04.16 13:33 #28 @rightwing, und ich dachte, du kannst über
lächerliche Löschungen locker drüberstehen.  
22.04.16 13:53 #29 Ich habe mir das mal angeguckt - ist ja nicht
gerade üppig, was so jemand bekommt, der in Rente geht. Am besten schneiden diejenigen ab, die in den Genuss der "Rente mit 63" etc. kommen (Quelle: Deutsche Rentenversicherung):



 

Angehängte Grafik:
neurentner.jpg (verkleinert auf 60%) vergrößern
neurentner.jpg
22.04.16 15:17 #30 23 - was glaubst Du, wie oft ich mir das in d.
letzten 40 Jahren angeschaut habe ?? Es ist ein absolut untauglicher, weil leistungs-demotivierender und damit leistungs-killender Vorschlag.
Die Motivation zu Leistung aber ist die Antriebsfeder unseres Systems; ohne diese Antriebsfeder (natürlich "belohnt" durch entsprechende Leistungshonorierung) funktioniert ein marktwirtschaftliches System nicht.
 
22.04.16 15:17 #31 29 - bist du noch nicht in Rente ?
22.04.16 16:41 #32 Ich? Vergiss es. Da lauern schon irgendwelche
Leute und fragen, wann ich denn gehen würde - um mich dann beim alten Arbeitgeber ausspannen zu können. Gibt schon einige Jobangebote.
 
22.04.16 17:12 #33 Das Rentensystem
im Umlageverfahren ist schon mit relativ einfachen mathematischen Mitteln zu verstehen. Jeder, der über diese doofen und böswilligen Politiker rumnörgelt, sollte sich zunächst mal die Zahlen angucken und dann sagen, wer wann und wie seine Blütenträume bezahlen soll.

Aktuell haben wir etwas über 20 Mio. Rentenbezieher. Davon ist ein erklecklicher Anteil unter 65 Jahre alt. (Zahl der ab 65-Jährigen derzeit insgesamt ca. 17 Mio., von denen nicht alle Renten beziehen.)

Wenn man z.B. eine Grundrente von 850 Euro plus 150 Euro KV vorschlagen will, kostet das 20 Mio. mal 12.000 Euro pro Jahr, macht dann 240 Mrd., die die Rentenkasse einnehmen muss, nur um die Grundrente zu finanzieren. Wenn man auf Frührenten und Teilrenten Abschläge einbezieht, dürfte man immer noch auf ungefähr auf mindestens 200 Mrd. Derzeit nimmt die Rentenkasse durch Beiträge ca. 210 Mrd. ein. Dazu kommen ca. 70 Mrd. Zuschüsse aus Steuern. (Bei guter Konjunktur und hohem Beschäftigungsgrad.)
Bleibt also für die Verteilung von leistungsbezogenen Rentenanteilen rund 80 Mrd.
Das würde also im Schnitt pro Rentner einen leistungsbezogenen Aufschlag von ca. 330 Euro brutto kommen. Heißt: durchschnittliche Standardrente läge im Mittel netto bei etwa 1100 Euro.

Das wäre also aktuell finanzierbar, wenn man mit Grundrente rumspielt. Dann müsste man allerdings über den Daumen auch eine Höchstrente von Grundrente plus leistungsbezogen bei ca. 1800 Euro netto einführen.

Im Moment ist es nach unten und nach oben deutlich stärker gespreizt und deshalb sind auch höhere Renten in der Spitze drin.

Allerdings: Schon in wenigen Jahren werden wir - gesichert und absehbar - höhere Rentnerzahlen haben.
Wer also überall noch was draufsatteln will, soll bitte sagen, wie das finanziert werden soll.
(Man muss nur multiplizieren können, um die notwendigen Summen festzustellen.)
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Ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel ueberschwaenglicher Willkommenskultur!
22.04.16 17:46 #34 Statt den Versicherungen
ein Konjunkturprogramm (Riester/Rürup) zu bescheren, hätte man den Bürgern anbieten können, die jetzt verlorenen Gelder auf das eigene Rentenkonto einzuzahlen.

Die Verwaltungskosten bei der privaten Altersvorsorge machen bis zu 15% aus, während es bei der Rentenversicherung nur ca. 4% sind.

Politiker geben ja in Talk-Runden inzwischen zu, das Riester ein Fehler gewesen sei der korrigiert werden muß & die Versicherungen bewerben ihre Produkte fast ausschließlich mit den staatlichen Subventionen (ich vermute mal, daß die wenigsten Versicherungsverkäufer ihre Kunden darüber informieren, daß auf die private Altersvorsorge beim Renteneintritt Steuern fällig werden).

Bei den Direktversicherungen ist es ähnlich, dort fallen bei der Auszahlung Krankenkassenbeiträge über 10 Jahre an, -also für Pflichtversicherte.

Privatversicherte zahlen nix!.

Im übrigen tragen einige Politiker in Berlin kräftig dazu bei, daß noch mehr Menschen ihrer Partei von der Fahne gehen, -man braucht sich ja bloß die Umfragewerte anzuschauen.  
22.04.16 18:07 #35 Zweifellos
war das Riestersystem Humbug. Allerdings kann man nicht einfach hochrechnen: Was die Leut über Riester angespart haben, hätten sie auch ins reguläre System einzahlen können, um dafür später höhere Renten zu kassieren. Was heute ins Umlagesystem einbezahlt wird, ist für die heutigen Rentner. Höhere Ansprüche in 30 Jahren können davon nicht bezahlt werden. Die müssen dann in Zukunft von den Beiträgen finanziert werden, die dann eingezahlt werden. Auch die dann höheren Ansprüche. Dann stellt sich die Finanzierungsfrage erneut. Nur in noch höherem Ausmaß!
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22.04.16 20:26 #36 Das Modell,
daß jeder Rentenbeitragzahler sein eigens Konto "bedient" wäre sehr gut möglich gewesen (ist ja für Selbstständige heutzutage auch eine Variante etwas fürs Alter zu tun), allerdings haben Lobbyisten in der Vergangenheit im Vorfeld der privaten Altersvorsorge ganze Arbeit geleistet!  
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