Landtag liefert sich Schlagabtausch über Wulff
In einer aktuellen Stunde im niedersächsischen Landtag hat CDU-Vorsitzender Thümler die Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion angemahnt. Eine echte Klärung der noch offenen Fragen blieb erst einmal aus.
Im niedersächsischen Landtag stand heute die Kredit-Affäre von Bundespräsident Christian Wulff auf der Tagesordnung einer Aktuellen Stunde. SPD und Grüne sind der Ansicht, dass Wulff durch die Inanspruchnahme eines Kredits bei der Unternehmergattin Edith Gerkens und der anschließenden Umwandlung in einen Bankkredit bei der BW-Bank gegen das niedersächsische Ministergesetz verstoßen habe. FDP und Union beharren nach wie vor darauf, es habe sich bei dem Kredit um ein Privatgeschäft gehandelt.
Regierungsparteien und Opposition lieferten sich in der Debatte einen regen Schlagabtausch und warfen sich gegenseitig vor, die Wahrheit zu verschleiern oder zu verdrehen. Ministerpräsident McAllister meldete sich trotz direkter Aufforderung seitens der Grünen nicht zu Wort.
Aufklärungsverweigerung und "plumpe PR"
Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel hielt der Regierung vor, sie habe nur ein Drittel der von den Oppositionsparteien gestellten Fragen beantwortet: „Anstatt lückenlos aufzuklären, geben Sie Christian Wulff weiter Rückendeckung, im Kern verweigern Sie sich der Aufklärung.“ Zuvor hatte die Landesregierung zur Mehrheit der über 150 gestellten Fragen Auskünfte verweigert unter Hinweis auf die Privatsphäre des Bundespräsidenten und Verschwiegenheitsverpflichtungen - sowohl im Zusammenhang mit der Kreditaufnahme als auch mit den umstrittenen Urlaubsreisen Wulffs.
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