Mit ihrer „Reset“-Politik haben die Vereinigten Staaten einen Dialog mit Russland nur simuliert, stellt der russische Auslandsexperte Jewgeni Satanowski fest. Nach seiner Auffassung geht die derzeitige Eskalation darauf zurück, dass Moskau nicht nach Washingtons Regeln spielen will. In seinem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „WPK“ stellt der Experte fest, die US-Regierung sei offenbar erstaunt über Russlands Bereitschaft, seine nationalen Interessen zu verteidigen. Ein Beleg dafür sei Barack Obamas Reaktion auf das russische Vorgehen in Sachen Krim: Das Weiße Haus setze den Kreml nun mit Sanktionen unter Druck. Dieser Kurs stehe im krassen Widerspruch zu der zuvor angekündigten „Reset“-Politik der USA.
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„Ausgerechnet das Versagen der USA im Nahen Osten und in der Ukraine, wo die Konfrontation der Oligarchen auf einen Bürgerkrieg hinauslief, war offenbar der Faktor, der eine Eskalation mit Russland provozierte, weil Moskau nicht nach Washingtons Regeln spielen wollte. Nach Ansicht vieler Länder, die Amerikas Partner sind (darunter Israel und die Türkei), sind diese Regeln übrigens längst überholt. Die Türkei behält beispielsweise stabile und feste Beziehungen mit Moskau – trotz der krassen Differenzen zu Syrien. Das ist ein beunruhigendes Signal für die Vereinigten Staaten. International bekommt man immer mehr Zweifel in Bezug darauf, ob der US-Kurs stichhaltig ist“, so der russische Experte.
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http://de.ria.ru/politics/20140819/269332773.html |