Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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09.10.25 17:58 #199251 Löschung

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09.10.25 18:11 #199252 'Simsalabim'
'Simsalabim. Zaubern wir die Probleme mit der Alterung und den Kosten weg. So wird das auch meist gerade gemacht, nur sind sie dadurch nicht weg, das ist wie..'

Richtig. Der Kapitalismus enthält und verspricht magische Wege zu Erfolg und Ruhm. Jeder hat zumindest theoretisch die Möglichkeit, ein vollkommen wertloses digitales Snippet zum künftigen Geld zu erklären und einige Jahre später für immer bizarrere Summen unter die Leute zu mischen. Mit seriöser Rechnungslegung hat das alles nichts zu tun. Die Frage 'wer soll das bezahlen' kürzt sich dabei raus, denn es wird ja offensichtlich bezahlt. Aber der Rentner und der Bürgergeldempfänger mit ihren paar Krumen sollen sich diese Frage gefallen lassen. Warum ?
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it's the culture, stupid
10.10.25 10:54 #199253 Wenn Trump heute keinen Nobelpreis bekom.
wovon auszugehen ist, wird er sehr böse werden!
Wie wird er reagieren?
Obama hat einen,  Trump nicht, wie kann das sein?
Wird er gar die Nationalgarde nach Oslo schicken...  
10.10.25 12:32 #199254 warum?
Zitat fill: Mit seriöser Rechnungslegung hat das alles nichts zu tun. Die Frage 'wer soll das bezahlen' kürzt sich dabei raus, denn es wird ja offensichtlich bezahlt. Aber der Rentner und der Bürgergeldempfänger mit ihren paar Krumen sollen sich diese Frage gefallen lassen. Warum ?

Vieles wird nun mit neuen Schulden finanziert, das empfindet man als sozial, dann muss man auch das Geld nicht eintreiben oder einsparen und das hat mit seriöser Rechnungslegung auch nicht viel zu tun, gerade wenn es um die Finanzierung der Alterung geht, denn das soll ja nachhaltig sein und nicht ein Schneeballsystem. Ein Rentner ist eben nicht ein Rentner, das wird nur immer so dargestellt und pauschal subventioniert. Die reichste Generation wird politisch gerne zur ärmsten stilisiertDa werden auch Millionäre zu armen Rentnern, denen man nichts zumuten will, was im Resultat nicht sozial ist, denn das geht auf Kosten von tatsächlich bedürftigen Rentnern und auch vielen welche trotz Arbeit ihre Rechnungen kaum bezahlen können, mit denen hat dann öfter niemand Mitleid, das sind halt keine Rentner oder Bürgergeldempfänger.  
10.10.25 12:42 #199255 Obama bekam den Preis vor Amtsübernahm.
Das ermöglichte immerhin die Chance, innert acht Jahren noch weitere (wenigstens einen) kaufen zu können.  
10.10.25 12:47 #199256 Meiner Ansicht nach war Obama einer
der schlechtesten Präsidenten der USA.

Begründete ich jene Ansicht allerdings
stichhaltig, gäbe es hier Rambozambo.  
10.10.25 14:21 #199257 @Kosiol 9.10.17:58: Ganz im Gegenteil
Du solltest mal beachten, dass die "Eliten", die sich bereichern, in der Regel die sind, die die CO2-Krise *leugnen*. Also  allen voran die Erdöl-Aristokratie der USA, die mit der Trump-Regierung so ziemlich deckungsgleich ist. Sodann deren Nachäffer in der AfD und so weiter. Diese Eliten sind es, die die Bevölkerung der USA zur Zeit ausplündern.
 
10.10.25 14:44 #199258 'denn das soll ja nachhaltig sein'
Ich wollte einen grundsätzlichen Gedanken einpflegen: Der Kapitalismus ist ein anarchisches System, das sich durch periodischen Krisen reproduziert, die typischerweise unangemeldet eintreten. Blasen werden aufgepumpt bis sie platzen. Alles und nichts ist jederzeit möglich. Nachhaltigkeit ist hier a priori ausgeschlossen, sie widerspräche gerade jenem Prinzip aus dem Reichtum schöpft und Armut entsteht. Und doch, geht es um unproduktive Kostgänger wie Rentner, tut der ideologische Diskurs so als handele es sich um Planwirtschaft und beansprucht eine Rechnungsweise die nirgendwo sonst Geltung erlangen kann.  
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it's the culture, stupid
10.10.25 15:03 #199259 'fundamental uncertainty'
Den Kerngedanken des klassischen wie des Post-Keynesianismus fasst eine KI so zusammen: 'Keynesian fundamental uncertainty is the idea that certain future outcomes are unknowable, unlike "risk," which can be quantified and managed with probability. This "true" uncertainty means the economy is not a predictable, stochastic process, and decisions are made with incomplete knowledge about the future, leading to reliance on social norms and contracts to cope with the unpredictability. It differs from risk because the conditions are not quantifiable, and the weight of evidence is low, making it impossible to calculate a reliable probability for future events.'

Das würde ich so unterschreiben
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it's the culture, stupid
10.10.25 15:54 #199260 Nachhaltigkeit
Der Staat ist kein kapitalistisches Unternehmen und die Alterung und deren Kosten lassen sich einigermassen vorausberechnen und da ist eine nachhaltige Verlässlichkeit Voraussetzung der Systeme, die auch Krisen überleben sollten, wer auf Wunder hofft dabei, betreibt Hokuspokus.
Die Systeme wurden unter anderen demographischen Voraussetzungen eingerichtet.  

Nun liegt es in der Natur der Sache, alle Vermögen besitzen in der Regel am Ende Rentner, oft werden sie heutzutage weitervererbt an ebenfalls Rentner oder solche die es bald sind.  Ich schrieb ja, es ist ein Tabu, das überhaupt zu thematisieren, so reagierst ja auch du reflexhaft, ach, die armen Rentner, die unproduktiven Kostgänger darf man nicht belasten, doch geht es dabei eben real dann auch um Besitzwahrung und nicht um die gerechte Verteilung der Kosten.

33354913  
11.10.25 12:01 #199261 'einigermassen vorausberechnen'
'...die Alterung und deren Kosten lassen sich einigermassen vorausberechnen und da ist eine nachhaltige Verlässlichkeit Voraussetzung der Systeme, die auch Krisen überleben sollten, wer auf Wunder hofft dabei, betreibt Hokuspokus'.

Es ist genau umgekehrt. Wer Zukunft mit Vorausberechnung in den Griff bekommen will betreibt den Hokuspokus. Die Geschichte geplatzter Prognosen und Modellrechnungen ist so alt wie das Prognostizieren selbst. Im Kern handelt es sich dabei um Strichverlängerungen von Vergangenheiten, die bereits im Moment der Prognose längst verblichen sind. Mathe wird dafür zwar regelmässig bemüht um von dessen wissenschaftlichen Nimbus zu profitieren bzw Unwidersprechbarkeit zu suggerieren, doch die Wirklichkeit zeigt sich davon ebenso regelmässig unbeeindruckt. Spürt auch jeder, weil sich das Schicksal der Prognosen im privaten wiederholt bzw spiegelt. Das ist DER Grund, weshalb die Leute heute ihr Heil im Faschismus suchen.

Subprime, Corona, Putin, Trump - niemand hatte das auf dem Schirm. Der postmoderne Faschismus, dessen Momentum ungebrochen ist, Epigenetics, die den Alterungsprozess auf den Kopf stellen werden und KI, die Produktion und Reproduktion revolutionieren wird, werden die Karten völlig neu mischen. Diese Zukunft lässt sich nicht planen so wie sich Zustände einer immer entfernteren Vergangenheit nicht wiederbeleben lassen. Alles stehende und ständische verdampft - wie schon die Alten erahnten. Das wäre sogar nicht weiter schlimm, würde sich der Staat auf seine eigentliche Rolle als Krisenreaktionsmechanismus besinnen.  
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11.10.25 12:13 #199262 Löschung

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11.10.25 19:36 #199263 Löschung

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11.10.25 20:14 #199264 kosiol - gucke mal da:

"Metamoderatoren können zudem in Ausnahmefällen Beiträge löschen oder ändern oder Nutzerkonten sperren, ohne dass ein Verstoß gegen die Forumregeln vorliegt."


hier zu finden:
https://www.ariva.de/hilfe/forum/moderatoren



alles klar?

(is a' Witz!)

 
12.10.25 10:11 #199265 Löschung

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12.10.25 10:47 #199266 'Ärzte werden zu willfährigen Instrumenten.
Ärzte mussten nicht impfen und nicht wenige haben es - mit unterschiedlichen Begründungen - nicht getan. Haben sie es getan, machten sie sich laut BGH im Fall der Corona-Impfkampagne zu einem 'Verwaltungshelfer' ohne Teil öffentlicher Verwaltung zu sein. Eine rein juristische Definition, die eine staatliche Haftung für mögliche Impfschäden klarstellen will und eben keine Rollenbeschreibung für Arztberufe.  
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12.10.25 10:47 #199267 Prognosen
Zitat fill: Diese Zukunft lässt sich nicht planen so wie sich Zustände einer immer entfernteren Vergangenheit nicht wiederbeleben lassen. Alles stehende und ständische verdampft - wie schon die Alten erahnten. Das wäre sogar nicht weiter schlimm, würde sich der Staat auf seine eigentliche Rolle als Krisenreaktionsmechanismus besinnen.

Meinst du Politiker, die zu Katastrophen pilgern und ihr Mitgefühl in Gummistiefeln ausdrücken und dann wieder abreisen und bis zur nächsten Katastrophe passiert dann nichts?

In der Schweiz ist der Staat öfter gar nicht in der Lage, schnell auf Krisen zu reagieren. Da geht es daher vielleicht oft eher um das Vermeiden von Krisen, was natürlich auch nicht realistisch ist. So diskutieren wir da vielleicht aneinander vorbei. Aber dein Bild eines Staates, der sich auf Krisenreaktionsmechanismus besinnt, ist mAn absurd. (Da kannst du dich bald bei den Trump-Anhänger einreihen damit).

Auch Schulen, Strassen, Bahnen, Kraftwerke, Kläranlagen, Spitäler, Pflegeheime usw..wurden und werden aufgrund von Prognosen geplant und gebaut, ausgebaut und umgebaut, renoviert oder auch abgebaut, bis sie jeweils dann fertig sind, ist die Welt eine andere und vieles schon zu klein, alt usw..
Die Prognosen ändern sich ständig.

Doch bei der Finanzierung der prognostizierten Kosten der Alterung, da geht es dann nicht um Prognosen, sondern um die Verteilungsfrage bei den Kosten und das Geld wäre schon vorhanden.
Wie du weiter oben ja selber auch festgestellt hast. Wie können sich diverse Bewertungen dermassen aufblähen? Weil sehr viel Geld vorhanden ist, privates Geld.  

Und Geld braucht es um die diversen Kosten der Alterung der Gesellschaft zu finanzieren, nebst vielen anderen Kosten.
Das schafft übrigens auch viele Jobs, ganze Wirtschaftszweige leben davon, wenn es den Rentnern allgemein gut geht, profitieren sehr viele davon. Das Geld fliesst wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf und auch hin zur jüngeren Generation. Mein Gedanke zielt auf eine Umverteilung, bei den Kosten, hin zu den wohlhabenden Rentnern.  

Viele grosse Vermögen haben sich angesammelt bei der älteren Generation, das ist auch eine logische Folge der Alterung. Es liegt wohl oft als Anlagen auf Banken oder ist in Immobilien, die Bewertungen sind  meist stark gestiegen in den letzten Jahrzehnten Und da ginge es daher auch um die Verteilungsfrage bei den Kosten, dieser noch nie da gewesenen Alterung der Gesellschaft.  

Neue Schulden sind da aber bequemer aber nicht nachhaltig, auch nicht sozial und belasten die Zukunft. Zufrieden sind dann trotzdem viele nicht, Schulden machen nicht glücklich, sind oft dann nur ein Strohfeuer, aber die Problematik ist damit meist nicht gelöst. Zudem machen sie in der Regel die Reichen reicher.

Wenn Geld in den Kreislauf gepumpt wird, dann profitieren viele davon.






 
12.10.25 11:55 #199268 'Aber dein Bild eines Staates'
' Aber dein Bild eines Staates, der sich auf Krisenreaktionsmechanismus besinnt, ist mAn absurd'

Im klassischen Keynesianismus bewegt sich die Wirtschaft periodisch von Boom zu Bust und wieder zu Boom, eine Zwangsläufigkeit, ganz egal ob jemand seine Hausaufgaben gemacht hat oder nicht. Die dem innewohnende Irrationalität ist systemimmanent und das liegt an der oben zitierten Unfähigkeit Zukunft vorherzuberechnen.  Weil es keine belastbaren Prognosen geben kann, nimmt man Zuflucht in Herdenmentalität, deren Momentum notwendig in beide Richtungen übertreibt.

Im Keynesianismus besteht die Aufgabe des Staates deshalb darin, als antizyklischer Agent zu agieren, der die Übertreibungen wieder einfängt . In der Krise schnallt er seinen Gürtel nicht enger sondern weiter, umgekehrt umgekehrt. Die zweite besteht darin, seine essentiellen Grundfunktionen von den Boom Bust Cycles zu entkoppeln und eben dadurch zu garantieren.  
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