Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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08.01.26 13:16 #200101 'Maduro selbst und seine kubanische Garde.
Aus deren Existenz kann man folgern, dass Maduro selbst seiner engsten Umgebung nicht trauen wollte oder konnte. Und daraus lässt sich folgern, dass seine Macht intern bestritten bzw bereits angefressen war. Ein Deal mit Trump, um die interne Machtfrage zu lösen, lag damit auf der Hand.  
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it's the culture, stupid
09.01.26 00:30 #200102 Eine ziemlich unsinnige Aussage:
096, Malko: "... Nur war Biden nicht in der Lage ihn festzusetzen."

Solche Aktionen werden von den jeweiligen US-Präsidenten nur angeordnet. Die Ausführung übernehmen US-Spezialkräfte, die es auch schon genauso unter Biden gab.

Biden hat es aber offensichtlich vorgezogen, sich an das Völkerrecht zu halten, was Trump dagegen ziemlich egal ist. Für ihn gilt - wo es ihm gerade passt - nur das Recht des Stärken.

Um Maduro und seine Frau muß aber sicher keiner auch nur eine einzige Träne vergießen:

https://www.spiegel.de/ausland/...b1deea5-c7f4-40ce-8a22-6d730783463c

Die herrschende Polit- und Militärqlique versucht jedenfalls in Venezuela weiter irgendwie an der Macht zu bleiben und dabei wird auch jeder noch so abstruse Deal mit Trump offenbar abgesegnet. Immerhin bewegt sich jetzt etwas in Venezuela, denn so ganz scheint diese regierende Chavez- und Maduro-Qlique dem Trump-Frieden noch nicht zu trauen.

https://www.spiegel.de/ausland/...cc80a1e-a33f-4a54-a098-97f7c331fae1

 
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09.01.26 00:48 #200103 Im Iran könnte es für die herrschende ...
09.01.26 12:22 #200104 Völkerrecht
Würde irgend eine Spezialeinheit Putin festnehmen und ausfliegen würde in Europa nicht allzu viel nach dem Völkerecht gefragt.
Über 7 Millionen sind auch aus Venezuela geflohen in den letzten Jahren. Beunruhigend ist jedoch die Perspektive, denn Europa könnte ja z.B. Grönland nicht verteidigen gegen die USA. Weshalb Grönland nicht in der EU ist aber die EU nach Osten expandiert? Grönland wurde schon einmal von den USA besetzt, damit es nicht dem Deutschen Reich in die Hände fiel im 2. WK.

Einstmals wurde ja z.B. eine einst gewählte Regierung in der Ukraine aus dem Amt getrieben, nicht abgewählt, und niemand im Westen fragte nach der Legitimität und man verhandelte gleich mit einer Übergangsregierung damals, es gab keine Proteste zu dem Zeitpunkt zum Vorgefallenen aus der EU, denn das war halt in deren Interesse.
Die USA haben ja schon öfter in Mittel und Südamerika Regierungen gestürzt.
Expansion, als Konzept, ist mAn immer sehr, sehr fragwürdig, mit welchen Mitteln auch immer.
Die USA haben die militärischen Mittel dazu und niemand kann sie wirklich stoppen, das ist sehr beängstigend, Europa hat sich lange darauf verlassen, dies für die eigne Expansion nutzen zu können, als Rückendeckung, was etwas scheinheilig ist mMn. Jetzt sieht man die andere nackte Realität dahinter.  
10.01.26 09:11 #200105 'nicht allzu viel nach dem Völkerecht gefra.
Es fällt auf, dass Staatssubjekte den Einsatz von Gewalt gegen andere Staaten stets rechtskonform inszenieren. Die Begründung, man mache es weil man es könne, taucht hingegen nie auf. Auch Trump will in Venezuela nur den Vollzug eines in New York ausgestellten Haftbefehls erkennen. Selbst der selige Adolf bemühte für seine Schandtaten ein Notwehr- oder Selbstverteidigungsrecht. Daraus lässt sich folgern, dass man der Rechtsform ideell auch dann nicht entkommen kann wenn man sie praktisch mit Füssen tritt. Die Idee des Rechts ist offenbar kollektiv verankert, seine implizite Macht führt zwar nicht zur Verhinderung des Rechtsbruchs, kann jedoch zu dessen Sanktionierung führen wenn sich die Machtverhältnisse geändert haben. Die Nürnberger Prozesse sind dafür ein Paradebeispiel.  
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it's the culture, stupid
10.01.26 11:42 #200106 'wenn sich die Machtverhältnisse geändert .
'Die Idee des Rechts ist offenbar kollektiv verankert, seine implizite Macht führt zwar nicht zur Verhinderung des Rechtsbruchs, kann jedoch zu dessen Sanktionierung führen wenn sich die Machtverhältnisse geändert haben'

Die Sanktionierung ist also eine Funktion sich verändernder Machtverhältnisse. So werden Staatsführer in Lateinamerika nicht einfach nur abgewählt oder abgesetzt, sondern verschwinden nach ihrem Machtverlust regelmässig im Bau, meist zu lebenslang verurteilt. In Venezuela hat man sich dazu - die günstige Gelegenheit nutzend - clevererweise des trump'schen Grössenwahn bedient. Deshalb kann es auch keine 'abolute Immunität' geben, die Vance einem Mitglied der Trump-Terrorgruppe 'ICE' versprochen hat, nachdem der vor laufender Kamera eine arglose Mutter mit Schüssen ins Gesicht ermordet hat.  
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it's the culture, stupid
11.01.26 18:50 #200107 Maduro weg, Grönland ...
Der Coup war gut gekauft und kein Hubschrauber ging verloren über  Caracas. Hätte Maduro 2,3 Trupps  ukrainischer Soldaten mit Manpads angeheuert, wäre  der Plan nicht wie bestellt aufgegangen.

Was war es? Eine Machtdemonstration. Worum geht es? Um Öl und darum, einen Verhandlungshebel gegen China in die Hand zu bekommen. Die rechtliche Seite beansprucht Trump für sich selbst - wie es Großmächte schon immer gehandhabt haben. Das internationale Seerecht ist über Jahrhunderte genauso entstanden: Freie Passage immer für den, der die Kriegsschiffe hat. Man kann auch bei der Antike (Rom gegen Karthago) Bezug nehmen. Mit  Seestrategie geht es auch weiter, denn :

Das  nächste lohnende Ziel ist  schon ausgemacht: Grönland.  Nachdem das MAGA-Lager bei der "affordability crisis" (erwartbar) enttäuscht worden war , wird es jetzt auf die Einnahme von Grönland eingestimmt: 2 Millionen Quadratkilometer, die größte Eroberung für  die USA in den letzten 150 Jahren - und wer macht das möglich? Donald Trump.

Jedoch ist die grönländische Ostküste  extrem unzugänglich mit ganzjährigem Eisgang in den Fjorden und die meiste Zeit des Jahres nur mit Eisbrechern befahrbar. Die natürlichen Häfen der Region sind in Island zu finden: Tiefe Fjorde, ganzjährig eisfrei. Also müsste Island mit bei, zumal  Island von den USA besetzt gewesen ist (im 2. Weltkrieg).

Ich habe  einen besseren Vorschlag : Spitzbergen. Zwischen Spitzbergen und Grönland sind nur 450 km Entfernung, zwischen Spitzbergen und dem norwegischen Festland nur 650 km. Das sind zugleich die beiden Zugangswege aus der Arktis in den Nordatlantik, die sich somit vollständig kontrollieren lassen.
Außer ein paar russischen Bergarbeitern, die etwas Kohle abbauen, gibt es auf Spitzbergen kaum Einwohner. Der eigentliche Bewohner ist der Eisbär. Das Eiland ist zwar Norwegen zugeordnet, aber da lässt sich sicherlich eine Lösung finden.

Auf zerohedge war aber auch  schon der Vorschlag zu finden, einen Regime Change in Norwegen durchzuführen. Voll intakte Öl-und Gasförderung und ein üppiger Staatsfonds,  der als Beute dem MAGA-Lager vorgezeigt werden könnte.

Die ganz große Lösung wäre dann der subarktische Atlantik, das neue  Mare americanum:  Grönland, Island, Spitzbergen plus Norwegen als Bonus - da würde sogar Putin staunen, der mit seinen Eroberungen in der Ukraine nicht wirklich weiterkommt.

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Alea iacta est
12.01.26 09:29 #200108 'Worum geht es'
Der Denkfehler in den Analysen der Trump'schen Strategie besteht typischerweise darin, von sich auf andere zu schliessen, also Methoden, Kriterien, Ziele und eine Ratio zugrundezulegen, die man von zuhause oder aus der eigenen Geschichte bereits kennt. Der postmoderne Faschismus ist aber das Gegenmodell zu all dem. Er führt nicht nur permanent Krieg nach innen und aussen, sondern inszeniert diesen auch als popkulturelles Spektakel. Es muss täglich spektakulär zugehen und das Momentum darf nie abreissen, jede Form einer zivile Normalität wäre sein Ende. Damit unterschiedet er sich auch vom klassischen Faschismus, bei dem wie in derzeit Russland zu beobachten der erweiterte Massensuizid im Vordergrund steht (bislang 480k tote Russen, sprich 20 für einen Quadratkilometer Ackerland). Trump kennt keine strategischen Ziele, er reproduziert mittels permanenter Eskalation lediglich sein System solange es noch geht.  
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it's the culture, stupid
13.01.26 19:38 #200109 AfD-Chefs kritisieren US-Politik

"Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen", sagte Weidel am Dienstag auf eine Frage eines Journalisten im Bundestag.

Trump habe versprochen, sich "nicht in andere Staaten einzumischen", so Weidel weiter. "Das muss er seinen eigenen Wähler erklären, das muss man ganz klar sagen." Auch außenpolitisch seien solche Interventionen komplex und hätten Konsequenzen, Trump schränke so seine Handlungsspielräume "immer weiter ein". Es bleibe zu hoffen, dass sich das nicht auf die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg auswirke.

Chrupalla kritisierte mit Blick auf die US-Außenpolitik "Wildwest-Methoden", die "abzulehnen" seien. Allerdings zeige sich nun erneut die Schwäche des Völkerrechts und die Entwicklung von einer unipolaren hin zu einer multipolaren Weltordnung. Venezuela gehöre in dieser Weltordnung zur Einflusssphäre der USA, so "wie die Ukraine zur Einflusssphäre Russlands gehört".

Auch Weidel setzte das Vorgehen der USA in Venezuela mit dem Vorgehen Russlands in der Ukraine gleich und kritisierte "Doppelstandards" in den Medien. In Bezug auf Russland habe man nun jahrelang "Gejaule" gehört, dass Putin gegen das Völkerrecht verstoße. "Jetzt sind Sie plötzlich ziemlich leise, wenn Trump dasselbe tut." Als Grund für das Vorgehen der USA gegen Venezuela und Grönland nannte Weidel die Sicherung von Ressourcen. ...

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101081358/afd-chefin-weidel-kritisiert-trump-hat-gegen-wahlversprechen-verstossen-.html  
13.01.26 20:19 #200110 Die Nato ist TOT - das ist jetzt klar
Wenn ein Natomitglied anderen mit militärischer Gewalt droht, dann macht dieses Bündnis keinen Sinn mehr.  Die AfD benennt dies klar, Merz und Co schlingern noch herum. Aber es gibt keinen Grund zur Hoffnung. Die Faschistischen Staaten von Amerika sind auf dem Weg in den Abgrund und den wird keiner mehr aufhalten können...  
14.01.26 00:13 #200111 Wie durchgeknallt muss man sein,
den Ukraine Krieg mit der Verhaftung eines Venezuelan Verbrecher vergleicht.  
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I Love the smell of nervous shorts in the morning
14.01.26 10:15 #200112 Grönland
Nach einer wechselvollen Geschichte unter verschiedenen Herrscher ist Grönland schlussendlich eine Kolonie des Königreiches Dänemark geworden. Nach immer größeren Protesten wurde Grönland eine Teilautonomie zugestanden. Verteidigung und Außenpolitik verblieben bei Dänemark. Als Dänemark der EU beitreten wollte fand eine  entsprechende dänische Volksabstimmung am 2. Oktober 1972 statt und dabei stimmte aber eine große Mehrheit der "Grönländer" gegen den Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ( https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nland-Vertrag )  So wie Island ging es mMn Dänemark primär um die Fischereirechte im Nordatlantik. Dänemark also sowohl in wie außerhalb der EU. Denn bis heute ist nicht klar wer Grönländer ist. Ein grönländische Nationalität gibt es nicht. Alle sind Dänen. Da darf die Abstimmung schon bezweifelt werden so wie auch die Wahl zum grönländischem Parlament. Immerhin hat die dänische Kolonialverwaltung dafür gesorgt das es  eine ausreichende  Mehrheit der Inuit einfach möglich ist: https://www.tagesschau.de/video/video-1508656.html  https://www.tagesschau.de/ausland/europa/...nd-spiralskandal-100.html https://www.krankenkassen.de/dpa/454842.html . Diese Zwangsverhütung ging bis Anfang der 1990ziger.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nland
Grönland hat etwa 56.000 Einwohner. Von diesen sind etwa 88 % in Grönland geboren und 12 % außerhalb.[49] Etwa 95,5 % der Bevölkerung haben die dänische Staatsbürgerschaft.[50] Die Einwohnerzahl ist seit den 1990er Jahren stabil, nachdem sie sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts etwa verfünffacht hatte.[47]

Da weder in Grönland noch in Dänemark der ethnische Hintergrund untersucht wird, können nur Umfragen und Schätzungen zur ethnischen Bevölkerungsstruktur abgegeben werden. Üblicherweise ist das Grönländischsein eine Frage der Selbstidentifikation. Eine Studie von 2019 hat ergeben, dass etwa 92 % der grönländischen Bevölkerung sich als Grönländer identifizieren, was gut 51.300 Personen entspricht.[51]

Klar die Dänen wollen ja "keine" Rassisten sein (she. Spirale) und deshalb wird  der ethnische Hintergrund nicht untersucht. MMn Ist Grönland fiktiv autonom. in Wirklichkeit eine dänische Kolonie die auch dafür sorgt dass Dänemark Sonderrechte (u.A. Fischerei)  innerhalb der EU bewahren kann.

Und nun will ein anderer Staat sich  Grönland einverleiben und Kolonieherrscher werden. Grönland hat nämlich eine große strategische Bedeutung (Seewege, Zugang zur Arktis  und als Stützpunkt für atomar bestückte Mittelstreckenraketen). Rohstoffe könnten auch noch wichtig werden. Sie sind allerdings größtenteils immer noch durch einen riesigen Eispanzer geschützt und wirtschaftlich kaum abbaubar. Militärstrategische  Argumente sind die wirklich wichtigen. Und ich glaube nicht dass Dänemark den USA Stationierungsrechte für die Mittelstreckenraketen zubilligen würde. Damit sehe ich mittelfristig ein Wechsel in der Kolonialherrschaft. Und in den USA befürchten nämlich einige dass sich Russland und/oder China Grönland einverleiben könnten. Dann bliebe nur der große Krieg oder zu akzeptieren dass dann die Mittelstreckenraketen auf sie, die USA,  gerichtet würden.  
14.01.26 10:26 #200113 Demos
Ich vermisse die Proteste der Linke und Grünen zu den Vorgängen im Iran. Wo bleibt die Forderung nach der feministischen Außenpolitik? Ebenso vermisse ich bei den Grünen Demos gegen Kuba. Immerhin stellt Kuba nach Nordkorea die größte Truppe auf der Seite Russland gegen die Ukraine:
https://www.freiheit.org/de/...ten-kaempfen-fuer-russland-der-ukraine
https://orf.at/stories/3407564/

Betrachtet man den Iran, weiß man wer durch internationales Recht geschützt wird.  Europa will jedoch verhandeln und Deutschland liefert immer noch Waren in den Iran.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/...lle-deutsche-exporte-100.html
Ja, wir treten für die Menschenrechte ein, besonders wenn es um die Rechte der Hamas und ihrer Hintermänner geht.

Jetzt muss wohl erneut die USA internationales Recht beugen?  
14.01.26 10:43 #200114 Manche befürchten dass
nach den Vorgängen um Venezuela China sich Taiwan einverleiben könnte. Aber wie war das mit Tibet?
https://de.wikipedia.org/wiki/Tibet
und der Mandschurei
https://oe1.orf.at/programm/20230711/728692/Mandschurei
in der bis heute die muslimische Bevölkerung unterdrückt wird
https://www.tagesschau.de/ausland/chinas-umerziehungslager-101.html .

Auch Russland brauchte kein Venezuela um die Ukraine anzugreifen oder Tschetschenien zu platt zu machen https://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Tschetschenischer_Konflikt
und Georgien zu bekriegen https://de.wikipedia.org/wiki/Kaukasuskrieg_2008
Anschließen applaudierte unser Parlament Putin bei seiner Rede im Reichstag
https://de.wikipedia.org/wiki/...eptember_2001_im_Deutschen_Bundestag
 
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