Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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30.11.12 11:46 #901 Die erste europäische Währungsunion...
Die erste europäische Währungsunion war die "lateinische Münzunion", die um 1860 ins Leben gerufen wurde. Eine Erfolgsgeschichte wurde sie nicht wegen Mißwirtschaft und Schuldenmacherei - die gleichen Symptome wie heute beim Euro. http://www.youtube.com/watch?v=KkHGV7AXFdM

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Man kann die Realität ignorieren, aber nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität. (Ayn Rand)
30.11.12 12:01 #902 #895 ein Schwiegermutter Syndrom

im Zusammenhang mit freien Märkten??? Eine Erklärung wäre schön.

Freie Märkte siegen über die Planwirtschaft. Beide sind nicht vollkommen. Über den Bärenthread darf ich nichts schlechtes mehr sagen. Angst vor der Verschwörung ist wieder zu spüren, das PPT ist zurück.
Erfahrene Bären kann es nicht überraschen sie verlieren kein Geld mit Wetten gegen das PPT.

mfg

ALbärt

PS: Ist nicht schlimm wenn ihr wieder böse mit mir seid.

 
30.11.12 12:43 #903 Was ist PPT....
..., gamblelv? PowerPoinT?
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Man kann die Realität ignorieren, aber nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität. (Ayn Rand)
30.11.12 13:00 #904 Plunge Protection Team
Eine etwas aus der Mode geratene Welterklärungsformel aus dem Schatzkästchen verbeamteter Permabären...
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contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
30.11.12 13:28 #905 In der Tat habe ich den Begriff

Plunge Protection Team auch länger nicht gelesen. Ob es ganz aus der Luft gegriffen ist will ich nicht behaupten. Es gibt Marktstabilisierungsmechanismen die aufgrund politischer Vorgaben eingerichtet wurden um Marktabstürze zu verhindern. Dabei handelt es sich nicht um konspirative Verschwörungstheorien sondern um bekannte Mechanismen zur Sicherung der Märkte. Das wird von Bären oft falsch verstanden da hier die Ursache für eigene Verluste gesucht wird.

gamble: Das Schwiegermuttersyndrom werde ich später gerne erläutern. Du solltest deine Formulierungen weniger provokant wählen und auf Anspielungen verzichten.

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30.11.12 13:33 #906 Euro Arbeitslosigkeit bei 11,7%

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten – nach dem ILO-Standard – gab es in Österreich (4,3 Prozent), Luxemburg (5,1 Prozent), Deutschland (5,4 Prozent) und den Niederlanden (5,5 Prozent). Die höchsten Quoten meldeten Spanien (26,2 Prozent) und Griechenland (25,4 Prozent im August 2012).

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...one/7462206.html

 
30.11.12 15:06 #907 Super-Mario und die Vertreibung der Europäer .

Euro-Krise: Super-Mario und die Vertreibung der Europäer aus dem Märchenland

Der EZB-Präsident liest in Paris den Regierungen die Leviten, während IWF-Chefin Lagarde sich wegduckt. Die Französin sieht zwar Reformbedarf, aber nicht in Frankreich sondern in Spanien und Griechenland.  

ParisIWF-Chefin Christine Lagarde und EZB-Präsident Mario Draghi sind verschiedene Charaktere. Sie haben wohl auch ein sehr unterschiedliches Rollenverständnis. Bei einer Konferenz des französischen Schtzamtes heute in Paris wurde deutlich, dass die beiden auch nicht dasselbe Format haben. Draghi verstand es mit Geschick und Eleganz, neben den europäischen Reformen vor allem auch die nationalen Hausaufgaben herauszustellen. Lagarde dagegen bemühte sich vor allem um eins: Nur ja nicht bei der französischen Regierung anzuecken.

 

Im Finanzministerium an der Seine, das sie ja selber lange geleitet hat, kam von Lagarde kein Wort zu der Notwendigkeit, dass Frankreich mehr für seine Wettbewerbsfähigkeit tun muss. Sie brachte es sogar fertig, ein langes Reformprogramm für die Eurozone vorzutragen, ohne auch nur einmal das Wort "Souveränitätsverzicht" in den Mund zu nehmen.

 
30.11.12 18:43 #908 Kicky 900: The Power of Excel ;-)
Weil ich Buiter respektabel finde, habe ich mal die ganze Analyse gescannt.

Es ist schon toll, was man mit Excel so alles machen kann... Rein Excel-technisch hätte man das ganze sicher auch bis auf Landkreise runterbrechen können, aber dann wäre es halt nicht bei 70 Seiten geblieben...

Irgendwie hat mich das an meine gloriose Zeit als Sandwich zwischen Vertrieblern und Investoren erinnert... Damals musste der Vertrieb solange Excel-Artistik betreiben, bis die Investoren zufrieden waren.

Ich vermute mal, dass die Buiter-Sheets artverwandte Zyklen durchlaufen haben...

Natürlich ist bei mir damals nie irgendetwas von den Prognosen eingetroffen, aber das stellte sich Gott-sei-Dank eben erst viel später raus. Und wenn die Investoren dann mir gegenüber wutschnaubend Rechenschaft forderten, konnte ich mich (angesichts meines spartanischen Gehaltes) immer noch hinter die Verteidigungslinie zurückziehen: "Ich mach's euch zwar nicht besonders gut, aber dafür unschlagbar billig"... ;-)  
30.11.12 18:51 #909 permanent 907: Die Worte zu Draghi höre ich .

..., aber die eifrig Nickenden sind mit dann doch etwas verdächtig:

"Die französische Europaparlamentarierin Sylvie Goulard schlug in dieselbe Kerbe wie Draghi: "Wir müssen endlich aufhören so zu tun, als könnten technische Anpassungen in der Eurozone unsere Probleme lösen." Europa müsse ein höheres Niveau der Integration erreichen: "Wir können nicht bei der nationalen Souveränität stehenbleiben, das ist die Schlüsselfrage." Martin Hellwig vom Max-Planck-Institut in Bonn sagte es fast genauso: "Man kann nicht eine Währungsunion haben und nationale Souveränität, das haben leider die meisten Länder noch nicht verstanden.""

Ich befürchte nämlich, dass unter "Integration" bei vielen, bei allzu vielen, eine Integration auf ein gemeinsames fiskalisches Schlampigkeits-Niveau verstanden wird. Ich erinnere mich noch allzu gut an die hochintegrierte Schröder-Chirac-Vorgehensweise zu den Maastricht-Regeln.

Integraton ist mMn in einem so grossen und kulturell so heterogenen Raum wie Europa nicht mehr beherrschbar. 

Selbst die kleine Schweiz hat Subsidiarität und fiskalische Nicht-Integration gewählt, und es hat ihr nicht schlecht getan.

 
30.11.12 19:18 #910 Eine politische Union
ist alles andere als ein Garant für seriöses Haushalten. Sieht man doch sehr schön bei uns. Da fühlen sich manche Bundesländer und Gemeinden ganz wohl beim Schuldenmachen. Es braucht eben auch die Regeln und Gesetze die rechtzeitig greifen und nur sehr schwer auszuhebeln sind. Auf keinen Fall sollte es bei uns und auch in der Eurozone bedingungslose automatische Transfers geben.  
30.11.12 19:27 #911 Malko 910: Genau diese Gesetze würde es im.

"Es braucht eben auch die Regeln und Gesetze die rechtzeitig greifen und nur sehr schwer auszuhebeln sind"

... integrierten Europa aber auf keinen Fall geben, da bin ich hundertprozentig sicher.

Oder erst nach einem Jahrhundert Lernphase, oder so, nach x Zusammenbrüchen und y Währungsreformen und z Revolutionen...

Ich bleibe dabei: Ich bin für Europa, aber für ganz erhebliche Subsidiarität. Mich hat in Bezug auf das politische Umgehen mit Finanzen bisher noch nichts auch nur ansatzweise so überzeugt wie die Schweiz.

Vielleicht hat der Liebe Gott ja einen unerwarteten Anfall von Mildtätigkeit und vergönnt "uns" Europäern das auch einmal...

 
30.11.12 20:00 #912 fkuebler, ich glaube auch nicht,
dass wir alsbald eitel Sonnenschein haben werden, weder in Europa noch in der Bundesrepublik. Aber es bleibt uns nichts anderes übrig als an den Problemen zu arbeiten, ob nun mit Einheitswährung oder getrennten Währungen. Die Verflechtungen sind auf jeden Fall vorhanden und alles andere als gering. Ohne Einheitswährung hätten wir noch zusätzlich die Währungsprobleme ohne die Probleme über die wir jetzt laufend diskutieren nicht zu haben. Wirtschaftliche Ungleichgewichte und Blasen haben eben wenig mit Währungen zu tun. Diesbezüglich musste die Schweiz bis jetzt ein teures Lehrgeld zahlen und dabei ist sie formaljuristisch nicht im Euro, wegen der wirtschaftlichen Verflechtung faktisch aber schon. Es ist noch nicht solange her, da finanzierten deutsche Sparer die Immobilienblasen in Irland und Spanien mit. Jetzt finanzieren die gleichen Sparer den Autokauf in Frankreich, Italien und Spanien und verstärken damit noch die wirtschaftlichen Ungleichgewichte. Die Probleme sind wirklich nicht einfach zu lösen und schon gar nicht mit Vorurteilen. Es gibt eben keine Guten und keine Bösen, es gibt nur Hirnverbrannte und die sind überall stark vertreten.  
30.11.12 20:09 #913 warum einen Riesen Verwaltungsapperat
und Demoralisierung und Entkräftung von Bedürftigen durch Hartz 4:

Das Grundeinkommen wäre eine gerechte Chance für alle.

http://www.finanzwirtschafter.de/...as-bedingungslose-grundeinkommen/
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Usle timilai kati tiryo?
30.11.12 20:31 #914 Malko12 Es ginge durchaus auch mit Einheitsw.

"Aber es bleibt uns nichts anderes übrig als an den Problemen zu arbeiten, ob nun mit Einheitswährung oder getrennten Währungen"

..., wie die Schweiz zeigt. Aber jetzt gehe ich mir langsam schon selbst auf die Nerven, wenn ich die Schweizer Qualifikation (= Commensense in der Breite der Bevölkerung) im Umgang mit Finanzpolitik so hoch lobe ;-)

"Die Verflechtungen sind auf jeden Fall vorhanden und alles andere als gering"

Auch das gilt auch für die Schweiz. Und nennenswerte kulturelle Unterschiede gibt es auch. Die "Franzosen" und die "Italiener" hier würden sich auch gerne noch viel mehr (als es transfermässig durchaus zugelassen wird) ein schönes Leben auf Kosten der "Deutschen" machen. Geht hier aber nicht.

Ein Europa nach den Konstruktionsplänen der Schweiz... Das würde ich glatt noch auf meine alten Tage zum Superbullen mutieren wollen... Obwohl ich dann im bad case auch zum Ochsen werden könnte, je nachdem wie man's nimmt... ;-)

 
30.11.12 21:43 #915 hahahaha ,wer macht denn die Drecksarbeit
in der Schweiz????
Bist Du Rassist ?
....auch die  besten IT Cracks die ich kenne sind keine Deutschschweitzer.
ich wohne hier an der Grenze.
Nichts gegen die Deutschschweizer die hart arbeiten.
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Usle timilai kati tiryo?
30.11.12 22:44 #916 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 02.12.12 17:15
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Beleidigung

 

 
30.11.12 22:49 #917 Er singt Dir ein Kinderliedchen, FK...
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contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
30.11.12 22:52 #918 Die Rechnung für Griechenhilfe
Das Handelsblatt kommt da zu ganz erstaunlichen Zahlen ,was das den deutschen Steuerzahler kostet:
Die zeitliche Verlängerung,über die so viel dabattiert wurde ,kostet Geld – das keiner auf den Tisch legen will. Bisher haben Merkel und Schäuble alles versucht, um die Kosten für den Steuerzahler zu kaschieren. Doch jetzt werden die Kosten konkret spürbar: 2013 schlagen sie mit 730 Millionen Euro zu Buche. Bis 2014 sind es insgesamt mindestens 1,4 Milliarden Euro.

Der größte Teil davon entfällt auf eingeplante Gewinne der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB hat 2010 griechische Anleihen mit einem Nennwert von ungefähr 45 Milliarden Euro gekauft. Sie erwarb die Papiere allerdings zu deutlich niedrigeren Kursen - und schreibt mit ihnen deshalb hohe Gewinne. Die EZB reicht ihre Gewinne an die nationalen Notenbanken weiter – darunter die Bundesbank. Die Bundesbank wiederum schüttet den Gewinn an den Bundeshaushalt aus. Deutschland und die anderen Euro-Länder werden nun den ihnen zustehenden Anteil der Anleihe-Gewinne an Griechenland zurückgeben. Im Falle Deutschlands sind das 2013 rund 600 Millionen Euro
Die restlichen 130 Millionen Euro für 2013 entfallen auf Zinssenkungen für bilaterale Hilfskredite......
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...ler/7461648-3.html

also die sollten sich doch schämen und endlich zu Potte kommen!was macht da für einen Wind drum,befragt die Bürger auf der strasse,lässt sie bei n-tv ihren Unmut äussern,das sit doch weniger als jedes Jahr laut Rechnungsbericht verschleudert wird  
30.11.12 22:53 #919 Eben Kicky !
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contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
30.11.12 22:54 #920 Allianz fürchtet Verwerfungen am Anleihemark.
Die Frage sei nicht, ob die Blase platze, sondern wann, sagt Andreas Utermann, Anlagechef bei Allianz Global Investors. Für Aktionäre allerdings hat er gute Nachrichten. Er
sieht im Zuge der Finanzkrise eine massive Blase am Markt für Staatsanleihen aus den USA und Deutschland heraufziehen. Grund dafür seien die negativen Realzinsen für die Bonds, ....
http://www.handelsblatt.com/finanzen/...e-groesste-blase/7461374.html  
30.11.12 22:57 #921 Computer sind also doch kultivierter,
auch im Demenzfall... ;-)  
30.11.12 22:58 #922 Hans-Werner Sinn sieht aber 17 Milliarden
Forscher um den Münchener Ökonom Hans-Werner Sinn rechnen allerdings mit sehr viel höheren Kosten in den Folgejahren.

Sein Ifo-Institut bezeichnet die nun beschlossenen Maßnahmen als "impliziten Schuldenschnitt". Sprich: Laut Ifo-Institut findet bereits jetzt ein Schuldenerlass statt - zu Lasten der öffentlichen Gläubiger, also auch der deutschen Steuerzahler. Genau diesen Eindruck möchte die schwarz-gelbe Koalition zehn Monate vor den Bundestagswahlen eigentlich vermeiden.

Den Berechnungen des Ifo-Instituts zufolge ergeben sich durch die Maßnahmen der Geldgeber Kosten von 47 Milliarden Euro. Daran sei Deutschland mit knapp 14 Milliarden Euro beteiligt. Die Forscher behaupten, dass das deutsche Haushaltsdefizit für 2012 um genau diese Summe steigen würde - wenn man "versicherungsmathematisch korrekt rechnen würde".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...arden-euro-a-870301.html  
30.11.12 23:02 #923 und die FAZ im Kommentar
folgt man dem dominierenden Meinungsbild an den Stammtischen des Internets, dann sind die 473 Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die am Freitag für die neuesten Griechenland-Hilfen stimmten, im besten Fall Dummköpfe, Feiglinge, Opportunisten. Doch auch des Betrugs und des Verrats am eigenen Volk, jedenfalls an dessen Vermögen, müssen sich regelmäßig alle Politiker zeihen lassen, die der von der Regierung Merkel eingeschlagenen und von fast allen Oppositionsparteien mitgetragenen Politik zur Überwindung der Schuldenkrise in Europa zustimmen. Der deutsche Wutbürger hat neue Hassobjekte gefunden: die „Rettungspolitik“ und den „Rettungspolitiker“. Bis zur Wiederbelebung des „Systempolitikers“ scheint es nicht mehr weit zu sein.

Ausweislich repräsentativer Umfragen stellt dieser Zorn nur einen Teil der öffentlichen Meinung dar; die Mehrheit der Deutschen blickt auf Europas Krise mit „entspanntem Fatalismus“, Doch entgeht auch den „Rettungspolitikern“ nicht, dass die politische Radikalisierung, die zu den gefährlichsten Folgen der Krise gehört, nicht nur bei den Empfängern der Hilfsmilliarden voranschreitet.

Warum aber hält dann fast die gesamte politische Elite (nicht nur Deutschlands) an einer Politik fest, die ihr Hohn und Hass einträgt, aber kaum öffentliche Anerkennung? Weil sie befürchtet, dass der von ihren Kritikern vorgeschlagene Plan, Griechenland in die Insolvenz gehen zu lassen und aus der Eurozone auszuschließen, einen noch höheren wirtschaftlichen und politischen Preis forderte. Den unumstößlichen Beweis dafür, welcher Schrecken kleiner wäre, kann keine Seite erbringen. ...

http://www.faz.net/aktuell/politik/...n-noch-verbrecher-11977944.html  
30.11.12 23:07 #924 Island: Krise meldet sich nach 4 Jahren zurück
Islands größter Hypothekenkreditgeber HFF benötigt einen Bailout durch die Regierung, der sich nach jetzigen Erkenntnissen auf mehr als $100 Millionen belaufen wird. Hauptgrund ist, dass HFF seinen Kapitalanforderungen nicht mehr gerecht werden kann, und Probleme dabei hat, der Bedienung seiner ausstehenden Anleihen nachzukommen. Da die emittierten HFF-Anleihen in einem Volumen von 516 Milliarden Kronen inflationsindexiert sind, rutscht der Hypothekenkreditgeber immer tiefer in die roten Zahlen.

Allein in diesem Jahr wird die nationale Inflationsrate die Marke von 4% überschreiten. Diese Entwicklung hat bei HFF zu einer Reduzierung der erforderlichen Kapitaldecke von fünf Prozentpunkten beigetragen. Islands Regierung wird nach dem Bankencrash im Jahr 2008, in dessen Zuge private Kreditgeber wie Kaupthing, Landsbanki oder Glitnir einen lupenreinen Schuldendefault von mehr als $85 Milliarden aufs Parkett legten, nun also dazu übergehen, einem Probleminstitut erstmals aus seiner finanziellen Malaise herauszuhelfen..... Insgesamt hat HFF Anleihen in einem Gesamtvolumen von 516 Milliarden isländischen Kronen ausstehen.

Damit ist HFF hinter der Regierung der größte Schuldenemittent des Landes. Zum Problem werden HFF vor allem auch die im Jahr 2008 eingeführten Kapitalkontrollen. Da in Island festliegendes Kapital aus dem Ausland nicht mehr flüchten konnte, floss ein großer Teil dieser Finanzmittel zurück in die isländischen Immobilienmärkte. Dadurch ist längst eine neue Preisblase entstanden, die zu einer deutlichen Befeuerung der heimischen Inflation beitrug. Da die HHF-Bonds inflationsindexiert sind, wird deren Bedienung immer teurer.....

http://www.wirtschaftsfacts.de/2012/11/...t-von-hff-mit-wucht-zuruck/  
30.11.12 23:19 #925 Rückblick von F.:: die Politik der ftd
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