Zunächst ist die humanitäre Katastrophe enorm und untragbar.
Die Situation für LEONI wird sich denke ich dadurch merklich verschlechtern. Die Werke in der Ukraine fassen circa 7.000 Mitarbeiter. Das sind ca. 7% der Mitarbeiter, die LEONI hat. Nehmen wir vereinfacht an, es sind dort auch 7% des Umsatzes, dann sprechen wir von ~ 200 Millionen Euro Sales p.a
Die Produktion scheint bereits nach Tagen VW und BMW massiv zu betreffen - über diverse Werke hinweg. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das Problem binnen weniger Wochen gelöst ist. Es kann ja nicht einmal Fertigung verlagert werden, sondern muss paralell nochmals aufgebaut werden. Unabhängig von Flächenverfügbarkeit und Personal (Trainingsphase!) ist das eine Herkulesaufgabe.
Keine guten Zeiten... Das kommt erneut oben drauf zu den Schwierigkeiten, die bereits bestehen. Ich erwarte auch deutliche Mehrkosten durch dieses Vorhaben, die das Ergebnis die kommenden Monate - bis ggf. Ende des Jahres sogar belasten. Die konservative Prognose könnte das ggf. noch verkraften.
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