http://www.haushaltssteuerung.de/staatsverschuldung-frankreich.html
Fakt ist, dass laut dem von mir gezeigten Link in diesem Beitrag, das Defizit seit 2000 unter einer liberal-konservativen Politik stetig angestiegen ist und mit der Ära Sarkozy ihren desolaten Höhepunkt fand, mit Neuverschuldungen jenseits von Gut.
D.h. den Karren in den Dreck gefahren hat nicht Hollande und dessen Regierung, sondern in erster Linie die Regierungen unter Sarkozy, die ebenso in den 12 Jahren zuvor nicht ansatzweise in der Lage waren das Land zu reformieren, u.a. weil sie eben nicht die Häme kassieren wollten wie Hollande. Denn Fakt ist, mit solch Reformen wie der Reform des Arbeitsmarktes, Lockerungen in Punkto Kündigungsschutz, uvm. macht man sich alles Andere als beliebt. Diese Unbequemlichkeit wollte sich ein Sarkozy nicht antun, stattdessen hat man die Neuverschuldung immer weiter auf immer höhere Niveaus aufgeblasen und den Karren immer weiter in den Dreck gefahren.
Hollande nun anzulasten er wäre ideologisch zu sozialistisch und zu weit links unterwegs grenzt schon an ideologischer Verblendung, denn Fakt ist auch, dass Frankreich unter Sarkozy sozialistischer geführt wurde als Hollande, das Land noch wesentlich weiter von Veränderungen entfernt war wie es heute unter Hollande entfernt ist.
Wenn man Hollande etwas vorwerfen kann ist es, dass er die Unfähigkeit seiner Vorgänger nicht wirklich ablegen kann.
Ferner halte ich es aber auch für gutgläubig, zu glauben, dass der Kündigungsschutz Unternehmen daran hindert Mitarbeiter einzustellen. U.a. weil es für solche Zwecke auch in Frankreich Leiharbeit gibt und Andererseits kein Unternehmer Mitarbeiter zum Selbstzweck einstellt.
Denn dies würde ja unterstellen, dass durch flexiblere Arbeitsbedingungen die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen steigen würde, die dann die "mehr" beschäftigten Mitarbeiter erbringen würden.
Doch die Kunden konsumieren nicht mehr nur weil Unternehmen flexibler mit Personal umgehen können.
Dann müsste man sich eigentlich für höhere Löhne und gegen eine Arbeitsmarktreform aussprechen, weil diese ja genau diesem Prinzip widersprechen würde. |