der Bürger schützt Gemeinde vor Einbrechern, da der Staat es nicht mehr leisten kann/will. Die traditionsreiche "Ochsen-Post" mitten im Zentrum, vom Guide Michelin als "kulinarische Perle" gerühmt, hatte es im März binnen zwei Wochen sogar zwei Mal getroffen, Schaden: 30.000 Euro. Gastwirt Theo Jost war es, der beschloss, nicht auf ein drittes Mal zu warten. Ein mit Jost befreundeter Sicherheitsexperte, ein früherer Polizist, läuft nun jede Nacht mit Taschenlampe, Funkgerät und Diensthund Gina seine Runden.
Seither hat es keinen Einbruch mehr gegeben, zumindest keinen erfolgreichen; einen Dieb konnte Wachmann Jürgen Kappler noch von einem Tresor verjagen. Seitdem schlafen die Tiefenbronner ungestört. "Bei uns ist nichts mehr. In den Orten außen rum wird weiter geklaut", sagt Jost.
[...]
"Wenn die Gemeinde sich weigert, dann ziehen wir das eben so durch", sagt der 64-Jährige. An die 60 Interessenten, die 40 bis 50 Euro jeden Monat für einen privaten Wachdienst zahlen würden, hat er bereits zusammen. Das sagt einiges über das Gefühl der Unsicherheit und Bedrohung, das in Tiefenbronn herrschen muss.
[...]
Während in Deutschland 3,7 Prozent mehr Einbrüche angezeigt wurden, waren es in Baden-Württemberg über 32 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. http://www.welt.de/politik/deutschland/...-mit-Privat-Wachdienst.html
Die staatliche Polizei sieht heute selber wie eine Gruppe von Verbrechern aus, in ihren dunkelblauen Uniformen, wie ich finde. |