Der €/CHF Thread

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eröffnet am: 31.01.12 23:59 von: izhevski ink. Anzahl Beiträge: 4941
neuester Beitrag: 11.07.22 21:20 von: mbhpro1 Leser gesamt: 2966516
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08.09.15 14:35 #4376 Verbraucherpreisindex der Schweiz
sinkt abermals. Der Verbraucherpreisindex ist im August erneut gefallen, jetzt auf -1.4%. Ökonomen befürchten, dass dies der Schweizer Wirtschaft weiter zusetzen wird, da Investitionen aufgeschoben werden (in Erwartung weiter fallender Preise).

Hier die Entwicklung des Verbraucherpreisindex in den letzten Monaten:

August 2015 -1,4%
Juli 2015 -1,276 %
Juni 2015 -1,037 %
Mai 2015 -1,182 %
April 2015 -1,123 %
März 2015 -0,875 %
Februar 2015 -0,840 %
Januar 2015 -0,485 %
Dezember 2014 -0,328 %
November 2014 -0,059 %
Oktober 2014 -0,013 %

Leider weiß ich nicht, wie die Kerninflation der Schweiz ausschaut, aber die dürfte sich auch langsam der Null nähern (oder diese sogar schon unterschritten haben).

LokivonAsgard  
08.09.15 16:09 #4377 parität zum $
die parität kommt wieder näher. aber nicht zum euro sondern zum dollar.... ;-)  
08.09.15 18:52 #4378 @stksatl228818626
Logische Konsequenz. Wenn ich Schweizer wäre egal ob privat Person oder Geschäftsmann würde ich aktuell auch nicht ohne nachzudenken investieren.
Das Mass für die Schweizer Wirtschaft ist bei 1,09 CHF/€ halt voll.
Wird spannend. Wenn die Konjunktur in Europa mal schwächer wird bei den wichtigen Export Staaten der Schweizer wie Deutschland, Frankreich, Österreich... dann wird der starke Franken die Schweizer Wirtschaft noch mehr belasten, dann können sich diese Länder Schweizer Produkte noch weniger leisten.  
08.09.15 20:37 #4379 einerseits und andererseits
Einerseits ist das logisch, dass die Preise (für importierte) Waren fallen. Andererseits erstaunt es mich halt, dass ausgerechnet im August, wo doch der Franken wieder ein wenig an Wert verloren hat, noch einmal so ein doch recht heftiger Schub kommt.

Ich kann das ganze noch nicht wirklich einordnen bezüglich seiner Bedeutung...

LokivonAsgard  
08.09.15 20:55 #4380 Absicherungsgeschäft
Ich habe heute den CHF verkauft und den EUR gekauft. Absicherung von ca. 70 % der Frankenbestände. Jetzt sehe ich mir das gemütlich an, was nun passiert. Ich gehe nach wie vor von 1,20 bis 1,25 aus. Der Euro wertet aktuell gegenüber sämtlichen Währungen auf.  
09.09.15 09:17 #4381 ja genau geh mal vom 1.20 -1.25 aus
Und das dan für lange Zeit .:-).die Medien haben ganze Arbeit geleistet.die bankster haben auf  den Verfall des Euro gewettet und das ist bis jetzt leider noch nicht eingetreten.und jetzt die Rolle rückwärts, wetten auf die schwäche des Franken  :-) bis er bei 1.60 zum Euro steht haben sie 5 Jahre Zeit :-).  
09.09.15 18:16 #4382 100 % abgesichert
Ich habe die Frankenstärke heute genutzt und mich zu 100 % abgesichert gegen einen fallenden Franken. Also ob 1,20, 1,30, 1,50, 1,60 oder mehr als 1,90 ist ohne Bedeutung für mich. Ein kleiner Zinsvorteil ergibt sich auch noch. Ich kann nicht sagen, was passieren wird und deshalb habe ich mich abgesichert.  
09.09.15 19:31 #4383 Re: 100 % abgesichert
Was war denn die Ausgangssituation?
Klassische Fremdwährungskredite in Franken benötigen ja eher keine Absicherung gegen einen schwachen Franken (sondern andersrum).  
10.09.15 07:28 #4384 stksat
bitte um genauere erklärung!?  
10.09.15 08:35 #4385 glaube dieses treffen kann den euro stärker .
10.09.15 20:27 #4386 @Globalloser
Da ist schon was dran. Mit konstruierten Krisen kommt Bewegung in den Markt wo es dann Gewinner und Verlierer gibt. Und jetzt haben dieselben Bankster welche vorher gegen den Euro gewettet haben vermutlich wetten in die andere Richtung am laufen.
Krank und nicht vorhersehbar.  
10.09.15 23:46 #4387 #4386 Wenn es so ist
also alles krank und nicht vorhersehbar, warum bist du dann noch hier?  
11.09.15 07:43 #4388 warten wirs ab ob das nicht vorhersehbar ist
Der Franken tut sich noch schwer mit der 1 .10  soll ja spannend bleiben .big cinema :-) ,aber durchschau bar ist es schon,und wer hats gemacht die schweizer selber nicht die bösen ausländischen Spekulanten :-) aber jetzt investieren sie wieder im Ausland .  
11.09.15 11:27 #4389 hey baby, hey!
durch die 1.10 mit schmackes. es könnt sogar noch weiterlaufen..  
11.09.15 12:03 #4390 warten wir mal ab
auf 2016 oder 2017
könnten wir wieder vl die 1,20 knacken!
wer weissssss  
11.09.15 16:18 #4391 Absicherung
Hallo Skat,

Ich habe die Frankenstärke heute genutzt und mich zu 100 % abgesichert gegen einen fallenden Franken. Also ob 1,20, 1,30, 1,50, 1,60 oder mehr als 1,90 ist ohne Bedeutung für mich. Ein kleiner Zinsvorteil ergibt sich auch noch. Ich kann nicht sagen, was passieren wird und deshalb habe ich mich abgesichert.  


das würde mich sehr interessieren wie macht man sowas ?  
11.09.15 18:36 #4392 ich haette da eine idee :-)
Vieleicht erfüllt man die Kriterien von Skat in dem man einfach in Euro tauscht , oh das aber risiko  
11.09.15 19:25 #4393 @Mikado22
Hallo Mikado22,

gerne beantworte ich deine Frage. Auf vernünftige Fragen gebe ich gerne eine Antwort.

Kurz zu meiner Ausgangssituation: Ich verdiene CHF, lebe in Österreich und habe ein paar CHF gespart. Gewisse Lebensmittel kaufe ich in der Schweiz (super Qualität und preislich unwesentlich teurer) und das Auto tanke ich auch in der Schweiz (Preis ist in etwa gleich wie in Österreich). Zur Info: Wo der Kurs noch bei 1,60 war, habe ich alle Lebensmittel in der Schweiz gekauft und auch andere Güter.

Da ich, aufrund des höheren Risikos von Investoren (Eurozone dürfte sich etwas erhohlen), davon ausgehe, dass der CHF abwerten wird gegenüber dem Euro (wieviel kann ich dir nicht sagen, habe keine Glaskugel), habe ich meine Frankenbestände abgesichert. Die neuen CHF, die ich verdiene, gebe ich zum Teil in der Schweiz aus und den Rest konvertiere ich in Euro (bis ca. 1,30 ist aktuell geplant). Also wenn man es ganz genau nimmt, bin ich nicht zu 100 % abgesichert, da die neuen CHF, die ich verdiene, nicht abgesichert sind. Aber: Sollte der CHF zu stark abwerten, dann werde ich wieder fast nur in der Schweiz einkaufen.

Nun zu der Absicherung: Ich habe einen Knock-Out Call (EUR/CHF) gekauft mit einem Hebel von ca. 3,5. Des Weiteren habe ich bei einem CFD Broker den CHF verkauft und der Euro gekauft (Hebel habe ich von 25 gewählt). Aufgrund der Zinsdifferenz ergibt das aktuell einen positiven Rollover (um ca. 23:00 erfolgt der Rollover).

Man kann nun argumentieren, dass ich nicht wirlich abgesichert bin, da ich immer noch das Kontrahentenrisiko habe. Ich gehe davon aus, dass weder der Emittent, noch der große CFD Broker insolvent gehen werden.

Es wäre aber auch möglich, bei einer Bank ein Devisentermingeschäft abzuschließen.


Ich hoffe deine Frage beantwortet zu haben. Bei Fragen kannst du mir auch gerne eine Nachricht zusenden.
 
12.09.15 12:27 #4394 CHF darlehen
Vielen Danke für Deine Rückantwort.
ich muss mir das mal in Ruhe erklären lassen.
Habe einen Bruder bei der Bank, der sollte das wissen.

Es geht darum dass ich eine Immobilie in CHF finanziert habe.
Der Zinsvorteil ist weg klar würde ein Wechsel in EUR Sicherheit schaffen.
Aber man möchte natürlich einen eventuellen anstehenden Wechselkursvorteil
mitnehmen.

Trotzdem eine Absicherung über solche Papiere einbauen wäre natürlich interessant.
Wie geht man an sowas ran ?  
12.09.15 16:50 #4395 @Mikado22
Ich gehe davon aus, dass der Kredit endfällig ist. Damit sich das Risiko nicht auf einen bestimmten Stichtag bezieht, könnte man einen Teil von dem Kredit auch auf einen Ratenkredit umstellen. Dadurch reduziert sich das Risiko immer mehr und man muss nicht alles zu aus heutiger Sicht ungünstigen Kursen konvertieren. Die Rate beträgt z. B. 400 CHF im Monat (müsste finanziell machbar sein). Aktuell konvertiert man diese 400 CHF z. B. zu 1,10. Die nächste Rate zu 1,12 und dann wieder zu 1,11 usw.

Man darf sich aber nicht ärgern, wenn der Franken dann doch schwächer wird und man bereits etwas konvertiert hat. Im Bereich ab 1,25 würde ich dann z. B. 10 % von dem Kredit mit einem Devisentermingeschäft absichern lassen. Die nächsten 10 % dann bei 1,30, die nächsten 10 % dann bei 1,35 usw. Damit kann man dann das Risiko auch reduzieren.

Ich bin schuldenfrei, aber ich würde das so angehen. Also nicht die Nerven verlieren sondern kontinuierlich das Risiko reduzieren. Und wenn der CHF, warum auch immer, doch stärker werden sollte, dann hat man zum Glück bereits etwas konvertiert durch die monatliche Rate.

Das ist meine Ansicht, wie ich es machen würde. Nur Information, keine Empfehlung.  
14.09.15 07:47 #4396 @Mikado22
Der Zinsvorteil ist weg????

Wo hast du den Unsinn her?

Du zahlst im Moment 0% Zinsen, oder etwas darüber (je nach Risikoaufschlag). Wo soll da ein Vorteil "weg" sein? Du hast vor 10 Jahren um die 4% Zinsen gezahlt. Und die einigen Tausender die du dir im Moment im Jahr ersparst schön ansparen, so kannst du auch das evtl. Währungsrisiko ausgleichen.

Es kommt natürlich immer auf deine Situation an, wann du eingestiegen bist und wann du zurückzuzahlen hast - im Moment läuft es aber nicht schlecht - lass dich da nicht von Medien etc. runterziehen.  
14.09.15 09:15 #4397 Ich denke auch
dass man derzeit nicht in Panik verfallen sollte, v.a. wenn die (meist endfällige) Rückzahlung erst in mehr als 8 Jahren oder so erfolgt. Ansparen der derzeit nicht gezahlten (aber ja wohl eingeplanten?!) Zinsen sollte da schon gut weiterhelfen. Derzeit sparst du ja gegenüber den zu erwarten gewesenen Zinsen wenigstens 3% ein, also bei 100.000EUR Kredit etwa 3000EUR/Jahr. Wenn du davon auch nur die Hälfte sparst, dann hast du in 10 Jahren auch noch einiges auf der Sicherungskante liegen.

Wenn überhaupt, dann sollte man sich eher gegen steigende Frankenkurse absichern, wobei die möglichen Folgen (viele in Österreich haben beispielsweise auf Anraten der Banken eine Untergrenze von 1.20 eingezogen und denen wurde der Kredit dann auch noch zu noch schlechteren Konditionen, teilweise unter einem 1:1-Kurs automatisch konvertiert. Die Beratung der Banken in diesem Punkt war somit vorsichtig ausgedrückt zum kotzen...) auch nicht immer kalkulierbar sind. Ist halt doch einiges an Glücksspiel dabei.

LokivonAsgard  
14.09.15 10:35 #4398 CHF darlehen
also es sieht so aus das wir seit 2000 zwei Geschäftsimmobilien damit finanziert haben.
Natürlich zu den damaligen Einstiegskursen.
Eigentlich haben wir durchweg Quartalsmäßig getilgt, also keine Endfälligkeit.
Lediglich die Laufzeit ist durch die aktuellen Kurse wieder nach oben geschnellt.
Besonders ärgerlich, ich wollte im Januar in EUR konvertieren, Verträge lagen schon bereit, eine Verzögerung der Bank fiel dann entsprechend in die Aufhebung des Mindestkurses. Die Bank nimmt sich nichts davon an. Bei einer Andeutung auf eventuelle eWiederrufsfehler wurde signalisiert, dass man dann alles kündigt und als Kunde aufgegeben wird.  prima  
14.09.15 13:36 #4399 Mikado - möglichst sofort konvertieren
im Moment sind die Zinsen für Euro-Kredite noch extrem niedrig, da kriegst was für 1,5% oder sogar weniger. Wird sich bald ändern so wie es aussieht.
Ebenfalls ist das eine einmalige Gelegenheit bei 1,09 noch zu konvertieren. Klar hast du Verluste durch den CHF-Kredit wie viele, aber wenn du jetzt umwandelst halten sie sich noch im Rahmen, wenn du noch wartest wird es dann richtig teuer werden.
Hier werden viele Hoffnungen verbreitet auf 1,20 oder darüber. Wenn man sich die Fakten mal anschaut geht's allerdings mittelfristig Richtung Parität (6 Monate bis 1 Jahr) und langfristig definitiv weiter runter (Griechenland wird wieder Milliärdchen brauchen, die anderen Südländer folgen auf dem Fuss, die CH-Wirtschaft wird qualitativ weiter schneller wachsen -> langfristig wird der CHF an Wert gewinnen).
 
14.09.15 14:10 #4400 JEDER!!
der pauschal einen Ratschlag gibt - wie der Typ unter #4399 - zeigt schon ganz klar, wieviel er weiß. Gut, den Held nimmt so oder so hier niemand mehr ernst, aber wie gesagt - jede Situation ist so individuell wie auch die Lösung!  
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