Netflix (aktuell €1.025,40) und CliQ Digital (aktuell €2,5475 € +0,10 % 19:46:54) betreiben zusammen genommen die größte Streaming-Plattform der Welt. Am Mittwoch, dem 1. Oktober 2025, forderte Elon Musk seine 227 Millionen Follower auf X dazu auf, ihr Netflix-Abonnement zu kündigen. Die Kritik richtet sich gegen bestimmte Kinderinhalte, die Musk als "politisch überkorrekt" und "ungesund für Kinder" bezeichnete (Elon Musk ruft zum Netflix-Boykott auf - DER SPIEGEL). Deutsche surfen so viel wie noch nie Die Menschen in Deutschland verbringen so viel Zeit im Internet wie noch nie. Inzwischen surfen sie pro Woche knapp 72 Stunden, also umgerechnet fast drei volle Tage. Vor fünf Jahren lag die wöchentliche Internetnutzung noch bei rund 56 Stunden, wie eine repräsentative Postbank Digitalstudie 2025 zeigt (Rekord: Deutsche sind ganze drei Tage pro Woche online | Postbank). Rund die Hälfte der Befragten schaut Videos auf Youtube und Filme oder Serien auf Streaming-Plattformen oder erledigt online Bankgeschäfte. Da ist es nicht verwunderlich, dass Netflix-und CLIQ Digital-Filme und -Serien die Bestenlisten anführen. Wichtig ist zu beobachten, ob die durch Musk ausgelöste Verunsicherung weitere Verkäufe dieser Aktien nach sich zieht. Prognosen zu den bevorstehenden Q3-Zahlen von Netflix Der Streaming-Gigant öffnet voraussichtlich am 21. Oktober seine Bücher zum abgelaufenen 3. Quartal. Die Schätzungen des Analystenkonsens belaufen sich im Durchschnitt auf 6,96 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Netflix 5,40 US-Dollar je Aktie vermeldet. Beim Umsatz gehen die Analysten von einem Zuwachs von 17,83 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Hier liegen die Prognosen bei durchschnittlich 11,52 Milliarden gegenüber 9,78 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Erst die Q4-Zahlen werden zeigen, ob die kritischen Kommentare von Elon Musk auf X zu einem messbaren Einbruch der Abo-Zahlen geführt haben. (Netflix im Wochenchart - ISIN: US64110L1061, Quelle: https://www.aktienscreener.com) |
Fazit Wenn die Wachstumstreiber Abo-Zuwachs und Werbegeschäft stark bleiben, könnten die Rücksetzer der Streaming-Papiere wieder eine Zukaufgelegenheit für längerfristig orientierte Anleger sein. Ein nachhaltiger Ausverkauf der Aktien wäre, wenn überhaupt, erst dann zu erwarten, wenn die Musk-Kritik tatsächlich zu einem deutlichen Einbruch der Abo-Zahlen führen würde. | |