Claranova, die französische CEWE
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neuester Beitrag: 08.04.26 12:56
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| eröffnet am: | 06.12.21 16:50 von: | Scansoft | Anzahl Beiträge: | 1220 |
| neuester Beitrag: | 08.04.26 12:56 von: | xy0889 | Leser gesamt: | 405215 |
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29.10.25 18:47
#1101 xy0889, was glaubst du denn?
Mal davon abgesehen sind bei Claranova ja noch andere Dinge sehr entscheidend, allen voran die Cheyne Umschuldung.
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29.10.25 18:51
#1102 KGV von 1,5
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29.10.25 20:32
#1103 Zeitplan Listing an Euronext Growth
Sitzung des Verwaltungsrats zur Einberufung der gemeinsamen Hauptversammlung und zur Vorlage des Vorschlags zur Übertragung der Aktien des Unternehmens an Euronext Growth Paris
29. Oktober 2025
Pressemitteilung zum Vorschlag der Übertragung des Börsenplatzes an Euronext Growth Paris
10. Dezember 2025
Einberufung der gemeinsamen Hauptversammlung zur Abstimmung über die Übertragung an Euronext Growth Paris
Bei positiver Abstimmung in der gemeinsamen Hauptversammlung:
- Beschluss des Verwaltungsrats zur Durchführung der Übertragung
- Pressemitteilung zur Information der Öffentlichkeit über den endgültigen Beschluss zur Beantragung der Notierung an Euronext Growth Paris
11. Dezember 2025
Antragstellung bei Euronext Paris auf Delisting der Aktien von Euronext Paris und Notierung an Euronext Growth Paris
Frühestens: 11. Februar 2026
Wirksamer Übergang. Delisting der Aktien von Euronext Paris – Zulassung der Aktien zum Handel an Euronext Growth Paris.
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29.10.25 20:45
#1104 meine Tabelle darf nicht fehlen :)
Meine Erwartung, die dieses Jahr Stagnation vorsieht, wobei man im 2.Halbjahr 3-5% wächst, und dann die nächsten zwei Jahre 5% Wachstum.
Und die Erwartung des Vorstand bzw. wie man den unteren Rand der Vorstandsziele für 27/28 erreichen würde (150 Mio Umsatz bei 23% Marge), was ich schon als best case betrachten würde.
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30.10.25 10:16
#1105 das die Zukunft gehandelt wird ist klar
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30.10.25 11:12
#1106 Wieso kackt
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30.10.25 11:30
#1107 Entweder weil
Oder weil wir mittlerweile schon wieder in der Phase sind wo schlecht gelaufene Nebenwerte aus den Depots geschmissen werden.
Aber wieder mal krass. Heute die ersten zwei Handelsstunden 200k Aktien rund um 1,95 € nachgefragt worden. Und jetzt geht’s innerhalb von einer halben Stunde auf 1,80 abwärts. Das ist bei der Aktie ein Muster. Hatten wir vor wenigen Wochen ja schon mal als oberhalb 2,1 stark gekauft wurde und es dann urplötzlich unter 2 € fiel.
Chaecka wird vermutlich sagen, man müsse eher Umsatzrückgang die nächsten Jahre erwarten. Trotzdem frag ich mich was man da bei 100 Mio MarketCap einkreisen will. Selbst bei 85-90 Mio Umsatz und 18-19% Marge wäre man fürs kommende Jahr mit KGV von 10 bewertet.
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30.10.25 17:06
#1108 echt verrückt
Und jetzt bröckelt der Kurs sukzessive weg, ohne das jemand dagegenhält. Plötzlich wollen die keine Aktien mehr, die heute früh über 10% höher gekauft haben.
tse, Börse ...
Jetzt wieder unter die 100 Mio MarketCap gerutscht. Wenn die Cheyne Umschuldung bis Juni gelingt, wovon ich ausgehe, und man den Umsatz stabil halten kann, könnte das auf ein KGV von 5,5 fürs kommende Jahr bedeuten.
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31.10.25 08:14
#1109 wie es aussieht glaubt der Markt die Ziele n.
Ich bleib dabei aber wie schon geschrieben - abwartend , und mal quartal für quartal .. evlt. halbjahr für halbjahr schauen wie es sich entwickelt
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04.11.25 16:49
#1110 Kleiner Vergleich
Der eine hat eine Verflechtung am Bein, der andere eine Entflechtung.
Beim KGV wirken beide unterbewertet. Ich habe mich für Teamviewer entschieden. Letztlich entscheidet das Produkt.
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04.11.25 16:53
#1111 Kann man so sehen, aber dann sollte man da.
Wenn es hier um KGV von 10 bei beiden ginge, könnte ich deiner Argumentation gut folgen. Aber bei KGV um die 6 finde ich es merkwürdig, die beiden Aktien sozusagen zu Ungunsten einer davon gegenseitig auszuspielen.
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13.11.25 16:50
#1112 sooo, gleich Q1 Zahlen
Aktienkurs hat das vorweggenommen und die MarketCap auf 87 Mio gedrückt. Also Ebitda Multiple unter 4, wenn es halbwegs normal läuft.
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13.11.25 18:49
#1113 google translated
Eric Gareau, CEO von Claranova, kommentierte: „Durch den Verkauf der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereiche von Avanquest in den USA können wir unsere Ressourcen nun voll und ganz auf unsere strategischen SaaS-Softwaresegmente konzentrieren. Im ersten Quartal 2025/26 verfolgten wir einen disziplinierten Ansatz bei unseren Marketinginvestitionen und konzentrierten uns auf die vielversprechendsten Zeiträume und Segmente, wie beispielsweise PDF, um deren Effektivität zu maximieren. Infolgedessen wachsen die PDF-Umsätze, und wie erwartet spiegelt sich dieses disziplinierte Management noch nicht im globalen Umsatz wider. Dieser zielgerichtete und disziplinierte Ansatz hat jedoch bereits zu einer Verbesserung der Profitabilität² im Quartal geführt. Im Einklang mit unserem strategischen Plan werden wir unsere Betriebskosten weiter optimieren und unsere Marketingaktivitäten verstärken, um zu nachhaltigem, profitablem Wachstum zurückzukehren.“
Veräußerung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereiche in den USA
Claranova gibt den Abschluss des Verkaufs von Avanquest North America LLC, der Tochtergesellschaft, die die verbleibenden nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten von Avanquest im Bereich des Vertriebs von Drittanbietersoftware umfasst, zum 31. Oktober 2025 bekannt. Diese Transaktion markiert den Abschluss der Transformation der Gruppe zu einem reinen SaaS-Softwareanbieter in den Segmenten Utilities & Security, PDF und Foto.
Der Verkauf läutet eine neue Phase in Claranovas Strategie ein. Das Unternehmen konzentriert seine Ressourcen und Kompetenzen nun auf den Ausbau seiner SaaS-Software-Aktivitäten.
Das Unternehmen wurde für 1,5 Mio. US-Dollar an das Management von Avanquest North America LLC verkauft. Zudem wurde die Rückzahlung einer Claranova geschuldeten Summe in Höhe von 1,5 Mio. US-Dollar vereinbart.
Die Vereinbarung sieht eine sofortige Zahlung von 300.000 US-Dollar und die Tilgung des Restbetrags von 2,7 Mio. US-Dollar über drei Jahre ab dem 1. April 2026 zu einem Zinssatz von 6 % vor. Eine vorzeitige Rückzahlung des ausstehenden Betrags ist jederzeit während der Laufzeit möglich.
Eric Gareau bleibt bis zur vollständigen Tilgung der Schulden beratendes Mitglied des Verwaltungsrats.
Zur Information: Der Buchwert (Anteil am Nettovermögen) von Avanquest North America im ungeprüften Konzernabschluss des Konzerns betrug zum 30. September 2025 minus 1,9 Mio. €.
m ersten Quartal 2025/26 erwirtschaftete Claranovas Kerngeschäft mit SaaS-Software einen Umsatz von 22 Mio. €, was die gezielte Marketinginvestitionsstrategie des Konzerns für diesen Zeitraum widerspiegelt. Der Konzern verfolgte einen selektiveren Ansatz bei den Werbeausgaben, um den Return on Investment zu maximieren. Die Marketingausgaben lagen 14 % unter dem Vorjahreswert, was der Strategie entspricht, sich auf die günstigsten Kampagnenzeiträume zu konzentrieren und schrittweise zu reinvestieren. Dieser disziplinierte Ansatz trägt dazu bei, die Conversion-Qualität zu erhalten und den typischen Anstieg der Akquisitionskosten durch kurzfristige, starke Erhöhungen der Mediaausgaben (algorithmischer Effekt von Werbeplattformen) zu vermeiden. Der Umsatz im PDF-Segment stieg flächenbereinigt um 8 %, unterstützt durch höhere Marketinginvestitionen und eine starke B2B-Dynamik, die 18 % des PDF-Umsatzes und 5,8 % des Quartalsumsatzes ausmachte. Die Segmente Utilities & Security und Photo gingen um 9 % bzw. 20 % zurück, was auf geringere Marketingausgaben zurückzuführen ist. Wie erwartet sank der Umsatz der strategischen Geschäftsbereiche währungsbereinigt um 5 % (währungsbereinigt -10 %).
Die Umsätze aus Randgeschäften beliefen sich im ersten Quartal 2025/26 auf lediglich 7 % des Gesamtumsatzes, was 1,6 Mio. € entspricht (Vorjahr: 2,3 Mio. €). Der Gesamtumsatz im ersten Quartal betrug somit 24 Mio. €, ein Rückgang von 7 % bei konstanten Wechselkursen (–12 % bei aktuellen Wechselkursen).
Dieser disziplinierte Umgang mit Marketingausgaben trug in Verbindung mit geringeren Betriebskosten zu einer höheren Profitabilität² im Vergleich zum Vorjahr bei. Diese Ergebnisse belegen das Bestreben des Konzerns, einen qualitativ hochwertigen Kundenstamm aufzubauen, der nachhaltiges Umsatzwachstum und eine kontinuierliche Verbesserung der Profitabilität sichert. Im Einklang mit seinem strategischen Plan wird der Konzern weiterhin innovative, nutzerorientierte Lösungen einführen, die Betriebskosten weiter optimieren und die Marketinginvestitionen schrittweise erhöhen. Dies dürfte sich ab dem ersten Halbjahr 2025/26 in höheren Umsätzen niederschlagen.
Claranova hat beschlossen, ihren Aktionären vorzuschlagen, das Geschäftsjahr an das Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember) anzugleichen. Diese Änderung soll den Finanzkalender des Konzerns an die Marktpraxis an der Euronext anpassen, die Transparenz der Finanzkommunikation verbessern und die Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen der Branche erhöhen.
Die Umstellung soll zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26, also am 30. Juni 2026, erfolgen. Im Anschluss daran folgt eine sechsmonatige Übergangsphase vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026, nach der der neue Kalender vollständig eingeführt werden kann.
Diese Änderung gewährleistet eine größere Konsistenz zwischen den Geschäftszyklen, Verpflichtungen und Finanzberichten des Konzerns. Sie erleichtert zudem die Kommunikation mit den Investoren, da die Ergebnisse künftig zeitgleich mit denen der meisten börsennotierten Unternehmen veröffentlicht werden.
Dieser Beschluss wird den Aktionären auf der Hauptversammlung am 10. Dezember 2025 zur Genehmigung vorgelegt.
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13.11.25 19:57
#1114 Wie sie haben für
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13.11.25 20:14
#1115 Scheint ja auch an saisonalen Mustern zu hä.
Das zweite Halbjahr ist ja bisher bei Avanquest ohnehin stärker gewesen, und ich gehe davon aus dass man zu Jahresbeginn besonders viel ins Marketing investieren wird.
Marge dürfte trotzdem konstant sein, nur halt im ersten Halbjahr dann erstmal 46-48 Mio Umsatz und im zweiten Halbjahr inklusive des Wachstums dann 56-58 Mio. Dann liegt man grob bei 105 Mio, was währungsbereinigt Stagnation im verbleibenden Bereich bedeutet, also im 2.Halbjahr 4-5% Wachstum. Ich rechne weiterhin mit 22-23 Mio Ebittda in diesem und 25-26 Mio im nächsten Jahr bei rund 15 Mio Überschuss. Wobei man dann ja schon langsam auf Kalenderjahr denken muss.
Jetzt warte ich nur noch auf Cheyne News. Dann wäre auch finanziell die Umstrukturierung abgeschlossen.
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13.11.25 20:50
#1116 Ich für meinen
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13.11.25 20:56
#1117 Ja, 5 sind höher als 2-4
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13.11.25 22:03
#1118 Sorry für den Sarkasmus! Muss mich da kurz
Natürlich ist 5% Umsatzrückgang nicht schön, und ich verstehe wenn du/man dann hier nicht investieren will.
Nur ist es denn wirklich ausschlaggebend für dich was ich eine Stunde vorher als meine Erwartung mit 3% Umsatzrückgang gepostet habe, um dann bei 5% zu sagen, das ist ja noch mehr?
Zumal Q1 ja nun offensichtlich von einer weitestgehend strategischen Neuaufstellung gekennzeichnet war, wo einzelnen Bereichen mehr Priorität eingeräumt wurde, während insgesamt an Marketing gespart wurde. Daher ist Q1 nicht wirklich aussagekräftig dafür wie es nun weitergehen wird. Aber klar muss man ein stückweit dem Vorstand und seinen Ausführungen glauben. Wer das nicht tut (Chaecka wird sich bestimmt auch noch zu Wort melden), soll auch nicht investieren, wobei halt einiges negatives eingepreist ist.
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13.11.25 22:19
#1119 Das Geschäftsmodell
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14.11.25 08:32
#1120 In dem Marktumfeld
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14.11.25 09:04
#1121 Firmen wo der Umsatz zurückgeht
In Summe ist hier halt doch einiges passiert in letzter Zeit und bis hier sich nicht Umsatz/Ergebnis sich stabiliesieren und man saubere vergleichszahlen vom Vorjahr hat (am besten 2-3 Jahre) und man nachweist das man wirklich wachsen kann und ! Geld verdienen glaube zumind. ich das die Aktie tod ist ... . das hier potenzial ist sehe ich schon auch .. nur das es bald gehoben wird glaube auf keinen Fall ..
das management scheint auf jeden Fall sehr engagiert zu sein ..
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14.11.25 09:12
#1122 Wie gesagt und wenn
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14.11.25 10:44
#1123 Scansoft
Aber auch egal, aktuell sinken die Umsätze trotz ca. 2,5% Inflation. Da kann man wirklich kein KGV von 10 verlangen.
Wäre es so einfach wie du das schilderst, wieso haben die das nicht schon gemacht. Vielleicht ist es doch nicht so einfach, weil es ein stark kompetitiver Markt vielleicht ist. Die Firma muss sich erstmal beweisen, dass die wachsen können ohne direkt ein haufen Geld auszugeben.
Scansoft eine bitte auch an dich. In meinen Augen hast du einen zu rosa Brille an. Meist bist du optimistischer als die Analysen oder gar das Managment. Das sieht man auch an deinen Track record der letzen Jahr. Der Markt hat sich geändert und wird sich auch wieder ändern, aber wer weiß das schon. Man muss so ein wenig mit der Zeit mitgehen und sich auch hinterfragen und dann mit dem Markt ändern. Bestes Beispiel sind die ganzen Turnaround Aktien (Clara, Hypo, Cegedim usw. ), die sind schwer zu timen und damit den Markt zu schlagen noch viel schwieriger.
Mein Text soll dich nicht angreifen oder schlecht machen, es soll einfach ein Denkanstoß sein, vielleicht fährt man einfach die falsche Strategie. Ich schätze dich sehr und werde auch weiterhin die folgen, wenn du eventuell Perlen aus dem Hut zauberst.
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14.11.25 11:13
#1124 @cad
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14.11.25 15:54
#1125 cad, zu deiner Frage, wieso sie es denn
Also erstmal muss man ja konstatieren, dass Avanquest bis 2024 stetig gut gewachsen ist. Eine zeitlang zweistellig, dann die letzten 1-2 Jahre noch um die 5%. Das war nicht mehr großartig, aber innerhalb Claranovas eine Wachstumsstory und Cashcow. Es gab also nicht wirklich Anlass, daran was zu ändern.
Zweitens war man in der Zeit 2023/24 als das Wachstum nachließ nunmal Teil eines hochverschuldeten Claranova-Konzerns. Ich weiß nicht, wie der Finanzmarkt reaguert hätten, wenn man angekündigt hätte, damals die Markettingkosten zu erhöhen. Ich bezweifle irgendwie dass das gut angekommen wäre.
Jetzt sind wir ja in einer anderen Lage. Durch die 13 Mio, die noch durch den Verkauf von Randbereichen in den nächsten 1-2 Jahren reinkommen, plus den Cashflows aus dem operativen Geschäft ist man in Kürze faktisch netto schuldenfrei. Am Markt wird man als Softwareunternehmen nur noch mit Ebitda Multiple von 3,7 bewertet, was man vor dem PA Verkauf durch die hohe Zinslast noch halbwegs verargumentieren konnte, aber spätetens wenn auch Cheyne vollständig umgeschuldet ist (was in Kürze passieren soll), dann auch kein Thema mehr wäre. Insofern besteht ja für Avanquest gar keine andere Möglichkeit mehr als organisch auf Wachstum zu setzen. Was soll man sonst machen? Am Finanzmarkt blieben eher nur noch Aktienrückkäufe, wobei ich nicht glaube, dass man das bilanziell machen kann/wird bevor die Cheyne Umschuldung durch ist. ... Wie Scansoft schon schrieb, ist nur die Frage, ob man das sinnvoll austarieren kann, also das Wachstum so forciert, dass die Marge dabei nicht leidet. Der Vorstand scheint das aber mit 10% Wachstum bei stabiler bzw leicht steigender Marge vernünftig angehen zu wollen, siehe Zielgrößen für 2028! ... wobei ich ja schon geschrieben habe, dass mir das trotzdem etwas zu optimistisvh erscheint. Für mich ist letztlich auch eher die Hauptfrage, ob Avanquest mit diesen Produkten gegen die Konkurrenz bestehen kann. In dem Punkt wundert mich am ehesten wieso Scansoft da so gar kein Problem zu sehen scheint. Theoretisch kann Avanquest ja die Marketingkosten wie früher schon erhöhen, aber die veränderte Konkurrenzlage führt dazu, dass die Kunden darauf nicht mehr so anspringen/kaufen wie früher. Das ist der eine große Punkt, der mich besorgt. Aber generell ist das was Scansoft zum Geschäftsmodell geschrieben hat, völlig nachvollziehbar. Bei solchen Produkten folgt das Wachstum eigentlich unmittelbar auf die Marketingmaßnahmen.
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