Biontech & MRNA: Revolution in der Pharmaindustrie

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neuester Beitrag:  18.04.26 13:07
eröffnet am: 25.11.20 12:10 von: Scontovaluta Anzahl Beiträge: 32449
neuester Beitrag: 18.04.26 13:07 von: Dictus Leser gesamt: 15584138
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05.03.26 21:32 #32126 so "sinnfrei" ist für mich diese Cashbestand.
ich bin im Gegenteil ganz dankbar dafür, dass Bntx im Gegensatz zu den meisten börsennotierten Gesellschaften kurzfristig keine zusätzlichen Zinslasten fürchten muss angesichts der jetzt wieder mal drohenden Preissteigerungen.
Mittelfristig ist der Cashbestand (siehe frühere Rechnungen von Art14 u.a.) eine gewisse Garantie für einen nicht allzu tiefen Boden des Kurses dar, und schließlich:
Langfristig sind diese 20 Mrd. sozusagen eine Art Versicherung. Bei einer Marktzulassung kann Bntx Produktionsanlauf und Vermarktung auf jeden Fall alleine stemmen und muss nicht mit vergleichsweise mageren Lizenzgebühren arbeiten. 33630560  
09.03.26 11:38 #32127 4) Patentklagen
Eine Einigung  mit Arbutus / Genevant würde viel Unsicherheit heraus nehmen.

Nachdem ich von dieser Materie nur wenig Ahnung habe, habe ich die KI befregt.  Diese schätzt eine mögliche Vergleichs-/ Schadenshöhe auf 1, 7 Mrd USD aber mit einem Extremwert von bis zu 6 Mrd. Bezogen aber nur auf den US Comirnaty Umsatz da um US- Patente gestritten wird.
Der Umsatz mit dem Rest der Welt ist da noch nicht drin, sollte aber "billiger" sein.  Verbilligen wird den Schaden wahrscheinlich auch Pfizer (50% ?) -falls vom Vertrag abgedeckt.

Die KI schätzt übrigens auch die Rechtsposition von BioNTech nach der Markman Entscheidung nicht besser ein als die von Moderna.

Diesbezüglich sehe ich den hohen Cash-Bestand negativ, nach dem Motto "die können es sich ja leisten". Insbesondere bei einem Jury-Entscheid.33630560  
09.03.26 12:49 #32128 Klage von arbutus und genevant
Ist es nicht so, dass biontech schon seit 2018 eine nicht exklusive Nutzung der patente mit genevant vereinbart hat und man davon ausging, dass diese auch für den covid Impfstoff gelten?
Moderna hingegen hat behauptet die patente überhaupt nicht genutzt zu haben, das ist ja bei biontech nie der Fall gewesen.
Das moderna hier verliert heißt nicht automatisch, dass biontech auch verlieren muss, es wird entscheidend sein wie der Vertrag 2018 im Detail verfasst wird und was sich dort hinein interpretieren lässt
 
09.03.26 12:53 #32129 32128
Das sagt die KI, der Schwerpunkt der Klage ist hier völlig anders gelagert

Im Jahr 2018 unterzeichneten Genevant Sciences (eine Tochtergesellschaft von Roivant Sciences) und BioNTech eine strategische Kooperation und Lizenzvereinbarung, die den Grundstein für die heutige IP-Auseinandersetzung (Intellectual Property) um Impfstoffe legte.

BioNTech
+1
Hier sind die wichtigsten Fakten zu diesem Zusammenhang:
Der 2018er Deal: BioNTech und Genevant schlossen im Juli 2018 eine Vereinbarung, um Genevants Lipid-Nanopartikel (LNP)-Technologie mit BioNTechs mRNA-Plattform zu kombinieren. Ziel war die Entwicklung von Therapien für seltene Krankheiten.
Technologie-Fokus: Die Vereinbarung bezog sich auf die LNP-Technologie von Genevant/Arbutus, die entscheidend dafür ist, mRNA in Zellen zu transportieren.
Wissensstand von BioNTech: In einer späteren Patentklage (eingereicht im April 2023) machten Genevant und Arbutus geltend, dass BioNTech durch diese Kooperation aus dem Jahr 2018 bereits frühzeitig Kenntnis von ihrer LNP-Technologie hatte.
Rechtsstreit: Im April 2023 verklagten Genevant und Arbutus Pfizer und BioNTech in den USA (New Jersey), da sie der Ansicht sind, dass der COVID-19-Impfstoff Comirnaty geschützte LNP-Technologien verwendet, die über den 2018er Deal hinausgingen.

BioNTech
+4
Der 2018er Vertrag war auf spezifische Anwendungen (nicht primär COVID-19) begrenzt, was zu dem aktuellen Streit führt, ob die Technologie für den Corona-Impfstoff genutzt werden durfte.  
09.03.26 12:57 #32130 Lizenzvereinbarung von 2018
09.03.26 15:54 #32131 .....
Es darf geraten werden, we die Beklagte war - Urteil vom 9. März 2026 - VI ZR 335/24

Die Revision der Klägerin hatte Erfolg. Das Berufungsgericht ist von zu engen Voraussetzungen für das Bestehen eines arzneimittelrechtlichen Auskunftsanspruchs ausgegangen. Nach § 84a Abs. 1 Satz 1 AMG muss, wer Auskunft begehrt, Tatsachen darlegen und gegebenenfalls beweisen, die die Annahme begründen, dass ein Arzneimittel den Schaden verursacht hat. Diese Tatsachen müssen die Ursächlichkeit des Arzneimittels für den Schaden plausibel erscheinen lassen. Plausibilität setzt in diesem Zusammenhang nicht, wie das Berufungsgericht angenommen hat, voraus, dass die Ursächlichkeit überwiegend wahrscheinlich ist. Sie kann auch vorliegen, wenn mehr gegen als für das Arzneimittel als Schadensursache spricht. Die Feststellung der Indiztatsachen und die darauf aufbauende Plausibilitätsprüfung durch das Berufungsgericht beruhen zudem auf Verfahrensfehlern. Im Übrigen ist der Auskunftsanspruch nach § 84a Abs. 1 AMG nicht auf dem pharmazeutischen Unternehmer bekannte Wirkungen und Erkenntnisse beschränkt, die sich auf das beim jeweiligen Anspruchsteller individuell vorhandene Krankheitsbild beziehen.

Die fehlerhafte Verneinung des Auskunftsanspruchs durch das Berufungsgericht schlägt auch auf seine Beurteilung der von der Klägerin geltend gemachten Haftungsansprüche durch. Es ist nicht auszuschließen, dass die Klägerin im Fall einer Verurteilung der Beklagten zur Auskunftserteilung weitere Tatsachen zur Begründung ihrer Schadensersatzansprüche vorbringen kann.

Vorinstanzen:
Landgericht Mainz - Urteil vom 21. August 2023 - 1 O 192/22
Oberlandesgericht Koblenz - Urteil vom 18. September 2024 - 5 U 1139/23  
09.03.26 16:36 #32132 AstraZeneca
war die Beklagte.  
10.03.26 08:00 #32133 Cash on Hand
BNTX: 17 Mrd. USD --> Market Cap 25.6 Mrd. USD 1.5x
NVO: 4.24 Mrd. USD --> Market Cap 177 Mrd. USD 42x

https://companiesmarketcap.com/biontech/cash-on-hand/
https://companiesmarketcap.com/novo-nordisk/cash-on-hand/

Die Pharma-Börse ist schon ein spezieller Ort..  
10.03.26 11:37 #32134 Biontech-Gründer verlassen Unternehmen
https://www.n-tv.de/newsletter/breakingnews/...-neues-id30451841.html
Die in der Corona-Pandemie berühmt gewordenen Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen verlassen und ein neues gründen. Das Ehepaar scheide spätestens Ende 2026 aus, wolle aber Anteilseigner bleiben, teilt mit.  
10.03.26 11:46 #32135 Hammernews
1 Reaktion nachvollziehbar,......sehe ich aber entspannt da Beide Anteilseigner bleiben.  
10.03.26 11:47 #32136 Anteilsverkäufe
Jetzt geben die Anteilsverkäufe der beiden einen Sinn. Man braucht Kapital für was neues.
Bin mal gespannt wie lange es dauert bis der Kursschock kompensiert ist. Wohl ne ähnliche Kursreaktionen wie bei Geopolitischen Konflikten. Hab bei der Kursreaktion eine schlimmere Nachricht befürchtet  
10.03.26 11:50 #32137 Jetzt geht´s los
BionTech wird sich auf den Weg der Gewinnorientierung begeben, die Gründer im neuen Unternehmen mithilfe der Biontech- und Curevac-Lizenzen (gegen Anteile von Bntx am neuen Unternehmen) werden weiter forschen und investieren.
Eine gute Nachricht für Aktionäre, wie ich finde!  
10.03.26 11:52 #32138 Vorscherehepaar
Ich kann sie verstehen, da für sie als Forscher/Wissenschaftler der größte Teil der Arbeit getan ist, in dem Verfahren der mRNa-Technologie im Unternehmen nach ihrer Sicht erfolgreich etabliert sind.  
10.03.26 11:53 #32139 gute Nachgricht?
15% Minus und jetzt noch bescheidene Zahlen und dann?33636804  
10.03.26 11:58 #32140 Traurige Nachricht
Ich bin sehr enttäuscht,dass die Gründer gehen.
Die beiden waren kompetent und haben Biontech gut geführt.
Jetzt kommt wieder irgend so ein Manager mit poliertem Lebenslauf und Powerpoint Kompetenz und fährt Biontech vor die Wand.
Ich finde es doppelt traurig dass die Gründer gehen, weil Sie bei Biontech mit der vollen Kasse auch mehr gute Medikamente im Sinne der Menschheit hätten vorantreiben können...  

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10.03.26 12:04 #32141 @blitzstart
für mich waren die "Forscher" zuletzt der Bremsblock des Kurses, da sie immer neue Investitionen in die Erforschung immer neuer Erkrankungen gesteckt haben. Das Unternehmen wurde "auf dem Papier" immer wertvoller, aber an die Aktionäre wurde nicht ausgeschüttet, und durch den Aktienverkauf von Sahin und Türeci wurde die allgemeine Zuversicht immer mal wieder abgewürgt.
 
10.03.26 12:14 #32142 Für mich
waren die beiden Herrschaften der Hauptgrund meines Invests. Das hat sich nun erledigt.  
10.03.26 12:15 #32143 Kursabsturz
WOW - 15%. Aber wenigstens dieses Mal nicht vollends grundlos.

Ich bin zwiegespalten. Einerseits sind Ugur und Özlem absolute Koryphäen auf ihrem Gebiet und kennen mRNA wie kein zweites Paar. Andererseits hat sich der Abschied schon durch frühere Aussagen von Ugur abgezeichnet. Die beiden wollten halt nie CEOs sein, sondern primär Forscher. Jetzt machen auch die Verkäufe der letzten Jahre Sinn. Man benötigt Kapital für ein neues Projekt.

Was der Kurs gerade versteht ist aber folgendes: Massive Insiderverkäufe + Vorstand tritt ab = Große Probleme  im Portfolio.

Das steht aber im Widerspruch zu Ugurs Aussage: „ In den vergangenen 18 Jahren haben wir Biontech von einem Start-up zu einem globalen biopharmazeutischen Unternehmen mit einer starken und diversifizierten Pipeline aufgebaut“, zieht Uğur Şahin Bilanz. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, die Übergabe des Staffelstabs vorzubereiten: „Gleichzeitig wollen Özlem und ich ein weiteres Mal als Pioniere neue Wege beschreiten. Schon immer war es unsere Vision, Wissenschaft in Fortschritte für Patientinnen und Patienten zu überführen. Jetzt bietet sich die Chance, die nächste Generation bahnbrechender Innovationen zu erschließen.“

Hinzu kommen heute die schlechten Zahlen aus dem COVID-Geschäft: „ Der adjustierte Nettoverlust für das zum 31. Dezember 2025 endende Quartal betrug 79,5 Mio. €, verglichen mit einem adjustierten Nettogewinn von 432,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum.“  

Also erstmals selbst im Q4 Verluste geschrieben  
10.03.26 12:17 #32144 wenn Rechte und
und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen gehen, WAS bleibt dann bei BIONTECH?? Ist schon eine Nummer...


https://www.focus.de/finanzen/news/...bc8-474d-800c-b1cf282ec96c.html

Rechte und Technologien gehen an neues Unternehmen
Geplant ist laut Biontech, Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen. Im Gegenzug bekomme Biontech eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Firma sowie Lizenzgebühren. Auch seien Meilensteinzahlungen vereinbart worden, Biontech wird also bei Erreichen bestimmter Entwicklungsschritte Geld von dem neuen Unternehmen erhalten. Eine bindende Vereinbarung hierzu soll bis Ende des ersten Halbjahres 2026 abschlossen werden, erklärte Biontech.  
10.03.26 12:18 #32145 Es ist jetzt extrem wichtig
Was im Earnings-Call kommuniziert wird. Es muss neuer Input zu den Portfolio-Kandidaten kommen und Ugur und Özlem  müssen ihren Abgang vernünftig erklären.

Hat wer ein Handelsblatt Abonnement und kann diesen Artikel hier rüber kopieren?

https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/...nutzen/100207054.html  
10.03.26 12:19 #32146 ich bin raus
wirklich unschön  
10.03.26 12:20 #32147 Synoptic
Hm? Das ist doch logisch.  Sonst könnten Sie keine 5 Minuten forschen ohne eine Klage von BioNtech am Bein zu haben. BioNTech besitzt im mRNA Bereich weltweit wohl die meisten Patente.  
10.03.26 12:25 #32148 Wieso
wollen bei Gründer denn ein neues Untertnehmen aufmachen ?


Waum setzen sie nicht einfach die Sachen in ihjrem jetzigem Unternehmen um ?
Was versprechen sie sich davon ?

Oder haben die bei Biontech nurnoch bedingt mitzureden mittlerweile ?  
10.03.26 12:25 #32149 Ein Übernahmefall
 
10.03.26 12:26 #32150 Die MK
entspricht nun etwa dem Cashbestand (ca. 20 Mrd).  
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