Wertberichtigt: Top - die Springer-Wette gilt
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Börsen-Zeitung, 23.7.2008 Dass Verlagserbin Friede Springer ihre mühsam zusammengekaufte Mehrheit an Deutschlands größtem Zeitungshaus nicht gefährden würde, indem sie eigene Aktien im laufenden Rückkaufprogramm andient, war zu erwarten. Keineswegs sicher war allerdings, dass dies auch für die Finanzinvestoren Hellman & Friedman gilt, die 9,9 % der Anteile an dem Berliner Medienkonzern halten. Denn deren Anlagehorizont ist begrenzt. Umso mehr nervt die Amerikaner der schier endlose Kursverfall der Springer-Aktie, deren Wert sich binnen eines guten Jahres auf knapp 73 Euro halbierte. So gesehen sind die im Rückkauf-angebot garantierten 80 Euro ein Wort. Doch angesichts des energischen Engagements des Print-Konzerns in der digitalen Welt erwarten Finanzinvestoren wie Friede Springer, dass selbst die 80 Euro nicht den wahren Wert des Medienhauses widerspiegeln. Was sich auch im Peer-Vergleich zeigt, wo Springer zuletzt merklich besser abschnitt als andere Medienkonzerne. Auf Jahressicht freilich belastet das Pin-Desaster weiter, also der 500 Mill. Euro schwere Verlust des inzwischen insolventen Post-Konkurrenten. ge
| Börsen-Zeitung, 23.07.2008, Autor ge , Ausgabe Nr. 140 , Seite 8, 153 Worte | |