Buffett schreibt Milliarden ab – und weiß weiter nicht, wohin mit dem Geld Wenige Monate vor dem geplanten Abschied des Starinvestors Warren Buffett schreibt sein Unternehmen Berkshire Hathaway erneut Milliarden auf seine Beteiligung am kriselnden Lebensmittelkonzern Kraft Heinz ab. Der Bewertungsabschlag auf den zuletzt gut 27-prozentigen Anteil an dem Ketchup- und Soßenhersteller schlägt nach Steuern mit 3,76 Milliarden Dollar zu Buche, wie Berkshire zur Quartalsbilanz mitteilte.
Unter anderem wegen der Abschreibung verminderte sich der Nettogewinn des Firmenkonglomerats im zweiten Quartal um 59 Prozent auf 12,37 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis schwankt oft stark, weil sich darin die Aktienkurse der börsennotierten Firmenbeteiligungen wie etwa Apple, Coca-Cola und Bank of America spiegeln.
Der operative Gewinn, der sich aus Berkshires eigenen Firmen speist, sank um vier Prozent auf 11,16 Milliarden Dollar. Dies lag den Angaben zufolge vor allem an rückläufigen Prämien im Versicherungsgeschäft.
Buffett hatte im Mai Trumps Zollpolitik kritisiert und sich für freien Handel ausgesprochen. Berkshire erklärte am Samstag, man überprüfe die Auswirkungen der Zölle auf seine Strategie. Buffett fand bisher keine nennenswerten Investmentgelegenheiten, die ihn überzeugten: Berkshires Barreserven lagen zum Quartalsende am 30. Juni mit 344,1 Milliarden Dollar nur knapp unter dem Rekordhoch von 347,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen verkaufte im elften Quartal in Folge mehr Aktien als es kaufte.
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