Hab mir gerade eine (trendy) Stay at home - Aktie angeschaut: 8,3 Mrd. Marktkapitalisierung bei 390 Mio. € Umsatz, 840 Beschäftigten und 9% EK-Quote. Echt krass. Berentzen dagegen läppische 50 Mio. MK bei 165 Mio. € Umsatz, 500 Beschäftigten und 32% EK. Bewertungstechnisch, d.h. auf der Basis der 19er Zahlen sieht's also einigermaßen gut aus. (Man muss also nicht die Exponentialfunktion bemühen.) Allerdings würde ich aktuell keine Berentzen kaufen. 2020 dürfte es meiner Meinung ans Eingemachte gehen; Substanz und vor allem Liquidität sind hier und jetzt wichtiger als Rendite und Dividende. Im Zuge der Refinanzierung der Mittelstandsanleihe hat sich Berentzen (meiner Meinung nach) unnötigerweise nicht komfortabel eingedeckt. Das könnte sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres nun rächen. (Schon der Finanzmittelfonds Ende 2019 basierte ja zum Teil auf der Ausweitung der Kreditlinie.) Auch wenn keine Bilanzzahlen präsentiert werden, sollte man sich vor diesem Hintergrund die Q1-Zahlen etwas genauer anschauen. Jedenfalls ein erster „Zwingerzeig“, was die zukünftige Kapitaldienstfähigkeit der Berentzen-Gruppe unter erschwerten Bedingungen angeht…
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