Es geht ihm um nicht weniger als die Rettung des christlichen Abendlandes, vor der erstarrten und der Macht korrumpierten Berufspolitik, vor der demografischen Katastrophe, der Islamisierung, der Hypersexualisierung, der Masseneinwanderung und dem Kartell der veröffentlichten Meinung, das dies alles verschweigt.
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An sich, sagt er, reize ihn die Politik nicht. Schließlich müsse er dort "so viele menschliche Niederungen durchschreiten" und habe mit "so viel Banalitäten" zu tun. Aber er habe "einen Leidensdruck" verspürt, wolle die "existenziellen Krisen" anpacken. Ihm gehe es um den "Dienst an Volk und Vaterland".
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"Ich meine, dass es in einer freien Gesellschaft möglich sein muss, auch über das Dritte Reich unorthodoxe Meinungen zu äußern."
Und es passt zu der Deklaration, die er im Sommer vor der Bundespressekonferenz in Berlin abgab: "Die politische Korrektheit liegt wie Mehltau über unserem Land. Ich bin angetreten, um diese politische Korrektheit wegzuräumen."
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Er sagt, dass das "Volkswohl" keine "politische Entropie" (Informationsmangel) vertrage, dass er über "eine Eschatologie" (der Glaube an die Vollendung des Einzelnen und der Dinge) verfüge und dass er sich selbst in seinen Kindern "transzendiere".
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Der Kern der Höckeschen Begriffswelt ist die Identität. Die "Frage nach der Identität", sagt er, sei "die zentrale Frage der Menschheit im 21. Jahrhundert". Sie sei der Schlüssel "zu ökonomischen und ökologischen Homöostasen, also ausgleichenden Selbstregulierungen einer Gesellschaft". Deutsche und Europäer hätten "die Aufgabe, den Wert ihrer Hochkultur wiederzuentdecken".
Die enge Definition nationaler Identität, dazu der "Kampf gegen die politische Korrektheit", das "Aussterben des deutschen Volkes" und "die multikulturelle Gesellschaft": Dies alles, sagt nicht nur der Soziologe Alexander Häusler, gehöre zum Fundus der "Reizthemen aus der rechtspopulistischen Propagandakiste".
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Bei der AfD funktioniert das so: Die EU-Bürokratie ist böse, der Islam gefährlich, das Asylrecht nur das Einfallstor für die Einwanderung in die Sozialsysteme. Wer hier anderes behauptet, wer differenziert, abwägt, hat sich schon dem Zeitgeist, dem Mainstream ergeben.
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