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Ein kleiner Trost aus Jackson Hole
28.08.23 12:30
Generali Investments
Köln (www.anleihencheck.de) - Auf dem letztjährigen Notenbankgipfel in Jackson Hole trieb die hawkishe Kehrtwende des FED-Vorsitzenden Jerome Powell die Leitzinserwartungen auf 4 Prozent, so Thomas Hempell, Head of Macro & Market Research bei Generali Investments.
Heute liege der Leitzins bei knapp 5,5 Prozent. Eine robuste Wirtschaft und eine nachlassende Inflation hätten jedoch die Hoffnung auf eine "makellose Inflation" und erhöhten die Risikobereitschaft genähert.
Im August seien jedoch Zweifel aufgekommen. Eine robuste US-Wirtschaft bedeute langfristig hohe Zinsen. Die Märkte hätten die Anzahl der bis 2024 erwarteten Zinssenkungen reduziert und die US-Renditen in die Höhe getrieben. Auch Jackson Hole am Wochenende habe keine Beruhigung gebracht. Die schlechten Einkaufsmanagerindices vom August hätten beunruhigende Anzeichen für eine Verlangsamung der großen Volkswirtschaften gezeigt, aber Powell und EZB-Chefin Christine Lagarde hätten versprochen, der Inflation nicht vorzeitig nachzugeben und Zinserhöhungen auf dem Tisch zu behalten. Bevor sie eine Lockerung der Zinssätze in Erwägung ziehen würden, würden sie solide Beweise für einen anhaltenden Rückgang der Inflation brauchen. Nachdem die großen Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation so spektakulär gescheitert seien, gebe es keinen Spielraum für eine Kehrtwende.
Für risikobehaftete Anlagen bedeute dies schwierige Wochen. Die Wirtschaftsdaten müssten die Auswirkungen der vergangenen Zinserhöhungen erst noch verarbeiten. Die jüngsten Immobilienprobleme in China seien ebenfalls nicht hilfreich und würden die Risikobereitschaft belasten. Irgendwann würden die Zentralbanken nicken und Lockerungsmaßnahmen für 2024 ins Auge fassen. Die unangenehme Botschaft von Jackson Hole sei jedoch, dass die Übergangsphase, in der die Inflationssorgen die Konjunktursorgen überlagern würden, länger dauern könnte, als die Marktteilnehmer vielleicht erwarten würden. (28.08.2023/alc/a/a)
Heute liege der Leitzins bei knapp 5,5 Prozent. Eine robuste Wirtschaft und eine nachlassende Inflation hätten jedoch die Hoffnung auf eine "makellose Inflation" und erhöhten die Risikobereitschaft genähert.
Im August seien jedoch Zweifel aufgekommen. Eine robuste US-Wirtschaft bedeute langfristig hohe Zinsen. Die Märkte hätten die Anzahl der bis 2024 erwarteten Zinssenkungen reduziert und die US-Renditen in die Höhe getrieben. Auch Jackson Hole am Wochenende habe keine Beruhigung gebracht. Die schlechten Einkaufsmanagerindices vom August hätten beunruhigende Anzeichen für eine Verlangsamung der großen Volkswirtschaften gezeigt, aber Powell und EZB-Chefin Christine Lagarde hätten versprochen, der Inflation nicht vorzeitig nachzugeben und Zinserhöhungen auf dem Tisch zu behalten. Bevor sie eine Lockerung der Zinssätze in Erwägung ziehen würden, würden sie solide Beweise für einen anhaltenden Rückgang der Inflation brauchen. Nachdem die großen Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation so spektakulär gescheitert seien, gebe es keinen Spielraum für eine Kehrtwende.
Für risikobehaftete Anlagen bedeute dies schwierige Wochen. Die Wirtschaftsdaten müssten die Auswirkungen der vergangenen Zinserhöhungen erst noch verarbeiten. Die jüngsten Immobilienprobleme in China seien ebenfalls nicht hilfreich und würden die Risikobereitschaft belasten. Irgendwann würden die Zentralbanken nicken und Lockerungsmaßnahmen für 2024 ins Auge fassen. Die unangenehme Botschaft von Jackson Hole sei jedoch, dass die Übergangsphase, in der die Inflationssorgen die Konjunktursorgen überlagern würden, länger dauern könnte, als die Marktteilnehmer vielleicht erwarten würden. (28.08.2023/alc/a/a)


