adidas-Aktienanleihe mit 20 Prozent Spielraum


17.10.13 12:15
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe die Aktienanleihe (ISIN DE000BLB2K29 / WKN BLB2K2) von der Bayerischen Landesbank auf die adidas-Aktie.

Ende September habe Nike Quartalszahlen vorgelegt - und die Erwartungen getoppt. Der Gewinn sei - dank glänzender Geschäfte in Nordamerika und Europa - um satte 38 Prozent auf 780 Mio. USD nach oben gesprungen. Auch für die kommenden Monate sei das Unternehmen optimistisch. Die Auftragsbücher seien prall gefüllt. Die weltweiten Bestellungen hätten sich um zehn Prozent verbessert.

Bei adidas sei es zuletzt nicht so rund gelaufen. Die Herzogenauracher hätten sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognose für das laufende Jahr kassiert. Vertriebsprobleme in Russland und anhaltender Wechselkursbelastungen habe das Management als Hauptgründe genannt. Aufschluss darüber, wie es um das Unternehmen bestellt sei, werde der 7. November liefern. An diesem Tag präsentiere das Unternehmen Ergebnisse.

adidas-Chef Herbert Hainer versuche die Wogen zu glätten. Laut einem Interview mit dem "Handelsblatt" rechne er wegen der Fußball-WM 2014 mit einem deutlichen Umsatzsprung. Davon solle man bereits im vierten Quartal etwas sehen. Konkrete Zahlen sei er allerdings schuldig geblieben. Er habe lediglich die mittelfristigen Ziele bestätigt: 2015 solle ein Umsatz von 17 Mrd. Euro in den Büchern stehen. Zum Vergleich: Nike wolle seinen Umsatz bis zu diesem Zeitpunkt auf 30 Mrd. USD steigern, was aktuell rund 22,12 Mrd. Euro entspreche.

adidas habe zuletzt im direkten Konkurrenzkampf mit Nike Federn lassen müssen, auch am Parkett. Während der US-Wert auf Monatsicht rund neun Prozent habe zulegen können und der steile, seit Beginn des Jahres laufende Aufwärtstrend nach wie vor intakt sei, habe die adidas-Aktie ihre Rally unterbrochen und sei in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Auf Monatssicht notiere der DAX-Wert nahezu unverändert - kein Problem für eine Aktienanleihe der BayernLB. Das Papier werde in zwei Jahren selbst dann zum Nominalwert getilgt, wenn die Aktie noch weitere 20 Prozentpunkte abgebe (Basispreis: 80 Prozent). Erst bei noch tieferen Kursen entstehe ein Buchverlust. Denn dann werde das Papier in Aktien getilgt. Keine Auswirkungen habe der Kurs der Aktie hingegen auf den Zins von 3,4 Prozent p.a. Dieser werde immer bezahlt - egal, was die Aktie mache.

Ein Jahr länger laufe eine Protect-Anleihe (ISIN DE000LB0UZR2 / WKN LB0UZR) der LBBW, die ebenfalls zur Zeichnung aufliege. Der über die dreijährige Laufzeit garantierte Zinssatz betrage 4,0 Prozent p.a. Die Protect-Schwelle, die im Juni 2016 darüber entscheide, ob Anleger die Nominale oder Aktien bekämen, liege indikativ bei 62 Prozent des Referenzwerts. Wäre also bereits heute Stichtag, läge die am Laufzeitende relevante Barriere bei etwa 51,00 Euro. Dieses Niveau habe die adidas-Aktie zuletzt im Januar 2012 von unten gesehen. (Ausgabe 41/2013) (17.10.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.